FAQ – Ernährung nach Weston Price und Ramiel Nagel

Was esst ihr so jeden Tag?

Unser Menüplan sieht derzeit etwa so aus:

Frühstück: Milchreis oder (Vollfett-)Joghurt mit Früchten. Ich mache aus Rohmilch meine eigene Sauermilch, die ich mit Früchten esse. Dazu ein weichgekochtes Ei (das einer meiner Jungs zur Zeit aber meist nicht essen mag), Rohmilch oder Wasser als Getränk.

Mittagessen: Eintöpfe aus Knochenbrühe mit viel Gemüse, oft eigentlich fleischlos, aber durch die Brühe trotzdem nicht vegetarisch. Zum Nachtisch Obst.

Nachmittagssnacks (nachmittags kriegen die Kinder immer Hunger): Obst, geröstete Haselnüsse, Reste vom Frühstücksmilchreis etc.

Abendessen: Sauerteigbrot mit Weidemilchbutter, Wurst, Käse, mal Fisch, Gurke, Tomate, einen halbe Teelöffel Lebertran/Butteröl-Gemisch für jedes Kind, für mich einen ganzen, wenn ich stille oder schwanger bin mehr. Als Getränk Rohmilch, Wasser oder mit Wasser verdünnter Apfelsaft.

Vor dem Zu Bett Gehen fordern die drei Großen meist alle noch mal ein Glas (Roh-)Milch.

 Was kann man zum Frühstück essen?

Wie wäre es mit Joghurt oder Sauermilch mit Früchten? Ein weichgekochtes Ei? Rührei mit Speck? Sauerteigbrot mit Butter und Käse drauf? Eine leichte Brühe?

Was taugt als Zwischenmahlzeit?

Zwischenmahlzeiten sind bei uns meist Rohkost (Karotten), nicht zu süßes Obst, Nüsse und bei mehr Hunger die Reste von irgendeinem Essen. Außerdem tut’s auch eine Scheibe Käse und die Kinder lieben es, mal ein Stück Butter einfach so wegzumampfen.

Kann mir vielleicht jemand kurz erklären, was es mit Vollkorn in Bezug auf die Zahngesundheit auf sich hat? Welches Mehl und Brot bzw. welche Zubereitungsart sollte man am besten verwenden? Was vermeiden?

Getreide, wie Samen, Bohnen und Nüsse auch, enthält vorwiegend in der äußeren Kornschicht bestimmte Stoffe, die das Korn vor Schimmel und Fressfeinden schützen. Diese sind nicht verdauungsfördernd (das Pflanzenbaby will ja auch nicht gefressen werden), und binden zum Teil Mineralstoffe, die dem Körper dann nicht zur Verfügung stehen (sog. Antinährstoffen, z.B. Phytinsäure). Vollkorn hat durch die Anwesenheit der Kleie (also der äußeren Kornschichten) einen hohen Gehalt an beispielsweise Mineralstoffen, die der Körper aber zum größten Teil nicht verwenden kann, weil sie an diese Antinährstoffe gebunden vorliegen. Säuern mitttels Sauerteig baut Phytinsäure ab und setzt so einen Teil dieser gebundenen Mineralien frei. Säuern entfernt allerdings nicht (vollständig) alle Antinährstoffe, die die Kleie noch zu bieten hat (z.B. Lektine). Man sollte also für die Zahngesundheit Vollkornmehle und -getreide sparsam einsetzen, besser Mehle verwenden, die die gröbste Kleie nicht mehr enthalten und Mehl allgemein wo es geht gesäuert (also unter der Verwendung von Sauerteig) einsetzen. Vorsichtig bin ich auch mit modernem Weizenmehl aufgrund des hohen, durch Züchtung forcierten Glutengehalts, der die Darmgesundheit beeinträchtigen kann. Da ziehe ich beispielsweise Dinkelmehl vor. Nur ab und zu gibt es bei uns Nudeln und alle anderen Mehlprodukte, in denen Mehl ungesäuert vorkommt. Einen gewissen, wenn auch nicht den gleichen Effekt wie Sauerteig hat Hefeteig in der Entfernung der Antinährstoffe. Ein guter Teig braucht Zeit – Zeit, in der die Mikroorganismen des Sauer- oder Hefeteigs ungewünschte Getreidebestandteile abbauen. Unter den Methoden des Slow-Baking hergestellte Produkte sind also nicht nur geschmacklich sondern auch gesundheitlich besser. Bei den traditionellen Völkern, die Getreide regelmäßig verwendeten, wurde das Korn nach der Ernte auf dem Feld in den Ähren getrocknet, dann gedroschen und in Scheunen o.ä. gelagert – wo es auch zum Teil ankeimte, weil es nicht immer überall so trocken war. Das Korn wurde dann frisch gemahlen, grob die Kleie ausgesiebt und gesäuert. Je näher man diesem alt bewährten Prinzip kommt, umso besser. Die beste Nährstoffausbeute gewinnt man sicherlich, wenn man zwischen Vollkorn und Weißmehl ein Zwischending wählt – so wie es diese Völker auch getan haben.

 Kann man mit Hülsenfrüchten Karies vorbeugen?

Hülsenfrüchte sind nun an sich nicht kariespräventiv … Es sind Samen, und die muss man mindestens gut einweichen, am besten die Hülle entfernen, damit der Gehalt an Antinährstoffen niedrig bleibt. Alle Samen enthalten in ihrer äußeren Schicht Stoffe, die die Baby-Pflanze vor Schimmel und Fressfeinden schützen. Diese sind nicht gut verdaulich und zum Teil leicht giftig. Deshalb müssen sie vor dem Verzehr entfernt oder durch keimen, säuern, kochen etc. aufbereitet werden.

Hülsenfrüchte können aber Bestandteil einer zahngesunden Ernährung sein, müssen aber in Verbindung mit Lebensmitteln gegessen werden, die fettlösliche Vitamine enthalten wie Weidemilchbutter, Leber, Eigelb, Käse, Lebertran etc..

 Sind Haferflocken schlecht für die Zähne?

Wir haben vor der Ernährungsanpassung immer Haferflocken gegessen, ich bin praktisch von Haferflocken groß geworden. Die aus dem Laden, also die abgepackten, werden allerdings hitzebehandelt. Sind also nicht mehr roh und deshalb nicht mehr so kariogen. Als Kind hatte ich zwar immer Löcher, aber nicht so große, wie meine Tochter und ich innerhalb eines Jahres mit rohen Haferflocken bekamen. Wusste ich vorher alles nicht, sondern dachte in meiner Naivität, ich tue uns mit den frisch gequetschten Flocken was besonders Gutes. Also ja, Haferflocken sind nicht so gut für die Zähne. Aber es kommt auch darauf an, wie man sie zubereitet. Roh ist ganz schlecht, viele davon noch schlechter. Ab und zu ein paar aus dem Laden sollten kaum Schäden machen mit gleichzeitig genügend fettlöslichen Vitaminen (D, A, K2). Und wer es perfekt machen will, kann Haferflocken keimen lassen und säuern. Aber das ist gar nicht so einfach, weil Haferflocken kaum Phytase enthalten, die Phytinsäure beim Säuern abbaut. Im Buch „Karies heilen“ ist eine Anleitung für die Säuerung von Haferflocken enthalten.

Ist Joghurt essen, sind Milchprodukte gut für die Zähne?

Joghurt ist sicher als Ernährungsbestandteil unter vielen keine schlechte Wahl (wenn man die Polemik um „Kuhmilch nur für Kälbchen“ mal außen vor lässt). Die traditionellen Schweizer waren mit ihrer Kuhmilch jedenfalls praktisch kariesfrei, ebenso die Massai und andere Nomandenvölker mit ihrer Kuhmilch. Wichtig ist allerdings, dass die Milch möglichst unbehandelt verwendet wird und die Kühe artgerecht gefüttert wurden. Nur dann kann sie langfristig der Gesundheit dienen.

Sollte Reis vor dem Kochen gesäuert werden?

Weißer Reis geht als einziges Getreide auch ohne Säuerung. Aber man kann natürlich auch ihn fermentieren. Im Zahnbuch („Karies heilen“ von Ramiel Nagel) wird die Säuerung von halbgeschältem Reis beschrieben. (Begriffserklärung: Säuern und fermentieren sind dasselbe. Traditionell macht man das bei uns noch beim Brotbacken, wo Sauerteig verwendet wird.)

 Welche Vorteile hat Rohmilch?

Rohmilch enthält leicht verdauliche Eiweiße und leicht verdauliches Kalzium. Alle Vitamine, gute Bakterien und Zellen sind noch intakt. Der Konsum von Rohmilch ab Schwangerschaft beugt Allergien bei Kindern vor und fördert (durch leicht verdauliches Kalzium) die Remineralisierung von Karies. In pasteurisierter Milch verändern sich die Eiweiße, werden schwerer verdaulich, und das daran gebundene Kalzium wird kaum noch vom Körper aufgenommen. Viele Leute, die Ladenmilch nicht vertragen, können Rohmilch gut verdauen. Und nicht zuletzt schmeckt sie einfach besser.

Woher bekomme ich denn Rohmilch, am besten von der Weide? Kann ich auch Weidemilch aus dem Supermarkt nehmen, die ja behandelt wurde?

Weidemilch aus dem Supermarkt ist sicher besser als andere. Besser wäre natürlich noch, wenn sie nicht pasteurisiert und homogenisiert also Rohmilch ist. Aber wie bei vielen guten Produkten muss man ganz schön suchen, so etwas zu kriegen. Wir haben hier einen Kuhstall in der Nähe, wo die Kühe im Sommer auf der Weide sind und wo wir die Milch direkt holen können. In der Stadt ist es oft schwieriger. Wir hatten damals in Halle (Saale) einen Bio-Laden, über den ich Vorzugsmilch (Rohmilch, die auch im Laden verkauft werden darf) bestellen konnte. Wenn man auf den Laden angewiesen ist, dann sollte man Milch nehmen, die wenigstens nicht homogenisiert wurde.

Woher soll ich Fisch und Fleisch beziehen? Ist es besser, darauf zu verzichten, wenn es nicht aus Weidehaltung bzw. Wildfang ist?

Bei Knochen und Fleisch ist Weidehaltung sicher das Beste, aber das Herkömmliche ist immer noch besser als überhaupt nichts, würde ich sagen. Bei Fisch am besten Wildfang, keinen Zuchtfisch. Ist ähnlich wie mit anderen Tieren aus Massenhaltung. Das Futter ist nicht artgerecht und das Fleisch entsprechend minderwertig. Bei Fleisch gibt es auch im normalen Supermarkt immer mal Lamm. Das ist in der Regel aus Weidehaltung.

Wie deckt ihr euren Magnesium- und Zinkhausbedarf?

Zink ist ja in vielem: Käse, Fleisch, Innereien, Nüssen, Meeresfrüchten.

Magnesium ebenfalls: Bei uns gibt es dafür u.a. Knochenbrühe, Gemüse, Fleisch und Co., Milchprodukte etc.. Wir kommen bisher gut hin damit.

 Welche Lebensmittel enthalten Vitamin K2?

Vitamin K2 ist u.a. in Milchprodukten und Eiern von weidenden Tieren. Deshalb nehmen wir auch das Lebertran/Butteröl-Gemisch, das es auch zu kaufen gibt (dort ist das Butteröl aus dem Milchfett von Weidetieren drin). Und wir verwenden Weidemilchprodukte, wo es geht. Vor allem Butter (Kerrygold). Auch Meeresfrüchte (z.B. Austern) haben wohl Vitamin K2.

Wie soll ich denn auf die angegebene Eiweiß-Menge kommen, die in „Karies heilen“ empfohlen wird? Das schaffe ich doch nie!

Ich bin der Meinung, dass es nicht so sehr auf die Eiweiß-Menge ankommt, sondern auf die Qualität und dass man es gut verdauen kann. Gebt euch Zeit, guckt was schmeckt … von heute auf morgen kann man keine Ernährung umstellen (hat bei uns Monate gedauert) und du musst auch nicht jeden Tag Fleisch essen. Wir essen gar nicht so viel Fleisch, aber wir machen eben u.a. viel mit selbstgemachter Knochenbrühe. Beispiel Kartoffelsuppe: Da koche ich die Kartoffeln und das Gemüse eben nicht in Wasser sondern Brühe (aber keine Brühwürfel, sondern echte, selbstgemachte!). Schmeckt eh viel besser.

 Ich habe gelesen, dass Milch gar kein so guter Kalzium-Lieferant ist, wie immer behauptet wird. Warum empfiehlst du dann Milch?

Milch ist nicht gleich Milch. Pasteurisierte, homogenisierte Milch aus dem Laden kann wohl wirklich demineralisierend wirken, da der Erhitzungsprozess die Eiweiße verändert, die auch das Kalzium an sich binden. Der Körper kann es so nicht mehr so gut aufnehmen. Ideal ist Milch, wie sie bei uns bis vor hundert Jahren noch konsumiert wurde: roh – und am besten von Weidetieren. Dann enthält sie auch die wichtigen fettlöslichen Vitamine in vollem Umfang, besonders auch K2.

Ist Obst essen für die Zähne unbedenklich?

Obst gibt es bei uns, allerdings in Maßen – vor allem das, was sehr süß ist (Bananen, sehr süße Apfelsorten). Der hohe Zuckergehalt mancher Früchte ist bei regelmäßigem Verzehr ungünstig. Vorsicht vor allem bei Trockenfrüchten!

 Alle sagen, Vollkorn sei am besten! Warum behauptest du das Gegenteil?

Alle Samen, wozu Getreide ja gehört, davon aber vor allem die äußere Kornschicht, enthalten verschiedene Stoffe, die das Korn vor Fraß und Schimmel schützen. Diese Stoffe sind für die menschliche Verdauung allerdings unvorteilhaft. Phytinsäure zum Beispiel bindet Mineralstoffe an sich, die dem Körper dann nicht mehr zur Verfügung stehen. Die Vorzüge des Vollkorn sind nämlich nur scheinbar vorhanden, da die äußere Kornschicht zwar die meisten Vitamine und Mineralstoffe im gesamten Korn enthält, der Körper diese aber kaum nutzen kann. Wenn Sauerteig zum Backen verwendet wurde und der Teig Zeit hatte, schön durchzusäuern, wird ein Großteil der Phytinsäure abgebaut. Traditionell hat man die grobe Kleie vor dem Säuern ausgesiebt, um ein gut verträgliches Produkt zu erhalten. Unterm Strich ist es besser, auf Vollkorn und ungesäuertes Getreide zu verzichten, gerade wenn man Karies aufhalten will. Eine zeitlang ganz auf Getreide zu verzichten (natürlich immer plus genug fettlösliche Vitamine) kann man vor allem bei starker Karies in Erwägung ziehen. Weißer Reis ist von allen Getreiden in ungesäuerter Form am verträglichsten, die Asiaten machen es vor.

Wie bekommt ihr ein gutes Verhältnis zwischen Omega-6 und Omega-3-Fettsäuren in der Ernährung hin?

Wir verzichten auf Pflanzenfette mit einem ungünstigen Verhältnis wie die meisten Pflanzenfette (außer Olivenöl und Kokosöl). Rapsöl soll wohl ganz ok sein, nehmen wir aber auch nicht, weil es aufgrund seiner vielen mehrfach ungesättigten Fettsäuren entweder Transfette enthält (wenn es mit Hitze raffiniert wurde) oder schnell ranzig wird (bei kaltgepresstem Öl) und sonst nicht viel Wertvolles enthält. Lebertran hat übrigens ein gutes Verhältnis und liefert uns außerdem die wichtigen fettlöslichen Vitamine A und D.

Esst ihr Wurst?

Ja. Ich finde Wurst nicht prinzipiell gut, denke aber, dass es in Maßen ok ist. Schließlich gehört sie, in traditionell verarbeiteter Form, seit langem zur Ernährung im deutschsprachigen Raum. Meine Jungs können auch nicht wirklich ohne. Ich gucke halt, dass ich möglichst gute Qualität direkt, hier selbstgemacht vom Bio-Fleischer, kaufe.

 Die Ernährung nach Weston Price mag für die Zähne gut sein, aber was ist mit dem restlichen Körper?

Ich bin überzeugt, dass eine Ernährung, die den Zähnen gut tut, auch dem Rest gut tut. Schließlich sind im ganzen Körper komplexe Vorgänge nötig, um eine Auswirkung an den Zähnen zu sehen.

Gibt’s bei euch auch mal Süßes?

Ja, am Samstag nach dem Mittagessen darf so viel gegessen werden, wie jeder will. Das wird unter der Woche schon sorgfältig von den Kindern im Laden ausgewählt. Da zensiere ich auch nicht, auch wenn ich manchmal schon arg die Zähne zusammenbeiße, wenn ich sehe, was sie sich ausgesucht haben. Geburtstage und Feiertag sind weitere Ausnahmen.

Kannst du die Ernährungsprinzipien, auf die du dich beziehst, kurz zusammenfassen?

Ich versuche folgende Prinzipien umzusetzen: kein ungesäuertes Getreide (Hefeteig ab und zu), wenig Weizen (also selten Nudeln und Co., wenn dann möglichst Dinkel- oder Reisnudeln), fermentierte und rohe Lebensmittel (Sauerkraut, Kefir, Rohmilch, Obst und Gemüse), viel tierisches Fett und damit fettlösliche Vitamine (Lebertran, Fisch, Eigelb, Butter, Knochenmark, Rohmilch und Milchprodukte), wenig und wenn dann traditionelle Süßungsmittel (Honig, Früchte, Ausnahme Süßigkeiten einmal die Woche) und je mehr etwas industriell verarbeitet und mit diversen Stoffen versetzt wurde, um so eher meide ich es. Generell meide ich auch industriell raffinierte Pflanzenfette, weißen Zucker und Zuckerersatzstoffe, Säfte pur, ungesäuertes Mehl, Impfungen und Medikamente, Plastik (geht leider nur zu einem gewissen Grad, aber vor allem versuche ich zu vermeiden, das es mit Fett in Berührung kommt) …

Wie soll ich es mir leisten, das ganze Ernährungsprogramm umzusetzen? Die Lebensmittel und der Lebertran sind viel zu teuer!

 Ja, das volle Programm ist teuer, aber es funktioniert meist auch, wenn man das Optimum nicht erreicht. Ich glaube, für die meisten ist das eh unmöglich. Man gibt sein Bestes und guckt, was dabei herum kommt.

Meine Heilpraktikerin sagt, ich als Blutgruppe A positiv würde Fleisch nur wenig vertragen und wenn dann helles Fleisch, sonst steigen meine Harnsäurewerte und ich übersäuere und der Körper zieht dann Mineralien aus den Zähnen und Knochen. Daher wohl jetzt meine Zahnprobleme. Hatte zehn Jahre keine Probleme und bei meiner Tochter genauso. Milch sollen wir auch weglassen und dann lieber Sahne mit Wasser mischen um mehr Fett aber wenig Eiweiß zu haben. Getreide sollte man meiden wegen Glyphosatbelastung, nach neuesten Erkenntnissen entsteht dadurch der Vitamin D Mangel. Ich bin gerade etwas überfordert und genervt. Ich bin ja ernährungstechnisch seit fünf Jahren am testen wegen Neurodermitis und jetzt noch Karies dazu. Man weiß auch gar nicht mehr was richtig ist.

Also ich halte den Blutgruppendiätansatz für Unsinn. Klar sollst du essen, was du verträgst und vorsichtig sein wo du Schwierigkeiten beim Verdauen bemerkst, aber wenn man das zurückverfolgt, kannte niemand bei den sog. Urvölkern seine Blutgruppe. Die haben gegessen, was das Land jeweils hergab und waren damit über viele Generationen gesund. Essempfehlungen von bestimmten Oberflächenmerkmale der roten Blutkörperchen abhängig zu machen, ist doch eigentlich absurd – oder finde nur ich das so? Genauso gut könnte man irgendwelche anderen Oberflächenmarker auf anderen Zellen nehmen. Studien, dass so ein Vorgehen Sinn macht fehlen außerdem.

Getreidekonsum macht einen höheren Bedarf an fettlösliche Vitaminen wie Vitamin D. Auch ohne Glyphosat.

Was ist, wenn man nicht viel Tierisches verträgt? Price empfiehlt ja sehr viel Tierisches.

Das Problem, das viele moderne Menschen haben, ist, dass sie Eiweiße nicht gut verdauen können. Deshalb vertragen so viele Gluten und Milch zum Beispiel nicht oder haben allgemein Probleme mit Eiweißen. Wobei tierische Eiweiße in der Regel eigentlich leichter verdaulich sind als Pflanzeneiweiße, weil sie den Eiweißen des Menschen ähnlicher sind – wenn man sie jetzt nicht überkocht o.ä.. Die Ursache für diese Verdauungsprobleme ist eine nicht optimale Darmflora, die durch Antibiotika, andere Medikamente und eine zuckerlastige, halb sterile und anderweitig nicht optimale Ernährung schwächelt. Damit sinkt die Verdauungskraft und Lebensmittel, die schwerer zu verdauen sind, werden nicht mehr vollständig verdaut und machen Probleme. Mit der Verbesserung der Ernährung (mehr gute Bakterien, wenig Zucker etc.) lässt sich da einiges wiederherstellen. Man sollte halt besonders darauf achten, leichtverdauliche Eiweiße (roh, fermentiert, mit Knochenbrühe) in Mengen zu essen, die man verträgt. Wichtig sind da nicht die Mengen, sondern dass man’s auch gut verdauen kann. Heutige Verdauungsprobleme waren zu Zeiten von Price eben noch so gut wie unbekannt.

Eine geschwächte Verdauung ist auch der Grund, warum es vielen mit einer veganen Diät erstmal so gut geht. Sie lassen die Eiweiße weg, die sie nicht richtig verdauen können. Für eine gewisse Zeit geht es ihnen damit natürlich richtig gut. Nur langfristig fehlen dann eben doch die Bausteine, die der Körper braucht, um sich zu erhalten. Plus einige Vitamine, die der Körper aber für einige Zeit gespeichert hat. Da werden dann die Zähne empfindlich, Depressionen sind nicht selten … Es ist auf jeden Fall auf lange Sicht sinnvoll, in eine gesunde Darmflora zu investieren, anstatt nur alles wegzulassen, was man nicht verträgt.

 

 

 

35 Gedanken zu „FAQ – Ernährung nach Weston Price und Ramiel Nagel“

  1. Hallo,

    Danke für all die hilfreichen Tipps!
    Möge unsere Herr und euer Herr uns alle zum guten und geraden weg führen!

    Eine Frage zur Rohmilch habe ich, da bin ich etwas ängstlich. Kann man in Ländern wie der türkei oder Tunesien die milch auch direkt von der Kuh trinken? Die Menschen sehr es wirklich als verboten und sprechen von vielen und schlimmen Krankheiten wenn man sie nicht kocht oder wenigstens erhitzt… wann kann die Rohmilch schaden oder kann sie das gar nicht wenn sie frisch ist? ??

    Danke vorab, dass intessiert mich brennend. Meine Kinder und wir lieben Milch vir allem mit datteln.

    Und ps: dein Buch zur Alleingeburt hat mir ermöglicht, und an erster Stelle War es mein Herr der mir geholfen hat und es mir ermöglichte, die geburt des 2ten Kindes mit wissen und selbstbewusstsein dass ich es alleine kann, geholfen und den fremde Dr nicht benötige den ich sowieso nicht mag. Was man bei Nr 1 erlebt hat möchte man Nr 2 und sich selbst bloß nicht wieder antun und man will ss und geburt auch mal genießen, weil beides 2 Schöne Momente sind von denen man nicht weiß ob man sie noch einmal genießen kann ♡ und vor allem haben wir in maryam, der Mutter von isa/ Jesus, Frieden auf ihm, daß beste Beispiel für die alleingeburt ( Quraan Sûrah maryam)

  2. Hallo,

    Danke für all die hilfreichen Tipps!
    Möge unsere Herr und euer Herr uns alle zum guten und geraden weg führen!

    Eine Frage zur Rohmilch habe ich, da bin ich etwas ängstlich. Kann man in Ländern wie der türkei oder Tunesien die milch auch direkt von der Kuh trinken? Die Menschen sehr es wirklich als verboten und sprechen von vielen und schlimmen Krankheiten wenn man sie nicht kocht oder wenigstens erhitzt… wann kann die Rohmilch schaden oder kann sie das gar nicht wenn sie frisch ist? ??

    Danke vorab, dass intessiert mich brennend. Meine Kinder und wir lieben Milch vir allem mit datteln.

    Und ps: dein Buch zur Alleingeburt hat mir ermöglicht, und an erster Stelle War es mein Herr der mir geholfen hat und es mir ermöglichte, die geburt des 2ten Kindes mit wissen und selbstbewusstsein dass ich es alleine kann, geholfen und den fremde Dr nicht benötige den ich sowieso nicht mag. Was man bei Nr 1 erlebt hat möchte man Nr 2 und sich selbst bloß nicht wieder antun und man will ss und geburt auch mal genießen, weil beides 2 Schöne Momente sind von denen man nicht weiß ob man sie noch einmal genießen kann ♡ und vor allem haben wir in maryam, der Mutter von isa/ Jesus, Frieden auf ihm, daß beste Beispiel für die alleingeburt ( Quraan Sûrah maryam)

    1. Hallo Maryam,
      schön, dass du Schwangerschaft und Geburt beim 2. so genießen konntest! 🙂
      Was die Rohmilch betrifft, kommt es auf verschiedene Faktoren an, denke ich. Wenn man dort eine Weile lebt und das isst, was auch die Einheimischen essen, das Immunsystem somit an die dortigen Keime gewöhnt ist, wenn man sonst eine Ernährung hat, die für eine robuste Gesundheit sorgt, wenn die Kuh gut gehalten wird und beim Melken sauber gearbeitet wird … dann sollte das kein Problem sein. Im Zweifelsfall würde ich mich langsam herantasten. Erst wenig, gucken, was passiert und dann langsam steigern. Da merkt man dann, ob es einem bekommt oder eher nicht. Das schlimmste, was dir in der Regel passieren kann, ist Durchfall als Zeichen einer Lebensmittelvergiftung bzw. hohen Keimbelastung. Ansonsten ist Milch, die nur erhitzt aber nicht homogenisiert und entrahmt wurde, auch keine schlechte Wahl. Alles Gute euch!

    2. Liebe Maryam,
      ich würde dich bitten mich unter dieser E-Mail (ummu.nusaybah@outlook.com) zu kontaktieren. Gerne würde ich mit dir Erfahrungen austauschen.

  3. Hallo Sarah,
    Jetzt muss ich einfach mal fragen: Was macht man laut diesem Konzept als Vegetarier / Veganer? Hat man überhaupt eine Chance, seine Zähne gesund zu erhalten?
    Oder auch in Laendern der 3. Welt, wo Rohmilch zu trinken vielleicht nicht das Weiseste ist? Ich lebe in Suedamerika und unsere Nachbarskuehe weiden ganzjährig auf saftigen Wiesen, bekommen nichts anderes, auch keine Medikamente oder Impfung. Trotzdem wuerde ich ihrer Milch nicht über den Weg trauen – wg. Der Tuberkulosegefahr und irgendwelchen Beulen, mit denen manche Kuehe übersät sind.
    So ähnlich sieht es hier mit Fleisch aus. Wenn man sieht, wie es den ganzen Tag, von Fliegen übersät und ohne Kühlung vor sich hergammelt, vergeht einem der Appetit.

    Langer Rede kurzer Sinn: ich bin überzeugt davon, dass es eine vegetarische / vegane Alternative zu diesem Ansatz geben muss. Wäre interessant, das mal näher zu untersuchen.

    1. Hallo Ida,
      über vegane und vegetarische Ansätze haben schon einige nachgedacht und versuchen da so verschiedenes: durch Getreidevermeidung, Obstreduktion, Lebertran als Ausnahme. Das sind halt Versuche von Einzelnen, zu denen es bisher keinen wissenschaftliche Basis gibt. In Indien gibt es traditionell vegetarische Gruppen. Die haben ein ausgeklügeltes Ernährungssystem, das sich leider nicht so leicht imitieren lässt. Bestandteil ist wohl u.a. Büffelmilch (sehr fett und reichhaltig an fettlöslichen Vitaminen), verschiedene Kräuter und Gewürze … Das sind aber die einzigen traditionelle Gruppen, die eine vegetarische Tradition haben. Ansonsten gibt es nichts mit Langzeiterfahrung. Vegan schon gar nicht. Ich glaube, es hat schon einen Grund, dass man sich überall auf die eine oder andere Weise um Tierisches auf dem Speiseplan bemüht hat.
      Tuberkulose bekommt man eigentlich nicht einfach so. Da braucht es schon ein geschwächtes Immunsystem. Sind denn die Kuhbestände bei euch davon befallen? Die Beulen sind sicherlich von Fliegen, die dort ihre Eier gelegt haben und dann wachsen die Larven dort unter Haut heran, bis sie schlüpfen. Gibt es auch bei Rehen, Elchen etc.. Das sollte die Gesamtgesundheit der Kuh nicht weiter beeinflussen. Aber du kannst dich vielleicht auch genauer informieren, um das herauszukriegen. Kühe, die so leben wie bei euch, sollten eigentlich sehr robust und gesund sein. Und richtig gute Milch geben. Also vegetarisch Karies vorbeugen geht, denke ich. Vegan glaube ich persönlich nicht, dass es geht, ohne Kompromisse zu machen.
      Du kannst natürlich vegan oder vegetarisch experimentieren. In der facebook-Gruppe Kinderzähne heilen gibt es ein paar, die es vegan versuchen. Vielleicht könnt ihr euch vernetzen.

  4. Liebe Sarah, danke dafür, das lese ich immer wieder interessiert, wo bekommt ihr denn die Knochen her und in welcher Qualität? Ich habe davon wirklich null Ahnung.
    Wie ergiebig sind die dann?

    1. Liebe Steffi, wir haben hier vor Ort einen Bauern, der verkauft Weiderind. Die werden direkt auf der Weide geschossen und hatten bis dahin ein gesundes, glückliches Leben. Daher habe ich auch Knochen. Am besten also vor Ort umhören, Weide und Bio ist jedenfalls zu bevorzugen. Ich nehme am liebsten Markknochen, 3-4 Stück: Davon koche ich eine Brühe, die z.B. als Brühe für einen Eintopf (8 Personen) reicht. Meist setze ich die Knochen auch noch mal auf mit neuem Wasser. Verwende sie also zweimal. Oder dreimal. Je nachdem wie viel Fett/Mark noch dran ist, das ich noch haben will. 🙂

  5. Hallo Ida,

    nach fast zwanzigjähriger Arbeit in Ländern der Dritten Welt kann ich dir nur sagen: 1. Was die Einheimischen essen und trinken, kannst du noch lange nicht unbesehen essen und trinken. 2. Was die Einheimischen aus Gründen der Hygiene nicht essen und trinken, solltest du auf gar keinen Fall essen oder trinken.

    Zur Milch: Rohe Milch kann Krankheitserreger der Kuh enthalten. Das ist bedenklich, wenn die Gesundheit der Kühe nicht entsprechend überwacht wird. Mindestens ebenso riskant ist das Handling der Milch. Da du sicher nicht höchst persönlich das Euter reinigst und die Milch direkt in einen blitzsauberen Behälters melkst, sind immer Menschen zwischengeschaltet, die häufiger als bei uns an ansteckenden Krankheiten leiden und die oft auch nicht unsere hygienischen Standards kennen geschweige denn einhalten. Ich habe deshalb in Entwicklungsländern nie etwas anderes als H-Milch verwendet. Alles andere war mir zu riskant.
    Die Verhältnisse in Lateinamerika kenne ich allerdings nicht. Meinem Hygienefimmel in Sachen Nahrungsmittel habe ich es vermutlich zu verdanken, dass ich alle Rükkehruntersuchungen ohne Befund absolvieren durfte. Kollegen, die das etwas lockerer sahen (jetzt nicht speziell im Hinblick auf Milch) hatten manchmal nicht so viel Glück.

    1. Hallo Ulrike,
      interessant ist doch aber auch, dass die Einheimischen mit dem gleichen Essen, das uns krank macht, keine Probleme haben wie wir. Es sind eben nicht nur die Erreger, sondern auch das Immunsystem, das damit in Kontakt kommt, das darüber entscheidet, ob es der Gesundheit dient oder nicht. Es ist die die Abwesenheit von Keimen, die uns gesund erhält – obwohl uns das Jahrzehntelang eingebläut wurde. Ist man an gewisse Keime gewöhnt, wird man davon nicht krank. Hat man dagegen zu wenig (gute) Bakterien in der täglichen Nahrung, bekommt man eher Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Pilzerkrankungen. Deshalb halte ich es für die Gesundheit wichtig, wenn man sich diesen Bakterien aussetzt. Heißt nicht, dass man „Dreck fressen“ soll. Ich würde mir schon selbst angucken, wie das Handling beim Melken aussieht. Aber eben auch nicht von der anderen Seite vom Pferd fallen und auch steriles Essen für das Beste zu halten. Man sieht ja an unserer Gesellschaft, wie gesund sie sich mit dem quasi-kreimfrei-Fimmel im Essen hält … Da trinke ich z.B. lieber keine Milch, wenn ich alternativ nur H-Milch zur Verfügung hätte. Denn das halte ich nun wieder für sehr ungesund.
      Im Zweifelsfall nehme ich lieber mal einen Durchfall in Kauf – was ich trotz Rohmilchkonsum seit über 5 Jahren jedoch noch nicht hatte. Weil mir der Nutzen der Bakterien für meine langfristige Gesundheit wichtiger ist.

  6. Hallo Sarah,

    es geht mir gar nicht um prinzipielle Keimfreiheit. Ich denke auch, dass im westlichen Europa der Genuss von Rohmilch nicht besonders riskant ist. Ich möchte nur davor warnen, heimische Ernährungsgewohnheiten auch in Ländern aufrecht erhalten zu wollen, wo die Umstände dagegen sprechen.
    Im konkreten Fall würde ich gebildete Einheimische fragen, ob das Trinken roher Milch unbedenklich ist. Je nach eigenem Beruf hat man auch Kontakt zu Menschen, die sich beruflich mit Tiergesundheit und Lebensmittelhygiene beschäftigen. Gibt es von diesen Seiten keine Entwarnung, würde ich die Finger davon lassen.
    Dass die Einheimischen in tropischen Ländern so gesund wären, ist eine romantische Vorstellung. Tuberkulose, Hepatitis, Parasiten sind in vielen Entwicklungsländern ein großes Problem, das eng mit sanitären Verhältnissen und Lebensmittelhygiene verknüpft ist. Dass Europäer schneller erkranken als die Einheimischen, hat auch etwas damit zu tun, dass sie riskanter leben: Sie essen warm gehaltene Speisen vom Hotelbuffet, rohen Salat (der Teufel steckt im Waschwasser) und Mayonnaise und trinken Getränke mit Eiswürfeln – alles Dinge, die in der Ernährung der Einheimischen meist nicht vorkommen. Wenn man Pech hat, fängt man sich dann eben nicht nur einen normalen Durchfall ein sondern eine ernsthafte Krankheit. Natürlich gibt es auch Länder und Gebiete, wo das eine oder andere möglich ist. Das muss man aber erst einmal herausfinden.

    1. Hallo Ulrike, da hast du natürlich recht. Ich guck mir ja auch hier vor Ort an, wo ich meine Rohmilch herhole und meine Eier. Touristen im Ausland, die sich nicht informieren und denken, sie könnten alles wie zu Hause essen … nicht schlau.

    1. Warum sollte ich FÜR so etwas sein? … Nee, blöde Antwort. 😉
      Ich bin dagegen …
      – Weil die Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass die Kinderkrankheiten vor Einführung von Massenimpfungen auf fast heutiges Niveau abgesunken sind und die Impfungen keinen sichtbaren positiven Effekt auf der Verlaufskurve zeigen. Und das sind Zahlen, die wurden einfach erhoben. Weder von der Pharma-Industrie noch von Impfgegnern.

      – Weil ich überzeugt bin, dass der Mensch nichts Gutes bewirkt, wenn er sich manipulierend in etwas einmischt, was er nicht versteht. Und das Immunsystem in seiner Komplexität wird noch lange nicht verstanden.

      – Weil ich glaube, dass Gott den Menschen und auch sein Immunsystem sehr gut geschaffen hat und es kein zusätzliches Pimpen braucht. Nur gute Ernährung und gute Lebensbedingungen. Letzteres zeigen auch die Krankheitsverlaufskurven in Kriegszeiten.

      – Weil Impfungen keinen natürlichen Prozess immitieren. Nie passiert es sonst, dass mehrere Erreger auf einmal in den Körper gelangen und dabei sämtliche natürliche Barrieren umgangen werden (Antikörper und Immunabwehr der Haut und Schleimhäute). Das Immunsystem würde die abgeschwächten Erreger oder Erregerbestandteile nicht mal groß beachten, wenn man keinen Wirkverstärker (meist Aluminiumhydroxid) zusetzen würde. Dieser Wirkverstärker reizt das Immunsystem (gelegentlich auch zu viel) aber immitiert keinen natürlichen Krankheitsprozess.

      – Weil gemessene Antikörpertiter, die einen Schutz belegen sollen, nicht unbedingt auch Schutz bedeuten. Geimpfte erkranken auch mit ausreichendem Titer.
      – Weil es keine offiziellen Vergleichsstudien gibt, die tatsächlich Ungeimpfte mit Geimpften vergleichen. Warum wohl? Die Ausrede, es wäre unethisch, glaube ich nicht mehr.
      – Weil es keine unabhängigen Studien gibt und sowieso vieles in der Branche intransparent ist.
      – Und weil an allem viel Geld hängt. Und für Geld tun Leute alles, aber selten haben sie das Wohl aller im Blick.
      Wäre das trotzdem der Fall, müssten sie mich durch absolute Transparenz überzeugen.
      Ich könnte noch mehr schreiben, aber das sprengt dann den Rahmen. Ausführlich die Pro- und Contra-Seite lesen und sich selbst ein Bild machen. Sinnlose Rechthaber-Debatten mit beiden Seiten meiden. Die Argumente auf ihre Stichhaltigkeit prüfen, Bauchgefühl dazuschalten … so bin ich zu meiner Entscheidung gekommen.

    2. Hi Mona,

      der Film „Wir impfen nicht. Mythos und Wirklichkeit… (ganzer Film)“ ist wirklich sehr aufklärend, kurzweilig trotz Länge und man hat danach einen guten Überblick. Ich weiß nicht, ob man den Link hier setzten darf, aber wenn Du das auf Youtube eingibst findest Du es.
      Liebe Grüße,
      Tabea

  7. Liebe Sarah!

    Deine Veröffentlichungen haben mir viele offene Fragen beantwortet. Endlich verstehe ich warum bei Neugeborenen Vit K und D substituiert wird. Als Hebamme habe ich mich schon immer gefragt warum die Kinder angeblich mit einem Mangel kämpfen. Die Natur ist doch nicht falsch sondern grundsätzlich richtig.
    September 2016 habe ich meine erstes Kind geboren. „Gesunde Ernährung“, und viel Zeit im freien sollten mein Kind einen optimalen Start verschaffen. Auf das Angstgeschäft wollte ich nicht vertrauen, also gab ich nichts.
    Nach deinen YouTube Videos machte jedoch plötzlich alles Sinn. Wenn meine, als gesund vermutete Ernährung mein Kind nicht ausreichend mit versorgt, dann ist sie scheinbar doch mangelhaft.
    Ich hab drei Tage recherchiert, und anschließend Lebertran/Butteröl, Seagreens, und Vigantolöl für meine Tochter besorgt.
    Außerdem gab es viel Rohmilch, Butter, Eintöpfe in Knochenbrühe, Reis, sonst nur gesäuertes Getreide. Alles Demeter. Plus Ausnahmen;-)

    Das machen wir nun seit 4 Wochen. Ich finde es super lecker, es beschwert ein bisschen aber befriedigt. Ich habe viel weniger Appetit auf süßes. Mein Gewicht (52kg bei 1,66cm) bleibt konstant. Vegan Ausflüge habe ich immer mit Gewichtsverlust bezahlt.
    Allerdings bin ich seit ca. 4 Tagen müde wie noch nie. Ich hatte im Januar schon öfter müde Phasen. Aber nie so heftig. Letztes Jahr habe ich zu Vit D (20 000I.E./Tag) gegriffen und es hat geholfen.
    Meinst du das sollte ich noch zusätzlich einnehmen oder ist es über Lebertran/Butteröl ausreichend abgedeckt? Hast du sonst noch eine Idee womit es im Zusammenhand stehen könnte? Würdet du zur Blutentnahme raten und wenn ja was sollte ich überprüfen lassen? Oder aussitzen und so weiter machen???

    So jetzt hast du Löcher im Bauch!

    Und noch eine Frage. Die mir wichtigste!!!
    Braucht meine 4 Monate alte Tochter deiner Meinung nach gerade noch irgendwas außer Muttermilch? (Vigantolöl, Vit K…?)

    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!!

    Liebe Grüße und sei gesegnet!

    1. Liebe (Mit-)Mutter ;-),
      Wenn euer Vitamin-D-Konsum bisher niedrig war, kann es helfen, einmalig hoch zu dosieren, um die Speicher schneller aufzufüllen. Man kann für den gleichen Zweck auch über einen gewissen Zeitraum den Lebertran höher dosieren. Das geht dann allerdings nicht ganz so schnell wie hochdosiert Vitamin D einmalig.
      Unser Jüngster ist jetzt 4,5 Monate und der bekommt nichts außer Muttermilch. Ich achte halt auf meine eigene Versorgung mit allem, was es so braucht (u.a. Vitamin D über Lebertran). Erst ab Beikoststart gebe ich dem Baby dann auch etwas vom Lebertran (den mit Butteröl, da ist das Vitamin K2 mit dabei).
      Liebe Grüße! Sarah

  8. Liebe Sarah,
    wie ist es mit Rohmilch in der Schwangerschaft? Es wird ja komplett davon abgeraten. Ich würde mich gerne an deine 7 Ernährungsprinzipien herantasten doch habe ein wenig Bedenken ob das ok ist wenn ich jetzt „mittendrin“ damit anfange. Was würdest du mir raten? Liebe Grüße Jeannette

    1. Liebe Jeannette, es kommt sicherlich darauf an, wie gesund dein Immunsystem ist. Wenn das halbwegs fit ist, könntest du mit kleinen Mengen anfangen und gucken, wie du’s verträgst. Wenn das gut geht, weitermachen oder auch langsam steigern, wenn du willst. Wichtig natürlich, dass die Milch sauber hantiert wird – was in den Ställen heute eigentlich die Norm ist, da es gesetzliche Auflagen gibt. Ein Problem gibt es nicht, wenn ein paar „falsche“ Erreger auf ein gesundes Immunsystem treffen, sondern wenn viele „falsche“ Erreger (durch Verunreinigung der Milch) auf ein geschwächtes Immunsystem treffen. Liebe Grüße, Sarah

  9. Liebe Sarah!
    Ich hätte noch ein paar Fragen zu den „Guten Fetten“ und den Transfetten:
    Gibt es außer Butter, Olivenöl und Kokosfett noch andere Alternativen? Kaltgepresste öle haben doch zumindest keine Transfette? Und wenn man Butter erhitzt wie z.b. beim backen oder braten ist sie dann auch schädlich?
    Wie schaut es mit Schweineschmalz aus ? Wir halten nämlich selbst Schwein und verwenden natürlich dann auch das Schmalz.
    Danke für deine Aufklärungsarbeit und
    Liebe Grüße
    Irmgard

    1. Liebe Irmgard,
      kaltgepresste Öle sind in Ordnung, solange sie frisch sind. Die meisten Pflanzenöle haben ja einen hohen Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und werden schnell ranzig. Butter kann man erhitzen, nur nicht zu hoch. Zum Braten oder Frittieren geht aber Butterschmalz gut. Und Schweineschmalz ist natürlich super und ganz genauso gut geeignet! Das hatte ich nur deshalb nicht erwähnt, weil die meisten das nicht nutzen und es kaum gute Quellen dafür gibt. Liebe Grüße, Sarah

  10. Hallo nochmal!
    Mir ist jetz noch was eingefallen :weil du ja schreibst du meidest auch Impfungen und Medikamente: Ich bin da eigentlich auch deiner Meinung und sehr vorsichtig mit Medikamenten, aber was machst du wenn die Kinder Schmerzen haben z.b. starke Ohrenschmerzen gibst du ihnen in solchen fällen ein Schmerzmittel?
    Oder Aktuell im Kiga gibt es Scharlach, da ist ja eigentlich ein Antibiotikum vorgeschrieben wegen möglichen schweren Nacherkrankungen , würdest du dieses in so einem fall auch ablehnen oder dann doch geben?
    Lg Irmgard

    1. Bei starken Ohrenschmerzen haben wir auch schon mal ein Schmerzmittel gegeben. Meist verweigern es die Kinder aber und leiden lieber. 😛 Keine Ahnung warum. Ich biete dann erst mal Wärmflasche/Kirschkernkissen und was mir sonst an Hausmitteln einfällt an … aber die sind da eigen. Was oft hilft und was sie meist doch nehmen ist klassisches, abschwellendes Nasenspray – so in die Nase gesprüht, dass die Tube abschwillt. Klappt nicht immer aber oft. Die akuten Schmerzen kommen ja daher, dass die Verbindung zwischen Rachen und Ohr, die sog. Tube, zuschwillt und kein Druckausgleich mehr standfinden kann, sich also Druck hinter dem Ohr aufbaut.
      Scharlach hatten wir noch nie. Ich würde Antibiotika geben, wenn die Krankheit schwer verläuft und ich das Gefühl hab, der Körper hat nicht die Kapazität, es gut wegzustecken. Dann ist ja auch eher mit schwerwiegenden Komplikationen zu rechnen. Gerade Antibiotika würde ich aber lieber nur als letzten Ausweg geben und lieber antibiotisch wirkende natürliche Mittel versuchen, da ich Respekt vor den Langzeitfolgen der Antibiotika habe (geschwächte Immunsystem, geschädigte Darmflora). Immer den Allgemeinzustand im Blick natürlich. Geht’s dem Kind richtig dreckig und erholt es sich nicht schnell, dann braucht es vielleicht auch mal Antibiotika. ich bin überzeugt, je robuster die Grundgesundheit, desto weniger wahrscheinlich ist Scharlach (und andere bakterielle Erkrankungen wie auch Keuchhusten) und wenn, dann sollte es harmlos verlaufen. Wenn nicht, würde ich wohl gucken, warum und was ich besser bei der Ernährung und Stress betreffend machen kann.

  11. Ist Stärke schlecht für die Zähne?

    Kartoffeln sind hier besonders gemeint.
    Stärke ist ja am emde zucker. Ist das gefährlich für die Zähne?

    1. Es kommt darauf an, was man dazu isst. Kartoffeln und andere stärkehaltige Lebensmittel in Maßen sind ok und als Teil einer gesunden Ernährung gut möglich. Mit eiweiß- und/oder fettreichen Lebensmitteln gegessen, fällt der Blutzuckeranstieg moderat aus. Und das ist es ja, bzw, die darauf folgende Insulinausschüttung, was dem Körper – und den Zähnen – Kalzium entzieht und so u.a. zu Karies führen kann. Die Bakterien, die an den Zähnen Zucker naschen und Säuren „kacken“ sind – entgegen allgemeinen Behauptungen – wohl eher weniger bis gar nicht an der Kariesentstehung beteiligt.
      Kartoffeldiät wäre also sicherlich nicht so gut für die Zähne. 😉

      1. Interessant. nudeln gehen ja auch in die Richtung, sollte man die selber machen (vllt Sauerteig + Eier) oder kaufen? Und wenn dann Vollkorn?

          1. Wir machen ab und zu Pommes aus Kartoffeln, frittiert in Butterschmalz. Oder auch tiefgefrorene, wo nicht so viel Sch*** drin ist. Wenn das verwendete Fett und die Qualität stimmen, habe ich kein Problem mit Pommes.

        1. Du kannst Nudeln selber machen und den Teig einen Tag stehen lassen oder auch welche aus traditioneller Herstellung kaufen. Da wurde der Teig auch länger stehen gelassen, was die Vermehrung von Mikroorganismen und den Abbau von Phytinsäure fördert. Vollkorn würde ich nicht nehmen, da dort der Anteil an ungünstigen Stoffen aus der Kleie hoch ist. Am besten etwas zwischen Weißmehl und Vollkorn – also möglichst viele gute Nährstoffe mit möglichst wenig Antinährstoffe aus der Kleie. Die Typenbezeichnung gibt darüber Auskunft, wie stark ein Mehl ausgemahlen wurde, also wie „weiß“ es ist.

  12. Liebe Sarah!
    Ich bin mir nicht ganz sicher ob das hier her passt aber ich frag mal:
    Ich bin grad sehr im Zwiespalt, hab heute vom Arzt Antibiotika bekommen wegen einer Entzündung am Bein, Soll eine Art Borreliose sein obwohl sie Symptome gar nicht eindeutig sind. Jetzt überleg ich schon ganze zeit ob ich sie nehmen soll oder nicht , mir geht’s jetzt gar nicht in erster Linie um mich sondern um meinen 8 Monate alten Sohn , den ich natürlich noch stille. Hast du eine Ahnung wie viel die AB wirklich in die Muttermilch übergehen (am Beipack steht nur geringe mengen) Du hast oben was von natürlichen „Antibiotika geschrieben“ was wäre das z.b. und was hältst du von Probiotika die es zu kaufen gib und für den Darm gut sein sollen?
    Hast du vielleicht einen Tipp wie man die Nebenwirkungen der Antibiotika gering halten kann.
    Ganz herzlichen Dank erstmal
    Irmgard

    1. Liebe Irmgard,
      wie geht es dir jetzt? Antibiotika gehen über die Muttermilch über. Unsere Große hatte damals – noch vollgestillt – Durchfall davon. Heute ist sie allergisch als einziges meiner Kinder. Ich sehe da durchaus einen Zusammenhang. Wenn es keinen anderen Weg gibt, sollte man während der Einnahme und noch mind. 2 Wochen danach Probiotika nehmen. Die gibt es zu kaufen. Lebendige Lebensmittel sind die natürliche Version davon (fermentiertes Gemüse, Rohmilch …) Je nachdem, wie stark die Entzündung ist und wie lange sie schon da ist, kann man auch abwarten. Ich kann das allerdings aus der Ferne nicht beurteilen. Wenn ich das Gefühl habe, mein Körper hat das so im Griff und es heilt, würde ich persönlich warten. Nicht so eindeutige Symptome ist eh so eine Sache. Vermutlich wurde das Antibiotikum „sicherheitshalber“ verschrieben. Liebe Grüße, Sarah

      1. Liebe Sarah!
        Danke für deine Antwort. Ich Habe mit den AB zuerst noch zugewartet, nach zwei Tagen aber Fieber und Gripp ähnlich Symptome bekommen dann hab ich doch mit der Einnahme begonnen. Ich hab mir auch Probiotika besorgt die nehme ich und ich gebe sie auch meinem Sohn. Weiter kann ich dann nur hoffen das nicht all Zuviel Schaden entsteht.
        Vielleicht wäre es ja mal eine Idee einen Beitrag/Video über Hausmittel und Natürliche Krankheitsbekämpfung zu machen (natürliches Antibiotikum, verschiedene Tees oder was du deinen Kindern sonst noch gibst)
        Jedenfalls nochmals ein großes Dankeschön für deine Arbeit! Ich lese sehr gerne deine Seite und deine Videos sind immer sehr informativ!
        Liebe Grüße
        Irmgard

  13. Hallo Sarah, kannst Du mir vielleicht sagen wieviel Vitamin D in einem Teelöffel Lebertran sind ? Finde nix dazu im Netz. Bin mir nicht sicher ob ich jetzt noch zusätzlich Vitamin D nehmen soll im Winter oder ob es reicht Lebertran zu nehmen. Luna ( 10 Monate) liebt jetzt den Lebertran mit Choco Geschmack, muss aufpassen das sie nicht zu viel nimmt ;-).
    LG. Tanja

    1. Hallo Tanja, die Frage lässt sich nur ungefähr beantworten, da Lebertran ein Naturprodukt mit schwankenden Vitamingehalt ist. In 2,5 g Lebertran (das nicht ganz aber ungefähr einem Teelöffel von 2,5 ml entspricht) dürften etwas mehr als 8 Mikrogramm Vitamin D drin sein. Wenn sie mehr mag, dann braucht sie es vielleicht. Bei uns gibt es auch Kinder, die gern mal Nachschlag verlangen. Wenn ein größerer Vitamin-D-Mangel vorliegen sollte (bei Allergien, Autoimmunerkrankungen und anderen chronischen Erkrankungen ist das häufiger mal der Fall) macht es Sinn, darüber hinaus Vitamin D zu geben. Ansonsten reicht es meiner Erfahrung nach – zusammen mit einer traditionellen Ernährung. LG, Sarah

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