FAQ – Lebertran

Wofür ist Lebertran gut?

Lebertran ist vor allem wegen des Vitamin D und A-Gehalts wichtig. Beides braucht der Körper, um Mineralstoffe in Knochen und Zähne einzubauen. Nicht jeder bekommt Karies. Ein Mangel an diesen Vitaminen in der Kindheit äußert sich auch im Zahnengstand und/oder einer Unterentwicklung des Gesichtsschädels, Infektanfälligkeit u.a.

Hierzulande haben relativ viele Leute einen Mangel an fettlöslichen Vitaminen, vor allem auch Vitamin D. Gerade im Winter. Kinder, die im Wachstum sind. Schwangere und Stillende. Die meisten sind ja doch eher wenig im Freien und schwören auf fettarme Ernährung. Lebertran ist das einzige, was wir hier ergänzen. Und auch das erst, seit ich wegen Karies sensibilisiert bin.

Lebertran enthält außerdem wichtige Omega-3-Fettsäuren und Jod.

Wie dosiert ihr den Lebertran?

Kinder bekommen laut Weston Price und Ramiel Nagel („Karies heilen“) pro Tag ca. 2,5 ml Lebertran/Butteröl-Gemisch. Das entspricht einem Teelöffel. Größere Kinder etwas mehr. Ich nehme solange ich stille drei Teelöffel. Schwangerschaft oder Pubertät sind ebenfalls Phasen mit höherem Bedarf. Ansonsten für Erwachsene 1 – 3 Teelöffel. In Kapseln umgerechnet entsprechen 7-8 Kapseln zwei Teelöffeln.

Achtung: Im Buch „Karies heilen“ wird eigentlich von 1/2 Teelöffel für Kinder und 1/2-1 1/2 für Erwachsene geschrieben. Dabei handelt es sich beim Teelöffel aber um ein amerikanisches Maß. 1 amerikanischer Teelöffel entspricht 5 ml. Europäische Teelöffel fassen aber ungefähr nur 2,5 ml, was einem halben amerikanischen Teelöffel entspricht.  Um Verwirrung vorzubeugen, habe ich oben angeführt, wie viel es in echten deutschen Teelöffeln ist. 😉

Welchen Lebertran gibst du einem Kleinkind?

Ich gebe den fermentierten Lebertran mit Butteröl von Green Pasture. Diese Mischung war ja auch Weston Prices Erfolgsrezept. Lebertran aus der Apotheke ist nicht so gut, da er durch Erhitzen verarbeitet wurde und somit ein Großteil des enthaltenen Vitamin Ds flöten gegangen ist.

Welchen Lebertran empfiehlst du?

Ich würde einen Lebertran nehmen, der ohne Hitzebehandlung hergestellt wurde, weil dabei sonst Vitamin D und möglicherweise auch andere Inhaltsstoffe kaputt gehen. Ich kenne drei verschiedene Lebertrane, die auf diese Weise hergestellt werden: der EVCLO von Rositas, der EVCLO von dropi und der FCLO von Green Pasture. Wir haben seit Jahren den von Green Pasture in Verwendung, den mit Butteröl (für das Vitamin K2). Der schmeckt schon recht heftig, fischig mit stechendem Abgang, da er fermentiert wurde. In Verbindung mit Butteröl geht es aber, finde ich. Es gibt da auch verschiedene Geschmacksrichtungen, wenn einem der Geschmack nicht zusagt. Gerade der mit Zimt-Geschmack ist eine gute Alternative, wenn man mit dem Original-Geschmack nicht klar kommt. Der schmeckt nämlich sehr süß (Stevia) und nach Zimt. Aber nicht mehr nach Lebertran. Erfahrungsgemäß scheint es aber so zu sein, dass sehr kleine Kinder den ohne Geschmack lieber mögen und den mit Zimt manchmal nicht so gut vertragen bzw. nicht mögen. Bei älteren Kindern, die keine Lebertranerfahrung haben, scheint Zimtgeschmack dagegen besser anzukommen.

Die anderen beiden Lebertrane sind noch nicht so lange auf dem Markt. Ich habe beide aber inzwischen probiert. Der von Rositas schmeckt wie flüssige Sprotten. Aber ok. Der dropi ist der mildere. Für Einsteiger sicher keine schlechte Wahl.

Ist Lebertran nicht widerlich? Wie bekomme ich den herunter oder ins Kind?

Der fermentierte Lebertran ist schon nicht ohne. Er riecht nach Fisch und hat einen etwas scharfen Nachgeschmack. Der mit Butteröl ist durch das Butteröl milder. Wie stark man den Geruch empfindet, ist aber sehr verschieden. Mir und anderen macht es nichts aus. Eine Freundin von mir dagegen konnte schon den Geruch des verwendeten Löffels in der Spülmaschine nicht ertragen. Erfahrungsgemäß gewöhnt man sich sehr schnell dran und der erste Löffel ist der schlimmste. Unsere jüngeren Kinder, bei denen ich das „Zeug“ schon in der Schwangerschaft genommen habe, lieben es so, dass sie oft Nachschlag verlangen.

Es gibt das auch mit Geschmack wie Zimt oder Schoko. Das schmeckt dann im besten Fall gar nicht mehr nach Fisch sondern eben nach dem jeweiligen Geschmack. Wobei ich bei Schoko die Fischnote trotzdem noch im Nachklang rausgeschmeckt habe. bei Zimt nicht. Daneben gibt es neuerdings zwei nicht-fermentierte Lebertrane auf dem Markt, die ebenfalls ohne Erhitzen gewonnen wurden: von Rosita und dropi. Die sind milder im Geschmack.

Der Versuch macht klug. Ich habe schon verschiedene Mütter gehört, die glaubten, das Kind würde es nicht nehmen und die waren dann ganz überrascht … Die größeren Kinder habe ich anfangs mit Filmchen gucken bestochen. Inzwischen ist es Routine und gehört für sie dazu.

Soll ich den fermentierten Lebertran mit Butteröl besser zimmerwarm oder kühlschrankkalt nehmen?

Das ist eine Sache persönlicher Vorliebe. Ich persönlich mag’s lieber zimmerwarm. Dann ist es weicher und leichter zu schlucken. Habe auch schon gehört, dass jemand es lieber kühlschrankkalt mochte.

Wozu soll ich Lebertran nehmen oder fettlösliche Vitamine über die Nahrung ergänzen? Reicht es nicht, einfach viel draußen an der Sonne zu sein, damit der Körper genug Vitamin D produziert?

Draußensein (also Vitamin D über die Haut durch Sonnenlicht) reicht leider nicht. Es gab da einen Versuch, wo man Kinder in der Schweiz jeden Tag in die Sonne schickte, weil man die Wirkung von Vitamin D (in der 30er Jahren) auf die Zahngesundheit erkannt hatte. Aber auf die Kariesprobleme dieser Kinder hatte das keinen messbaren Einfluss. Diese Kinder lebten halt von „modernen“ Lebensmitteln und hatten die traditionelle schweizer Kost, die noch gegen Karies immun machte, aufgegeben. Da nützte das Sonnenlicht dann augenscheinlich auch nichts mehr. Vitamin D allein reicht auch nicht. Es braucht das Zusammenspiel aller (D, A und K2). K2 findet sich z.B. in Sauerkraut, Weidemilch oder Weideeiern. Neurodermitispatienten profitieren erfahrungsgemäß ebenfalls (so wie die meisten Hautkrankheiten) von zusätzlichen Vitamingaben. Manche nehmen den Lebertran gerade deswegen und erfahren deutliche Besserung.

Kann ich Lebertran bedenkenlos in der Schwangerschaft nehmen? Schließlich liest man immer wieder Warnhinweise.

Ich habe es jetzt schon zwei Schwangerschaften und Stillzeiten hintereinander genommen. Nachteile: keine, die ich gemerkt hätte, Vorteile: Karies ist bei mir zum Stillstand gekommen und meine Haut ist im Winter nicht mehr schuppig und im Sommer kriegt ich keine juckenden Bläschen mehr an den Händen … Die müssen halt Warnhinweise anbringen, weil es keine Tests mit Schwangeren gegeben hat, es also nicht auf die Sicherheit in der Schwangerschaft hin getestet ist.

Welche Konsistenz hat Lebertran?

 Der reine Lebertran ist immer flüssig. Ist er mit Butteröl gemischt, entsteht ein Gel, das eher fest ist, wenn man ihn im Kühlschrank hat. Bei Zimmertemperatur ist es relativ flüssig.

Kann ich Lebertran mit Saft oder etwas anderem mischen, damit mein Kind es leichter nimmt?

Ja, das geht. Da sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Wie nehme ich Lebertran am besten ein?

Lebertran am besten nicht auf nüchternen Magen nehmen, sondern zu einer Mahlzeit, und sofort mit viel Flüssigkeit runterspülen. So mache ich das seit Jahren, spüle Rohmilch hinterher. Man gewöhnt sich übrigens an den Geschmack. Meine erste Portion war die schlimmste. Lecker finde ich es deshalb immer noch nicht (wie meine jüngste Tochter, die ich sozusagen schon im Bauch mit dem Zeug gefüttert habe), aber auch nicht mehr schlimm.

Muss ich unbedingt Lebertran nehmen? Welche Alternativen gibt es?

Es geht darum, die fettlöslichen Vitamine zu ergänzen, die eine der Hauptursachen für Karies sind. Lebertran ist da eine zuverlässliche Quelle. Es gibt aber natürlich auch bestimmte Lebensmittel, über die man seinen Bedarf decken kann. Fetter Fisch, Leber, Weidemilchbutter, Eier, Butter … Über den Lebertran lässt sich halt auf einfache Weise eine bestimmte Menge regelmäßig einnehmen.

Kinder mögen doch keinen Lebertran, oder?

Von den Erfahrungsberichten und aus eigener Erfahrung mögen Kinder unter zwei das „Zeug“ oft ganz gern. Je älter sie werden, desto weniger mögen sie den Geschmack. Spätestens ab 6 mögen sie es genauso wenig wie Erwachsene, wenn sie damit nicht aufgewachsen sind.

Hast du Erfahrung mit Vigantol statt Lebertran?

Vigantol habe ich eine Zeit lang probiert. Es hat bei uns aber längst nicht so gewirkt, wie ich gehofft hatte. Erst mit dem (leider teuren) fermentierten Lebertran hatte ich endlich Erfolg – den ich damals auch dringend brauchte, da Tochter Abszesse hatte aber Zahnarzt verweigerte. Wir sind dann und bis heute (fünf Jahre später) ohne Zahnarzt ausgekommen, nehmen aber den Lebertran.

Wo bestellst du deinen Lebertran?

Ich bestelle momentan auf www.ergomaxshop.de. Ab einem Bestellwert über 80 Euro ist es dort versandkostenfrei. Lohnt sich bei mehr als einer Flasche. Für meine Großfamilie brauche ich auch mehr. Wir vertilgen eine Flasche in weniger als 2 Wochen.

Warum warnt man davor, Lebertran in der Schwangerschaft zu nehmen?

Primär spielt da wohl die Angst vor zu viel Vitamin A rein, die die Schulmedizin umtreibt. Die ist aber bei Lebertran eigentlich nicht gerechtfertigt, solange man nicht isoliert Vitamin A nimmt, sondern Vitamin D, A und K2 zusammen. Diese drei brauchen einander für eine optimale Wirkung. Einzeln sind Vergiftungserscheinungen bei langem Gebrauch hoher Dosen selten aber möglich. So genau weiß das die Schulmedizin offiziell aber offenbar nicht. Ich nehme dieses Lebertran/Butteröl-Gemisch jetzt seit ca. 4 Jahren. Seitdem war ich zweimal schwanger, habe zwei gesunde Kinder geboren und durchgehend gestillt. Trotzdem habe ich keine Karies mehr bekommen, die vorhandene ist zum Stillstand gekommen und ich habe seitdem eine schöne, glatte Haut (vorher war sie ziemlich trocken). Ich kann also keine ungünstigen Nebenwirkungen erkennen.

Ab wann gibst du einem Baby Lebertran?

Ungefähr ab Essbeginn, also ab einem halben Jahr.

Wie schmeckt der fermentierte Lebertran?

Lecker ist er nicht. Schmeckt nach Fisch mit einem herben Abgang. Schnell Trinken nachspülen hilft. 

Wie lange hält sich Lebertran?

Auf dem fermentierten Lebertran von Green Pasture steht ein Abfüllungsdatum drauf, kein MHD. Laut Hersteller hält sich der fermentierte Lebertran aber 2 Jahre lang. Durch die Fermentierung wird er offenbar nicht so schnell ranzig wie nicht fermentierter Lebertran.

Auf dem dropi-Lebertran gibt es ein MHD. Da geht man von einem halben Jahr Mindesthaltbarkeit aus. 

Deckt Lebertran meinen Bedarf an Omega-3-Fettsäuren? Oder sollte ich zusätzlich Leinöl oder Leinsamen nehmen?

Für die Omega-3-Fettsäuren-Versorgung reicht ein Teelöffel Lebertran, wenn man von einer empfohlenen Menge von 0,3g für DHA und EPA ausgeht. Der Dropi-Dorschlebertran (den ich mal stellvertretende für alle Lebertrane, die ohne Erhitzen gewonnen werde, anführe, weil ich da gerade die Inhaltsangaben in Reichweite habe) hat 0,35g EPA und 045 g DHA pro 5 ml, also pro Teelöffel. Leinsamen und Leinöl allein reichen jedenfalls nicht aus, um den Bedarf zu decken, da die Omega-3-Fettsäuren dort in Form von Alpha-Linolen-Säure vorliegen, die erst vom Körper ungewandelt werden muss. Diese Umwandlung findet aber nur zu einem recht geringen Prozentsatz statt.