traditionelle Ernährung/Karies heilen

Immer wieder bekomme ich Fragen rund um das Thema natürliche Kariesheilung und traditionelle Ernährung. Inzwischen ist eine lange Fragensammlung zustande gekommen, die ich hier öffentlich mache. Wenn es noch Fragen gibt, dann postet bitte in den Kommentaren (oder wenn ihr eine schnelle Antwort braucht auch als Email, Telegram oder WhatsApp an mich).

Ihr findet die Fragen, nach Themen geordnet, wenn ihr auf den Reiter „Traditionelle Ernährung/Karies heilen“ tippt/klickt. Dort findet ihr auch meine Rezeptsammlung.

Bei den Antworten zu diesen Fragen beziehe ich mich vorwiegend auf das Buch „Karies heilen“ ** von Ramiel Nagel

Nagel

auf das Buch „Nutrition and Physical Degeneration“ ** von Weston A. Price (hier zur kostenlosen online-Version des Buches) – gibt es inzwischen auch auf deutsch unter dem Titel „Ernährung und körperliche Degeneration„.

Download

und auf die Empfehlungen der Weston A. Price Stiftung, die ihr unter www.westonaprice.org findet.

Und natürlich fließen meine eigenen jahrelangen Erfahrungen mit ein.

Zum Thema Zähne, aber auch, um sich einen kompakten Überblick zu den Prinzipien traditioneller Ernährung zu verschaffen, empfehle ich die Lektüre von „Karies heilen“* (Ramiel Nagel). Es enthält die wichtigsten Informationen recht übersichtlich zusammengetragen. Man verzeihe dem Autor die amerikanische Polemik, die sich auch beim Übersetzen nicht ganz rausbügeln ließ. Wenn ich Zeit habe, mache ich vielleicht mal ein deutsches Buch zum Thema. Bis dahin ist es das Beste, was ich vom Informationsgehalt her auf dem Markt kenne.

Wer Rezepte und Hintergrundwissen zum Thema traditionelle Ernährung sucht, ist mit diesem Buch gut bedient**:

Rezepte und Informationen über traditionelle Ernährung findet ihr auch auf www.traditionell21.de

Speziell für Babys gibt es das Buch Kochen für Babys – Kerngesund durch Ur-Ernährung“. Es enthält Infos zu den Grundlagen der traditionellen Ernährung, Rezepten für erste Beikost und, sollte es nötig werden, auf wissenschaftlicher Grundlage entwickelte Rezepte für Muttermilchersatz. Mit dem Code ALLEINGEBURT2021 bekommt ihr einen Rabatt-Gutschein im Wert von 3€***.

Ein gutes Buch, das die Auswirkungen einer modernen und einer traditionellen Ernährung auf den Körper beleuchtet**:

Eine Darmflora, die durch die moderne Lebensweise (Antibiotika, Pestizide, zu viel Zucker, kaum gesunde Bakterien etc.) geschwächt ist, kann dazu führen, dass manche Bestandteile einer traditionellen Ernährung nicht vertragen werden. Am häufigsten Probleme machen erfahrungsgemäß pasteurisierte Milch und glutenhaltiges Getreide. Eine Darmflora, die nicht im Gleichgewicht ist, kann sich außerdem an verschiedenen Symptomen bemerkbar machen: Zucker- und Kohlenhydratsucht, chronische Verdauungsprobleme (Blähungen, Sodbrennen, Verstopfung, Durchfall, das sog. Irritable Bowel Syndrom (IBS), chronische Hauterkrankungen, Asthma, Allergien und Autoimmunerkrankungen, Hormonsstörungen, psychische Probleme (Depressionen, Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern etc.). Das Buch „Gaps – Wie Darm und Psyche sich beeinflussen“ ** erklärt ausführlich die Ursachen und zeigt Wege auf, wie man den Darm heilen und die Darmflora ins Gleichgewicht bringen kann. Gaps ist kein leichter Weg, das sei vorneweg gesagt. Je nach Beschwerden ist das Vollprogramm aber nicht zwangsweise nötig, sondern man kann auf Grundlage der Informationen selbst schauen, was man tun will, um kleinere Probleme in den Griff zu bekommen. Das Buch zeigt aber auf, wie man mit schwerwiegenden Probleme umgehen kann. Für Sonderfälle wie Histaminintoleranz fragt am besten in den fb-Gruppen zum Thema Gaps nach. Falls ihr nicht fündig werdet, könnt ihr mich auch kontaktieren und ich leite euch gern weiter.

Braucht es Nahrungsergänzungsmittel? Eine nährstoffreiche, traditionelle Ernährung sollte alles enthalten, was der Mensch braucht. Da es aber nicht so leicht ist, insbesondere den Bedarf an fettlöslichen Vitaminen über die Nahrung zu decken und weil diese Vitamine essentiell für die Zahnmineralisierung sind, verabreichte Weston Price seinen Patienten mit Erfolg eine Mischung aus Lebertran und Butteröl. Entsprechend wird es auch im Buch „Karies heilen“ empfohlen. Die Firma Green Pasture bietet ein entsprechendes Produkt an, das wir als Familie verwenden, seit wir für die Zahngesundheit, aber auch die übrige Gesundheit, auf eine traditionelle Ernährung setzen. Wir beziehen ihn bei www.ergomax.de. Alternativ kann man natürlich auch hier auf Lebensmittel setzen oder andere hochwertige Lebertrane (Rosita, dropi, Armorica) mit Vitamin K2-haltigen Lebensmitteln kombinieren.

Seit kurzem in neuer, kleinerer Verpackung.

Was es mit Weston Price weiterhin auf sich hat und wie eine Ernährung nach traditionellen Ernährungsprinzipien aussehen kann, bzw. bei uns aussieht, erkläre ich außerdem in den folgenden drei Videos:

Teil 1

Teil 2

https://www.youtube.com/watch?v=b-rdUEk2cWY&t=2s

Teil 3

Außerdem ein Video zum Thema Darmflora und Verdauung, da es eng daran geknüpft ist, ob man Nährstoffe auch aufnehmen kann.

*Ich habe das Buch „Karies heilen“ aus dem Englischen übersetzt, bekomme aber keine Zuwendungen finanzieller oder anderer Art dafür, dass ich das Buch bewerbe.

** Die Bücherlinks sind Affiliatelinks, dass heißt, ich bekomme eine Entlohnung, wenn ihr über den Link geht und das Buch am Ende kauft.

*** Wenn ihr den Gutschein beim Kauf verwendet, bekomme ich eine Entlohnung.

33 Gedanken zu „traditionelle Ernährung/Karies heilen“

    1. Das sagen irgendwie fast alle Zahnärzte. Es scheint das einzige zu sein, was ihnen einfällt, wenn Stillkinder Karies bekommen. Es gibt für diese Empfehlung aber keine wissenschaftliche Grundlage. Im Gegenteil hat Muttermilch Bakterien-hemmend Eigenschaften und umspült beim Stillen die Zähne gar nicht. Sehr viele Kinder werden nachts gestillt ohne Karies zu bekommen.

      1. Bei uns hat mein Mittlerer, der am längsten gestillt wurde, 3,5 Jahre, auch nachts, die besten Zähne von allen drei Kindern. Kein einziger Karies, strahlend weiß!

  1. Liebe sarah,
    du hattest doch auch irgendwo was zum thema schmelzdefekt geschrieben. Ich find es nicht mehr.
    Da es bei uns gerade relevant ist, will ich mich drüber informieren und schauen, was ich jetzt machen kann mit dem kleinen mann.
    Herzliche grüße
    Simone

  2. Liebe Sarah,
    Danke, dass du hier deine Erfahrung teilst. Wie pflegt/ reinigt ihr eure Zähne? Putzt ihr sie und wenn ja womit?
    Schöne Grüße
    Anna

    1. Liebe Anna, ich putze meine Zähne mit Wasser. Die Kinder putzen selten. Wenn dann auch mit Wasser. Mein Mann putzt konventionell mit Zahnpasta.

        1. Ich putze bei Babys gar nicht (mehr). In Studien hat Putzen alleine keinen kariesvorbeugenden Effekt. Nur mit Fluoriden gibt es einen gewissen Schutz. Inzwischen weiß ich aber, daß der beste Schutz gesunder Speichel ist. Und der entsteht, wenn der Körper gut mit allem versorgt ist. Auf diese Weise habe ich seit 9 Jahren kein eues Loch mehr bekommen und meine jüngeren Kinder sind kariesfrei. Obwohl sie nie geputzt haben. Und ich nur mit Wasser putze.

    1. Liebe Olga,
      Wenn ich keine Zahnspange habe, verwende ich eine normale Zahnbürste. Mit Zahnspange nehme ich die Munddusche.
      Liebe Grüße, Sarah

  3. Hallo Sarah. War vor 6 Wochen beim Zahnartzt und es musste bei einem Zahn (oben ganz hinten rechts von mir aus gesehen) gebort werden wegen Karies. Manchmal,( vermehrt nach dem Essen wenn ich meine Kaumuskeln angestrengt habe) tut mir der Zahn noch immer weh. Sogar ziemliche schmerzen. Der Zahnartzt meint, es war ziemlich nah am Nerf und es sei bis zu einem halben Jahr normal das der Zahn manchmal schmerzt durch die Reizung des bohrens. Was sagst du dazu? Lg.Verena

    1. Liebe Verena, das ist oft so, dass bei tieferer Karies der Nerv durch die Behandlung (Bohrer mit hoher Umdrehung, reizendes Füllmaterial) gereizt wird. Meist beruhigt er sich wieder, manchmal aber auch nicht. Es kann dann passieren, dass der Zahn aufgrund der Behandlung abstirbt, wo er mit der Karies noch lange gelebt hätte. Hoffentlich beruhigt sich alles bei dir wieder.
      Liebe Grüße, Sarah

  4. Bin sehr dankbar, so viel Input von dir zu bekommen… meine dritte Tochter übrigens auch als „alleingeburt“ auf die welt❤️❤️❤️

    Mittlerweile ist sie knapp 2 Jahre alt, wird eigentlich noch hauptsächlich gestillt. Familienkost wird angeboten, aber nur in kleinen Mengen angenommen. Soweit so gut. Hab vor knapp 2 Monaten Kariesstellen an den Schneidezähnen und in dazwischen entdeckt, und bin nun total hysterisch deswegen. Ich vermute meine jahrelange fürchterliche Ernährung ( wenig Fett, alles light Produkte) sind schuld dran. Ernähre mich aber mittlerweile viel besser.

    Seit zwei Monaten versuchen wir uns ganz langsam an die ursprüngliche Ernährung nach Weston Price, heranzu tasten. Lebertran wird auch schon gelöffelt…

    Wie lange wird es im besten Fall dauern, bis sich der kariöse Zahn verhärtet? Hab furchtbare Angst, dass es wirklich stark verfault😔.

    Und ist es förderlich mit Zahnseidesticks die Essensreste heraus zu lösen, durch den Karies bleibt in der kleinen Lücke immer was hängen? Hab Sorge, dass ich eventuell die bei aufgebaute Schutzschicht zerstöre?!

    Ich hab wirklich fürchterlichen Stress damit, dass mein Kind bereits jetzt Karies hat und fühle mich total schuldig…

    1. Liebe Sabrina,
      Ich kenne die Angst. Gerade beim ersten Kind rüttelt es heftig am Ego, wenn man merkt, dass es doch alles nicht so perfekt ist, wie man es für sein Kind so gern hätte.
      Sobald der Körper nährstoffmäßig die Kapazität hat, macht er guten Speichel, der die Zähne mineralisiert. Das eine Element dabei ist die Nährstoffzufuhr über die Nahrung, das andere die Darmflora, die die Nährstoffaufnahme im Darm bestimmt. Es lohnt also, alles dranzusetzen, um eine gesunde Darmflora zu fördern. Einen Haken gibt es. Wenn in der Vergangenheit die Zähne mit geringer Qualität angelegt worden sind, lässt sich auch mit maximalen Bemühungen nicht immer alles retten. Aber das ist nicht das Ende. Irgendwann kommen die bleibenden Zähne. Also tief durchatmen. Alles wird gut. ❤️
      Liebe Grüße, Sarah

      P.S.: Mechanische Reinigung der Zähne beugt entgegen landläufiger Meinung Karies nicht vor. Daher halte Zahnseidesticks für verzichtbar. https://dental.washington.edu/important-notice-to-patients/

      1. Vielen lieben Dank für deine Hilfe. Meine von Karies betroffen Tochter ist mein drittes Kind und die einzige mit „ungesunden“ Zähnen. Wir sind alle motiviert das mit der entsprechenden Ernährung in den Griff zu kommen, mich ärgert einfach nur dass ich so wenig auf mich Acht gegen hab, und mein Kind das jetzt ausbaden muss💔

  5. Hallo Sarah,
    in Deinem Video „Die Bedeutung der Darmflora“ sagst Du, dass Price Rinderbrühe für einen ausgewogenen Mineralstoffhaushalt empfiehlt und Du sagst, dass die Rinderbrühe gut für entzündete Darmschleimhaut bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten ist. Das finde ich interessant. Hast Du mir Quellen, wo ich das nachlesen kann?
    Liebe Grüße
    Daniela

    1. Hallo Daniela, Bücher zum Nachlesen wären „Super-Suppe“ von Sally Fallon oder „Gaps – Wie Darm und Psyche sich beeinflussen“ von Campbell. Knochenbrühe ist ein Grunsbestandteil der Gaps-Diät, die das Ziel verfolgt, die Darmflora zu heilen. Gibt noch mehr Bücher, die hab ich nicht auswendig auswendig parat.
      Liebe Grüße, Sarah

  6. Liebe Sarah,
    auch von mir erstmal ein riesiges DANKE für alles was du mit uns teilst. Ich habe soviel gelernt. Ich wollte dich fragen ob du weisst wie die Urvölker ihre Zähne gepflegt haben? Hast du zufällig etwas über das Putzen oder Gurgeln mit Eigenurin gehört oder gelesen? Bei allem was der Urin kann, scheint mir das eine interessante Lösung zu sein. Herzlichen Dank!

  7. Liebe Sarah
    Mein fast 6 jähriger hatte vor kurzem eine Durchfall Erkrankung die fast 3 Wochen dauerte. Er hat viel gegessen. Aber er hat auch abgenommen. Nun futtert er am liebsten (und grad fast wenig Gemüse) Nudeln, Brot, Brötchen. Er braucht ja jetzt wieder etwas um seinen Körper aufzubauen. Wie kann ich ihm helfen. Er hat auch Karies. Bekommt aber Lebertran und wir essen viel Gemüse auch mit knochenbrühe. Er mag nicht gern ei.
    Vielen Dank

    1. Wenn Brot, Brötchen und Co. dann möglichst in Maßen und mit reichlich Fett. Also dick Butter und Käse oder ähnliches aufs Brot. Nach einem Magen-Darm-Infekt kann die Verdauungskapazität eingeschränkt sein. Das gibt sich normalerweise mit der Zeit wieder.

  8. Liebe Sarah. Ich bin leider viel zu spät auf dich gestoßen. Meine Tochter hat einen abgestorbenen Zahn, wo der Zahnarzt nur aufgebohrt hat und offen gelassen hat. Jetzt nach ungefähr einem Jahr fängt der Zahn von innen zu gammeln an und stinkt. Was kann ich dagegen tun ohne das der Zahn gezogen werden muss? Will abwarten bis er später von alleine raus fliegt. Habe auch schon mit Kokosfett versucht. Lg

    1. Liebe Anita,
      Wenn der Zahn so übel dran ist, ist ziehen vielleicht die beste Lösung… Ein so kaputter Zahn ist oft recht leicht zu ziehen.
      Gute Nerven!
      LG, Sarah

  9. Hast du vielleicht Erfahrungswerte bis zu welchem Grad vorhandener Karies noch ausheilen könnte, wenn man die Ernährung nach den Schilderungen umstellt?
    (Mir ist natürlich klar, dass das alles nur Spekulationen sein können)

    Ich selbst und meine Tochter vertragen leider Lebertran überhaupt nicht. Ich habe schon verschiedene Sorten probiert, fermentiert und nicht fermentiert, aber wir bekommen beide immer Durchfall davon. Die anderen Familienmitglieder nicht. Butteröl geht.
    Meine Tochter hat schon einige Zähne mit Füllungen und einen, der nun wurzelbehandelt werden soll, da er nicht mehr zu retten sei. Die äußere Struktur ist allerdings noch intakt, er soll nur innen voller Karies sein. Sie will sich nicht behandeln lassen, weil die Spritze nicht wirklich wirkt und sie keine Narkose möchte. Der Zahn schmerzt, es ist aber noch auszuhalten. Ich frage mich nun, ob ich es noch eine Weile mit der Ernährungsumstellung probieren kann, oder ob so ein Zahn ohnehin nicht mehr heilt. Wir sind erst seit einem Monat ohne Zucker und mit Butteröl unterwegs.

    1. Wenn ein Milchzahn schon Schmerzen macht, stirbt er früher oder später meist ab. Statt Wurzelbehandlung oder Ziehen kann man ihn aber auch beim Absterben begleiten. Nach ein paar Tagen, wo es zeitweise schon doll wehtun kann (ich habe ggf. auf Schmerzmittel zurückgegriffen), beruhigt sich der Zahn, wenn eine Eiterblase entstanden ist, entleert sie sich und die Schmerzen hören auf. Der tote Milchzahn macht selten Probleme (manchmal kommt die Eiterblase noch 2-3 mal wieder) und kann so als Platzhalter bis zum Durchbruch der Bleibenden bleiben. Selten hat man eine dauerhafte (schmerzfrei) Eiterblase an dem Zahn. Selten bekommt der Körper die Entzündung nicht in den Griff (auf Allgemeinsymptome wie Fieber achten).
      Wenn ihr so empfindlich auf Lebertran reagiert, beobachtet mal, ob ihr sonst alles vertragt. Bei nicht gesunder Darmflora reagieren Menschen oft überempfindlich auf starke Gerüche und Geschmäcker und in dem Fall werden vor allem Milch (auch Rohmilch) und Getreide oft nicht gut vertragen. Wenn man sie in der Situation nicht weglässt, halten sie die chronische Schädigung des Darm am Laufen, die mit einer verminderten Nährstoffaufnahme einhergeht und so das Kariesgeschehen befeuert.
      Zur Verbesserung der Darmflora am besten mal in die Gaps-Diät reinlesen.

  10. Mein Zahnarzt meinte, Karies könne nicht zum Stillstand kommen, wenn er bereits die Pulpa erreicht hätte und Schmerzen verursacht, weil der Nerv gereizt ist.

    Irgendwie kann ich mir das nicht vorstellen. Hast du da Erfahrungen oder das schon mal erlebt? Da meinem Kind der letzte wurzelbehandelte Zahn danach noch genauso weh getan hat und dann sogar bei Vollnarkose mühsam rausoperiert werden musste, möchte ich nun einen anderen Weg einschlagen. Putzen allein bringt es einfach nicht.

    1. Wenn die Pulpa erreicht ist und der Zahn Schmerzen macht, ist es nicht mehr so leicht aber auch nicht unmöglich. Im Buch „Karies heilen“ von Ramiel Nagel gibt es ein Intensivprogramm für diesen Zweck. Tatsache ist aber auch, dass Milchzähne nicht so robust sind wie die Bleibenden. Bei letzteren hat man in dem Stadium eher noch eine Chance.
      Ein toter, unbehandelter Milchzahn ist nach den Schmerzen beim Absterben aber in der Regel unproblematisch und bleibt meist ohne Beschwerden bis zum Zahnwechsel.

      1. Es handelt sich bereits um einen bleibenden Zahn, meine Tochter ist nicht mehr ganz so klein. Danke für den Tipp für das Intensivprogramm. Nachdem sie sich schlichtweg weigert, noch einmal etwas machen zu lassen, ist das ohnehin die einzige Chance. Wir werden es einfach probieren!

  11. Wollte mal ein Update geben. Zuerst tat sich nichts, obwohl die Ernährung schon eine Weile umgestellt war. Den Lebertran konnte sie nicht nehmen, den vertrug sie nicht. Dann merkte ich, dass sie immer noch Löskaffee trank und als der weg war, wurden die ständigen Schmerzen besser und der Lebertran war plötzlich verträglich. Dann ging es schnell und die Schmerzmittel wurden unnötig. Der Zahn ist immer noch etwas temperaturempfindlich und sie kann noch keine harten Dinge beißen, aber sonst verursacht er keine Beschwerden mehr und es bleibt auch nichts mehr auf der Zahnseide hängen, was übel riecht. Ich denke, da er schon angebohrt ist und ja sogar ein Antibiotikum verschrieben wurde, weil die Wurzel eiterte, was sie aber nicht nehmen wollte, wird es noch dauern, möglicherweise muss man ihn doch ziehen, aber einstweilen sieht es gut aus, es wird immer besser. Und vielleicht lassen sich die anderen Zähne retten, die man ja auch wieder mal neu anbohren wollte, obwohl das schon so oft nichts gebracht hat und nur zu immer größeren Füllungen führte.

    Im Nachhinein ärgere ich mich nun irrsinnig. Denn meine Tochter hatte gute Zähne bis eine Zahnspange gemacht wurde, die sie gar nicht wollte, aber die Zahnärztin redete uns ein, ihr Biss wäre nicht gut. Beim Abnehmen waren dann alle Zähne unter der Zahnspange schlecht und seit der Spange hatte sie Kopfschmerzen. Es mussten alle gemacht werden und einer wurde wurzelbehandelt, obwohl er keine Schmerzen verursachte, nur weil vermutet wurde, dass er die Kopfschmerzen auslösen könnte. Das war der, der vor einiger Zeit entfernt werden musste, weil er zerbrach. Und seither sind die anderen Zähne ständige Baustelle. Sogar die Weisheitszähne wurden gezogen, obwohl sie Platz hatten wegen der Kopfschmerzen. Und nun die Überraschung: Seit meine Tochter sich so ernährt, sind jetzt auch die Kopfschmerzen verschwunden! Nach all den Jahren, in denen sie alle möglichen Fehlbehandlungen auch deswegen ertragen musste.
    Irgendwie komme ich mir betrogen vor. Wäre ich nie mit meinem Kind zum Zahnarzt gegangen, hätte sie vielleicht noch alle Zähne. Und die anderen Ärzte fanden zwar heraus, dass sie Mängel hatte, kamen aber nie auf einen Zusammenhang zu den Kopfschmerzen oder den schlechten Zähnen. Und dann wurde sie noch beschuldigt, nicht richtig zu putzen. Dabei sind alle Probleme jetzt anscheinend mit Ernährung behoben und das in so kurzer Zeit.
    Mit meinen jüngeren Kindern war ich nie beim Zahnarzt, keine Spange und alle haben bis heute gute Zähne und keine Kopfschmerzen. Da diese nun sowieso auch fleißig alles essen, was das Buch empfiehlt, werden sie diese Probleme hoffentlich auch nie haben, selbst wenn sie den Lebertran verweigern und auch weiter ihr Obst essen.
    Ein bisschen schäme ich mich, dass ich das alles nicht früher in die Hand genommen habe, aber man denkt nun mal, dass der Experte es wissen muss.

    1. Puh, heftig. Danke fürs Teilen. Das tut mir so leid, was deine Tochter offenbar unnötig erleiden musste.
      Ich könnte mich auch in den Popo beißen, wo ich Ärzten vertraut habe statt mich schlau zu machen und dafür leiden musste bzw meine Kinder. Teures Lehrgeld.

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