Mikas Geburt oder : Wie ein Traum zum Albtraum wurde… Teil 3

Im Folgenden der dritte und letzte Teil von Nancys Geburtsbericht:

Da liegt er: grün und blau gestochen, angeschlossen an Geräte, zig Schläuche an seinem kleinen Körper, 4 Tröpfe, die alle in mein Kind führen. Und eine MAGENSONDE! Ich bin schockiert. Ich fühle mich hintergangen und betrogen. Ich frage Sven, ob er irgendetwas unterschrieben hat. „Nein! Nur, dass sie ihn mitnehmen dürfen!“ Ich habe Schmerzen, muss mich setzen. Die Schwester bringt 2 Stühle. Dann kommt die Ärztin. Sie erklärt uns, dass Mika Blut abgenommen bekommen hätte und dass sie auf die Werte wartet, dass er vorsorglich Antibiotika bekommt. („Er ist ja sehr kalt geworden und außerdem sind bei so Hausgeburten ja immer sehr viele Keime im Spiel. Das wird solange gemacht, bis bewiesen ist, das keine Infektion vorliegt.“) Dass er Kochsalz und Zuckerlösung bekomme, um seinen Kreislauf zu stabilisieren und dass viele Babys das brauchen, um „einen Anschubs“ zu kriegen und in Gang zu kommen. Die Magensonde kann sie nicht wirklich erklären. Sie sagt, dass es zur Kontrolle ist, ob er Fruchtwasser geschluckt habe. Wenn das sehr viel wäre, müsste man es raussaugen. Ich sitze da und nicke. Ich bin bestürzt, lasse mir das aber nicht anmerken. Dann frage ich, warum mein Kind denn nun so blau ist, denn das ist der einzige Grund, warum er hier ist. „Das ist nur eine Stauung, harmlos und ungefährlich. Man muss das nur überwachen, um Hirnblutungen auszuschließen.“

Die Ärztin fragt mich, ob ich schon ein Zimmer hätte. Ich verneine und sage ihr, dass ich den Kleinen gern mit nach Hause nehmen möchte. Sie sieht mich entgeistert an, sagt erstmal nichts und meint dann, dass sie jetzt aber erstmal zutun hätte und erst später Zeit hätte für die Untersuchungen, die noch gemacht werden müssen. „Wir müssen ja noch den Ultraschall vom Kopf machen, das ist sehr wichtig. Und auf die Blutwerte müssen Sie eh erstmal warten.“

Ich stimme zu und frage meinen Mann, ob er Mittag essen gehen will. Er bejaht und wir beschließen, gemeinsam etwas essen zu gehen. Es muss etwa 14 oder 15 Uhr gewesen sein. Der Weg von der Station zur Kantine ist weit. Wir essen Mittag, essen Eis und sitzen in der Sonne. Es sind heiße 37° an diesem Tag. Ich merke, wie das ganze Gerenne mir zu schaffen macht. Ich habe Schmerzen … Aber ich muss zu meinem Kind. In der Lobby fällt mir ein, dass Sven die Babyschale holen muss. Er geht zum Auto und holt die Klamotten und den Sitz. Ich bleibe währenddessen in der Lobby und warte. Ich setze mich auf eine Bank, als es mich wie ein Blitz durchfährt. SCHMERZ! Aua … ich krümme mich, stehe auf, setze mich wieder. Aua aua aua… Wo bleibt nur Sven? Stechende Schmerzen. Ich versuche, mich zusammen zu reißen.

Endlich kommt Sven wieder. Ich lasse mir nichts anmerken. Er hat Babyschale und Sachen. Wir gehen zurück auf die Station. Ich suche eine Toilette, beeile mich. Ich will zu Mika. Im Bad nehme ich die Riesen-Vorlage bei Seite. Alles ist dunkelrot, voller Blut. Ich setze mich und versuche, während des Schmerzes loszulassen. Eine riesen Lache Blut fließt aus mir ins Toilettenbecken. Es tut weh. Ich bleibe mit geschlossenen Augen sitzen und versuche, den Schmerz zu veratmen. Es gelingt mir nur bedingt. Endlich ist es vorbei. Ich will aufstehen, blute dabei das ganze Bad voll. Meine Vorlage ist dunkelrot. Ich werfe sie eingepackt in den Müll und lege meinen Slip mit dicken Lagen Toilettenpapier aus. Wir hatten ja an alles gedacht, nur nicht an mich, nicht an Vorlagen für die frisch entbundene Mutter. Traurig eigentlich …

Zurück auf der Station gehen wir zu Mika. Es ist niemand im Zimmer. Ich streichle mein Baby durch die Klappe des Inkubators und rede mit ihm. Ich sage ihm, dass ich ihn mit nach Hause nehmen werde. Doch nach einer Weile muss ich mich wieder setzen. Die Schmerzen kommen wieder. Es vergehen Stunden. Bei Mika im Zimmer liegt ein sehr sehr kleines Frühchen, um das sich die Schwester sehr engagiert kümmert. Es weint und es zerreißt mich, das zu hören. Mika will in der Zeit, in der wir einfach sitzen und warten, mehrmals anfangen zu weinen. Jedes Mal stehe ich schnell auf, streichle über seine Wange und rede mit ihm. Er lauscht und schläft jedes Mal rasch wieder ein. Das war für mich der Beweis, dass er sehr genau gemerkt hat, dass ich da bin, dass es sehr wohl hilft, mit seinem Baby zu sprechen und es zu liebkosen, auch wenn die Ärzte meinen, dass Ruhe am besten wäre.

Als die Schwester aus dem Zimmer geht, lese ich Mika’s Kranken-Kurve. Alles normal. Super Temperatur, keinerlei Krankheitszeichen. Wieso auch? Dann sehe ich seine Werte! WOW! 57cm, 4698g, Kopfumfang 37cm … Ich kann es nicht fassen! So groß kam er mir gar nicht vor! Ich zeige es Sven, der stolz wie Bolle die Brust schwellt und sagt, dass der kleine große Mann ganz der Papa ist. Er bekommt das Lächeln nicht mehr aus dem Gesicht.

Mika - gesund und verkabelt

Ich sage nun auch Sven, dass ich Mika mitnehmen werde. Er schaut mich an und sagt: „Du wirst das Richtige tun! Wäre es gefährlich, würdest du es ja bestimmt nicht riskieren, ihn dieser Gefahr auszusetzen. Außerdem hat die Ärztin ja ganz locker reagiert, also wird es nicht so schlimm sein.“ Er vertraute mir. Er wusste, dass ich viel gelesen hab und er weiß auch, dass ich nicht auf den Kopf gefallen bin. Ich würde unser Kind nie absichtlich in Gefahr bringen. Gutes Gefühl! Ich erklärte ihm, dass uns die Ärztin ganz sicher noch über möglich Komplikationen aufklären wird und dass er darauf gefasst sein soll. Ich werde Mika trotzdem mitnehmen, auch wenn sie die Horror-Geschichten auspacken. Ich hoffte sehr, dass Sven mir beisteht, wenn das Gespräch mit der Ärztin losginge …

Wir warten. Es kommt mir ewig vor. Zwischendurch versuchen Sanitäter und Pfleger, eine Fledermaus zu fangen, die auf der Station umher fliegt. Sie lachen und sind froh. Wir warten. Irgendwann, etwa gegen 16Uhr, kommt die Ärztin. Sie fragt: „Und sie wollen ihren Sohn wirklich mitnehmen, ja?“ Ich nicke: „Sie haben gesagt, die Stauung ist nicht gefährlich und die Verfärbung ist harmlos. Deswegen sollte er kontrolliert werden.“ Sie beginnt, wie ich es ahnte, mit den Horrorgeschichten. Wiederholt fällt das Wort Hirnblutung. „Auch eine Infektion ist seeeeehr wahrscheinlich. Bis Sie das als Mutter merken, kann es zu spät sein! Was machen Sie, wenn es ihm schlechter geht?“ Ich antworte, dass eine Hebamme zur Kontrolle kommen wird und dass ich, sollte irgendetwas sein, sofort wieder in die Klinik gehen werde. „Ja, aber Sie wissen ja, das Schwedt keine Kinderklinik hat und wir sind nun schon einmal wegen Ihnen diesen Weg gefahren! Erwarten Sie wirklich, dass wir wegen ihres Leichtsinns nochmals kommen? Ich finde, dass Sie äußerst unverantwortlich sind, wenn sie ihr Kind jetzt mitnehmen.“ Ich schaue zu Boden … ich fühle mich elend. Sven sagt kein Wort. Ich sehe die Ärztin wieder an und betone, dass ich Mika trotzdem mitnehmen werde. „Und dann dieses Wetter! Es ist so warm da draußen und da wollen sie mit einem frisch geborenem Säugling in der Hitze Auto fahren?“ Sie schüttelt mit dem Kopf. Ich kann nicht klar denken, bekomme ein schlechtes Gewissen. Erst Wochen später fällt mir auf, dass Mika auf der Station in einem Wärmebettchen lag, dass auf konstant 37° gehalten wurde. Als wir losfuhren, waren es noch 30° …
Eine Horror-Geschichte verfolgt die nächste. „So dicke Kinder bekommen auch schnell mal eine Gelbsucht! Das muss kontrolliert werden!“ Ich wiederhole, dass ich eine Hebamme habe und auch zur U2 den Arzt aufsuchen werde. „Da kann es schon zu spät sein! Ich weiß ja, dass Sie sich wohl alles etwas anders vorgestellt haben, aber jetzt ihren Kopf hier durchzudrücken, ist sehr verantwortungslos!“ Da war es wieder, dieses Wort. Sven muss gedacht haben, ich bin bescheuert, aber er sagt nichts. Hört sich nur alles an.

Irgendwann sagt die Ärztin: „Gut, ich muss noch mal kurz weg. Ich komme aber wieder, dann machen wir den Ultraschall am Kopf. Ich sage Ihnen aber gleich, dass wir, wenn wir Sie gehen lassen, noch einen Bluttest machen müssen! Ohne den darf ich Sie hier nicht rauslassen! Der wird zwar eigentlich nach 3 Tagen erst gemacht, aber da Sie ja gehen wollen, machen wir ihn gleich. Auswertbar wird er dann nicht sein und die Hebamme muss ihn nach 3 Tagen wiederholen.“ Ich bin verwundert, aber eingeschüchtert und wie gelähmt. Sie hält mir einen Zettel vor: „Das müssen Sie unterschreiben, wenn Sie gehen wollen.“ Ich unterschreibe. „Warum wollen Sie ihn denn unbedingt mitnehmen?“ Ich antworte mit gesenktem Kopf: „Weil ich finde, das ein Baby zur Mama gehört und nicht allein in einen Brutkasten!“

Die Ärztin geht. Wir sind allein. Ich beruhige Sven. „Sie müssen das alles sagen, um sich abzusichern.“ Er vertraut mir. Kurze Zeit später kommt die Schwester mit einer Milchflasche ins Zimmer und geht zu Mika. Sie geht an die Magensonde, zieht mit einer Spritze daran. Es erscheint klare Flüssigkeit. Sie erklärt mir, dass das ok sei und spritzt die Flüssigkeit zurück. Ich sitze wie gelähmt, als sie zu Mika geht und ihm die Flasche in den Mund steckt. Ich sehe Sven an und sage: „Nein, oh nein…“ Mehr schaffe ich nicht. Ich wehre mich nicht mehr. Ich lasse es geschehen. Ich kann nicht mehr kämpfen. Das Gespräch mit der Ärztin hat viel Kraft gekostet. Ich bin kein Mensch, der gut gegenhalten kann. Ich bin eher wie ein angeschossenes Reh und gehe Diskussionen aus dem Weg. Erstaunlich, dass ich es bei der Ärztin geschafft habe, standhaft zu bleiben.
So bekommt Mika als erste Nahrung in seinem Leben nicht meine gute Muttermilch, sondern Flaschenmilch. Ich bin traurig, halte aber die Tränen zurück. Die Schwester freut sich. „Er hat alles ausgetrunken! Die ganzen 70ml!“ Ich bin fassungslos! 70ml? In den kleinen Magen? Wie soll er dann demnächst von meiner Vormilch satt werden? Ich drehe den Kopf zu Seite, als sie mich ansieht. Warum tut man so etwas? Die Mutter sitzt stundenlang neben ihrem Baby, voll gefüllt mit Hormonen. Nichts hätte ich lieber getan, als Mika zu stillen. Meine Brüste waren prall gefüllt. Ich hatte schon seit Wochen Vormilch, das so wertvolle Kolostrum. Stattdessen muss ich mit ansehen, wie mein Kind eine Flasche bekommt. Aber er hatte noch die Schläuche überall. Es wäre wohl zuviel Aufwand gewesen, ihn mir zu geben. Sein Hunger nach Nahrung war gestillt, der nach Nähe noch immer nicht. Die Schwester fragt, wo unser Zimmer ist. Ich antworte, dass wir nur noch auf die Ärztin warten und Mika dann mitnehmen. Sie ist erstaunt, aber weiterhin freundlich und freut sich sogar irgendwie für uns. Zumindest fühlt es sich so an. Sie geht kurz, kommt dann wieder und sagt, dass sie ihm dann schon mal die Magensonde zieht und die Zugänge entfernt. Das freut mich. Endlich geht es vorwärts.

Sie zieht die Nadeln, zieht die Sonde. Mika weint, lässt sich aber schnell beruhigen. Die Schwester ist sehr liebevoll mit ihm, streichelt über die Fontanelle. Die Ärztin kommt und ordnet die Schwester an, den besagten Bluttest zu machen. Die Schwester ist verdutzt. „Den kann man erst nach 3 Tagen machen. Sonst ist er eh nicht auswertbar und wir bekommen nur den roten Zettel!“ „Der Test wird trotzdem gemacht. Ich muss mich hier auch ein wenig absichern!“, entgegnet die Ärztin und geht wieder. Die Schwester schaut traurig und schüttelt den Kopf. „Tja, kleiner Mann … dann muss ich dich jetzt noch mal stechen..“ Ich gehe näher heran und rede mit meinem Kind. Sie sticht in den bereits lila-blauen Fuß. Mika schreit. Die Schwester drückt und drückt. Es will nichts kommen. Mika’s Stimme beginnt zu zittern. Er schreit aus voller Kraft und die Tränen laufen sein Gesicht herunter. Ich fange wieder an zu weinen, gehe zu Mika und streichle ihn, sage immer: „Ist gut, mein Schatz, gleich ist es vorbei.“ Meine Tränen fallen auf den Wickeltisch und auch auf mein Kind. Ich sehe nichts mehr, höre ihn nur schreien, verzweifelt schreien. Es kommt nicht genug Blut. „Die Schwester schaut traurig, sagt leise: „So ein Schwachsinn…“ und sticht in den anderen kleinen Fuß. Mika versucht zu zappeln, er schreit verzweifelt. Es bringt mich fast um. Mein Herz tut mir weh! Im wahrsten Sinne. Ich kann kaum Luft holen. Mein armes Baby schreit um Hilfe –
laut, wimmernd, verzweifelt – und ich darf ihm nicht helfen. Einer der vielen Momente, die mir als die schrecklichsten in Erinnerung bleiben.

Irgendwann ist sie endlich fertig. „Sie können ihn jetzt anziehen.“ Ich hole seine Sachen, kann kaum etwas sehen. Mika weint noch immer, während ich ihn behutsam anziehe und mit ihm rede. Ich überlege, ob ich ihm einen Body unterziehe oder nur den dünnen Pullover+Strampler. Die Schwester meint richtiger Weise, dass ein Body nicht nötig wäre. Ich stimme zu und ziehe Mika langsam an, während ich ihn immer wieder liebkose und sage: „Mama ist ja da.“ Er wimmert. Als ich fertig bin, schlägt die Schwester vor, ihn zu stillen. Eine phantastische Idee. Ich gehe zum Stuhl und stille, zwischen all diesen Geräten, zum ersten Mal mein Baby. Er saugt sofort kräftig, beruhigt sich endlich und schläft sanft auf meinem Arm ein.

Die Ärztin kommt wieder, als die meisten Tränen getrocknet sind. Sie will den Ultraschall machen. Ich setze mich mit Mika auf die Liege. Sie schickt mich weg und beginnt zu schallen. Große Stille und Angespanntheit füllen den Raum. Nach etwa 10 Minuten beginnt sie zu reden. „Ja, also ich hab hier was gefunden. Das KÖNNTE eine Blutung sein.“ Ich bitte sie, mir diese „Blutung“ zu zeigen. In meiner Ausbildung habe ich gelernt, dass sich Flüssigkeiten im Ultraschall immer als schwarze Flächen darstellen. Was sie mir zeigt, sieht anders aus. „Ich zeige ihnen mal die eine Seite des Hirns. Da sehen sie diese weiße Linie. Auf dieser Seite ist die Aussackung dieser Linie so, wie sie sein muss. Wenn ich nun auf der anderen Seite schaue, sehe sie, dass die Linie weiter ausgestülpt ist. Sie geht also etwas weiter nach außen. Sehen Sie das?“ Ich sehe es. Es ist minimal, was sie mir auch bestätigt. Sofort geht mir durch den Kopf, das 2 Hälften eines Menschen NIE gleich groß sind. Seien es Arme, Beine, Brüste oder Augen – es ist immer unterschiedlich. Wieso sollte das beim Hirn anders sein? Ich frage, was denn getan wird, wenn es eine Blutung wäre. Sie druckst umher, antwortet schließlich, dass es engmaschig überwacht würde. Ich höre heraus, dass aktiv nichts getan werden würde, bis sich Komplikationen äußern. Sie fragt, ob wir immer noch gehen wollen. Ich bejahe das. Sie weißt mich nochmals darauf hin, dass Krampfanfälle, schnell steigendes Fieber, schlimme Gelbsucht usw. zu erwarten wären und dass ich reagieren müsse, wenn mir etwas davon auffällt. Ich nicke.

Sie geht, um endlich die Entlassungspapiere fertig zu machen. Wir warten – wieder einmal! Nach etwa einer 3/4h kommt sie wieder, gibt uns den Brief und wünscht uns „trotzdem“ alles Gute. Die Schwester kommt auch, um sich zu verabschieden, und wünscht ebenfalls alles Gute „für den kleinen Dicken“.

Ich packe Mika behutsam in die Babyschale. Er schläft friedlich. Wir verlassen die Station. Ich fühle mich, als würde ich einen Krieg hinter mir lassen. Es fällt eine Last und so viel Anspannung von mir ab, dass ich mich einfach nur erleichtert fühle, als wir beim Auto ankommen. Wir schnallen Mika an. Ich bleibe hinten bei ihm sitzen. Wir fahren nach Hause. Endlich! Unterwegs rufe ich meine Hebamme an. Es meldet sich der Anrufbeantworter. Ich schildere kurz, was geschehen ist und bitte um Rückruf. Sven telefoniert danach noch mit meinen und seinen Eltern. Sie möchten den Kleinen noch kurz sehen und fragen, ob sie, nur ganz kurz, gucken kommen dürfen. Ich stimme zu. Mir ist alles egal! Ich bin einfach nur froh, wenn wir zuhause sind – in Sicherheit!

Zuhause angekommen, gehe ich mit Mika auf die Couch. Hier, wo am Morgen der Horror begann, erinnert nur ein kleiner Blutfleck auf der Decke daran, welch psychische Folter hier für mich stattgefunden hat. Sven ist wie von Sinnen. Kaum zuhause angekommen, räumt er alle Kerzen, alle Unterlagen, alles, was an die Geburt erinnert, sofort weg. Das Bad, der Ort an dem ich mein Kind bekommen hab, ich hätte es gern in Ruhe nochmals betrachtet, so wie es war. Doch Sven war wie fremdgesteuert. Alle Unterlagen, jeder kleine Blutfleck, alles wurde sofort, zusammen mit meinem rosa Krankenhaus-Leibchen entsorgt. Sogar die Bad-Matte mit den kleinen, ausgestanzten Löchern flog umgehend nach draußen. „Die ist auch schmutzig, die kann weg!“ Ich verneine. „Die wird sauber gemacht und kommt wieder hier ins Bad!“ „Ja??“ – „JA!!!“ So zieht die Matte dann doch nach ein paar Tagen wieder ins Bad. Grundgereinigt. Was mir bleibt, ist ein winzig kleiner Blut-Fleck am Rande des Teppichs, der an den magischen Moment der Geburt erinnert.

Svens Eltern treffen mit der großen Schwester ein. Ich sitze im Wohnzimmer. Felia ist stolz wie verrückt. Sie küsst und streichelt ihren kleinen Bruder. Die Eltern meines Mannes schießen Fotos und freuen sich, dass es uns „gut“ geht. Die erste Freude, die erste Regung von ihrer Seite seit der gesamten Schwangerschaft. Ich freue mich darüber sehr. Dann treffen auch meine Eltern ein. Meine Mutter fällt mir um den Hals und weint. „Ich bin so stolz auf dich, Nancy! Das hast du gut gemacht!“ Ich erzähle, dass die Krankenhausnummer nicht hätte sein müssen. Doch alle sind einstimmig der Meinung: „Ist doch gut, dass alles kontrolliert wurde und er gesund ist!“ Ich sage nichts weiter, bin nur traurig. Erst später, als sie alle Teile der Geschichte kennt, ändert meine Mutter ihre Meinung und kann es, wie ich, überhaupt nicht verstehen, warum all das mit uns gemacht wurde. Am Abend ruft meine Hebamme an. Ich erzähle ihr alles. Sie fragt, warum nicht angerufen wurde. Mir fehlt die Erklärung. Ich weiß es nicht. Sie meint, dass sie soweit für Nachbetreuungen nicht fährt – eigentlich. Ich sage ihr, dass ich hier niemand anderes mehr haben will und biete an, einen Teil der Fahrtkosten zu übernehmen. Sie stimmt erstmal für den nächsten Tag zu … und betreut mich dann doch, bis das frühe Wochenbett vorüber ist.

Der Tag neigt sich dem Ende. Ich stille Mika und wir gehen geschafft ins Bett. Als es zuhause still wird, wird Mika unruhig. Die ersten Nächte waren furchtbar. Er schrie aus dem Schlaf heraus sehr oft auf und weinte fürchterlich. Er muss schlimme Albträume gehabt haben. Auch entwickelte er sich nach einigen Wochen zum Schrei-Baby. Ich telefonierte mit der Vorsitzenden von Greenbirth.e.V., die mir erklärte, dass auch er, der noch nicht sprechen kann, seine Gefühle und Ängste mitteilen will. Das leuchtete ein. Ich solle ihm sagen, dass es mir leid tut, dass er alleine solche Dinge durchstehen musste und dann solle ich es zulassen, dass er schreit, ihm zuhören. Das tat ich und jedes Mal versicherte ich ihm, dass ich ihn nie wieder so allein lassen werde. Es wurde besser bei ihm, bei mir wurde es schlimmer! Jeden Abend, wenn er schlief und ich ihn ansah, bekam ich das große Heulen. Ich konnte nicht an mich halten! Jeden, wirklich jeden Abend lag ich weinend im Bett neben meinem Kind und flüsterte ihm zu, wie leid mir alles tut.
Bis er 4 Monate alt war, schlief Mika nur auf meinem Arm ein. Bis heute, 9 Monate später, ist er sehr viel anhänglicher, als meine beiden Töchter es waren. Ich darf den Raum nicht ohne ihn verlassen, sonst weint er sofort dicke Tränen. Ich stille ihn jeden Abend in den Schlaf. Er braucht das.

Wäre er ein anderes Kind, wenn alles etwas anders verlaufen wäre? Ich weiß es nicht! Ich weiß aber, dass es mich verändert hat! Als meine Hebamme ihn zum ersten Mal sah, sagte sie sofort, dass er ein gesundes Kind ist. Er bekam weder Gelbsucht, noch Krampfanfälle oder eine Infektion. Hätte er eine bekommen, dann ganz sicher nicht durch die „Hausgeburts-Keime“, sondern weil man ihn auskühlen lassen hat und alle 4 Gliedmaßen zerstochen hat, bis sie grün-blau-lila leuchteten.

Folgend noch der versprochene Entlassungsbrief, mit dem ich nach Hause fuhr. Er lässt nur erahnen, was für eine egoistische Rabenmutter ich war und bin. Die U2 war ein Spießrutenlauf sondergleichen und nochmals schwer und sehr erniedrigend für mich. Danach waren wir nicht mehr beim Arzt und es geht uns blendend … endlich geht es uns blendend!

Hauptdiagnose: Hypertrophes, reifes Neugeborenes
Respiratorische Anpassungsstörung
V.a. (Verdacht auf) NG-Infektion
V.a. IVH I-II rechts (intraventrikuläre Hirnblutung rechts)

Anamnese:

Um 7 Uhr Ungeplante Hausgeburt (LÜGE!!). Rasche Entwicklung des hypertrophen Kindes in 20 Min. FW klar. Kind postnatal wenig geschrien und schlaff, Schaum vorm Mund (??? Ich erzählte, das Fruchtwasser schaumig aus dem Mund trat) Nach Stimulation unregelmäßiges Schreien und livide Verfärbung. Ruf des Notarztes. Abnabelung nach 20 Minuten durch den Sanitäter. Bei Eintreffen des Notarztes schlappes, livide verfärbtes Kind, nach Stimulation jedoch kräftiges Schreien bei weiter anhaltender zyanotischer Hautverfärbung. Sättigung nicht ableitbar wegen mangelndem Kindersensor. Unbefriedigende Beatmung mit Beutel (???) mit O2 Zufuhr. Kontaktaufnahme mit unserem neonatologischen Team. Vereinbarung Anlage eines Rachen-CPAP und ggf. Bebeutelung über CPAP, Transport ins naheliegende Krankenhaus Schwedt zur weiteren Versorgung, sowie dortige Übernahme durch uns.
Bei Aufnahme in der Klinik gestresstes Kind mit kühler Peripherie. Temperatur 35,4° ( :'( ) Blutentnahme, dabei pH 7,13, pCO2 82,7, BE – 7,3 , BZ 4,1, Sao2

61 Gedanken zu „Mikas Geburt oder : Wie ein Traum zum Albtraum wurde… Teil 3“

  1. Liebe Nancy, ich bin Dir unendlich dankbar für Deinen Mut, hier Eure Geschichte zu veröffentlichen. Es ist so bitter nötig, dass unsere Gesellschaft erfährt, welche Verbrechen hinter geschlossenen Klinik- und Kreißsaaltüren tagtäglich stattfinden; wie die Menschenwürde mit Füßen getreten wird und Mutter und Kind (und Vater) systematisch und achtlos traumatisiert werden.
    Ich wünsche Euch von ganzem Herzen, dass Ihr die Situation so wie sie war irgendwann akzeptieren lernt als Teil Eurer gemeinsamen Geschichte; und dass Du Dir irgendwann selber vergeben kannst. Ihr seid körperlich getrennt und mißhandelt worden, aber das Band der Liebe zwischen Dir und deinem Kind kann kein Mensch der Welt durchtrennen.
    Alles Gute!
    Iris (ehemalige Klinikhebamme…)

  2. Liebe Nancy, Du hast mein tiefstes Mitgefühl, es tut geradezu körperlich weh, wenn man das liest. Ich hatte selbst bei meiner dritten Geburt ein schlappes Kind. Meine Hebamme wollte den Babynotdienst rufen, aber fand die Nummer nicht gleich in ihrem Kalender. Da ich selber Hebamme bin, habe ich die Nummer in meinem Handy. Das lag nur zwei Meter von mir weg, ich dachte kurz, sagste das denen (Hebamme und meinem Mann)…? Dann hatte ich aber genau DAS vor Augen: Sie werden sie mir wegnehmen und stechen und das ganze Szenario, einiges allein schon aus Prinzip, nur, weil es eine Hausgeburt war… Und hatte das Gefühl, wir kriegen das schon so hin, ohne das Drama. Und es ging alles gut, sie kam an. Ich hatte so einen Horror davor, dass sie mir mein Kind wegnehmen bzw. dass ich ein Riesentheater hätte, indem ich es nicht zulassen würde. Es ist so irre, dass gerade die Mütter, die am engagiertesten für ihre Kinder eintreten, so getreten werden. Ich hoffe, Du kommst irgendwann damit klar. Es liest sich so grausam, selbst, wenn man diesen Alltag kennt… Liebe Grüße Christine

  3. Liebe Nancy,
    ich zittere, nachdem ich Deinen Bericht gelesen habe, am ganzen Leib. Warum darf das Klinikpersonal in ihrem Reich so entmündigen? Gelten dort keine Menschenrechte? Ich finde Klinikgeburtsberichte oft so „unfassbar“ und frage mich, wie so etwas möglich ist.
    Ich wünsche Euch zweien, dass Eure Seelen Frieden finden, wenn die Erinnerungen auftauchen
    und die Gewissheit, dass Ihr nun immer füreinander da sein werdet. EDDA

  4. Liebe Nancy,
    vielen Dank für deinen Bericht. Ich bin selbst gerade mit dem dritten Kind schwanger und finde es unglaublich, was dir und deinem Baby angetan wurde. Am allermeisten haben mich die Ansagen der Hebamme (!!!) schockiert.Das es Menschen gibt, die mit dieser Art und Weise auch noch ihr Geld verdienen… ich kann es nicht fassen.Dein Bericht bestärkt mich sehr, bei der kommenden Geburt ein Geburtshaus und nicht erneut eine Klinik aufzusuchen. Ich wünsche dir und deiner Familie von Herzen alles Gute, viel Kraft und Gesundheit!
    Maria

  5. Liebe Nancy,
    es ist so furchtbar was Euch widerfahren ist. Es ist mit einer der Gründe, warum ich niemals mehr in einer Klinik arbeiten könnte. Mein zweites Kind kam mit ähnlichem Geburtsgewicht und gleichem Kopfumfang zu Hause in der Wanne auf die Welt. Er war drei Tage lang schwarz-blau im Gesicht. Im Nachhinein auf Bildern sehe ich das noch deutlicher als damals. Bei den großen schweren Kindern staut es sich schon mal etwas mehr. Ich hatte eine erfahrene Hebamme an meiner Seite und es war alles wunderbar.
    Bein dritten Kind erlebten wir unser Trauma – bei weitem nicht vergleichbar mit Eurer schlimmen Erfahrung. Die Geburt begann wunderbar zu Hause, doch dann kam die Hebamme (es war diesmal eine andere) und schickte uns in die Klinik, da sie in Sorge war ich hätte einen unerkannten Gestationsdiabetes, was natürlich nicht der Fall war. Ich sah mich nicht in der Lage unter der Geburt nun kurzfristig die Entscheidung zu einer Alleingeburt zu treffen und wir fuhren heulend in die Klinik, die ich nicht kannte und wogegen sich alles in mir sträubte.
    Wir hatten eine wirklich gute Geburt, doch ich erinnere mich nur zu gut an den Stress in der Kraftlosigkeit danach alles abwenden zu müssen, was die Klinikhebammen mit unserem Baby anstellen wollten. Da war auch unter anderem dieses dämliche Pulsoxymeter das nicht richtig funktionierte. Bei meinem Kind, dem es super ging, das völlig in Ordnung war und munter zeigte das Teil keine Herzaktion an. Die Hebamme wurde nervös und als ich den Vorschlag machte bei meinem offensichtlich lebenden Kind mit dem Stethoskop die HT´s zu hören, griff sie nervös danach meinte dann auch, dass wohl das Gerät defekt sei, denn hier wären ja die Herztöne… Am nächsten Morgen kam die Hebamme mit der wir eigentlich die HG geplant hatten zur Nachsorge und rief mich noch von unterwegs aus an, ich solle schon mal mit meinem Stethoskop die HT´s meines Kindes nochmal kontrollieren, denn die Klinikhebamme hätte bei ihr angerufen. Diese hätte ein ganz schlechtes GEwissen, dass sie uns nach der Geburt überhaupt hat gehen lassen, da es Unregelmäßigkeiten bei der HT-Kontrolle gab…. Die HG-Hebamme fand es auch nicht gut, dass wir schon zu Hause waren, denn das Kind könne ja schon noch sehr gelb werden. Ich habe sie dann gebeten nicht mehr zu kommen. Das war unsere Erfahrung und ich weine Tränen mit Dir, wenn ich von Eurem noch viel größeren Leid mit dieser Geburtserfahrung lese…. Dieses Gefühl, als Mutter nicht wahr genommen zu werden… Im Krankenhaus schärften sie damals meinem Mann ein: „Wenn Sie jetzt nach Hause gehen, müssen Sie alles im Auge haben. Ihre Frau ist nun gerade Mutter geworden und damit sozusagen unzurechnungsfähig.“ Das waren wirklich die Worte der Hebamme. Ich umarme Dich, Nancy von Herzen aus der Ferne und gratuliere Dir zu Deinem großartigen Mutterinstinkt, mit dem Du doch Dein Baby ins Leben geholt hast. Ich wünsche Euch von ganzem Herzen ein frohes und glückliches miteinander wachsen. Ihr seid eine starke Familie und ich bin sicher, Dein kleiner Mann spürt ganz doll, wie sehr er Dir vertrauen kann. Ganz liebe Grüße Anna
    PS: Wenn ich darf würde ich auf meiner Facebookseite SELBSTGEBOREN gerne einen link zum blog veröffentlichen. Die Seite dient der Informationssammlung für eine selbstbestimmte Geburt.

  6. Hallo Nancy,

    oh Ihr Armen. Solche Demütigungen und solcher Menschenunverstand von Seiten der Ärzte!
    Ich weine, wenn ich das lese. Und doch warst du so stark und hast um dein Kind gekämpft und es mit nach Hause genommen. Es war schlimm für ihn und für dich, aber du hast Euch da rausgeholt!
    Musst du immer noch viel weinen nachts, wie in seinen ersten Monaten, oder geht es dir besser?
    Ohjee, ich bin ganz erschüttert. Kann ich dir irgendeine Art von Hilfe anbieten?
    Und wie vielen anderen Frauen es ähnlich ergeht…
    Du hast gekämpft wie eine Löwin.
    Ich wünsche Euch, dass ihr Euren Frieden finden könnt. Alles Liebe Julia

  7. Liebe Frau „Nancy“,

    Es tut einem Leid zu hören das sie den Eindruck haben von Fachpersonal schlecht und respektlos behandelt worden zu sein. Manche Dinge waren so sicher nicht in Ordnung. Andere Abläufe kommen Ihnen bestimmt absurd vor, aber denken sie doch ein wenig nach: Ihr Kind durfte nicht zuhause bleiben obwohl sie das wünschten – schlimm, aber was ist wenn es nun tot wäre? Wäre Ihnen das lieber gewesen? Sicherheit geht in der medizinischen Versorgung vor, lieber 3 x häufiger jemand Untersucht als einmal ein Kind begraben – verstehen sie das denn überhaupt nicht? Jede Maßnahem (Untersuchungen, Therapie und auch das UNTERLASSEN dieser) birgt Risken und die wägen wir sorgfältig gegen einander ab. Wir sind ja keine bösen Menschen die aus perverser Freude heraus jemanden quälen!

    Sie wollen keinen Notarzt sonder glauben das eine Hebamme reicht? Meistens ja, aber manchmal geht eben etwas schief und dann ist es ein Notfall – und dafür ist der Notarzt da. Er hat richtig gehandelt, es war möglich/wahrscheinlich dass das Kind vital bedroht ist und hat es nach Erstmaßnahmen in das nächste Zentrum gebracht – dafür ist er da und das rettet oft Menschen das Leben.

    Fehler passieren, auch wenn es uns lieber wäre wenn das nicht so wäre – trotzdem: Vor 120 Jahren sind noch bis zu 50% aller Neugeborenen verstorben, heute sind es kaum noch ein hundertstel davon – warum glauben sie ist das so?

    Übrigens: Sind Sie wirklich Krankenschwester? Ich glaube das nicht, dieser Text von Ihnen ist voller peinlicher Fehler:

    x) Kinder sofort abzunabeln macht Sinn und ist auch so empfohlen (Kontrovers ist der genaue Zeitpunkt, aber 20 min ist der nicht…) trotzdem: Wenn sie soviel gelesen haben, warum wissen sie nicht das sie das Kind nicht über plazenta-niveau heben dürfen wenn es noch an der Nabelschnur hängt? Durch die schwerkraft fließt mehr Blut zurück in die Plazenta als umgekehrt ins Kind.

    x) IVH (falsche Abkürzung, heißt intraventricular hemorrhage; Sie schreiben „intravenös“: das macht überhaupt keinen Sinn, das müsste jeden mit durchschnittlichem Bildungsstand auffallen der diesen Text kritisch liest).

    x) Sonografischer Nachweiß von IVH (also viel verstanden von Ultraschall habe sie auch nicht: geronnenes Blut würde sich echoreich darstellen, schwarz währen z.B. die Ventrikel; und btw.: sehen würden SIE das ws nur wenn es sehr ausgeprägt ist, das braucht nämlich ein bisschen Übung [Würden wir uns auch wünschen das es anders ist, aber am Anfang sehen wir alle nur „Schneegestöber“…])

    Die Liste würden sich lange fortsetzen lassen, sie haben diesen Text wirklich sehr schlecht recherchiert. Daher stellt sich für mich die Frage wenn schon diese Geschichte so voller Fehler ist, wie soll ich Ihnen dann glauben das sie bei der Vorbereitung auf ihre Hausgeburt sorgfältiger waren?

    Ich will sie nicht als Lügnerin bezeichenen, sie haben sicher viel gelesen, aber es waren wohl sehr schlechte Quellen – vllt. solche Blogs wie dieser?

    Hausgeburten sind wenn adäquat vorbereitet und wenn die Kinder gesund sind und eine normale Geburt möglich ist eine tolle Alternative und ich würde sie wohl selbst in Betracht ziehen. Aber eben nur wenn die Umstände passen und wenn etwas schief geht dann nehme ich Hilfe an – auch wenn sie nicht perfekt ist, zumindest ist es eine.

    Bitte versuchen Sie ruhig und selbstkritisch über dieser Worte nachzudenken vllt. hilft es Ihnen bei ihrem nächsten Kind oder irgendeinem anderen aus Ihrem Umfeld zu verstehen was sie tun bzw. nicht tun und welche Risiken das birgt. Zum Wohl der Kinder, denn die können sich (leider) ihre Eltern nicht aussuchen.

    Grüße, X

    1. Werter Mr X.

      Dieser „Fehler“ ist mir selbst, als ich den Text hier nochmals las, vor einigen Tagen aufgefallen. Es geht aber nicht vorrangig darum, weswegen ich Sarah den Aufwand ersparen wollte. Es geht um ganz andere Dinge, die sie gar nicht nachempfinden können, wie mir scheint!

      Zu all dem Anderen, was sie schreiben: Bitte, schließen Sie ruhig die Augen und schauen sie weiter so herablassend auf Mütter wie mich herunter. Alleine zu glauben, dass ich als Mutter mein Kind absichtlich gefähren würde, ist so verletzend, wie sie es sich wahrscheinlich nicht einmal vorstellen können. ICH BIN DIE MUTTER! Ich liebe mein Kind, seitdem ich weiß, dass es existiert! Und ich würde alles dafür tun, es vor derlei Grausamkeiten, wie sie tagtäglich Im Krankenhaus geschehen, zu beschützen! Sie, als Außenstehender,…denken sie wirklich, sie handeln verantwortungsbewusst, wenn sie ein Kind der Mutter entreissen? Es grün und blau stechen, obwohl es doch „bloß eine Stauung – völlig harmlos!“ hat? Eine Magensonde schieben- bei einem 5 Kilo-Baby????!!! Erklären sie mir doch bitte die Notwendigkeit….aber ohne ihr überhebliches Getue!

      Und ja , ich habe Krankenschwester gelernt! Mika hatte keine Hirnblutung!! Und ich habe ihn, zu keinem Zeitpunkt, gefärdet! Und um nochmals auf ihre Überheblichkeit zurück zu kommen: Wenn sie den Text so ausführlich gelesen haben, dann werden sie festgestellt haben, dass ICH KEINE HILFE WOLLTE!!! Jedenfalls keinen Arzt! Jede Hilfe ist gut?? Ich denke, mein Fall ist der beste Beweis, dass dem nicht so ist! Meine Hebamme wäre bei weitem kompetenter gewesen, als ein Chirurg, denken sie nicht? Sie jedenfalls kannte einige Kinder mit Stauung und dergleichen und weiß, so wie ich nun auch, dass dies kein Grund ist, in Panik zu geraten, wie es mein Man tat (der beschissener Weise eben den Notarzt rief) ICH hätte keinen Arzt in meiner Nähe gewollt…und wie man lesen kann, hatte das seine Gründe. Allein schon diese Art der Arroganz bringt mich zum würgen. Ganz ehrlich!

    2. Kinder sofort abzunabeln macht keinen Sinn da nachweislich bis nach Geburt der Plazenta noch ein Austausch zwischen Mutter und kind stattfindet. Ich wüsste nicht wo das empfohlen wird und von wem. Außerdem darf man ein Kind auch über Plazenta Niveau halten es ist nur empfohlen bei Schlappen Kindern nach Geburt unter Plazenta Niveau zu reanimieren. Die Kinder haben dann nicht nur die Reanimation Sondern auch eine kleine Versorgung über die Plazenta.
      Das Neugeborene die nicht direkt nach Geburt laut schreiben und komplett rosig sind meistens unnötigerweise abgesaugt, beatmet und gestochen werden ist leider Alltag in deutschen Kliniken. Ich mache als hausgeburtshebamme seid Jahren die Erfahrung, dass manche Kinder einfach einen Moment brauchen um anzukommen und zu atmen. Leider wird das in Kliniken nicht weitergegebenen.
      Das ist auch der Grund warum ich es bei alteingeburten sinnvoll finde wenn die Hebamme in einem Raum neben an sitzt mit ihrer notfallausrüstung. Das erspart im Zweifelsfall den Rettungsdienst und damit verbundene unnötige Eingriffe.
      Ich wünsche euch alles gute und dass ihr weiter daran arbeitet diesen Weg und das Geschehene anzunehmen.

  8. Da hatte ein Mr. X mehr Zeit als ich, den Text eingehend zu studieren. Habe das mit der IVH mal korrigiert. Ansonsten kein Kommentar zum Kommentar. Das System spricht. Wie üblich mit dem Besserwisser- und andere für dumm erklär-Hammer.

  9. Liebe Nancy, vielen Dank für das Teilen dieser sehr heiligen, privaten Informationen. Sie sollen uns alle daran erinnern wie gefährlich Krankenhäuser sind und wie essentiell es ist medizinische Maßnahmen und Entscheidungen zu hinterfragen und unsere eigene Gesundheit selbst mit zu gestalten! Warum ist es so absurd als Patient mitreden zu wollen?

    Und mitlerweile sollte doch wirklich auch der letzte Mensch auf Erden begriffen haben, dass Geburt ein Selbstläufer ist?! Wo sollen denn 50 % aller Kinder gestorben sein. Woher stammt denn diese hanebüchene Zahl?

    Ich kann als Fachperson nur den Kopf schütteln über das was Dir und Mika angetan wurde und wünsche Euch von Herzen Heilung und, dass Du Dir verzeihst.

    Zu dem scheußlichen Kommentar (den ich schon ziemlich trollig finde…) kann ich noch ergänzen, dass selbst wenn die medizinischen Massnahmen gerechtfertigt gewesen wären, ist ja der Umgang mit Dir schon äußerst fragwürdig gewesen. Wir sind als medizinisches Fachpersonal sicher nicht immer nur Wohltäter, aber auch keine Automechaniker: oberstes Gebot sollte IMMER ein menschlicher, respektvoller und empathischer Umgang MITEINANDER sein. Nur weil ich in diesem Teilbereich qualifiziert bin und mein Gegenüber nicht, so stellt das NICHT automatisch ein Gefälle zwischen uns her. Ich MUSS die Schwangere, Gebährende, Wöchnerin in Ihrer Intuition stärken und darf Ihr nicht die anstehenden Entscheidungen zu meinen machen, auch wenn das System das heutzutage ja via Gynäkologen unermüdlich predigt. Frauen dieser Welt löst Euch los von diesen patriachalischen Strukturen, die Euch Eure Kraft und Euer Können entreissen wollen. Nancy, Du kannst unglaublich stolz auf Dich sein. Du bist eine Löwenmutter gewesen und hast Euch trotz der Misere noch in Deiner unendlichen Not das Beste für Deinen Sohn erkämpft.

  10. Hallo Nancy,

    Danke dass Du uns an Eurer Geschichte teilhaben lässt.

    Ich bin selber Ärztin, habe bald 4 Kinder, davon 2 Hausgeburten.
    Was mir auf dem herzen liegt: der Notarzt war überfordert. Er hatte keine Erfahrung mit Babys oder Neugeborenen, er hatte den falschen Koffer dabei, er war sicherlich aufgeregt und wusste nicht wirklich was zu tun war. Es war der falsche Mann zum Einsatz geschickt worden. Da hattet ihr schon richtig pech. Wäre ein erfahrener Kinderarzt dabei gewesen der auch noch gewusst hätte was Mika hat, wäre es bestimmt anders gelaufen.Leider ist das jetzt so, ich wünsche dass ihr irgendwann fertig geweint habt und dieses fürchterliche Erlebnis verdauen könnt.

    Bitte sei deinem Mann nicht böse, er hat das Richtige für sich getan in seiner Not. Ich hätte da auch den Notarzt gerufen wenn mein Kind auf Wiederbelebungsversuche nicht reagiert hätte.

    Ich habe meinem Mann auch einmal verboten den Notarzt zu rufen bzw. ich habe mir noch 1 Stunde ausgehandelt, es war aber keine Lebensgefahr, nur eine sehr stark blutende und sehr schmerzhafte Fehlgeburt. Er hat seidem grosse Angst dass ich sterben könnte und er sich dann Vorwürfe macht mir nicht rechtzeitig geholfen zu haben. Ich kann seine Sichtweise verstehen, vielleicht schaffst Du es auch Deinen Mann zu verstehen.

    Alles Liebe weiterhin

    1. Ich verstehe meinen Mann und mache ihm absolut keine Vorwürfe 😉 Er war da absolut überfordert und hatte mit Urängsten zut

      un. In Panik kann man nicht rational denken. Trotzdem war die Situation noch nicht lbensbedrohlich, wie ich meine. Er dachte, als ich absaugte, dass ich Mika beatme. Das war da aber noch nicht der Fall. Das tat ich erst, als Sven schon telefonierte. Die Nabelschnur pulsierte da noch…Ich denke, wäre sie auspulsiert, hätte der Lütte ganz allein ebenfalls den Reflex zum selbstständigen Atmen bekommen. Er hat ja auch gequakt :)Es sah alles sehr viel dramatischer aus als es im Endeffekt war, auch wenn manche Leute mir was anderes einreden möchten…

  11. Liebe Nancy,
    interessiert habe ich deine Geschichte gelesen. Aber ich frage mich, ob Du jemals auch Dein Handeln hinterfragt hast?
    Sicher, auf medizinscher Seite ist einiges schief gelaufen, aber meinst Du wirklich, dass es richtig war, ein Kind komplett alleine (auch ohne Hebamme) zu gebären? Das Kind war offensichtlich blau, hat sich nicht bewegt, und das einzige, was Du tust, ist das medizinische Personal zu verfluchen, das auch nur helfen will. Dein Kind hätte auch sterben oder schwere Schäden davon tragen können. Warum hast Du denn die Hebamme nicht früher gerufen? Nur, damit für Dich alles perfekt ist? Was wäre passiert, wenn Deine Beatmungsversuche nicht geklappt hätten? Wären dann immer noch die Ärzte Schuld gewesen?
    Versteh mich nicht falsch, wie mit Dir umgegangen wurde, war sicher nicht richtig, aber ich verstehe Deine Abwehr medizinischer Hilfe nicht. Das Kind hatte eine Magensonde, ok. Und? Hat sie Mika geschadet? Für mich sieht er auf dem Bild sehr friedlich aus. Er wurde grün und blau gestochen, ok. Und? Sicherlich nicht schön, aber stell Dir vor, man hätte im Blut etwas gefunden. Eine Infektion, eine Blutarmut oder etwas anderes. Dann hätte ihm das helfen oder das Leben retten können. Dann doch lieber einmal mehr pieksen als einmal etwas zu verpassen. Oder nicht? Man macht das ja nicht, weil man Dir oder Mika schaden will. Davon hat doch keiner was.
    Und noch was: Warum sagst Du, dass das mit der Hirnblutung eine Lüge war? Du bist doch zur Ultraschall-Kontrolle gar nicht gegangen, oder? Kinder müssen von sowas nicht immer Schäden davon tragen, kann aber sein.
    Und auch die Sauerstoffwerte, die mit <85% als Lüge bezeichnest. Warum? Nur, weil sie zu Hause höher waren? Können doch auch wieder schlechter geworden sein. Umso wichtiger ein Handeln.
    Und auch zu dem nur bei Dir in den Armen einschlafen: Vielleicht überträgt sich Deine Angst, Mika zu verlieren, auch nur auf ihn? Natürlich ist es schöner für ein Kind nach der Geburt sofort mit der Mutter kuscheln zu können, aber es gibt auch Kinder (extrem zu früh Geborene zum Beispiel), bei denen das nicht geht. Und diese können später trotzdem zu sehr selbstständigen und nicht ängstlichen Menschen werden obwohl sie am Anfang isoliert im Brutkasten waren. Ich kann mir daher schwer vorstellen, dass dies allein an eurer frühen Trennung lag.
    Und jetzt fühl Dich bitte nicht gleich wieder getreten, sondern hinterfrage auch einmal Dein eigenes Handeln. Es sollte vor Allem um Mika gehen und nicht um irgendwelche romantischen Vorstellungen von einer Geburt.

    Liebe Grüße und in der Hoffnung um etwas Verständnis

    1. Hallo

      Wenn du ausführlich gelesen hast, dann wirst du festgestellt haben, dass ich mein Handeln sehr wohl hinterfragt und zum Teil bereut habe. Das erkennst du an dem Teil, an dem steht, das wir doch bloooß die Hebamme hätten anrufen sollen 😉 Das soll’s auch schon wieder von mir gewesen sein 🙂

      MfG

    2. Endlich einmal ein sinnvoller Kommentar. Ich sehe das genauso.

      Als Krankenschwester sollte man wissen dass sich Sauerstoffsättigungen rapide verschlechtern können.
      Der PH Wert schien ja auch alles andere als gut.
      Und die Bedenken bezüglich des Sauerstoffs? Natürlich gibt man Sauerstoff noch atmenden Patienten als Unterstützung. Wenn sie nicht mehr atmen bringt ihnen einen von Aussen vorgehaltener Sauerstoff auch nichts… dann kommt der böse Tubus.

      Man fragt sich wircklich ob Nancy tatsächlich Krankenschwester ist. Bestimmt nicht in einer Akutklinik.

      Was hätte Nancy in Badezimmer bei einer Schulterdystokie, einem Nabenschnurvorfalls, Uterusatonie mit Blutung etc. gemacht?

      Sie kann sich echt bei ihrem Sohn entschuldigen ihm so einem Stress augesezt zu haben.
      Im Krankenhaus auf einer Geburtsstation wäre unmittelbar von den richtigen Ärzten (ganz richtig, kein Notarzt,der sich natürlich nicht auskennt), einem Kinderarzt und erfahrene Hebammen, für die solche Fälle kein Problem darstellt und das Baby zügig ohne Stress versorgt hätten.

      Ich als Kind würde es unverantwortlich finden wenn mich meine Mutter einen solchen Risikos ausgesetzt hätte. Und wer weiss ob Mika nicht Schaden davon getragen hat. Ich würde mich mein Leben fragen ob Mikas Gehirn nicht doch gelitten hat aufgrund des Sauerstoffmangels… dann geht er halt auf die Hauptschule anstelle des Gymnasiums. Hauptsache die Mutter hatte egoistischerweise Ihre Vorstellung von Geburt und das damit verbundene Risiko des Mittelalters…

      Einfach unbegreiflich. Auf der anderen Seite besser wenn solche Leute nicht ins Krankenhaus gehen. Wir studieren ja nicht umsonst 6 Jahre Medizin, versuchen alles erdenkliche um den Leuten zu helfen wenn dann so undankbare Patienten kommen die denken sie wüssten alles besser, alles kritisch und misstrauisch hinterfragen…

      … ich bin im Rahmen des Medizinstudiums zufällig auf den Blog gestoßen um ihn mit voller entsetzen zu lesen. Meine Kommilitonen und ich wussten nicht im entferntesten dass es solche Leute gibt. Lehrt einem natürlich auch wieder Toleranz, zu Akzeptieren, dass es unterschiedlichste Meinungen gibt. Diese Toleranz würde ich aber umgekehrt auch erwarten.

      Kann Mr X oben auch nur zustimmen… Baby über Nabelschnurniveau halten….tzzz. War in den vielen Videoclips zur Vorbereitung wahrscheinlich nicht enthalten.

      Natürlich hoffe ich dass es Mika gut geht, der Kleine kann ja am Allerwenigsten was dafür…. und jeder meinte es ja nur gut mit ihm, trotzdem war er der Leidtragende.

      1. Liebe Medizinstudenten,
        es freut mich, dass ihr hier einmal auf eine andere Sicht zum Thema Geburt gestoßen seid. Wenn man jung ist und sich bücherweise mit Medizinwissen vollstopft, kommt man kaum auf den Gedanken, dass auch das, was man da lernt, nicht die ganze Wahrheit ist. Man glaubt, auf dem besten Weg zum Retter und Wohltäter der Menschen zu sein und damit geht nicht selten auch eine gewisses Erhabenheitsgefühl einher. Ich kann das so sagen, denn ich habe vor nicht allzu langer Zeit selbst mein Medizinstudium abgeschlossen. Betrachtet die heutige Geburtshilfe, kann man es den Frauen allerdings nicht verübeln, dass sie nach Alternativen suchen. Eine Kaiserschnittrate von über 30%, weniger als 10% Geburten, die ohne Interventionen stattfinden … eine Geburtshilfe, die derart unfähig scheint, Frauen natürliche Geburten zu ermöglichen, sollte sich selbst stark hinterfragen.
        Aber solange der Glaube an Sicherheit durch Überwachung und Technik dominiert und es kein Verständnis davon gibt, wie Geburt wirklich sicher gemacht werden kann, solange man der Frau nicht die letzte Autorität beim Gebären zurückgibt, solange wird das System weiter hinken – und auch wieder zu steigender Müttersterblichkeit führen, wie wir es bereits t.B. in den USA und Dänemark beobachten können.
        So wie alle Tiere auch, haben Frauen auch ein instiktives Gefühl für ihr Baby. Sie wissen, was sie tun müssen, um dem Kind ins Leben zu verhelfen – wenn man sie nur lässt. Das bestätigten auch unzählige Geburtsberichte von Alleingeburten, wie solche Geburten genannt werden. Und es verwundert nicht sonderlich, wenn man bedenkt, dass auch Katzen, Kühe, Rehe und alle anderen Tiere bei der Geburt wissen, was sie tun müssen – ganz ohne jede formale Ausbildung und Studium. Dieses Wissens gilt es, sich zu bedienen und die Eltern zusätzlich über das aufzuklären, was im Geburtsverlauf alles normal sein kann, anstatt ihnen Angst einzujagen und sämtliche Kompetenzen abzusprechen.
        Auch in der obigen Geschichte gab es kein Problem. Es entstand aber ein Problem daraus, dass vor allem der Vater unwissend darüber war, was sich bei einer Geburt im Rahmen des Normalen bewegt. Das zweite Problem war natürlich der Notarzt, der das ebenso wenig wusste. Mika war deshalb der Leidtragende. Aus keinem anderen Grund.

  12. Liebe Nancy,

    ich kann dir nur Mut machen aus der Sicht einer Frau, die als Baby ähnliches erlebt hat. Als Zwillinge wurden wir 6 Wochen vor ET natürlich geboren. Damals gab es noch kein Rooming In und als offizielle Frühgeburt kamen wir eh sofort in die Kinderklinik. Ich trank angeblich zu schlecht und hatte deshalb eine Magensonde und zusätzlich noch eine Infusionsnadel in der Kopfvene. Gefüttert wurde zu festen Zeiten. Also nichts nach Bedarf! Meine Mutter erzählt dass wir oft kaum getrunken haben, weil wir gerade so müde waren, und wenn wir wach waren und Hunger hatten, war oft gerade keine Fütterzeit. Wenn ich dann endlich mal trank, kam es nicht selten vor, dass eine Schwester kam und meiner Mutter das trinkende Kind für eine angeblich wichtige Untersuchung entriss! Nach 10 Tagen hatten meine Eltern zum Glück den Mut, uns auf Eigenverantwortung mit nach Hause zu nehmen. Sie erzählt, dass ich in Schreikrämpfe ausgebrochen bin, sobald man mich anfasste oder badete.
    Jetzt das positive: Ich kann mich heute selbstverständlich an nichts mehr von damals erinnern und habe auch keine sonstigen Schäden (soweit man das selber beurteilen kann 😉 ) zurück behalten. Ich habe weder Angst vor Nähe noch vor Spritzen, Krankenhäusern o.ä.

    Ich glaube dass dein Kind die Erfahrung längst vergessen hat. Es waren nur einige Stunden in seinem Leben, dadurch verliert man kein Urvertrauen, das wächst über Wochen und Monate!
    Das Problem dass ich sehe ist dass DU einen riesigen Knacks davongetragen hast! Vielleicht solltest du dir Hilfe holen um das Ganze aufzuarbeiten!

    Ich selbst habe inzwischen drei Kinder. Das erste ist noch im Krankenhaus geboren und obwohl es eine unkomplizierte Geburt war, habe ich mich dort sehr schlecht aufgehoben gefühlt! Ich wurde komplett alleine gelassen sowohl den größten Teil der Geburt als auch im Wochenbett. Schlimm wenn es das erste Kind ist und man von nichts eine Ahnung hat! Trotzdem hatten wir ein total ausgeglichenes und fröhliches Baby.
    Die anderen beiden sind mit Beleghebamme im Geburtshaus geboren, unkompliziert und in schöner und entspannter Atmosphäre. Trotzdem war unser zweites Baby ein Schreikind und war die ersten Monate fast nur auf meinem Arm bzw im Tragetuch!
    Das dritte ist 7 Monate und schläft auch am liebsten noch auf mir drauf und wird nachts oft alle 3 Stunden zum stillen wach.
    Deshalb glauben ich einfach dass dein Sohn durch die Erlebnisse nach der Geburt zum Schreibaby geworden ist. Versuch aufzuhören dir die Schuld zu geben! Ich bin mir sicher dasselbe dein Baby es längst vergessen hat!
    Und bitte versuche auch dir selbst zu vergeben!

  13. …mal eine kleine Provokation zum Nachdenken für alle, die der Meinung sind sie wüßten, was für andere Menschen richtig ist:

    Was ist die höchste Form des Respektes, die wir unseren Mitmenschen entgegen bringen können?

    Wir können ihnen ihre volle Eigenverantwortung zugestehen – egal ob als Greise, als Erwachsene, als Jugendliche, als Kinder und JA, tatsächlich auch als Neugeborene.
    Die derzeit herrschende Kultur des Delegierens der Verantwortung an sogenannte Fachleute in all unseren Lebensbereichen ist nur ein Ausdruck unserer Unsicherheit und der Unfähigkeit, uns auf unser Leben mit allen Konsequenzen einzulassen. Wir orientieren uns lieber an vollkommen lebensfernen Normen, als aus der Reihe zu tanzen.
    Individualität ist kein gern gesehener Gast in unserer Gesellschaft.
    Individualität ist stark.
    Und unberechenbar.
    Und sehr beängstigend für diejenigen, die weit davon entfernt sind.
    Kein Wunder, dass unsere Gesellschaft gerade vor individuell gestalteten Geburten die größte Angst hat, ist doch die Geburt nach wie vor eines der unberechenbarsten Ereignisse im Leben – neben dem Sterben.
    Und auch wenn das auf den ersten Blick vielleicht provkant klingt: ich nehme erst dann mein Gegenüber wirklich ernst, wenn ich ihm seinen eigenen Lebensweg – und das heißt auch: seinen eigenen Tod – zugestehe. Egal in welchem Alter.
    Das bedeutet nicht, dass ich ein Neugeborenes einfach liegen lasse, wenn es ihm nicht gut geht. Ich kann ihm Angebote machen, sich DOCH für das Leben zu entscheiden. Und diese Angebote umfassen natürlich evtl. auch intensivmedizinische Massnahmen – wenn nötig.
    Aber wir sollten uns von dem Gedanken verabschieden, Leben sei „machbar“.
    Und wir sollten die Motive für unser Tun hinterfragen. Handeln wir wirklich im Sinne der Menschen, denen wir meinen helfen zu müssen? Oder sind es lediglich unsere eigenen Verlustängste, Unsicherheiten, Erfahrungen, die uns leiten?

    Unser derzeitiges medizinisches Betreuungssystem ist lediglich eine Reparaturanstalt, in der notdürftig Symptome beseitigt werden, damit bloß keiner in die Verlegenheit kommt, sich über den Sinn seines Lebens Gedanken zu machen.

    Unsere derzeitige Gesellschaftsstruktur zielt nicht darauf ab, uns gegenseitig in unseren Entwicklungen zu unterstützen, sondern beschäftigt sich überwiegend mit dem Hin-und-Herschieben von schwarzen Petern, dem Finden von Schuldigen, der Weigerung, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen.

    Mutige Frauen – wie z.B. Nancy – beginnen, diesen Strukturen etwas entgegen zu setzen. Sie trauen sich, individuelle Entscheidungen zu fällen und Verantwortung zu übernehmen, anstatt auf die schon so viel zitierte Scheinsicherheit unseres gängigen Systems herein zu fallen.

    Sie machen sich dadurch verletzlich, weil es noch nicht allzu viele von ihnen gibt, aber es werden mit der Zeit immer mehr werden. Weil immer mehr Menschen die Augen öffnen und genauer hinsehen und sich tatsächlich erdreisten werden, einige Dinge zu hinterfragen.

    Ein Loblied auf die individuelle Entscheidung!!!

    Mit den besten Wünschen für alle, die sie brauchen können – Iris

  14. Hallo Nancy,
    Als ich zuerst deine wirklich ausführliche Geburtsgeschichte gesehen habe, habe ich mitten im dritten Teil angefangen zu lesen und dachte ich würde daraus alles Wichtige entnehmen. Doch schon nach 2 Sätzen wusste ich, ich musste vorne ansetzen.
    Im Nachhinein bin ich so froh und doch so traurig deinen Bericht gelesen zu haben.
    Alles hätte so anders sein können wenn die Schulmedizin nicht eingegriffen hätte.
    Ich weiß wie sehr ich schon gelitten hab als ich mein Kind am 2. Lebenstag im Nebenraum habe schreien hören müssen weil ihm Blut abgenommen wurde.
    Ich kann nur erahnen wie schrecklich dass alles für dich gewesen sein muss.
    Ich weiß nicht, was ich in dieser Situation getan hätte.
    Ich kann die Ärzte, Sanitäter, Hebammen und Schwestern einfach nicht verstehen. Geht es hier heut zu tage wirklich nur noch darum seinen Job zu machen, egal ob welcher Konsequenz.
    Warum muss ein Baby die ersten Stunden nach seiner Geburt alleine sein obwohl die Mutter keinen sehnlicheren Wunsch hegt als sich um ihr Neugeborenes zu kümmern? Warum muss ein offensichtlich sinnloser Bluttest gemacht werden? Warum wird ein Neugeborenes nicht gewärmt?

    Diese Fragen kann kein Mensch beantworten. Aber sie zeigen dass unsere Gesellschaft Angst vor einer natürlichen Geburt hat. Angst auf die ureigenen Instinkte zu hören. Und das weder Mutter noch Baby Menschen sind, sondern nur medizinische Objekte. Und das ist mehr als bedauernswert.

    Ich finde es so mutig von dir deine Geschichte hier zu veröffentlichen. Ich werde an dich bei meiner nächsten Geburt denken, in der Hoffnung dass ich sowas nie erleben muss.

    Ich wünsche dir und dem kleinen Mika alles erdenklich gute für den restlichen Lebensweg.

  15. Hallo,
    Ich weiss echt nicht genau ob dieser Beitrag echt ist, oder nur ein Fake. Aber ich tue jetzt einfach mal so als wäre er echt, und Nancy gäbe es wirklich. Und sie würde die Kommentare auch lesen.
    Dann also erstmal Herzlichen Glückwunsch zur Geburt liebe Nancy. Und zu einem gesunden Kind!!! Was ein Glück Du doch hattest. Und: es tut mir leid wenn Deine nicht so verlaufen ist wie Du sie Dir erträumt hast. Aber: ich frage mich ganz ernsthaft was Du erwartet hast, so wie du Dich verhalten hast.
    Der Norarzt wurde gerufen, und fand eine Situation vor, die definitiv vollkommen ausser Kontrolle geraten war. Eine frisch entbundene Mutter, die die Situation eindeutig nicht richtig einschätzen konnte. Sturr, besessen und uneinsichtig. Warum hattest du keine Hebamme? Warum denkst du, die Situation deines Kindes gut einschätzen zu können, wenn du noch nicht einmal in der Lage warst zu erkennen wie weit deine Geburt ist. Wehen im 5 Minuten Abstand, eine angeblich geplante und gut vorbereitete Hausgeburt und du holst nie die Hebamme. Nie…. Dass du so verantwortungslos bist, deinen Mann wegzuschicken, ohne dass eine Hebamme, oder wenigstens eine Nachbarin da ist. Wo war die Hebamme? Die weiss wie Geburten gehen, was passieren kann, wann es kritisch ist und wann nicht.. Und ab wann das Kind ausser Gefahr ist. Nein, du konnest das nicht richtig einschätzen. Du konnest noch micht mal einschätzen wie groß dein Kind war.
    Was, wenn etwas schief gegangen wäre? Das Kind die Nabelschnur nicht um den Körper, sondern um den Hals gehabt hätte. Was, wenn es stecken geblieben wäre. Was, wenn du plötzlich schlapp gemacht hättest.
    In all diesen Situationen hätte eine Hebamme helfen und die Lage richtig einschätzen können. Du warst dazu offensichtlich nicht in der Lage, da es Dir nur drum ging ein verklärtes Bild einer Bilderbuchgeburt durchdrücken zu wollen.
    Dann kommt der Notarzt zu einer verantwortungslosen Mutter die die ganze Situation NICHT richtig einschätzen konnte. Das Kind mit einem richtig miesen APGAR, keine verlässliche Info wie lange die Sauerstoffunterversorgung dauerte. Und die Geräte können keine Entwarnung geben. Niemand bei euch, der sich besonnen verhalten hat, und der glaubwürdig sagen kann ob das Kind etwas abbekommen hat oder nicht. Auf Grundlage welcher Verhaltensweise hätte er davon ausgehen können dass das Kind bei euch gut aufgehoben ist? Selbst zu diesem Zeitpunkt hattet ihr noch keine Hebamme da.
    Du hattest Glück dass die Geburt doch noch glimpflich abgelaufen ist. Und die Statistik auf deiner Seite. Weil doch 95% gut ausgehen.
    Die Aufgabe des Notarztes ist es aber, wenn er gerufen wurde, auch die anderen 5% abzuchecken. Denn alles was im Krankenhaus ist, ist im Schnitt eher unwahrscheinlicher als wahrscheinlich. Wie hoch ist die wahrscheinlichkeit, dass von 100 Frauen jetzt eine ein Kind bekommt? Weit unter eins, oder? Also seeehr unwahrscheinlich, also gibts das nicht. So denkst du, oder? So dürfen der Notarzt und die Klinik aber nicht denken. Gott sei dank. Sonst hätten alle kranke ein Problem.
    Bei einem schlaffen, zyanotischen Kind ist es mehr als vernünfitg mal zu schauen ob alles ok ist. Und egal wie viel Ehrfurcht ich vor dem mütterlichen Bauchvefühl habne, den Röntgenblick haben Mütter nicht. Herzfehler, Hirnblutungen, Lungenprobleme, dass hast du nicht im Gefühl. Und du erst recht nicht, die du nicht mal gemerkt dast ab wann man besser nicht mehr alleine ist. Und ob das Kind groß oder klein, krank oder gesund ist. Und wenn es alle Mütter zu 99 % wüssten, ein totes oder schwerkrankes Kind auf 100 ist viel zu viel zu viel.Du wärest die erste gewesen die Gebrüllt hätte wenn etwas übersehen worden wäre, wo ihr doch extra den Notarzt da hattet.
    Und warum hast du nicht den Vater mit dem Kind in die Kinderklinik fahren lassen? Warum hattest du (bei einer angeblich ach so gut geplanten) Hausgeburt keine Nachsorgehebamme? Warum hast du deine Hebamme nicht in die Klinik gerufen? Warum hast du dich nicht mal ausgeruht, dem Kind zu liebe?
    Vielleicht wärest du dann in der Lage gewesen dein Kind früher zu stillen, dafür zu kämpfen. Aber wenn du da daneben stehen kannst ohne die Situation im Griff zu haben, wie kannst du davon ausgehen, es im Griff zu haben wenn dein Kind nachts daheim neurologische Auffälligheiten bekommt.
    Ich denke nicht dass die Schreikindproblematik deines Kindes von der Geburt herrühren. Denn mit verlaub, so schlimm war es für dein Kind nicht. Ich denke eher für Dich.
    Ich hoffe sehr du verkraftest es bald dass es nicht so gelaufen ist wie es dein Wunsch war. Aber es war auch keine Not-Op bei abfallenden Herztönen, mit anschliesendem tagelangem getrenntem Intensivaufenthalt für Mutter und Kind bei Hirnblutungwn III und IV. Grades. Also, alles nicht so wild. Kopf hoch!

    1. Ich hoffe, dieser Kommentar ist ein Fake. Mich gibt es, ja ehrlich. Und anscheinend hast du leider nicht richtig gelesen. Ich werde mich hier jetzt auch nicht rechtfertigen, denn ich fürchte, das Leute, die mein Erlebtes so sehen wie du, nie verstehen werden, was ich meinte..was mein Wunsch war. Ich wollte niemanden, auch keine Hebamme, dabei haben! Das hatte nichts mit schlechter Einschätzung meiner Wehen zutun. Und nein, das wollte ich nicht aus reinem Egoismus heraus, sondern um MICH und mein Kind, welches ich von Anbeginn an über alles liebe, zu beschützen. Wie auch immer … Genau das wirst du leider nie verstehen. Danke für die Wünsche. Auch dir alles Gute.

      1. Das wird wohl kaum jemand verstehen! Du solltest dankbar sein, dass du die Möglichkeit hast, eine Hebamme dabei und Zugang zu medizinischer Versorgung zu haben. Wolltest du dich und dein Kind denn auch vor der Hebamme beschützen?!?Habe selten so einen Blödsinn gelesen. Am besten sperrst du dich und dein Kind zu Hause ein damit ihr nie wieder Gefahr lauft, bösen Menschen in Form von Hebammen, Ärzten oder ähnlichem über den Weg zu laufen!

  16. Muss auch Anna78 völlig recht geben.

    Eigentlich ist es ganz einfach:
    Wenn ich mich beim Autofahren nicht anschnalle, passiert heute bestimmt nichts. Auch morgen wird sicher nichts schlimmes passieren. Den ganzen Nächsten Monat auch nicht. Ich werde es genießen können mich frei bewegen zu können im Auto. Kann locker nach hinten schauen und bin überhaupt nicht eingeschränkt in meiner Bewegungsfreiheit.

    Wie viele Unfälle bauen wir wohl in einem ganzen Leben mit dem Auto? Bei wie vielen Autofahrten? Vielleicht einen, oder sogar zwei? Im Grunde nicht viel wenn man bedenkt, dass man fast jeden Tag mit dem Auto fährt. Das jede Woche, jeden Monat, das ganze Jahr über, das ganze Leben lang.

    Sobald du aber diesen einen Unfall hast…den einen Unfall unter Millionen von Autofahrten die du bis jetzt spielend gemeistert hast…bist du tot.

    Egal wie unwahrscheinlich so ein Unfall ist, egal was für ein guter Autofahrer du bist, egal wie oft es schon wunderbar geklappt hat, egal wie viele Menschen du kennst, die auch ohne Gurt Auto fahren…

    …du bist ganz einfach tot.

    Wenn deine Kinder halt genug sind um Fahrrad zu fahren, sollen sie einen Helm tragen? Schränkt ein, nicht bequem, Gott hat uns nicht mit Helm erschaffen. Dennoch kann er die Gefahr, ganz unerwartet mit dem Kopf auf dem Asphalt zu landen, ausschließen.

    Schön wenn deine Geburten im Wald oder sonstwo geklappt haben. Vielleicht funktioniert es auch bei den nächsten hundert Frauen, die deinem Beispiel folgen mögen. Vielleicht auch bei den nächsten Tausend. Aber sobald auch nur eine Frau sich darunter befindet, die durch eine dieser seltenen Komplikationen ihr Kind verliert, weil sie deinem Leichtsinn gefolgt ist, wird sie dich verfluchen. Was ihr leider am Ende ihr verstorbenes Kind nicht wiederbringt…

    Du hast Lotto gespielt und Glück gehabt. Gewinnen macht Spaß, keine Frage. Aber der Preis ist bei deinem Spiel so hoch wie er höher nicht sein kann.

      1. Tja die Menschheit ist aber nicht der Einzelne! Und wenn es gerade DU bist oder DEIN KIND das stirbt bei so einer Aktion? Die Menschheit geht daran sicherlich nicht zu Grunde, aber möglicherweise die Menschen, die DU liebst! Ich will auch gar nicht sagen, dass so eine Alleingeburt nicht häufig gut ausgehen wird. Meine Schwägerin hatte selbst eine ungeplante Alleingeburt zu Hause im Badezimmer, die für alle gut ausgegangen ist. Und natürlich geht im Normalfall eine Geburt von alleine, genau wie in der Tierwelt auch. Aber eben nicht IMMER. Dann muss man halt auch mit einer größeren Anzahl an „Verlusten“ rechnen – wie es früher auch hierzulande der Fall war und in entwicklungsschwächeren Ländern aktuell noch immer ist. Verstehen kann ich jedoch nicht, welche verklärten Vorstellungen jemanden dazu bringen, eine Geburt alleine und nicht wenigstens mit Hilfe einer Hebamme als Hausgeburt durchzuziehen.

        1. Aks Antwort empfehle ich Dir einfach nochmal den Exkurs von Iris. Ich wünsche Dir, dass Du Dich dafür öffnen kannst. Um es ganz lapidar zu sagen: Leben und leben lassen.

  17. Mir kommen die Tränen bei diesem Bericht. Es ist so traurig, was euch passiert ist. Nancy, du bist eine starke Frau, eine tolle Mutter, eine echte Kämpferin. Lass dir nicht von „X“-Beliebigen Leuten einreden, das hat alles so sein müssen. 😉

    Und Mr.X – es liegt in der Natur des Menschen, auf belanglosen Nebensächlichkeiten herumzureiten, wenn echte Argumente fehlen. Zumal auch ihr Text nicht fehlerfrei ist und sie teilweise gefährliches Halbwissen verbreiten – von welchen scheinseriösen Seiten haben sie ihre Informationen? Und wenn dieser Blog nicht informativ ist – warum sind sie dann eigentlich hier?

  18. Ich habe lange überlegt ob ich mich äußern möchte oder nicht. Ich bin Fachkinderkrankenschwester auf einer großen neonatologischen Intensivstation Level 1.
    Wir betreuen ebenso den Baby -NAW für die umliegenden Kliniken und auch die Umgebung.
    Wir werden immer wieder mal zu Geburten im Geburtshaus hinzugerufen oder auch zu Hausgeburten. Daher spreche ich nun aus eigener Erfahrung. Der „normale“ Erwachsenen-Notarzt hat wirklich keinen blassen Dunst von Geburten und der Versorgung von Neugeborenen, der hat das in der Uni und/oder auf Fortbildungskursen mal an der Puppe geübt aber nie ein echtes Kind nach Geburt beobachtet. Denn sehr viele Kinder brauchen nach der Geburt mal ein paar Minuten um „in die Pötte“ zu kommen. Das weiß jede Hebamme und jeder Neonatologe. Solche Situation hatten wir auch schon bei unseren Besuchen im Geburtshaus. Den Eltern wird von uns immer die Aufnahme und Überwachung (in dieser Situation) angeboten und dabei müssen wir auch Risiken aufzählen die vorkommen können. Meistens haben sich dann Eltern und Hebammen dagegen entschieden, denn auch im Geburtshaus kann Sättigung und Herzfrequenz überwacht werden. Für uns absolut in Ordnung und bisher kenne ich kein Kind dass dann doch noch zu uns kommen musste. Wenn wir das Kind nach Absprache mit den Eltern mitnehmen, wird bei uns auch ein Zugang gelegt, Blut abgenommen, Infusion angehängt und das Baby an den Monitor angeschlossen. Eine Magensonde legen wir aber nur, wenn eine CPAP Atemhilfe von Nöten ist. Stillen wird von uns sehr gefördert, dass dein kleiner die Flasche bekommen hat ist wirklich nicht in Ordnung bzw. die Schwester hat einfach nicht mitgedacht. Ebenso haben wir aber auch schon Kinder abgeholt denen es wirklich sehr schlecht ging und deren Leben am seidenen Fäden hing.
    Ihr seht also, es sind in Nancys Beispiel eine Verkettung unglücklicher Umstände zusammen gekommen. Ich möchte euch wirklich sagen, dass es nicht gleich so schlimm abläuft wenn der Baby Notarzt kommt.
    Ebenso möchte ich mir keine Meinung über die Wahl des Geburtsortes erlauben. denn jede Frau legt ihre Prioritäten anders, die eine fühlt sich in Abgeschiedenheit mit Kerzenschein und verschiedenen Aromen sicher und die andere braucht die Gewissheit dass ein Kinderarzt in der Nähe ist, verzichtet dafür aber bestimmt auch auf einige Wohlfühlaccessoirs. Jede Frau darf selbst entscheiden wo und wie sie gebären möchte! sie ist aber auch dazu verpflichtet sich ausreichend zu informieren und das nicht nur über viele im Netz stehende Videos.Eine erfahrene Hebamme an der Seite finde ich sehr empfehlenswert und bei solch anstehenden Geburten kann man es durchaus kommunizieren, dass man sich sozusagen eine „beobachtete Alleingeburt“ wünscht.
    Sorry für den langen Text, aber das wollte ich mal loswerden.

    1. Danke für diesen Kommentar, auch wenn er lang ist!
      Als Dreifachmutter und Krankenschwester im Akutbereich bin ich dankbar für solch einen Beitrag, der respektvoll aber auch objektiv geschrieben ist.

      Wer eine Hausgeburt haben möchte, dem sei es allemal gegönnt, ich finde daß jede Schwangere ein Recht darauf haben sollte, falls nicht beim Ungeborenen größere Schwierigkeiten zu erwarten sind.

      Aber vergeßt darüber bitte nicht, daß man die Verantwortung für sich selbst und das neue Leben unter der Geburt nicht unter allen Umständen allein tragen kann.

      Wenn ein wirklicher Notfall eintritt (was, Gott sei es gedankt! selten passiert),hilft es dann Deinem Kind, daß Du es über alles liebst und nicht allein lassen willst? Du wirst es, wenn es eng wird, aus eigener Schuld verlieren.
      Evtl. mit allen juristischen Konsequenzen, die dann nicht nur Dich, sondern auch Deine geliebte Familie treffen werden.

      Wem ein „gewöhnlicher“ Notarzt und seine Kompetenz nicht ausreicht, sollte sich zur Geburt in Rufweite eines Babynotarztes oder einer Kinderklinik aufhalten.
      Wenn man solche Dinge im Vorfeld nicht plant, kann es natürlich anders laufen als man sich gewünscht hatte.
      Für einen Klinikarzt ist es sehr schwer und in manchen Fällen unvertretbar, ein einmal eingewiesenes Kind kurzfristig wieder zu entlassen (juristische Verantwortung, Vorgaben der Klinikleitung). In diesem Fall muß er sich umfassend von aller Verantwortung frei machen was die Folgen der Entlassung betrifft, auch wenn das in den Ohren der Eltern hart klingt.

      Dabei halte ich die von Line erwähnte „beobachtete Alleingeburt“ für eine wunderbare Alternative
      (solange der Vater des Kindes nicht gg. seinen Willen „ausgesperrt“ wird, aber das ist eine andere Geschichte).

      Grüße aus dem Süden und allen werdenden Mamis schöne Geburtserfahrungen!
      Neroli

  19. Liebe Nancy,

    vieles, was mir durch den Kopf geht, wurde schon geschrieben.
    Es ist toll, dass du diesen Bericht geschrieben hast und es wird deutlich, dass du dabei sehr nah bei dir warst. Das ist gut, eindringlich, hilft, die Situation zu verstehen, wie sie für dich war und es hat dir bestimmt geholfen, dieses Trauma zu verarbeiten.

    Allerdings hoffe ich sehr, dass du es auch schaffen wirst, da in deiner persönlichen Sicht auf die Dinge eines Tages auch all die anderen Betroffenen wirklich sehen zu können. Auch sie haben Gefühle, Motive, Paradigmen ihrer Weltsicht.
    Dein Mann kommt in dieser Darstellung sehr kurz, er ist wie ein Statist…das ist mir sehr stark aufgefallen. Es ist bestimmt sehr wichtig für ihn, in eurem Leben und eurer Familie mehr als das zu sein.

    Und was die ganzen Akteure im Krankenhaus angeht – und ich bin wahrlich kein Fan der sog. „modernen Medizin“. Aber aus deiner Darstellung spricht so viel Verächtlichkeit, so eine verhärtete Front und ich spüre die irgendwie auch in deinen Antworten auf die Kommentare von den Fürsprechern der modernen Medizin.
    Aber weißt du, letztendlich ist es doch so, dass wir alle unseren Glauben haben und darauf unsere Ansichten, unsere Handlungsempfehlungen für andere, etc. aufbauen. Platt gesagt, du glaubst an was „Natürliches“ (?), die Ärztin vermutlich eher an „wissenschaftlich fundierte Versorgung“.

    Warum müssen das Fronten sein? Ich verstehe die Ärztin – in ihrem Weltbild ist ihr komplettes Verhalten und auch ihr Bild von dir vollständig schlüssig.
    Wenn man eure konkreten Positionen aus dem Konflikt entfernt – dann bleiben zwei Menschen, die Idealvorstellungen haben und glauben, dass die Erfüllung dieser Idealvorstellung das allerbeste für ein neugeborenes Kind sei. NATÜRLICH denken das beide und NATÜRLICH wollen beide diese dann auch durchsetzen.
    Es wäre bestimmt hilfreich, wenn in dieser Art von Konflikten nicht die andere Sicht abgewertet werden müsste, um die eigene zu vertreten. Ich kann ja meine eigene Einstellung immer nur für mich selbst vertreten und durchsetzen. Man kann versuchen, andere zu überzeugen, aber das tut man doch besser als Fürsprecher der eigenen Sicht denn als Gegner der anderen. Klar, die Schulmedizin ist vorne mit dabei beim Niedermachen der Alternativen, aber das heißt ja nicht, dass man sich deshalb auf dieses Niveau herablassen muss.
    Ich möchte damit nicht dein Handeln während der Situation kritisieren. Aber dich vielleicht anregen, irgendwann die Ärztin nicht mehr als eine fehlgeleitete, geradezu bösartige Frau zu sehen sondern als gleichberechtigten Mensch, der, so wie du, ein Weltbild hat, mit dem er sich durchschlägt.

    Ich wünsche dir und euch alles Gute

  20. Glückwunsch! Du lieferst mit deinem Bericht das beste Beispiel, warum man eine Alleingeburt besser nicht macht. Mit einer Hebamme an deiner Seite, die die Situation aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung hätte einschätzen können, wäre dir diese Notarzt- und Krankenhauserfahrung erspart geblieben und du hättest eine wunderschöne Hausgeburt gehabt!

  21. Liebe Nancy,

    es gibt Menschen, die leben nur aus dem Kopf, ohne sich auf das natürliche Stirb und Werde des Lebens einlassen zu können. Diese werden der Apparatemedizin und ihren Versprechungen anhängen, bis sie eines Tages damit untergehen.
    Und dann gibt es Menschen, so wie du, die sich auf ihr Gefühl verlassen, auf ihre intuitive Seite, die ihnen sagt, was im jeweiligen Augenblick das Richtige ist. Diesem Gefühl zu vertrauen, ist sehr mutig. Ich wünsche dir, dass du dir das erhalten kannst. Ich kann dich sehr gut verstehen.

    Petra

  22. Gefühl hin oder her, es gibt auch noch eine Realität! Das Kind hätte def. zu Hause versterben können-in ihren Armen. Schliesslich schläft man ja selber auch mal, und bekommt nicht mit, wenn sich Werte verschlechtern. Und dann den Sonotermin nicht wahrgenommen!! Mehr Glück als Verstand. Ich hätte als behandelnde Ärztin genauso reagiert-man hat einfach viel mehr Hintergrundwissen! Warum glaubt Nancy, alle wollten dem Kind was schlechtes? Im Gegenteil, es geht um den Schutz des Kindes. Schliesslich wurde der Arzt ja auch gerufen.
    Bin fassungslos.

    1. Dann fassen sie sich mal wieder.
      Es gibt auch noch eine Kehrseite Ihrer Medaille. Frauen wurde vor nicht mal einem Jahrhundert die gesunde Gebärmutter entfernt, damit sie nicht mehr so „hysterisch“ seien. Alles zu ihrem Schutz. Menschen werden zu Krebsvorsorgeuntersuchungen „genötigt“ und aufgrund von Fehldiagnosen und Fehlbehandlungen wird ihre Gesundheit verpfuscht. Alles zu ihrem Schutz.
      Danke!! Auf so einen Schutz kann man gut verzichten!
      Petra

    2. Genauso sehe ich das auch,… ich selber Mama von 3 Kindern und vor wenigen Wochen entbunden, finde es verantwortungslos,…es gibt leider immer wieder Mütter bzw Frauen die meinen alles zu wissen weil sie viel gelesen haben und bringen sich und ihr Baby in Gefahr,…es gibt viele Möglichkeiten sein Baby in schöner ruhiger Atmosphäre natürlich zur welt zu bringen,..und liebe Hebammen oder ärtze die zur stelle sind wenn es Komplikationen gibt,… es gab Zeiten da war das nicht so und da gab es leider viele Todesfälle oder geschädigte Babys,…. wieso muss man sich bewusst so einer Gefahr aussetzen?,… habe dafür kein Verständnis,… und wenn dem Kind letzlich nicht zu helfen ist sind es die “ bößen ärtze“ gewesen?

  23. Ich musste weinen bei dem Text!
    Ich konnte mich als frischgebackene Mutter
    so gut in Nancy hineinfühlen!
    Es ist eine Katastrophe wiesehr Ärzte auf Probleme konditioniert sind.
    Auch spielt natürlich das auffüllen der Geldkasse immer eine Rolle…( Gerade wenn ich an die unnötige Blutentnahme denke.) Toll!Dass es immer mehr Frauen gibt die wieder der eigenen Intuition vertrauen!!!

  24. Zum Glück las ich diesen abenteuerlichen Bericht während meiner dritten Schwangerschaft. Als (künftige) Erstgebärende hätte ich sehr wahrscheinlich Angst vor Kliniken bekommen und eine Geburt im KrankenHaus vielleicht ähnlich vehement abgelehnt wie die Protagonistin.

    Meinen beiden bisherigen GeburtsErfahrungen (Kinik; ein Mal mit NeonatologieAufenthalt, ein Mal ohne) nach hilft es ungemein, sich von fixen Ideen und von perfektionistischen Ansprüchen und Erwartungen frei zu machen.

    Erstens kommt es anders…

    Geburt ist ein natürlicher, unvorhersehbarer Prozess- eine Phase, in der Leben und Tod (sowohl für das Kind, als auch für die Mutter) sehr nah beieinander liegen.

    Und dennoch träumte ich kürzlich intensiv von einer Hausgeburt. Mangels Hebammenkapazitäten bleibt vielleicht noch ein Geburtshaus.

    Und wenn das Ganze doch in einer Klinik endet oder von vornherein dort stattfindet, dann ist das auch kein Beinbruch.

    Ich glaube, wenn sich die Mutter (wie auch immer) unter Druck setzt/wenn sie in den Widerstand geht (wie hier beschrieben), dann stresst sie auch das Kind.

    Esther E. Bläsing

    1. Das hast du ganz wunderbar gesagt. Beide Seiten, „böse schulmedizin“ und „romantisierte Natürlichkeit“ könnte man jeweils sehr dogmatisch betrachten. Mein Gott, dahinter verbirgt sich so ein Starrsinn – auf beiden Seiten! Im Leben zählt doch letztendlich was anderes oder? Ich kann nur die Geschichte von meinem Sohn erzählen, der mit mir eine ruhige, nahezu unbeobachtete Schwangerschaft und friedliche Hausgeburt hatte, aber dann nach 1 Woche zu Hause mit einem sehr komplexen Herzfehler im Krankenhaus gelandet ist. Ich hab mir das auch alles furchtbar vorgestellt und die ganzen Traumatisierungen und das teilweise auf mich sehr willkürliche Schlafmittelgeben und selbstverständliche Fläschchenfüttern. Aber immer wenn er mich dann angestrahlt hat, hab ich da mehr Dankbarkeit gefühlt, als schlimme Traumatisierung. Letzten Endes ist mein Sohn mit 4 Monaten nach seiner zweiten Herz-OP im KH bei einem Routineeingriff gestorben, bei dem keiner der Ärzte mit gerechnet hat. Soll man daraus nun die Konsequenz ziehen, dass die Schulmedizin per se schlecht ist? Unserem Sohn hat diese sagenumwobene Medizin das Leben verlängert, aber schließlich auch beendet. Für mich hat eine Geburt und auch ein Tod etwas Schicksalhaftes. Und der Anspruch der Medizin, den Tod aus dem Leben so weit wie möglich zu verbannen, ist ja ein nettes Ziel, aber vielleicht liegt sowas einfach nicht in Menschenhand. Deshalb muss man das alles aber auch nicht komplett verbannen; uns sind im KH sehr viele Menschen begegnet, die traurig über den Verlauf ihrer SSW/Geburt/Wochenbettzeit waren, aber auch gleichzeitig darauf fokussiert, was das Wesentliche ist, nämlich das Kind einfach trotzdem unglaublich gern zu haben und zu unterstützen und auf welche Art auch immer seine Liebe zu geben, auch wenn es in diesem beschissenen Glaskasten liegen muss, und an alle möglichen Kabel verkettet ist, die aus mancher Sicht nicht unbedingt nötig sind. Man kann auf der anderen Seite auch „Ja“ zur Natürlichkeit sagen, und die gesamte Medizin (…) verfluchen, dann muss man sich aber auch damit abfinden können, dass der Tod auch sehr, sehr natürlich ist und zum Leben dazugehört.

    1. Liebe/r JenJen,
      in der Klinik produzieren wir durch die Art der gängigen manipulativen Geburtshilfe ständig Babys mit pH-Werten zwischen 7,10 und 7,15. Und auch diese Kinder werden ihr Abitur schaffen, wenn sie denn Lust dazu haben. In diesem Fall war der niedrige pH mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Folge der Unterkühlung; und diese geht wiederum klar auf das Konto der unsachgemäßen Behandlung durch den Notarzt. Unterkühlung und Unterzuckerung sind in den ersten Lebensstunden mit die größte Gefahr für ein Neugeborenes; beides lässt sich wunderbar vermeiden, wenn man Mutter und Kind nicht trennt.
      Erstmal informieren – dann polemisch werden, wenn man es nicht lassen kann.
      Dezent genervte Grüße,
      Iris Eichholz

      1. Mir gefällt die Naturgläubigkeit nicht, die im Erfahrungsbericht und in einigen Kommentaren propagiert wird. Sollen nur die Starken überleben? Die (im Mutterleib) Verhungerten, Fehlgebildeten, die, bei denen was schief geht, können ruhig sterben? Soll man instinktiv als Schicksal annehmen? Hat die Natur so gewollt? Leukämie, Behinderung, Nierenversagen, Herzfehler – weg damit, kratzt die Menschheit nicht? Das ist unmenschlich, das ist Eso-Kacke, das ist Nazi-Gedankengut.

        1. Natürlich muss Schwachen, die Hilfe brauchen, auch geholfen werden. Wer sagt denn etwas anderes? Darum geht es hier gar nicht. Das Kind, das geboren wurde, war gesund. Und manche Kinder brauchen einen Moment, um in der Welt anzukommen. Im Krankenhaus genauso wie außerhalb. Das weiß jeder, der sich ein bisschen auskennt. Nur leider spricht unsere Gesellschaft den Müttern die Fähigkeit ab, instinktiv zu merken, wenn ihre Kinder medizinische Hilfe und wenn sie nur Zeit und Ruhe zum Ankommen brauchen. Nein, das können angeblich nur Profis wissen. Dem ist aber nicht so. Sie scheinen bisher keine gesonderte Schublade für Frauen zu haben, die gut vorbereitet und selbstverantwortlich ihre Kinder gebären wollen. Anders ist es nicht zu erklären, dass Sie die Nazi- und Eso-Schublade aufmachen müssen.

  25. Ich finde es nicht richtig, die Autorin des Alleingeburtsberichts zu beschimpfen. Sie hat offensichtlich sehr unter der Erfahrung, die sie gemacht hat, gelitten. Meine Vorschreiber(innen) haben auch schon genug über ihr unverantwortliches Handeln geschrieben, auch durch die Ärztin im Krankenhaus wurde die Mutter mit dieser Kritik konfrontiert, ohne dass sie ihre Einstellung zu ihrem „tollen“ Geburtserlebnis geändert hätte. Deshalb erspare ich mir einen weiteren Kommentar dazu, außer: Schuld sind immer die anderen, wenn bei so einem waghalsigen Experiment was schiefgeht. Der Notarzt, der (welch Überraschung!) von Soforthilfe bei Neugeborenen keinen Plan hat, der Ehemann, der in Panik denselben verständigte, die doofe Ärztin, die sich an die ach so erstaunlichen Regeln im KH hielt und das Kind mit ungeklärter Diagnose nicht nach Hause lassen wollte.
    Was mich erschüttert und traurig macht, ist die Tatsache, dass dieser ganze Mist auf Kosten des Kindes geht. Welches Kind bzw. welchen Erwachsenen interessiert es später, ob es romantisch im Gebärpool bei Kerzenschein geboren wurde oder im OP des Krankenhauses Pusemuckel-Nord? Ich wage zu behaupten: keins. Was den Menschen eher interessiert ist, ob er durch die Verbohrtheit der Mutter bleibende Schäden davongetragen hat. Danke Mami, du hattest nen super Geburtserlebnis und hast mich erst nach drei Stunden abgenabelt, dafür bin ich jetzt halbseitig gelähmt….
    Das würden die Alleingebärerinnen und ihre Fürsprecherinnen natürlich nie auf ihre Kappe nehmen, klar. Anschaulich wird diese unglaubliche Haltung aktuell im Strafprozess gegen die Hebamme Anna R. in Dortmund, die auch keinerlei Einsicht in ihr Fehlverhalten zeigt. geburtsstillstand bei Kind in Beckenendlage und Erstgeburt? Grünes Fruchtwasser? Nein, da brauchen wir erstmal keinen Krankenwagen. Tja, das Kind ist tot, und aus Sicht der Hebamme wäre es natürlich auch in fachkundigen Händen auf jeden Fall gestorben, denn Fehler bei einer hausgeburt passieren solch erfahrenen, feinfühligen Frauen nie. Wenn man nur genau in sich reinhört, dann kann man quasi orakeln, dass das Kind a) gesund ist und b) unbeschadet zur Welt kommt, ganz ohne ärztliche Hilfe, denn was die Weißkittel können, haben die Damen doch alles längst gelesen und können es im Ernstfall selbstverständlich umsetzen.

    Um es klarzustellen: ich hatte eigentlich gar nichts gegen Hausgburten als solche. Was es hier zu lesen gibt, hat mit einer gut und sorgfältig geplanten, verantwortungsbewussten Hausgeburt nichts zu tun. Die werdende Mutter hatte schlicht und ergreifend von Tuten und Blasen keinen Schimmer und einfach mehr Glück als Verstand (Stichwort: wo war die Hebamme??? Wieso hat sie nicht mal mit ihrem Mann besprochen, was im Notfall zu tun ist, etwa wichtige Tel.-Nr. notiert etc.? Wieso ist es überraschend, dass der Notarzt keine Ausbildung in Neugeborenen-Behandlung hat? USW USW.
    Wie gesagt, traurig und letztlich ist Leidtragender immer das Kind.

  26. Auch ich – als frisch gebackene zweifach Mutter – möchte hier kurz ein Statement hinterlassen: ich bin durch Zufall auf diesen Geburtsbericht gestoßen und schreibe, während meine 4 Tage alte Tochter friedlich auf mir schlummert.

    Bei allem Respekt vor der Verfasserin des Textes und bei allem Verständnis für deren Beweggründe, sich so zu verhalten, wie sie es getan hat:
    Ich kann in der heutigen Zeit, bei all den Möglichkeiten, die wir inzwischen – und gerade hier in Deutschland – haben, gut und sicher begleitet unsere Kinder zur Welt bringen zu können, nur davon abraten, sich dagegen zu entscheiden!

    Hätte ich letzteres getan und mich für eine Hausgeburt entschieden, würde meine kleine Tochter jetzt nicht gleichmäßig atmend und kerngesund auf mir liegen und schlafen, sondern sie wäre vor 4 Tagen bei ihrer Geburt verstorben (die Nabelschnur hatte sich dreifach (!) um sie gewickelt u bei jeder Wehe wurden ihre Herztöne schwächer).

    Zum Glück hat meine erfahrene Hebamme ihre Notsituation sofort richtig eingeschätzt und entsprechend die natürliche Geburt abgebrochen, um einen Kaisersvhnitt zu veranlassen.
    Auch mein Sohn (heute ein munterer 2jähriger) hätte mit seinem KU von 39cm u stagnierender Geburt unter den presswehen ohne die schnelle u fachkundige Hilfe, die uns prompt bei Seite gestellt wurde, wohl zumindest schweren Schaden von der Geburt davon getragen. (Kam dann per Saugglocke u dem eingreifen zwei beherzter Geburtshelferinnen zur Welt).

    In beiden Fällen bin ich einfach nur dankbar, dass es Menschen gibt, die Berufe gewählt haben, um eine Frau durch diese große Grenzerfahrung zu begleiten. Ich finde es unangebracht, diese Leute so pauschal zu verunglimpfen!
    Eine Hausgeburt ist möglich u ich verstehe den Grundgedanken, aber ich Stimme hier allen Kritikern zu, dass man sich dann gerade in der heutigen Zeit, wo es anders hätte laufen können u ein Kinderleben gerettet werden können im Zweifel, niemals verzeihen würde, wenn es schief geht bei Kerzenschein u Duftaromen. Ich denke, letzteres tut man tatsächlich eher für sich selber,als denn für das kommende Kind. Für letzteres zählt nur, dass es letztlich von liebevollem Händen empfangen wird – und das kann auch im Neonlicht durchfluteten OP – wie bei uns vor ein paar Tagen – oder in einem anbei bemerkt durchaus auch liebevoll gestalteten Kreißsaal im KH erfolgen.

    Allen werdenden Müttern wünsche ich aber von Herzen, für welche Art der Entbindung sie sich entscheiden mögen, nur das aller aller Beste: am Ende ein gesundes Kind in die Arme schließen zu dürfen!

    1. Die Nabelschnur ist oft um den Hals http://www.geburtswissen.net/news/wenn-die-nabelschnur-um-den-hals-liegt-/ und muss meist als Begründung herhalten, warum Komplikationen auftreten. Ich nehme an, du hast deine Geburten im Halbsitzen am CTG verbracht? Eine aufrechte Geburtshaltung (dabei schaffst du deinem Baby auf natürliche Weise mehr Platz im Becken) kann eine Saugglocke und beherzte Geburtshelfer in fast allen Fällen gut ersetzen. Herztöne werden auch nicht einfach so schlechter, nur weil die Nabelschnur um den Hals ist. So leicht, wie es suggeriert wird, kann man die nämlich nicht so stark komprimieren, dass das Baby ernsten Mangel leidet. Aber sicherlich kamen weitere Faktoren dazu (Rückenlage?/Halbsitzen?, Einleitung oder Wehenmittel? PDA?). Dazu kommt das CTG, dessen Gebrauch Geburten nachweislich zwar nicht sicherer macht, aber offenbar so schwer zu deuten ist, dass sein einziger „Erfolg“ eine höhere Kaiserschnittrate ist. Für die Gesundheit des Kindes ist es leider nicht egal, ob es im Op oder „normal“ empfangen wird. Wird es nicht mit den Scheidenbakterien der Mutter „infiziert“, sondern mit irgendwelchen im KH, steigt sein Risiko Studien zufolge für u.a. Übergewicht, Diabetes Typ 1 und andere Krankheiten. Und für so einen Kaiserschnitt steht das Risiko im KH leider viel höher (im Schnitt 30%, in manchen Kliniken bis zu 50%), als wenn man zu Hause bleibt. In dem Sinne denken Frauen, die zu Hause bleiben, mitnichten vorwiegend an sich selbst, sondern natürlich auch an ihr Kind. Geburt ist ein hormongesteuerter Vorgang, der recht störanfällig ist. Da wo eine Frau sich wohl, geborgen und sicher fühlt, wird diese Hormonkaskade zuverlässig und reibungslos funktionieren, für eine zügige Geburt sorgen, und Mama und Kind bei bestmöglicher Gesundheit belassen. Es geht immer um beide. Und wenn es einem der beiden gut geht, geht es für gewöhnlich auch dem anderen gut. Mama und Baby sind von Anfang an eine Einheit. Im KH liegt der Fokus leider oft mehr auf dem Kind als der Mutter. Was in dem Spruch „Hauptsache das Kind ist gesund“ gut zum Ausdruck kommt. Aber auch die Frau will eigentlich gesund bleiben. Nicht aufgeschnitten werden und nicht an ihren Geschlechtsorganen verletzt werden.
      Aber ich verstehe, dass du jetzt erst einmal froh bist, gerettet wurden zu sein. Das sind die meisten Frauen im Hormonumschwung der ersten Tage. Mit der Zeit wirst du aber wahrscheinlich merken, dass es eben nicht egal ist, wie das Kind geboren wurde und das auch der Spruch „Hauptsache gesund“ zu kurz greift. Ich wünsche euch trotz des holprigen Anfangs einen guten Stillstart und gutes Bonding.

      1. Dein Kommentar ist doch wohl ein schlechter Scherz oder? Hast du selber mal eine Geburt mit erlebt? Gerade bei Komplikationen hast du garkeine Kraft mehr in den Beinen um aufrecht zu stehen.

        Und zum Thema Hausgeburt – in Ländern ohne ärztliche Versorgung gibt es dutzende Frauen, die nach einer Geburt inkontinent werden, weil da unten so viel einreißt und danach keiner die Wunden versorgen kann.

        Aer verteifelt ihr mal die Medizin – ich wünsche euch, dass ihr niemals ernsthaft Krank werdet – denn das wäre dann euer klares Todesurteil mit dieser Haltung!

  27. Eine Geburt ist immer etwas traumatisches. Wenn da etwas schiefgeht, wird’s schlimm. Aber ich glaube, hier hat jemand geschrieben, der irgendwie ganz gegen Krankenhäuser ist. Aber ab und zu braucht man sie eben doch. Das der Kleine gesund ist, ist super und bestimmt nicht selbstverständlich. Es hätte auch anders ausgehen können. Aber verwöhn ihn trotzdem nicht so(bis zum 4.ten Monat auf dem Arm. Das könnte dann doch schlecht für seine Entwicklung sein.

  28. Liebe Nancy,
    Dein Bericht hat auch mit die tränen in die augen getrieben und mich nicht mehr los gelassen. Als meine Tochter vor einem halben Jahr auf die Welt kam, haben wir ähnliches erlebt, viel weniger schlimm als bei dir, aber doch für mich schlimm genug (unsere Tochter hatte einen Tag nach der wunderschönen Geburt leichtes durstfieber, da es sehr heiß war und das stillen noch nicht ganz klappte, unsere Hebamme hat dies leider nicht erkannt und uns ins kh geschickt, dort dann volles Programm…Blut abnehmen, infusion, kopfultraschall etc…mich hat man dabei als frisch entbundene Mutter vollkommen ignoriert.
    Ein paar Stunden später, nach einer für mich endlosen Nacht, sagte man mir alle Werte wären in Ordnung, aber man weiß ja nie und das Kind soll noch weitere drei Tage bleiben, für mich war klar wir gehen nach Hause, was wir auch getan haben, nach unzähligen belehrungen etc…unsere Tochter ging es von da an besser denn je)
    Ich kann nur zu gut nachvollziehen wie du dich gefühlt haben musst und welche schuldgefühle du hattest, mir tut es bis heute noch so leid was Ich meiner Tochter angetan hab!
    Ich hoffe du hast die Kraft das ganze hinter dir zu lassen und dir vorallem nichts einreden zu lassen, von wegen verantwortungslos etc…eine Mutter weiß ganz genau was das richtige für ihr Kind ist, leider haben nur die Mehrzahl der Frauen verlernt auf ihr Gefühl zu hören, sind der Schulmedizin hörig und tun nichts lieber als ihre Verantwortung abzugeben und andere machen zu lassen und das auf Kosten ihrer Kinder!
    Ich könnte noch ewig weiter schreiben, aber Ich denke du weißt was ich meine und Ich möchte dir sagen, Ich bin ganz auf deiner Seite
    Alles Liebe

  29. Die negativen Kommentare da oben, mit den so ähnlich klingenden Namen, stammen mit großer Wahrscheinlichkeit aus dem selben Keyboard. Erklärt auch die ähnliche Wortwahl und den „Tonfall“. Das Establishment hat überall seine Söldner. Nur mal so angemerkt.

  30. Meine Tochter verdankt einem aufmerksamen Mediziner ihr Leben. Vertrauensvoll in ihre Gesundheit, habe ich sie leider mit einem komplexen Herzfehler auf die Welt gebracht. Und wer erahnen kann, was das heißt, wird mir glauben, wie glücklich ich über die Möglichkeiten der Gerätemedizin und darüberhinaus so manchen routinierten Handgriff der Versorgenden bin. Insofern kann ich die traumatische Färbung verstehen, die der Anblick des eigenen Kindes in der sehr klinischen Atmosphäre eines Krankenhauses verspricht. Aber das Wichtigste ist doch das neue Leben und dass es ihm gut geht. Vielleicht muss man sich das noch öfter vor Augen halten.

  31. Hallo,
    ich bin sowohl Schwangere, habe als gynäkologische Patientin viel durchgemacht und bin auch definitiv gegenüber sehr vielen Abläufen in Gesundheitswesen und Krankenhaus skeptisch – eben weil ich als Ärztin natürlich die Dinge sehe, die schief/schlecht laufen.
    Allerdings ich bin auch bis vor der Schwangerschaft praktizierende Notärztin gewesen.
    Ein initial sich nicht-bewegendes und nicht-schreiendes Kind würde ich ebenfalls SOFORT in eine qualifizierte Kinderklinik mitnehmen!! Zur Not unter Androhung der Hinzuziehung von Polizei, da die Rechtsgutabwägung die Integrität des Kindes über das Selbstbestimmungsrecht der Eltern stellt. Das ist rechtlich nun mal so geregelt. (Keine Sorge, Polizei war bei mir noch nie nötig, da die Patienten bzw. Eltern meist im Gespräch mit mir von alleine eingesehen haben, wenn Mitkommen Sinn macht … )

    KEIN Gericht würde mich im Zweifel damit davonkommen lassen, mich auf die Aussagen einer völlig aufgelösten Schwangeren und eines natürlicherweise überforderten Ehemanns verlassen zu haben „sie kämen damit alleine klar“.
    Für den Notarzt (ebenso für die Pädiater) stehen die Approbation dh. die Berufserlaubnis, das gesamte künftige Berufsleben auf dem Spiel! Das wollte ich nur mal zu bedenken geben.

    (wusste das die Krankenschwester wirklich nicht??)

    PS: So reizvoll und romantisch die Alleingeburtsidee klingt, verführerisch selbst für jemanden wie mich, so holen mich doch die Daten über Lebenserwartungen von früher auf den Boden der Tatsachen zurück: Bei natürlichem Verlauf verstarben früher ca. jede 10. Schwangere im Rahmen der Geburt und jedes 2. Kind vor dem 5. Geburtstag (auch bei Urvölkern heute). Und selbst wenn es 7x gut geht, man kann immer noch beim 8. Kind überraschend versterben….
    Der Natur an sich ist der Tod eines Einzelindividuums egal, der heutigen Gesellschaft nicht mehr.

    1. Wie ich den Bericht verstanden habe, hat das Baby bei Eintreffen des Notarztes normal geatmet und war auch sonst nicht auffällig – bis auf den gestauten Kopf. Die Fehleinschätzung der Situation (Ein gestauter Kopf ist ein harmlosen Phänomen. Die Tatsache ist bekannt, dass manche Babys innerhalb der ersten Lebensminute nicht sofort atmen, ohne dass in der Regel ein Problem vorliegt) zeigt, dass der Notarzt geburtshilflich keine besondere Ahnung hatte. Es sei ihm verziehen. Ich weiß auch, wie wenig Geburtshilfe ein Notarzt lernt (Mein Mann ist auch Notarzt.). Aber dann hätte er bei Eintreffen wenigstens so viel Feingefühl gegenüber der Situation aufbringen sollen, um festzustellen dass keine akute Bedrohung für das Leben des Kindes und somit kein akuter Handlungsbedarf für ihn bestand. Es lag kein zwingender Grund (mehr) vor, der Mutter (die in dem Moment sicherlich nicht mehr aufgelöst war) das Baby zu entreißen und damit aus dem Haus zu rennen. Hätte er ein bisschen mehr über Geburtshilfe gewusst, dann hätte er sich gehütet, diese initiale Bondingsphase mehr als irgend nötig zu stören. Ja, in unserer Angstkultur steht dem Notarzt schnell das Berufsleben auf dem Spiel, wenn er sich dafür entscheidet, abzuwarten anstatt das Krankenhaus anzusteuern, dem unsere Kultur magische Heilungsfähigkeiten und Schutz vor Ungemach zuschreibt. Aber dass Patienten ggf. unter der Angst des Arztes, verklagt zu werden, leiden müssen, zeigt, wie absurd das ganze System ist – das ja geschaffen wurde, um dem Patienten Gutes zu tun.
      Die Mütter- und Kindersterblichkeit der Urvölker heranzuziehen, um die Gefährlichkeit der Geburt außerhalb eines Krankenhauses zu belegen, greift sicherlich zu kurz. Wenn man bedenkt, unter welchen Bedingungen diese Menschen gelebt haben – da gab es kein fließendes Wasser, keine Heizung, keinen Supermarkt, wo man immer was kaufen konnte. Im Winter fror man, und wenn es nicht regnete gab es kein/nur schmutziges Wasser und wenig/kein Essen. Man kochte am offene Feuer, und nicht selten fiel da auch mal ein Kleinkind hinein. Diese Völker waren durch ihre Lebens- und Ernährungsweise robust – und mussten es auch sein. Nur wer zäh war überlebte. Ihre Geburten waren, wenn man damalige Zeitzeugen liest, leicht und unkompliziert – solange sie ihre Ernährungsweise beibehielten, die ihnen gebärfreudige Becken und Körper sicherte. Aber ein Neugeborenes nur mithilfe eines einfachen Feuers durch einen eisigen Winter zu bringen, wo eine Nacht Unterkühlung reicht, um sein Leben zu beenden, das ist schon eine ganz andere Herausforderung – und nur eine von vielen, die so ein Leben mit sich bringt. Wir haben das Vorrecht, in großem Wohlstand zu leben. Bei uns überleben auch die meisten schwächlichen Kinder. Und wir haben Krankenhäuser für den Fall, dass einmal Hilfe notwendig ist. Geburt bleibt ein natürlicher Vorgang, der ganz auf den Lebenserhalt ausgerichtet ist und der unter den gegebenen Umständen (körperliche Gesundheit und seelische Verfassung der Mutter, Besonderheiten beim Plazenta-Kind-Gefüge, vertrauensvolle Begleitung wenn von der Gebärenden gewünscht) so gut läuft wie nur möglich – wenn man Geduld haben und es geschehen lassen kann. Ein ärztliches Eingreifen wird dann nur gelegentlich tatsächlich einen Vorteil bringen.

  32. Hallo Nancy, beim Lesen deines Berichts sind mir fast die Tränen gekommen. Keiner Frau und keinem Baby darf so etwas widerfahren, was euch passiert ist. Das ist einfach nur grausam und menschenverachtend. Ich selber habe meine Kinder zuhause und im Geburtshaus bekommen und würde es immer wieder tun. Ich bewundere dich, wie du ganz alleine mit Mika die Ruhe bewahrt hast und auf deinen Mutterinstinkt gehört hast. Es ist wirklich tragisch, dass dein Mann den Notarzt gerufen hat und das Ganze so seinen Lauf nahm. Es tut mir so wahnsinnig Leid, wie du während des Ganzen behandelt wurdest, mit Schmerzen, halb nackt seinem Baby hinterher rennen zu müssen, das ist grausam. Und doch bist du so stark geblieben und hast für dein Baby gekämpft!
    Ich denke dass das Problem oftmals einfach ist, dass beim Gebären zwei Weltern aufeinander prallen. Auf der einen Seite die Mutter und ihre Hebamme, die auf die natürlichen Kräfte der Mutter und ihres Babies vertrauen, und auf der anderen Seite die Ärzte, die in der Geburt einen medizinischen Vorgang sehen. Ich bin sicher, dass die Sanitäter und Ärzte in deinem Fall aus Unwissenheit so gehandelt haben.
    Leider gebären immer weniger Frauen zuhause oder im Geburtshaus und nehmen sich so die Chance auf eine tolle Geburt. Die Wahrscheinlichkeit, dass etwas Schlimmer bei einer Hausgeburt passiert, ist doch viel geringer, als dass man im KH schlechte Erfahrungen macht. Das Internet ist doch voll von grausigen KH-Geburtsberichten.
    Ich wünschte, mehr Frauen hätten den Mut, ihr Kind nur mit Hebamme, ohne Ärzte zur Welt zu bringen. Wann wachen die Frauen endlich auf?
    Ich wünsche dir und deinen Kindern alles Gute.

  33. Liebe Nancy,
    Ich hoffe, dass du den Menschen hier vergeben kannst, die so unbedacht und dennoch böse geschrieben haben.
    Ich musste erst bis 126 zählen um wieder runter zu kommen, meine Gefühle bändigen, um in angemessener Wortwahl schreiben zu können.
    Ich lese seit ca 3 Monaten immer wieder auf sarah’s blog, da ich selber unser 4. Kind erwarte.
    Ich bin krankenschwester und habe (mit 3 jahre durchgewaschenem hirn) mit allem was ich hatte die Schulmedizin vertreten.
    Allerdings wurde ich eines Tages mit der naturheilmedizin konfrontiert ( die ich anfänglich sehr kritisch hinterfragt und belächelt habe), aber nachdem ich einiges selber ausprobiert hatte und tatsächlich HEILUNG erfahren habe ( und nicht billige, patientenerhaltende, nebenwirkungsreiche symptombehandlung), bin ich immer mehr von schulmedizin abgewichen. Nach vielen Recherchen habe ich voller Ekel das ganze widerliche System, gesteuert von der teuflischen und profitgierigen Pharmaindustrie, hinterschaut und meinen Beruf komplett aufgegeben. Ich konnte keinem Patienten mehr eine blutdrucktablette in die Hand geben, sondern hätte viel lieber gesagt: ihr Körper hat einen Mangel…mit Omega 3 und Vit b12 bekommen sie den Blutdruck wieder in Griff.
    Ich habe selber 3 Kinder im Krankenhaus geboren, wovon eine Geburt schlimmer war als die andere, allerdings noch nicht mal angrenzend mit der Erfahrung, die Nancy leider machen musste. Und ob ihr es glaubt oder nicht: ich hatte bis dahin noch nicht mal annährend was von Hausgeburt, geschweige denn alleingeburt, gehört. Aber zum Glück hat der arzt mir bei meiner letzten geburt auf die sprünge geholfen, ohne sich bewusst zu sein, was er da tut.
    Da ich die 4. Geburt nun als hausgeburt geplant hatte, suchte ich eine freundliche Hebamme und hatte auch eine gefunden: eine die meine wünsche akzeptiert (selbst wenn sie anders denkt) und mich einfach in Ruhe lässt. Ich bin heute 8 Tage über Termin, aber ich freue mich und habe keine Angst vor der Geburt, weil ich weiss, dass es diesmal sehr gut wird.
    Es soll wohl tatsächlich Krankenhäuser geben, wo es den Frauen ermöglicht wird eine schöne und natürliche Geburt zu erleben, aber ich kenne keine. Wenn Frauen eine schöne kankengausgeburt hatten, dann sollen sie dankbar sein und nicht andere ververurteilen und eklige, freche, unangebrachte kommentare schreiben. Wenn krankenhausgeburten so toll und komplikationsfrei sind, dann verstehe ich nicht die ansteigende Anfrage für haus- und alleingeburten.
    Dieses hässliche, entwürdigende kommentieren von oben herab (und man hört an den dämlichen Kommentaren, dass diese Person sich niemals gründlich informiert hat, sondern sich nur vom Mainstream hat berieseln lassen) lässt mich echt hochgehen.muss aufpassen, dass ich noch als Christ erkennbar bin, wenn ich mich jetzt hier äussere.
    Allen voran dem Herrn „X“: jemand, der vom Fach ist und so etwas schreibt….solche Ärzte sind meine Gründe, warum ich nicht mehr zu ihnen hingehe. Auch alle anderen, die nancy gedemütigt, als ahnungslos und verantwortungslos bezeichnet haben sollten sich schämen.
    Es gibt Ärzte, die glauben, sie seien halbgötter in weiss!!!!
    Wenn ein Notarzt kommt und weiss, dass er von neonatolgie und diesem Fachbereich keine Ahnung hat und sich dermassen so aufspielt, der hätte bei mir auch gleich gehen können. Wenn er noch nicht einmal weiss, dass ein neugeborenes Wärme braucht (Ich bin mir sicher, dass 1. Klässler dieses wissen) und so unvorsichtig mit meinem baby umgehen würde, dem hätte ich keine weitere untersuchung für mein baby zugetraut, wenn selbst so etwas Selbstverständliches schon nicht sitzt. Den Arzt zu rechtfertigen, dass er mit dieser situation überfordert ist ( weil es nicht sein Gebiet ist), aber nancy mit Steinen zu bewerfen, dass sie nach der Geburt gestört und unzurechnungsfähig ist ( wobei sie alles im Griff hatte und selbst die unterkühlung im Blick hatte), dass ist gerechtfertigt, oder was????
    Leute, merkt ihr was????
    Nancy hat dem Arzt erklärt, dass eine Hebamme, die sich in diesem Bereich auskennt, unterwegs ist und helfen kann. Aber die Arroganz und der stolz des Arztes liess dies nicht zu. Es bestand keine akute Lebensgefahr, sofort abfahren zu müssen. Aber nancy wird vorgeworfen, dass sie sich beweisen will mit ihrer alleingeburt….!!!
    Den Kommentar mit dem Auto fahren und nicht anschnallen find ich super, allerdings nicht zu Ende gedacht. Ja, irgendwann KÖNNTE es tatsächlich zu einem tötlichen Crash kommen. Aber der gute Mann vergisst zu erwähnen, wie wie viele tötliche Unfälle es gibt trotz angeschnallt sein. Das anschnallen gibt mir überhaupt keine Garantie, dass ich den Verkehrsunfall überlebe. Meine Freundin hat 3 Kinder begraben, alle im Krankenhaus geboren. Daraus wird kein taramtata gemacht. Wäre es eine hausgeburt gewesen, hätte man die Hebamme wegen Totschlag verurteilt.
    Nun aber mal eine andere sicht: vor etwa 15 Jahren hatten meine Freundinnen einen schrecklichen Autounfall. Gott sei Dank haben alle überlebt. Eine Freundin, die hinten in der Mitte sass, hatte sich nicht angeschnallt, weil sie sorge hatte, dass ihre Bluse dann zerknittern würde (kein Kommentar zu so viel Eitelkeit). Beim Zusammenprall wurde sie aus dem Auto geschleudert und landete auf dem Feld 9m neben dem Auto. Ihr Becken war gebrochen, aber sie hatte überlebt. Die Polizei sagte, dass sie mit dem „nicht-anschnallen“ ihr eignes Leben und dass der anderen Insassen auf der rücksitzbank gerettet hatte, denn sonst wären sie gnadenlos zerquetscht gewesen( übrigens, ihre Schwester sass auch hinten und war angeschnallt und hatte ihr Becken auch gebrochen, wurde aber in ein anderes Krankenhaus gebracht, wurde anders behandelt und hat heute deutlich mehr Beschwerden).
    Wen man diese reale Geschichte nun auf Geburt überträgt, da habe ich auch etwas schauderliches gehört. Meine freundin erzählte mir von ihrer Bekannten, die sich „angeschnallt“ hat und ins krankenhaus gefahren ist zum entbinden, da sie von „Fachleuten “ behandelt werden wollte. Es kam zum geburtsstillstand, da das kind vor der symphyse lag. Nun meinte der arzt, dass er mit dem kristellerngriff nachhelfen musste (also ein arzt vom fach) und hat der frau grausame schmerzen zugefügt und das kind totgequetscht, weil er es mit Gewalt gegen die symphyse gepresst hat. Dieser arzt praktiziert weiter, denn er hat im notfall gehandelt. Eine hebamme wäre wegen totschlag veurteilt worden bei einer hausgeburt( davob mal ab, ich habe noch nie gehört, dass eine hausgeburthebamme so schrecklich unverantwortlich jemals gehandelt hätte. Die wüsste, dass ’n „vierfüsslerstand“ ausgereicht hätte um das kind zu motivieren, sich richtig einzustellen).
    Bei all den negativen Kommentaren wird völlig vergessen wie viel unverantwortlicher Mist im Krankenhaus getrieben wird, aber wenn eine hausgeburt mal einen kleinen „umweg“ macht, dann steht Polen offen….
    Und wenn mir einer versucht zu erklären (einer, wie Mister X z. B.) Dass Ärzte alles tun, um das Wohl des Patienten zu erhalten, dann wird mir ganz übel….
    Ich hatte in dieser Schwangerschaft wahnsinnige Schmerzen (Immer wenn ich einen jungen erwarte, spinnt mein Nerv herum und entzündet sich so wahnsinnig, dass ich fast nur liegen kann und wegen Schmerzen fast durchdrehe, Tag und Nacht ). Ich habe mich über biegen und brechen zum Frauenarzt geschleppt, weil ich gerne eine Haushaltshilfe beantragen wollte. Als der Arzt erfahren hat, dass eine Hebamme die vorsorgeuntersuchung bei mir macht und ich Ultraschall, ctg und blutzuckertest und anti D ablehne, konnte er nichts für mich tun. Er verdient nichts an mir und einfach nur eine Handreichung für Haushaltshilfe, dafür wäre er nicht da. Das könnte er nicht verantworten. Ich fragte ihn mit Tränen in den Augen ( und er sah meinen ekligen Schmerz, ich konnte kaum stehen vor ihm): und sie können es verantworten mich hier rausgehen zu lassen, ohne mir zu helfen, obwohl es in ihrer Hand liegt?
    Er wich meinem Blick aus und sagte: ja, das könnte er…. ich verabschiedete mich höfflich von ihm und wünschte ihm einen schönen Tag.
    Da Ärzte mir nicht helfen konnten/wollten (Schmerzmittel, Röntgen usw waren ja tabu, Haushaltshilfe nicht drin) habe ich selber versucht Massnahmen zu ergreifen. Ich habe täglich übelst hoch dosiert Vitamin D, Vit K2, Magnesium, Vitamin a und Vitamin e geschluckt. Zudem war meine Schilddrüse nicht in Ordnung, hatte würgegefühl und der TSH Wert war bei 3,06.
    Also habe ich noch jod, selen und Zink geschluckt. Nach 2 Tagen war das würgegefühl weg und nach 1 Woche wurde der nervenschmerz erträglich und nach 2 Wochen war er weg ( die Entzündung war völlig abgeklungen). Nach 5 Wochen bin ich zu einem anderen Arzt gegangen, um meine Werte kontrollieren zu lassen. Der Schilddrüse Wert war super ( TSH 1,4 ) und Vitamin D bei 120 ( vorher 14) . Der Arzt hat getobt und war absolut wütend, hat mir erklärt wie unverschämt ich wäre nur zur Blutentnahme zu kommen, aber keine weitere Diagnostik in Anspruch zu nehmen ( ich hatte es abgelehnt, einen Ultraschall von der Schilddrüse zu machen, weil der Wert wieder gut war und das würgegefühl weg). Er konnte sich nicht mit mir freuen , dass es mir gut ging, weil er nichts dran verdienen konnte. Aber er konnte mir ausser L-Thyroxin ( mit Nebenwirkung, nur symptombehandlung, kein heilerfolg, lebenslange Abhängigkeit) nichts anderes anbieten. Das war mir zu billig. Da habe ich lieber hochwertige Nahrungsergänzungsmittel im Wert von 1000,-€ selbst finanziert und auf Heilung plädiert.
    Nun fühlte ich mich super und brauchte zum Glück keinen Arzt mehr, bis der Tag x kam und ich 3 Tage über ET war. Da ist man verpflichtet sich beim Arzt vorzustellen. Ich wollte meiner Hebi keinen Stress machen und habe mich ernsthaft bemüht einen Termin zu bekommen. Sobald ich erwähnt habe „kein ctg, kein ultraschall“ war ich überall unten durch. Das könnten die Ärzte nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, ohne zu wissen wie es mir geht einen Stempel in den mutterpass zu setzen. Habe denen erklärt, dass es mir prächtig geht, das sie Tasten dürfen, Blut entnehmen dürfen usw, aber keinen ultraschall/ctg. Keine Chance….
    Komisch, wenn es einem dreckig geht, interessiert es niemanden wie es einem geht, aber wenn es einem gut geht, sind die auf einmal besorgt….
    Da soll mir noch einmal jemand erzählen, die sind nur auf unser wohl bedacht…. es steht nur geld, geld, geld und nochmals Geld dahinter. Es gibt gewiss Ärzte, die noch mit Herz praktizieren, aber so einen muss man erst finden. Ich habe noch nicht geschafft….liegt wohl daran, dass diese Ärzte bald dichtmachen müssen, weil die Krankenkassen so ein unverantwortliches auszahlungssystem haben. Man verdient nur, wenn man Leute krank hält und Komplikationen heraufbeschwört.
    Also, wer jetzt noch schreibt, nancy hätte unverantwortlich und egoistisch gehandelt, weil sie eine schöne hausgeburt für sich und ihr Kind wollte, der soll mir dann mal erklären, was daran egoistisch sein soll, wenn man voll fertig nach Geburt, seinen eigenen Schmerz und alles was man selbst bei Geburt so erlebt wegsteckt, den schmerz ignoriert und zu seinem kind steht. Wie kann man behaupten, sie hätte verantwortungslos gehandelt, weil sie sich angeblich nucht genug informiert hätte, obwohl sie mit erfolg das kind zum atmen gebracht hat und dabei ruhig blieb, weil sie WUSSTE, dass babys manchmal etwas länger brauchen zum ankommen, weil sie WUSSTE, dass die pulsierende nabelschnur ihr baby versorgt. Der Sanitäter wird in Schutz genommen, der arzt wird in Schutz genommen:“ naja, waren nicht vom Fach….DANN LÄSST MAN SICH WAS SAGEN, WENN MAN KEINE AHNUNG HAT UND SPIELT SICH NICHT SO AUF.
    Bei nancy wird ihre berufliche Qualifikation angezweifelt, weil sie sich miteinem Wort vertan hat, aber der Arzt Mister X kennt noch nicht einmal die Funktion einer nabelschnur. Das fällt komischerweise keinem auf.

    Ich wollte eigentlich nur einen Kommentar schreiben. Bitte entschuldigt, das daraus ein Buch geworden ist. Ich könnte noch gefühlte 1000000 Geschichten erzählen, was ich mit Ärzten erlebt habe, aber das tue ich euch jetzt nicht an… ihr könnt zum Tee vorbei kommen und dann erzähl ich den Rest. Es sind wahre Begebenheiten und keine Statistiken, die die WHO ( finanziert von Pharma) verbreitet. Macht die Augen auf und seht was wirklich passiert und nicht was jemand verbreitet, der selbst nicht dran glaubt.
    Ich schreibe für gewöhnlich nie irgendwelche Kommentare ins Netz, aber wenn in diesem Bereich keine Stimmen laut werden, dann geht’s nur noch bergab.
    Seitdem wir Ärzte meiden und unsere Gesundheit selbst in die Hand genommen haben ( hinzugefügt sei aber noch, und das ist das wichtigste: wir beten für alles und bitten Gott um den Segen unserer gesundheit), und informieren usw, geht es uns besser denn je zuvor. Wir sind alle gesund, haben keine chronische krankheiten ( ausser mein Mann, der hat früher viel Antibiotika eingenommen und der hat ne Allergie, hat die aber mit Wachteleier 10000% im Griff und nicht mit CORTISON) und wir möchten keinen anderen Weg mehr gehen.
    Also, wir freuen, die wir zu Hause gebären, haben einfach den weiteren Durchblick und das hat nichts mit Egoismus, sich beweisen wollen und bla bla bla bla…zu tun. Irgendwann werden die anderen es hoffentlich verstehen…..
    Lieber Gruss an alle
    Ich

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