FAQ – Zähne und Karies

Ist ein sauberer Zahn ein gesunder Zahn?

„Saubere Zähne bekommen keine Karies.“ Das ist wohl das klassischste Dogma der konventionellen Zahnmedizin. Der Realität hält diesem Dogma aber nicht stand. Meiner Großen habe ich vom ersten Zahn an die Zähne geputzt. Sie hatte mit Abstand die meisten Löcher in ihren Milchzähnen von allen unseren sechs Kindern (denen ich nicht von Anfang an die Zähne geputzt habe). Ich selbst habe mein Leben lang fleißig geputzt: mit Zahnseide, Interdentalbürsten und was nicht alles. Ich hatte trotzdem immer Löcher. Bis vor 6 Jahren. Da habe ich meine Ernährung nach Weston Price (wie im Buch „Karies heilen“ von Ramiel Nagel beschrieben) umgestellt. Seit dem habe ich KEIN einziges neues Loch bekommen. Obwohl ich nur noch einmal abends putze. Mit Wasser, ohne Zahnpasta und ohne Bürstchen und sonst welchen Schnickschnack. Und dreimal schwanger war ich in der Zeit auch. Die Völker, die Weston Price dokumentiert hat, waren ohne Zahnarzt und Zahnbürsten kariesfrei – bis sie die westliche Ernährungsweise übernahmen. Die Annahme, dass saubere Zähne gesunde Zähne sind, basiert auf der ca. 100 Jahre alten Überzeugung der Schulmedizin, dass Bakterien uns krank machen. Und das man Krankheiten verhindern kann, wenn man die Bakterien entfernt. Diese Theorie löste die Säftetheorie und andere Krankheitstheorien ab, als man das Mikroskop erfand und darin Bakterien beobachten konnte. Dass dieser Schluss ein Trugschluss ist, entdeckt die Wissenschaft erst langsam. Denn: Der Mensch wie auch alles andere in der Natur ist ein Ökosystem. Bakterien sind dringend notwendig, damit das Ökösystem gesund bleibt. Gerät das Ökosystem aus dem Gleichgewicht – beim Menschen in der Regel durch Mängel oder Fehler in der Ernährung – dann ist die Anwesenheit gewisser Bakterien ein Anzeiger für eine Schieflage – nicht die Ursache.

Wie kann ich Karies feststellen?

Gelbliche bis gelb-braune Farbe bedeutet in der Regel aktive Karies. Wenn sie nur oberflächlich ist, tut es normalerweise nicht weh. Je dunkler eine Karies, desto langsamer schreitet sie in der Regel fort. Braun bis Schwarz bedeutet normalerweise, dass die Karies zum Stillstand gekommen ist. Mit einer Zahnsonde kann man fühlen, ob der Zahn hart und fest ist (die Zahnsonde gleitet ohne Widerstand über die Oberfläche) oder weich (die Zahnsonde bleibt stecken). Hart bedeutet Stillstand, weich bedeutet, die Karies ist aktiv.

Sehr oberflächliche Karies kann allerdings auch hellbraun aussehen und remineralisiert sein. Am zuverlässigsten ist, denke ich, die Probe, ob es weich ist oder nicht. Ein Loch im Zahn (also dass da einfach was fehlt) aber ohne Verfärbung kann ebenfalls Karies sein.

Ich finde, die Karies an den sichtbaren Zahnflächen sieht man schon recht gut … spätestens, wenn der Zahnschmelz sich an bestimmten Stellen verfärbt (weiß, später braun) und der Zahn Substanz verliert – also ein Loch wächst. Zwischen den Zähnen ist schwieriger. Da merkt man es zuerst daran, dass fasriges Essen hängen bleibt. Manchmal bleibt bei mir auch was zwischen den Zähnen hängen, wenn mein Zahnfleisch an der Stelle gereizt ist oder weil manche meiner Inlays nicht ganz bündig mit dem Zahn sind … Da schafft unter Umständen nur ein Röntgenbild Klarheit.

Ist ein schwarzer Zahn ein toter Zahn?

Ein schwarzer Zahn muss nicht abgestorben sein. Der kann trotzdem sehr lebendig sein.

Bedeutet eine weiße Stelle am Zahn, dass dort Karies beginnt?

Schmelzdefekte äußern sich oft als weiße Stellen. Der Schmelz ist dort nicht ganz so dicht, es liegt eine leichte Demineralisierung vor, deshalb erscheint er weißer. Heißt nicht, dass man da Karies bekommen muss – kann aber sein. Der heutige Zahnarzt lernt, dass Bakterien, die sich dort, wo der Schmelz nicht ganz so dicht ist, gern festsetzen, Schuld an der Karies sind. Der alternative Zahnarzt (und auch nicht jeder) weiß, dass eine fortschreitende Demineralisierung (Karies) durch eine Schieflage in der Ernährung entsteht („böse“ Bakterien zwar vorhanden und beteiligt sind, aber nicht als Ursache der Schieflage, sondern als Folge). Nur unter diesen Voraussetzungen kann ein solcher Schmelzdefekt in aktive Karies münden.

Kann Karies wirklich heilen? Verschwindet dann das Loch und wird wieder aufgefüllt?

 Karies heilt unter guten Ernährungsbedingungen in dem Sinne, dass der Zahn das, was noch nicht zu weit verfault ist, remineralisiert (Karies kommt zu Stillstand, die Zahnsubstanz wird wieder hart) und man – wenn man die Schiene beibehält – mit ziemlicher Sicherheit nie wieder Karies kriegt. Aufgefüllt werden Löcher in der Regel nicht. Kleine Anfangskaries kann allerdings wieder ganz verschwinden.

Ich habe Karies. Aber meine Blutwerte von Vitamin D sind in Ordnung. Wie kann das sein?

Die Blutwerte müssen nicht unbedingt im Keller sein. Schon ein geringes Ungleichgewicht zeigt sich gern an den Zähnen. Vitamin D ist nur eine Komponente von vielen, die für kariesfreie Zähne wichtig sind. Vitamin K2 ist z.B. ebenfalls für die Mineralisation wichtig. Dafür gibt es aber noch keinen Labortest.

Wann würdest du ein Loch füllen lassen?

Ich würde mir dann ein Loch füllen lassen, wenn es mich stört, also wenn sich z.B. Essen drin verfängt. Bei meinem einen Zahn ist das ja der Fall, aber ich zögere noch. Denn andererseits weiß ich, dass ein Zahnarzt viel gesunde Zahnsubstanz wegbohrt und das wiederum will ich nicht. Auch sind die Füllmaterialien nicht so ohne. Viele geben ständig Fluoride ab. Das will ich auch nicht. Mit der entsprechenden Ernährung kommt die Karies ja zum Stillstand, der Zahn wird hart und schmerzfrei. Das Loch macht dir also an sich nichts, auch wenn der Zahnarzt da weiterhin ein Loch sieht, das er unbedingt flicken will, so wie er es gelernt hat.

 

18 Gedanken zu „FAQ – Zähne und Karies“

  1. Hallo,

    ich bin derzeit Schwanger und leider habe ich seit dieser SS wieder ein Karies entdeckt der bräunlich ist und ein loch zwischen Zahnfleisch und dem Beginn des Zahn (hinterer Backenzahn) weh tut es nicht, wie kann ich es denn stabilisieren dass es zum Stillstand kommt. So dass ich nicht gebohrt werden müsste. Wir benutzen keine Fluoriede Zahnpasta.

    Aber vielleicht haben Sie hier mehr tipps für mich, würde mich sehr freuen

    Herzliche Grüße

    Jacqueline Schmitt

    1. Hallo Jacqueline,
      lies dich hier am besten mal ein. Die fettlöslichen Vitamine D, A und K2 sind sehr wichtig. Kann dir das Buch von Ramiel Nagel „Karies heilen“ als Basis-Lektüre empfehlen. Damit habe ich die Karies bei mir in den Griff gekriegt – auch während der Schwangerschaft. Detailfragen dann gern hier. Wenn du bei fb bist: In der Gruppe „Karies heilen“ gibt es ein Dokument, das die Ernährungsprinzipien nach Weston Price, die auch die Grundlage von Nagels Buch sind, gut zusammenfasst.
      Viele Grüße, Sarah

  2. Hallo Sarah,
    ich habe hier auf deiner Webseite viel über die Ernährungsprinzipien von W. Price erfahren und alles mit großem Interesse gelesen. Ich hätte dazu noch einige Fragen…
    Meine Tochter ist 10 Monate alt. Sie ist für ihr Alter ein recht kleines und schmales Kind. Ich stille sie noch sehr häufig. Kann ich ihr bereits jetzt 2,5 ml Lebertran/Butteröl-Gemisch täglich geben oder lieber weniger? Wie verabreiche ich ihr das dann am geschicktesten? In den Brei gemischt? Bisher bekommt sie täglich einen Tropfen Vigantol Öl. Kann oder muss ich das Vigantol weglassen, wenn ich ihr Lebertran gebe? Könnte es zu einer Überdosierung an Vitamin D kommen,wenn ich ihr beiden gebe?

    Viele Grüße, Anja Kammerad

    1. Hallo Anja,
      ich denke, du kannst mit 2,5 ml nicht so viel falsch machen. Wenn du’s ganz genau machen willst, kannst du auch nach Körpergewicht gehen. Danach bekommt ein Kind mit 10 kg Körpergewicht 1,2 ml, mit 15 kg 1,7 ml und mit 20 kg 2,5 ml. (aus dem Buch „Karies heilen“, da steht es in amerikanischen Teelöffeln, ich hab’s grad in ml umgerechnet)
      Du kannst es ganz normal mit dem Löffel geben, am besten wenn es Zimmertemperatur hat. Dann ist die Konsistenz besser. Kühlschrankkalt ist es recht fest und eher schwer zu schlucken. Du kannst es auch in den Brei mischen. Wie es bei euch am besten funktioniert. Vigantol brauchst du dann eigentlich nicht zu geben. Wenn du über ein paar Monate (z.B. jetzt im Winter) beides gibst, wird es aber – normal dosiert – zu keiner Überdosierung kommen. Es kommt natürlich auch darauf an, wie sie bisher mit Vitamin D versorgt wurde. Wenn du Lebertran oder Vigantol genommen und mit der Muttermilch weitergegeben hättest, wäre die Versorgung anders, als wenn es nur die Vigantol-Tropfen für sie nach der Geburt waren. Ich vermute, dass du selbst nicht extra etwas genommen hast, weder in der Schwangerschaft noch während der Stillzeit, und sie deshalb vermutlich eher an der unteren Grenze mit dem Vitamin D liegt als an der oberen. Von daher kann es nützlich sein, für 2-3 Monate etwas mehr zu geben (entweder mehr Lebertran oder Lebertran ergänzt mit Vigantol), um den Vitamin-D-Spiegel zu heben und die Speicher aufzufüllen.
      Alles Gute euch! 🙂
      Sarah

      1. Ich danke dir für deine Antwort. Meine Tochter liebt Lebertran. Sie freut sich jedes Mal wenn ich die Lebertranflasche auch nur aus dem Schrank hole. Ich gebe es ihr einfach pur auf einem kleinen Löffel und sie stört sich kein bisschen an dem Geschmack – im Gegenteil! Ich dagegen muss mich jedes Mal überwinden. Ich beneide sie!
        Viele Grüße, Anja

  3. Liebe Sarah,

    erstmal vielen Dank für deine tollen Videos, die mich sehr inspiriert haben und deinen Blogg, den ich jetzt anfange zu erkunden!! Ich bin in der 39. Woche schwanger und es ist unser erstes Kind. Ich glaube/hoffe, dass ich nicht unter Karies leide, aber ich bin etwas angeschlagen seit einer knappen Woche und mein ganzes Zahnfleisch ist entzündet und geschwollen und schmerzt sehr. Ich denke, dass das mit der Schwangerschaft und einem schwachen Immunsystem zu tun hat. Zum Zahnarzt will ich mit dem wunden Zahnfleisch nicht. Meinst du ich hab einen Mineralienmangel, oder was kann ich denn jetzt tun?? Für Tipps wäre ich sehr sehr dankbar!

    Liebe Grüße,
    Caro

    1. Liebe Caro,
      akut kannst du es mit regelmäßig Ölziehen versuchen – also Olivenöl o.ä. im Mund hin und her bewegen, am besten für einige Minuten, dann ausspucken. Kannst du auch googeln, da gibt es einiges dazu im Netz. Mundspülung mit Salzwasser soll auch lindernd wirken, sowie verschiedene Kräuter. (Im Buch „Karies heilen“ hat’s ein Kapitel zum Thema Zahnfleisch, da ist das genauer beschrieben).
      Entzündetes Zahnfleisch zeigt jedenfalls an, dass es eine Schieflage im Körper gibt. Es sagt allerdings nicht, was genau nicht stimmt. Vitamin-C-Mangel macht tyischerweise entzündetes Zahnfleisch, aber das ist nur eines von vielem. Ich würde wohl auch hier mittelfristig mit der Ernährung ansetzen, um dem Körper zu helfen, ins Gleichgewicht zu kommen. Wenn es jetzt schwangerschaftsbedingt solche Symptome macht und du auch davon sprichst, dass dein Immunsystem schwach ist, ist wohl auch außerhalb der Schwangerschaft nicht alles optimal. Alles was das Immunsystem stützt (gute Bakterien vor allem) kann dann helfen, den Körper mehr ins Gleichgewicht zu bringen.
      Alles Gute dir und für die Geburt!
      Sarah

  4. es gibt textstellen die nicht so stimmig für mich sind. zb. das löcher nicht mehr nachwachsen, das stimmt absolut nicht. ich habe es geschafft innerhalb eines halben jahres ein tiefes loch mit der sango meereskoralle nachwachsen zu lassen. wichtig hierbei, aus einem bioshop kaufen, nicht in tablettenform und getestet auf strahlung…

    außerdem stimmt es nicht das nur die ernährung oder die ernährung so wichtig ist ob karies zum stillstand kommt. alles in unserem körper muss man ganzheitlich betrachten um die wirkliche ursache herraus zu finden. so haben bestimmte zahnreihen bestimmte themen, auch einzelne zähne haben bestimmte themen. haben kinder zb. probleme mit den einsern so ist die wahrscheinlichkeit groß das es ein elterliches thema ist das sie im moment beschäftigt. und so hat jeder zahn sein themengebiet. außerdem sind die zähne auch mit verschiedenen organen verbunden, das heißt es kann sein das gar nicht der zahn der „übeltäter“ ist, sondern es ein problem mit dem dazugehörigen organ gibt. und dann muss man sich weiter anschaun, was sind denn die themen des organs. eine wirkliche heilung besteht dann wenn man die ursache herrausfindet und diesen teil in seinem leben ändern kann.

  5. Hallo Sarah,
    ich habe ein paar Fragen und würde gerne deine Meinung dazu hören und zwar: 1. Mein Sohn (2) hat schon sehr früh Zahnstein bekommen. Bei ihm ist es nur an den oberen Zähnen, aber besonders auffällig, weil er „Black Stain“ hat. Weißt du wie man das wegbekommt? 2. Ich habe leider seit Kindheit an immer Amalgam bekommen. Was hält du davon sie entfernen zu lassen? Allerdings stille ich gerade und habe vor noch mindestens bis 2 Jahre zu stillen. 3. Ich habe einen querliegenden Weisheitszahn. Er hatte sich ab und an entzündet, aber mittlerweile habe ich keine Probleme mehr, nur dass Essensreste manchmal hängen bleiben und ästhetisch sieht es nicht so schön aus. Würdest du ihn entfernen lassen? Mir fällt es schwer Vorteile und Nachteile abzuwägen in Hinblick auf die Stillzeit. Bin schwanger geworden letztes Jahr (vor dem Abstillen noch) und jetzt verzögert sich das alles noch mal. Ich hoffe, du kannst mir Ratschläge geben

    Lieben Gruß,
    Sindy

    1. Hallo Sindy,
      Black stain verschwindet meist spätestens in der Pubertät wieder. Offenbar gibt es eine familiäre Neigung. Soweit ich weiß, kann man nicht viel machen, außer fleißig putzen und es mit einer professionellen Zahnreinigung immer wieder wegzumachen. Gefährlich ist es aber nicht, d.h. Black stain macht kein höheres Kariesrisiko. Vermehrter Zahnstein spricht schon eher für eine nicht optimale Speichelzusammensetzung. Da müsste man gucken, wo das Ungleichgewicht dafür im Körper herkommt.
      Amalgam im Körper ist sicher nicht gut. Ich würde mit der Entfernung aber wohl bis zum Ende der Stillzeit warten, da beim Entfernen auch mit allen Vorsichtsmaßnahmen doch größere Mengen Amalgam frei werden.
      Mit dem Weisheitszahn ist so eine Sache. Wenn er nicht stört, kann man warten. Einen Weisheitszahn kann man im besten Fall aber auch nur mit Lokalbetäubung entfernen lassen. Ich hab das in der Stillzeit machen lassen. Das beeinträchtigt das Stillen nicht weiter. Bei mir lag der Weisheitszahn allerdings nicht quer. Wenn es komplizierter ist, ist das vielleicht anders. Da würde ich die Details mit dem behandelnden Arzt besprechen.
      Viele Grüße, Sarah

  6. Liebe Sarah, ich hoffe inständig, dass du aktuell noch Zeit hast, hier auf deiner Seite die Kommentare zu beantworten. Ich bräuchte dringend jemanden mit Erfahrungswerten 🙂 Mein Sohn, gerade 20 Monate, hat schwarze Stellen auf den Backenzähnen. Laut Zahnarzt ist es oberflächliches Karies. Ich stille ihn und meiner Einschätzung nach ist das im Moment immer noch seine Hauptnahrungsquelle. Er isst zwar alles mit, aber in mikroskopischen Mengen. Wir leben bisher vegetarisch. Ich stelle gerade die Ernährung um, sodass etwas Fleisch dazu kommt. Wobei die komplette Ernährungsumstellung wie im Buch „Karies heilen“ vorgestellt, für mich zur Zeit nicht vorstellbar ist. Ich habe auch die Green Pasture Kapseln (Lebertran+Butteröl) gekauft. Da bin ich bei der Dosierung noch etwas ratlos. Drauf steht 2 am Tag. Bei dir habe ich was von 7-8 Kapseln für Erwachsene täglich gelesen. Außerdem weiß ich nicht, wie das mein kleiner Sohn nehmen könnte. Wäre es möglich, die Kapsel zu öffnen und den Inhalt herauszuleeren und in ein Glas umzufüllen? Oder genügt es, wenn ich die nehme und weiter stille? Bin über jeden Rat und Hinweis dankbar, wie wir die Zähne in den Griff bekommen können.

    1. Liebe Mara,
      Es gibt den Lebertran auch ohne Kapsel drumherum. Da heißt er Gel. Da ist er sogar billiger im Verhältnis. Bis auf unsere große Tochter nehmen wir alle den vom Löffel und ohne Kapsel. Wenn man den Geschmack gar nicht verträgt, kann man sich diesen Lebertran aber auch selbst in Kapseln abfüllen.

  7. Hallo liebe Sarah,

    habe deine tolle Seite gelesen und bin begeistert, habe die ganze Zeit schon wertvolle Infos zum Thema Karies gesucht, gar nicht so einfach… habe mir das Buch und auch den Lebertran heute bestellt und hoffe somit mein Gebiss wieder in Ordnung zu bringen, angefangen hat es eigentlich nach der zweiten Geburt ( die eine Hausgeburt war). Erst fiel eine Füllung heraus, Nummer zwei und drei folgten im halbjährlichen Abstand. Da ich mein eigener Arzt mittlerweile bin, kam für mich ein Besuch beim Zahnarzt eigentlich nicht in Frage. Allerdings ist bei meiner ersten Füllung ein so rießen tiefes Loch entstanden, dass mein Nerv praktisch frei lag, das ganze habe ich dann ein halbes Jahr ausgehalten in der Hoffnung er zieht sich zurück, Fehlanzeige. Der Gang zum Zahnarzt war unausweichlich. Nach einer heftigen Diskussion mit diesem hat er mir dann nur die eine Füllung ersetzt natürlich mit der Info, dass eine spätere Wurzelbehandlung absolut nötig ist. Seit dem beschäftige ich mich sehr mit den Zähnen. Denn unter den anderen beiden Füllungen die raus sind ist Karies den ich jetzt hoffentlich mit der Hilfe des Buches und der Ernährung besiegen werde. Aber eine Frage habe ich. Mich würde deine Meinung bezüglich des Säure-Basen-Haushalts und Karies interessieren. Denn ich war der Meinung, dass gerade Milchprodukte und auch Fleisch sauer machen und dadurch die Entstehung von Karies begünstigen. Und wie sieht es beim Langzeitstillen und der Zahngesundheit von Kleinkindern aus? Meine Tochter fast 2 hat so gar keine Lust auf putzen… Ich freue mich auf Antwort von dir und bitte mach weiter und informiere die Menschen über diese Themen! Gerade das Thema Geburt ist soo wichtig und verdient besserer Aufklärung!
    Herzliche Grüße
    Rebecca

    1. Liebe Rebecca,
      die Theorie von der Übersäuerung ist nicht wirklich belegt. Am ehesten kann ich mir vorstellen und so hat es mir auch ein Heilpraktiker mal erklärt, dass es eine Übersäuerung von Zellen gibt, die sich aufgrund einer gestörten Kommunikation mit ihrer Umgebung nicht mehr regulieren können. Denn ansonsten ist der Körper sehr erpicht darauf, seinen Säure-Basen-Haushalt in der Balance zu halten. In der Situation nützt eine „basische“ Ernährung auch nichts, solange die Kommunikation der Zellen gestört ist. Dann sollte eher das Ziel sein, das Ungleichgewicht zu beheben, dass die Regulation der Zellen stört.
      Abgesehen davon ist es in vielen Fällen unklar, ob ein Lebensmittel am Ende tatsächlich basisch oder sauer verstoffwechselt wird. Die ganze Regulation des Körpers ist auch viel komplexer. Es gibt Bereiche, die werden absichtlich sauer gehalten (Magen, Scheidenmilieu). Den Körper auf ein so vereinfachtes System „Base ist gut – Säure ist schlecht“ herunterzubrechen, wird dieser Komplexität nicht gerecht.
      Wenn man in traditionellen Kulturen schaut, die kariesfrei waren, hat sich dort niemand „basisch“ ernährt, niemand war vegan. Im Gegenteil. Und trotzdem waren sie kariesfrei. Von daher halte ich diesen Zusammenhang für ausgeschlossen.
      Zum Langzeitstillen: Eine Studienübersicht kommt zu dem Schluss, dass es keinen Zusammenhang zwischen Langzeitstillen und Karies im ersten Lebensjahr gibt, aber einen leichten Zusammenhang im zweiten Lebensjahr. Wahrscheinlich spielen da aber andere Faktoren rein, denn sonst müsste man diesen Effekt auch im ersten Lebensjahr sehen. https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/apa.13118
      Ob Putzen die besten Kariesprävention ist, kann man auch dahingestellt sein lassen. Seit ich mich mit Weston Price beschäftige und es selbst probiert habe, glaube ich nicht mehr dran. Ich habe jahrzehntelang geputzt wie ein Weltmeister. Aber keine neue Karies habe ich erst erreicht, als wir die Ernährung verändert haben. Dabei putze ich jetzt so wenig wie nie. Einmal am Tag mit Wasser. Da gibt es eindeutig Faktoren, die eine größere Rolle spielen als das Putzen.
      Viele Grüße, Sarah

      1. Liebe Sarah,
        Vielen Dank für deine Antwort!
        Mit den Säure-Basen finde ich eine interessante Ansicht und finde diese auch sehr schlüssig, denn wie du schon sagst, ist der Körper drauf aus sich im Gleichgewicht zuhalten und mit der richtigen Ernährung ist er dazu sehr gut im Stande und kann sich ggf selbst heilen! Aktuell bräuchte ich nochmal deinen Rat und deine Erfahrung. Geht einmal um meinen Backenzahn bei dem die riesen Füllung raus gefallen ist, daraufhin der Nerv frei lag und ich ein Provisorium aus Zement drauf machen lassen habe, da es sehr schmerzhaft war wenn was an den Nerv kam. Aktuell macht sich der Nerv bemerkbar und pocht leicht. Was für FüllMaterial würdest du empfehlen wenn es unumgänglich wäre? Denn kann mir gut vorstellen, dass das derzeitige Material auch nicht wirklich so gut ist… Der andere Teil dieses Backenzahnes ist mit Amallgan gefüllt. Bist du generell für die Entfernung des Materials? Könnte aus heutiger Sicht wahnsinnig werden, was die damaligen Zahnärzte mit meinen Zähnen angestellt haben!! Das zweite Anliegen ist mein Sohn (5Jahre) Karies an beiden obezten Backenzähnen zwischendrin mit Loch! Waren jetzt im Urlaub und haben gesündigt jetzt schmerzt es! Seit wir wieder da sind habe ich die Ernährung wieder umgestellt, unter Protest versteht sich … Bedenken habe ich mit dem Abzess über den beiden Backenzähnen, verschwindet dieser mit der Umstellung oder was kann ich tun, bin da sehr ratlos, Versuche es mit Teebaumöl ist auch schon etwas zurück gegangen aber bin etwas verunsichert. Wäre schön wenn du mir hierzu deine Erfahrung mit deiner Tochter mitteilen würdest!? Vielen lieben Dank! Herzliche Grüße Rebecca

        1. Liebe Rebecca,
          wie geht es euch inzwischen? Ich hab mal wieder schleifen lassen, Kommentare zu sichten, deshalb meine Antwort etwas spät … 😛
          Zement gilt als am besten biologisch verträglich. Hält nur nicht lange. Ich kenne aber manche, die lassen sich den Zement einfach immer wieder neu machen. Hat sich der Nerv beruhigt? Was hat dir dein Zahnarzt empfohlen? Es gibt verschiedene Optionen, je nach Größe des Lochs. Ist es sehr groß, bietet eine Kunststofffüllung vielleicht zu wenig Stabilität für die Kaubelastung eines Backenzahns. Kunststoff würde ich auch nur mit einer nervschonenenden Unterfüllung nehmen, sonst kann es sein, dass der Nerv durch den Kunststoff so angegriffen wird, dass er erst recht stirbt. Das optimale Füllungsmaterial gibt es leider nicht …

          Amalgam ist so eine Sache. Die Entfernung setzt trotz Schutzmaßnahmen einiges an Quecksilber im Körper frei. Belässt man es, wird kontinuierlich eine geringe Menge frei. Ich würde es davon abhängig machen, ob Beschwerden sind. Wobei nicht alle Beschwerden von Amalgam kommen. Es ist nicht vorhersehbar, ob eine Entfernung eine Besserung bringt oder nicht … Schwierige Entscheidung…

          Der Abszess an Zähnen mit Loch bedeutet, dass der Zahn sicherlich abgestorben ist. Abszesse an Milchzähnen verschwinden oft wieder und der tote Zahn kann – mit einer halbwegs guten Ernährung – bis zum Zahnwechsel beschwerdefrei erhalten bleiben. Hat der Körper das Geschehen im Griff, tut der Zahn ein paar Tage lang weh, während er abstirbt und dann nicht mehr. Hat der Körper das Geschehen nicht im Griff, kann sich die Entzündung ausbreiten und Schmerzen und eine dicke Backe verursachen. Dann sollte man etwas unternehmen. Stimmte die Ernährung, ist das aber ziemlich unwahrscheinlich. Wir hatten schon ein paar tote Milchzähne (hab ja mehrere Kinder), die dann mit dem Zahnwechsel den gesunden Bleibenden Platz gemacht haben. Die haben nur beim Abersterben Probleme gemacht und danach nicht mehr. Es passiert übrigens nur selten, dass die Bleibenden davon angegriffen werden. Auch wenn Zahnärzte davor gern Angst machen. Zahnärzte gehen mit solchen Zähnen unterschiedlich vor. Manche lassen es und beobachten, solange es beschwerdefrei wird oder ist. Manche bohren den Zahn auf, in der Erwartung, dass der Eiter dann abläuft (was er über eine Fistel/einen Abszess aber automatisch tut). Andere ziehen den Zahn (bei einem größeren, Beschwerden machenden Entzündungsherd sicherlich gerechtfertigt) und fertigen einen Platzhalter an, der dann bis zur Ankunft des Bleibenden getragen werden muss. Die ganz moderne Fraktion der Kinderzahnärzte bemüht sich auch mal in einer Wurzelbehandlung. Teuer mit fragwürdigem Nutzen.
          Viele Grüße, Sarah

  8. Hallo Sarah, erstmal vielen vielen Dank für deine Mühe, hier so wertvolle Informationen zusammenzustellen! Ich hätte eine Frage zu zackigen Zähnen und hoffe, dass du mir helfen kannst.
    Meine Tochter (6) bekommt ihre zweiten Zähne, welche an der Schneidekante zackig sind. Ihr Vater hat das auch. Ich hatte jedoch gehofft, ihr das mit der richtigen Ernährung ersparen zu können. Müssen wir uns nun damit abfinden, weil sie es offensichtlich geerbt hat, oder kann man da noch was machen? Kennst du die Ursache zackiger Zähne?
    Vielen Dank schonmal und viele Grüße an dich und deine Bande aus Südhessen. Annalena

    1. Liebe Annalena, es ist normal, dass die bleibenden Schneidezähne bei Durchbruch zackige Kanten haben. Die nutzen sich mit der Zeit ab. Dass das einmal nicht passiert, liegt sicherlich an einer Bisskonstellation, bei dem diese Zähne wenig Abnutzung erfahren …

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