FAQ – Zähne putzen, Fluoride, Xylit und Co.

Beugt Zähneputzen Karies vor?

Unsere Große hat damals trotz Putzen Karies bekommen. Ich habe auch immer fleißig geputzt und hatte trotzdem Karies. Als ich dann das Wissen über kariesvorbeugende Ernährung fand, war mir klar, warum. (siehe „Karies heilen“ von Ramiel Nagel oder auch Weston Price) Zähneputzen hat wenn dann nur einen marginalen Effekt. Stimmt die interne Körperchemie, reinigt der Körper mittels Speichel die Zähne selbst und Karies entsteht nicht – mit oder ohne putzen. Ist der Körper aus dem Gleichgewicht so dass die körepreigene Reinigung nicht mehr richtig funktioniert, entsteht Karies – mit oder ohne Putzen. Wobei man dem Körper mit dem Putzen schon etwas von der Arbeit abnehmen kann, Putzen also in einer solchen Situation einen gewissen kariesvorbeugenden Effekt  beitragen kann. (Zu den wissenschaftlichen Details über die körpereigene Zahnreinigung mehr im Buch „Karies heilen“)

Seit wir die Karies auf dem Ernährungsweg im Griff haben, habe ich die Kinder nie wieder zum Putzen gezwungen. Und sie haben trotzdem ganz gute Zähne.  Ich selbst putze einmal am Tag nur mit Wasser und habe seit ca. 5 Jahren trotzdem keine neuen Löcher bekommen – und das, obwohl ich dabei entweder gestillt habe, schwanger war oder beides.

Aber Zähneputzen muss doch sein, wenn man Karies verhindern will, oder?

Die sog. Urvölker haben ihre Zähne nicht geputzt und hatten dokumentiert praktisch kariesfreie Zähne – ganz im Gegensatz zu uns heute. Zähneputzen ist eine moderne Erfindung, die versucht, den negativen Folgen unserer Ernährung entgegenzuwirken. Meine Kinder putzen seit 4 Jahren nicht mehr, ohne dass ihnen die Zähne verfaulen – weil wir ernährungstechnisch ein paar Dinge geändert haben. Vorher hatten wir Karies trotz fleißigem Putzen. Bei uns hat die Ernährung definitiv mehr kariesvorbeugende Wirkung gezeigt, weshalb ich es irgendwann sinnlos fand, meine Kinder weiter zum Zähneputzen zu zwingen.

Soll ich für mein Kind Zahnseide verwenden?

Ich finde Zahnseide bei Kindern echt verrückt. Was soll man denn noch alles machen? Die Zahnputzrituale werden mit den Jahren immer nur länger. Außedem schneidet man mit der Zahnseide sehr schnell ins Zahnfleisch. Da muss man echt vorsichtig sein.

Warum müssen deine Kinder keine Zähne putzen?

Bei der Großen habe ich noch alles „richtig“ gemacht. Geputzt ab dem ersten Zahn, Süßes gemieden. Ende vom Lied: Karies. Sogar zwei Abszesse. Dann bin ich auf Ramiel Nagels Buch gestoßen. Die Große verweigerte nach einem ersten Zahnarztbesuch weitere Behandlung. Also habe ich so gut ich konnte die Ernährung so umgestellt, wie im Buch „Karies heilen“ empfohlen und die Karies bei meiner Tochter (und auch bei mir) kam damit zum Stillstand. Seither keine neuen Löcher. Da habe ich für mich beschlossen, dass Ernährung effektiver ist als Zähneputzen. Deshalb dürfen meine Kinder sich zwar die Zähne putzen, müssen das aber nicht und haben es aus dem Grund auch seit ca. 4 Jahren eigentlich nicht mehr gemacht. Neue Karies gab es bei ihnen seitdem nur ganz wenige. (Siehe Zahnstatus meiner Kinder und Kommentar dazu unter „Sonstiges“) Ich bin deshalb überzeugt, dass Zähneputzen nur eine Krücke ist. Wenn der Körper in der Balance ist und sein Nährstoffbedarf ausgeglichen, braucht er keine Unterstützung bei der Zahnreinigung. Der Körper reinigt und mineralisiert die Zähne ja eh ständig selbst. Die zahngesunden Urvölker, die im Buch vorgestellt werden (eindrucksvolle Fotos inklusive), machen es vor. Die hatten auch ohne Zahnbürste gesunde Zähne.

Was hältst du von  Xylit?

Xylit ist ein Zuckeralkohol, der vom Körper nur in geringen Mengen aufgenommen wird, wenn man den Nährwert betrachtet also wertlos ist. In größeren Mengen verursacht es deshalb Durchfall. Ich bin bei allen Lebensmitteln skeptisch, die nicht zu den traditionellen Lebensmitteln gehören und die man nicht auch selbst in der Küche herstellen kann. Xylit wird mittels chemischer Verfahren aus Xylan (Holzabfallprodukt) gewonnen, ist als in dieser Form kein natürlich vorkommender Stoff. Wenn ich es mir aussuchen kann, dann ziehe ich natürliche Lebensmittel, die seit Jahrhunderten im Gebrauch sind, neuen Stoffen vor, vor allem wenn diese chemisch-industriell gewonnen werden müssen.

Mein Kind hat Karies. Meinst du, Schüssler-Salze können ihm helfen?

Euch fehlen, wie den meisten, sicherlich die fettlöslichen Vitamine (D, A, K2), die vor allem in tierischem Fett vorkommen. Wir haben die Karies bei uns über die Ernährung in den Griff bekommen. Zu Schüßlersalzen und Co. kann ich deshalb nichts sagen. Ich glaube allerdings, dass die Ernährung der mit Abstand wirkungsvollste Schlüssel ist, Karies dauerhaft loszuwerden.

Welche Wirkung hat Kokosöl als Zahnpastaersatz?

Ich kenne keine Belege dafür, dass Kokosöl als Zahnpastaersatz eine besondere Wirkung hätte. Beliest man sich darüber, soll die Wirkung von Kokosöl auch nur an der Bakterien-Bekämpfung ansetzen, fußt also auf der Theorie, dass Karies durch Bakterien verursacht wird. Eine Theorie, die ich inzwischen für Quatsch halte. Also, klar sind Bakterien im Spiel, aber ohne bereits schwachen Schmelz (durch einen Mangel oder ein Ungleichgewicht in der Ernährung während der Schwangerschaft oder später) gibt es auch keinen schwachen Schmelz. Wir kommen ganz gut ohne Kokosöl aus. Wer allerdings einen Zahnpastaersatz sucht, ist sicherlich damit besser bedient, als mit der ganzen Chemie, die in herkömmlicher Zahnpasta steckt.

Kann man ohne Zähne putzen gesunde Zähne haben (vorausgesetzt, die Enährung stimmt)?

Ja, das denke ich. Ich gucke mir alle Zähne der Kinder regelmäßig an, damit ich nichts verpasse. Bisher bin ich zufrieden. Die müssen bei mir nicht putzen und tun es entsprechend selten. Erstaunlicherweise sind die Zähne aber trotzdem nicht „dreckig“. Der Körper kann die Zähne erstaunlich gut auch selbst reinigen, wenn die Körperchemie stimmt, habe ich festgestellt. Wundert mich eigentlich auch nicht. Die Zahnbürste mit allem Drum und Dran ist ja eine recht moderne Erfindung.

Kann ich einfach mit dem Putzen aufhören, wenn mein Kind eh nicht gern putzt?

Einfach nicht putzen bei ungünstiger Ernährung wäre sicher nicht schlau. Bei uns war es so: Kind bekam trotz Putzen Karies. Die Ernährungsumstellung dagegen konnte die Karies stoppen. Da dachte ich mir: Wenn Zähneputzen Karies nicht verhindern, die Ernährung eine weit fortgeschrittene Karies sogar stoppen konnte, dann scheint die Ernährung ein wirkungsvolles Mittel zu sein – und Zähneputzen ein wenig wirkungsvolles. Und da Zähneputzen bei den Kindern eh nie beliebt war, fiel mir der Selbstversuch nicht schwer. Bis heute fahren wir gut damit und die Kinder haben trotzdem keine vergammelnden oder verdreckten Zähne. Aber die interne Biochemie muss schon stimmen, damit die Zähne sich ausreichend selbst reinigen. Wenn nicht, macht es tatsächlich Sinn, mit der Bürste nachzuhelfen.

Soll ich Fluorid-haltige Produkte verwenden, um Karies vorzubeugen?

Ich habe es viele Jahre lang mit Fluorid versucht: Zahnpasta mit Fluorid, extra Fluorid über Elmex-Gelee etc. Karies hatte ich trotzdem immer wieder. Die Schulmedizin hat gegen Karies neben Putzen und Bohren nur Fluorid zu bieten. Und das bekommst du mit diversen Produkten reichlich. Fluoride machen den Zahnschmelz zwar härter aber auch spröder. Und in zu hoher Dosis verursachen sie Zahnschmelzverfärbungen (Fluorose).

Mir kommt das nicht mehr ins Haus. Da sind mir Lebertran und unsere aktuelle Ernährung hundertmal lieber.

 

 

 

7 Gedanken zu „FAQ – Zähne putzen, Fluoride, Xylit und Co.“

  1. hi, eine empfehlung wie man schonend und natürlich die zähne pflegen kann:
    zähne putzen mit der „swak“ zahnbürste ist eine super alternative um ohne zahnpasta o.ä. die beläge zahnschonend zu entfernen. von urvölkern abgeschaut ist sie wie ein kleines pinselchen aus holzfasern in einem griff eingefasst und man fährt damit die zähne entlang bis sie glatt sind. nur mit speichel, geht schnell und ist sehr angenehm..

    1. Ich benutze auch einen Siwak bzw.Miswak also den Ast direkt vom Baum,und meine Zähne sind genauso sauber wenn nicht sogar sauberer als mit der Plastikzahnbürste.
      Das wird vor allem im arabischen Raum seit Jahrtausenden verwendet und eine super natürliche Alternative. Einfach wegen des Mindgeruchs und der evtl.vorhandenen Speiseresten.
      Ich versuche gerade, meine Ernährung umzustellen und vier vom Karies angefallenen Zähne zu behandeln,drei davon leichte Karies und ein großes Loch. Ich bin seit gut fünf Monaten dabei, meine Ernährung umzustellen. Gut Ding will Weile haben 😉
      Was ich noch fragen wollte: Sarah, geht ihr eig.mit den Kids zum Zahnarzt und ihr selber auch? Ich weiss nicht, ob man geheilte Karies auch wenn ein Loch da war,füllen lassen sollte da ich denke dass ein Zahn mit Sekundärdentin sicherer ist,auch wenn er ein Loch hat. Ich meine,geheilt hat er sich ja,und dann müsste das Loch ja eig.egal sein? Ich fühle mich nämlich unglaublich unwohl dabei,wieder in meinem Zahn bohren zu lassen.

      1. Muss ich bei Gelegenheit auch mal probieren, diese Bürste. Ich nehme aktuelle eine normale und wenn’s hartnäckig hängt einen Zahnstocher oder Zahnseide.
        Zum Zahnarzt war ich mit den Kindern schon lange nicht mehr, bzw. mit den jüngeren noch gar nicht. Wir haben hier noch keinen ZA gefunden, dem ich vertrauen würde. Ich war einmal bei einem, der wollte alle Löcher flicken, die bei mir schon seit 5 Jahren zum Stillstand gekommen sind. Habe da einfach keine Lust auf Diskussionen. Die können aktive Karies nicht von inaktiver unterscheiden – denn dazu müsste man den Verlauf beobachten. Genau wie du habe ich da auch keine Lust, drin herum bohren zu lassen. Und dann auch noch mit der den ZÄ beigebrachten Gründlichkeit, die mir vermutlich mehr Zahnsubstanz rauben würde, als durch die Karies eh schon fehlt.
        Ich gucke mir die Zähne der Kinder regelmäßig an und meine eigenen auch. Da ist alles im Griff, also bleibe ich dem ZA besser fern. Es gibt wohl einen bei Bonn, Alberts heißt der, der soll ziemlich relaxed und abwartend an die Sache rangehen. Aber wann kommen wir schon mal nach Bonn? 😛

        1. Probier die Bürste mal unbedingt aus 👍Genauso geht es mir auch! Ich habe mittlerweile einfach kaum noch Vertrauen in Zahnärzte, und auch diejenigen, die scheinbar ganzheitlich arbeiten, bohren und füllen trotzdem weiter.
          Diesen Alberts werde ich mir mal genauer ansehen, wohnen so ziemlich in der Nähe von Bonn,aber wie du bereits sagtest, wertvolle Zahnsubstanz geht dabei immer verloren, bei einem Loch hat sich bei mir bereits Sekundärdentin gebildet, mein (ehemaliger) Zahnarzt hätte da auch sofort rumgebohrt. Ich bin froh, dass ich doch nicht zu einem gegangen bin und auf mein Gefühl gehört habe, da bleibe ich dem Zahnarzt doch lieber fern.🤐

  2. Wir haben auch das leidige Thema unser Sohn hat auch Löcher und beim ersten Zahnarzt musste ein Zahn gezogen werden (Milchzahn) und das zweite sollte dann demnächst auch behandelt werden, aber seitdem geht er nicht mehr zum Zahnarzt es sitzt tief in seinem Trauma. Jetzt würde mich das mit der Ernährung sehr interessieren, wie ihr den Kinder das beibringt und was genau an Ernährungsumstellung habt ihr gemacht? Das Buch Karies Heilen werde ich unbedingt holen.

    Siwak klingt auch sehr interessant, müsste ich mir mal besorgen.

    Vitamin D, A und K2 welches benutzt ihr für die Kinder, hier bin ich auch schon lange auf der Suche, denn alleine SONNE reicht nicht und an Ernährung allein denke wäre sicher auch zu wenig??

    LG

    1. Wir nehmen den Lebertran mit Butteröl von Green Pasture. Da ist Lebertran (Vitamin D und A) und Butterfett aus Weidemilch (Vitamin K2) drin, man kriegt also ganz praktisch alle drei Vitamine in einem Rutsch. Ist halt recht teuer, aber eben sehr praktisch und wir machen damit seit ca. 5 Jahren gute Erfahrungen.
      Ernährungsumstellung: Ich habe mich nach dem Buch „Karies heilen“ gerichtet. Hier in den Rezepten findest du auch, was wir derzeit so essen. Der Umstellung muss man Zeit geben. Ich habe einiges ausprobiert, bis wir bei dem angekommen sind, was wir heute essen. Vor allem habe ich das rohe Getreide zum Frühstück gestrichen. Es gibt jetzt reichlich Fett (vor allem Weidemilchbutter), Eintöpfe mit Knochenbrühe, Rohmilch, Eier. Getreide möglichst gesäuert (Sauerteigbrot) und in Maßen … und wie erwähnt Lebertran.

  3. Wir nehmen von Robert Franz das k2 und d3 Öl. Tropfen. Das ist angenehmer als der lebertran. Nur vitamin A fehlt noch. Knochenbrühe koche ich jetzt auch. Freue mich über die Rezepte!

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