FAQ – Zähne und Karies

Wie kann ich Karies feststellen?

Braune Farbe bedeutet in der Regel Karies. Wenn sie nur oberflächlich ist, tut es aber normalerweise nicht weh. Je dunkler eine Karies, desto langsamer schreitet sie in der Regel fort. Schwarz bedeutet normalerweise, dass die Karies zum Stillstand gekommen ist. Mit einer Zahnsonde kann man fühlen, ob der Zahn hart und fest ist (die Zahnsonde gleitet ohne Widerstand über die Oberfläche) oder weich (die Zahnsonde bleibt stecken).

Sehr oberflächliche Karies kann allerdings auch braun mal aussehen und remineralisiert sein. Am zuverlässigsten ist, denke ich, die Probe, ob es weich ist oder nicht. Ein Loch im Zahn (also dass da einfach was fehlt) aber ohne Verfärbung kann ebenfalls Karies sein.

Ich finde, die Karies an den sichtbaren Zahnflächen sieht man schon recht gut … spätestens, wenn der Zahnschmelz sich an bestimmten Stellen verfärbt (weiß, später braun) und der Zahn Substanz verliert – also ein Loch wächst. Zwischen den Zähnen ist schwieriger. Da merkt man es zuerst daran, dass fasriges Essen hängen bleibt. Manchmal bleibt bei mir auch was zwischen den Zähnen hängen, wenn mein Zahnfleisch an der Stelle gereizt ist oder weil manche meiner Inlays nicht ganz bündig mit dem Zahn sind … Da schafft unter Umständen nur ein Röntgenbild Klarheit.

Ist ein schwarzer Zahn ein toter Zahn?

Ein schwarzer Zahn muss nicht abgestorben sein. Der kann trotzdem sehr lebendig sein.

Bedeutet eine weiße Stelle am Zahn, dass dort Karies beginnt?

Schmelzdefekte äußern sich oft als weiße Stellen. Der Schmelz ist dort nicht ganz so dicht, es liegt eine leichte Demineralisierung vor, deshalb erscheint er weißer. Heißt nicht, dass man da Karies bekommen muss – kann aber sein. Der heutige Zahnarzt lernt, dass Bakterien, die sich dort, wo der Schmelz nicht ganz so dicht ist, gern festsetzen, Schuld an der Karies sind. Der alternative Zahnarzt (und auch nicht jeder) weiß, dass eine fortschreitende Demineralisierung (Karies) durch eine Schieflage in der Ernährung entsteht („böse“ Bakterien zwar vorhanden und beteiligt sind, aber nicht als Ursache der Schieflage, sondern als Folge). Nur unter diesen Voraussetzungen kann ein solcher Schmelzdefekt in aktive Karies münden.

Kann Karies wirklich heilen? Verschwindet dann das Loch und wird wieder aufgefüllt?

 Karies heilt unter guten Ernährungsbedingungen in dem Sinne, dass der Zahn das, was noch nicht zu weit verfault ist, remineralisiert (Karies kommt zu Stillstand, die Zahnsubstanz wird wieder hart) und man – wenn man die Schiene beibehält – mit ziemlicher Sicherheit nie wieder Karies kriegt. Aufgefüllt werden Löcher in der Regel nicht. Kleine Anfangskaries kann allerdings wieder ganz verschwinden.

Ich habe Karies. Aber meine Blutwerte von Vitamin D sind in Ordnung. Wie kann das sein?

Die Blutwerte müssen nicht unbedingt im Keller sein. Schon ein geringes Ungleichgewicht zeigt sich gern an den Zähnen. Vitamin D ist nur eine Komponente von vielen, die für kariesfreie Zähne wichtig sind. Vitamin K2 ist z.B. ebenfalls für die Mineralisation wichtig. Dafür gibt es aber noch keinen Labortest.

Wann würdest du ein Loch füllen lassen?

Ich würde mir dann ein Loch füllen lassen, wenn es mich stört, also wenn sich z.B. Essen drin verfängt. Bei meinem einen Zahn ist das ja der Fall, aber ich zögere noch. Denn andererseits weiß ich, dass ein Zahnarzt viel gesunde Zahnsubstanz wegbohrt und das wiederum will ich nicht. Auch sind die Füllmaterialien nicht so ohne. Viele geben ständig Fluoride ab. Das will ich auch nicht. Mit der entsprechenden Ernährung kommt die Karies ja zum Stillstand, der Zahn wird hart und schmerzfrei. Das Loch macht dir also an sich nichts, auch wenn der Zahnarzt da weiterhin ein Loch sieht, das er unbedingt flicken will, so wie er es gelernt hat.

 

8 Gedanken zu „FAQ – Zähne und Karies“

  1. Hallo,

    ich bin derzeit Schwanger und leider habe ich seit dieser SS wieder ein Karies entdeckt der bräunlich ist und ein loch zwischen Zahnfleisch und dem Beginn des Zahn (hinterer Backenzahn) weh tut es nicht, wie kann ich es denn stabilisieren dass es zum Stillstand kommt. So dass ich nicht gebohrt werden müsste. Wir benutzen keine Fluoriede Zahnpasta.

    Aber vielleicht haben Sie hier mehr tipps für mich, würde mich sehr freuen

    Herzliche Grüße

    Jacqueline Schmitt

    1. Hallo Jacqueline,
      lies dich hier am besten mal ein. Die fettlöslichen Vitamine D, A und K2 sind sehr wichtig. Kann dir das Buch von Ramiel Nagel „Karies heilen“ als Basis-Lektüre empfehlen. Damit habe ich die Karies bei mir in den Griff gekriegt – auch während der Schwangerschaft. Detailfragen dann gern hier. Wenn du bei fb bist: In der Gruppe „Karies heilen“ gibt es ein Dokument, das die Ernährungsprinzipien nach Weston Price, die auch die Grundlage von Nagels Buch sind, gut zusammenfasst.
      Viele Grüße, Sarah

  2. Hallo Sarah,
    ich habe hier auf deiner Webseite viel über die Ernährungsprinzipien von W. Price erfahren und alles mit großem Interesse gelesen. Ich hätte dazu noch einige Fragen…
    Meine Tochter ist 10 Monate alt. Sie ist für ihr Alter ein recht kleines und schmales Kind. Ich stille sie noch sehr häufig. Kann ich ihr bereits jetzt 2,5 ml Lebertran/Butteröl-Gemisch täglich geben oder lieber weniger? Wie verabreiche ich ihr das dann am geschicktesten? In den Brei gemischt? Bisher bekommt sie täglich einen Tropfen Vigantol Öl. Kann oder muss ich das Vigantol weglassen, wenn ich ihr Lebertran gebe? Könnte es zu einer Überdosierung an Vitamin D kommen,wenn ich ihr beiden gebe?

    Viele Grüße, Anja Kammerad

    1. Hallo Anja,
      ich denke, du kannst mit 2,5 ml nicht so viel falsch machen. Wenn du’s ganz genau machen willst, kannst du auch nach Körpergewicht gehen. Danach bekommt ein Kind mit 10 kg Körpergewicht 1,2 ml, mit 15 kg 1,7 ml und mit 20 kg 2,5 ml. (aus dem Buch „Karies heilen“, da steht es in amerikanischen Teelöffeln, ich hab’s grad in ml umgerechnet)
      Du kannst es ganz normal mit dem Löffel geben, am besten wenn es Zimmertemperatur hat. Dann ist die Konsistenz besser. Kühlschrankkalt ist es recht fest und eher schwer zu schlucken. Du kannst es auch in den Brei mischen. Wie es bei euch am besten funktioniert. Vigantol brauchst du dann eigentlich nicht zu geben. Wenn du über ein paar Monate (z.B. jetzt im Winter) beides gibst, wird es aber – normal dosiert – zu keiner Überdosierung kommen. Es kommt natürlich auch darauf an, wie sie bisher mit Vitamin D versorgt wurde. Wenn du Lebertran oder Vigantol genommen und mit der Muttermilch weitergegeben hättest, wäre die Versorgung anders, als wenn es nur die Vigantol-Tropfen für sie nach der Geburt waren. Ich vermute, dass du selbst nicht extra etwas genommen hast, weder in der Schwangerschaft noch während der Stillzeit, und sie deshalb vermutlich eher an der unteren Grenze mit dem Vitamin D liegt als an der oberen. Von daher kann es nützlich sein, für 2-3 Monate etwas mehr zu geben (entweder mehr Lebertran oder Lebertran ergänzt mit Vigantol), um den Vitamin-D-Spiegel zu heben und die Speicher aufzufüllen.
      Alles Gute euch! 🙂
      Sarah

      1. Ich danke dir für deine Antwort. Meine Tochter liebt Lebertran. Sie freut sich jedes Mal wenn ich die Lebertranflasche auch nur aus dem Schrank hole. Ich gebe es ihr einfach pur auf einem kleinen Löffel und sie stört sich kein bisschen an dem Geschmack – im Gegenteil! Ich dagegen muss mich jedes Mal überwinden. Ich beneide sie!
        Viele Grüße, Anja

  3. Liebe Sarah,

    erstmal vielen Dank für deine tollen Videos, die mich sehr inspiriert haben und deinen Blogg, den ich jetzt anfange zu erkunden!! Ich bin in der 39. Woche schwanger und es ist unser erstes Kind. Ich glaube/hoffe, dass ich nicht unter Karies leide, aber ich bin etwas angeschlagen seit einer knappen Woche und mein ganzes Zahnfleisch ist entzündet und geschwollen und schmerzt sehr. Ich denke, dass das mit der Schwangerschaft und einem schwachen Immunsystem zu tun hat. Zum Zahnarzt will ich mit dem wunden Zahnfleisch nicht. Meinst du ich hab einen Mineralienmangel, oder was kann ich denn jetzt tun?? Für Tipps wäre ich sehr sehr dankbar!

    Liebe Grüße,
    Caro

    1. Liebe Caro,
      akut kannst du es mit regelmäßig Ölziehen versuchen – also Olivenöl o.ä. im Mund hin und her bewegen, am besten für einige Minuten, dann ausspucken. Kannst du auch googeln, da gibt es einiges dazu im Netz. Mundspülung mit Salzwasser soll auch lindernd wirken, sowie verschiedene Kräuter. (Im Buch „Karies heilen“ hat’s ein Kapitel zum Thema Zahnfleisch, da ist das genauer beschrieben).
      Entzündetes Zahnfleisch zeigt jedenfalls an, dass es eine Schieflage im Körper gibt. Es sagt allerdings nicht, was genau nicht stimmt. Vitamin-C-Mangel macht tyischerweise entzündetes Zahnfleisch, aber das ist nur eines von vielem. Ich würde wohl auch hier mittelfristig mit der Ernährung ansetzen, um dem Körper zu helfen, ins Gleichgewicht zu kommen. Wenn es jetzt schwangerschaftsbedingt solche Symptome macht und du auch davon sprichst, dass dein Immunsystem schwach ist, ist wohl auch außerhalb der Schwangerschaft nicht alles optimal. Alles was das Immunsystem stützt (gute Bakterien vor allem) kann dann helfen, den Körper mehr ins Gleichgewicht zu bringen.
      Alles Gute dir und für die Geburt!
      Sarah

  4. es gibt textstellen die nicht so stimmig für mich sind. zb. das löcher nicht mehr nachwachsen, das stimmt absolut nicht. ich habe es geschafft innerhalb eines halben jahres ein tiefes loch mit der sango meereskoralle nachwachsen zu lassen. wichtig hierbei, aus einem bioshop kaufen, nicht in tablettenform und getestet auf strahlung…

    außerdem stimmt es nicht das nur die ernährung oder die ernährung so wichtig ist ob karies zum stillstand kommt. alles in unserem körper muss man ganzheitlich betrachten um die wirkliche ursache herraus zu finden. so haben bestimmte zahnreihen bestimmte themen, auch einzelne zähne haben bestimmte themen. haben kinder zb. probleme mit den einsern so ist die wahrscheinlichkeit groß das es ein elterliches thema ist das sie im moment beschäftigt. und so hat jeder zahn sein themengebiet. außerdem sind die zähne auch mit verschiedenen organen verbunden, das heißt es kann sein das gar nicht der zahn der „übeltäter“ ist, sondern es ein problem mit dem dazugehörigen organ gibt. und dann muss man sich weiter anschaun, was sind denn die themen des organs. eine wirkliche heilung besteht dann wenn man die ursache herrausfindet und diesen teil in seinem leben ändern kann.

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