Was wenn … die Hebamme abspringt?

Hausgeburt geplant, die Hebamme steht in den Startlöchern … und dann kommt das Baby einfach nicht! Über den errechneten Geburtstermin zu gehen ist in Deutschland für eine Schwangere mit einigem Stress verbunden. Bis 10 Tage über den errechneten Termin dürfen Hausgeburtshebammen begleiten, dann greift ihre Versicherung nicht mehr. Der Traum von der Hausgeburt platzt, Frau muss ins Krankenhaus. – Oder muss sie?

Im Folgenden der Bericht einer Mama, die es ausprobiert hat.

Die Vorgeschichte

Schwangerschaft durch Test festgestellt. Dr. H. aufgesucht, ihm gesagt, dass letzte Periode völlig unklar sei. Etwa Mai 2012. Eintrag 6. März 2013 als ET (Entbindungstermin), mit Ungefährzeichen davor.
Weitere Termine bei Dr. H., er sehr lieb, auch einverstanden mit dem Vorhaben der Hausgeburt (nicht wie Dr. Z. bei unserer Tochter damals „mit so etwas Abartigem wie einer Hausgeburt möchte ich nichts zu tun haben“).

Allerdings Praxispersonal äußerst unfreundlich, grob und nicht sehr verständnisvoll, dass ich keinen Eisenwert im Finger messen und kein Blutabnehmen mag. Verständigung von Hebamme C., die schon die Geburt unserer Tochter begleitet hatte. C. teilt mit, dass sie Ende März zu ihrer Tochter nach Südafrika fliegen werde. Ich selbst bin überzeugt, dass das Kind eher Ende Februar kommt. (So irrt man!).

Wechsel von Dr. H. zu Frau Dr. S., da sie Frauenärztin und Homöopathin ist. Sehr angenehme Praxis, etwas tuddelig die Frau, aber entspannt und nervt nicht 🙂 Liebes Personal. Dennoch Unwohlsein, da am liebsten von Hebi daheim untersucht. C. ist auch bereit dazu. Prüfungstermin (Bibelkunde) rückt näher. Schwangerschaft geprägt von viel Stress, auch Tränen, aber nicht so schlimm wie bei unserer Tochter damals.

Als der Prüfungstermin (18. Februar) vorüber ist, weitere Untersuchungen von Hebi. Sie ist auch der Meinung, dass das Kind sich gut vorbereitet. Tritt die Rufbereitschaft an, alles im Haus für Hausgeburt gerichtet. Doch der Februar geht zu Ende. N., eine Doula, plant, vom 01. bis 06. März mit Kindern und Mann zu kommen. Hebi meint bei Besuch, dass das Kind schon unten liege. Muttermund zu. Kopf noch etwas unfertig vom Gefühl her. Kind warte vielleicht, bis die Doula aus Brandenburg dabei sei. Zunächst war Hebi kritisch, dass eine mir bis dato nur über Facebook Bekannte mit Familie kommen würde. Ob ich so gebären könne? Besuch sehr schön, wunderbare Kinder. Dennoch Gefühl in mir tatsächlich, dass in dieser Woche das Kind nicht kommt. Sehr starke Senkwehen am Dienstag (05.03.). Anscheinend hat sich der Kopf noch tiefer gesetzt. Mittwochabend regelmäßige Wehen, die aber wieder gehen. Doch lieber mit Hebamme, Mann und erstem Kind allein gebären – Doula und Familie reisen ab. Ganze Wohnung auf Vordermann gebracht, meiner Nachhilfeschülerin abgesagt, Bad genommen. Kind darf kommen 🙂

Nichts tut sich. Hebamme wollte Mittwoch kommen, war aber sehr krank. Daher Besuch auf kommende Woche verschoben. Hebamme meint, ob Besuch beim Frauenarzt sinnvoll wäre. Ich verneine, möchte Vorsorge bei ihr, wenn sie gesund ist. Samstag dann Telefonat, sie sagt, wir könnten auch zu ihr zu einer Vorsorge kommen. Ich Freitag und Samstag sehr traurig, weil ich eben nicht Vorsorge mit CTG etc. in der Praxis machen wollte, sondern bei Hebi, daher erleichtert und dorthin. Alles super, Kind startbereit, meint sie, aber Muttermund zu und Kind noch schwerer geworden. Sagt nun aber, wir sollen doch zur Frauenärztin, noch einen Ultraschall machen und messen, wie schwer Kind in etwa ist, da es viel kräftiger als unsere Tochter sei und sie für sich gerne wissen mag, was sie in etwa erwartet. In der Praxis bei Dr. S. dann nur Ultraschall gemacht und kein CTG :). Hebamme C. fragt kritischer, wie es gehe, wie das Gefühl sei. Nervosität steigt, da C. nur bis ET +10, also 10 Tage über den errechneten Geburtstermin, begleitet. Und dann? Krankenhaus.

Mittwoch, 13. März. Ich frage C., was genau dann sei, wenn es über +10 gehe. Sie sagt, ich solle noch keine Gedanken daran verschwenden. Man könne Donnerstag nochmal einen Cocktail probieren. Bis Freitag begleite sie, da sei ja noch viel Zeit. Dann rede man und vielleicht komme das Kind ja nachts.
Inzwischen auf Facebook im Forum meine Lage beschrieben, liebe und bemühte Unterstützung durch die anderen, vom Cocktail abgeraten. D, mein Mann, besorgt dennoch den Schnaps und Saft im Rewe. Hebamme C. kommt Donnerstag. Sitzt mit uns am Tisch. Erklärt, dass sie, seit es über den Entbindungstermin geht, ein seltsames Gefühl habe. Da gäbe es etwas, dass sie nicht einordnen könne. Da ja auch bei unserer Tochter damals alles so gut verlaufen sei. Aber etwas, was sie vielleicht nicht bewältigen könne. Da sei es gut, in sicheren Händen zu sein. Ihre Devise sei nicht die von anderen Hausgeburtshebammen, auf Biegen und Brechen zu Hause zu begleiten. Ich weine und weine. Die Angst vor dem Krankenhaus. Die Hilflosigkeit. Pistole auf die Brust – sie begleitet bis Freitag. Dabei ist Samstag ET +10. Ich nehme Cocktail nicht! Angst in mir, dass am Gefühl der Hebamme was dran sein könnte. D. redet von Besorgnis vielen Blutens nach Geburt.

Blutdruck 130 zu 100 – wen wundert es? Hebamme dennoch besorgt!

Durch das Forum immer stärkerer Gedanke an Alleingeburt, aber Angst so groß. Freitag verstreicht. Hebamme kommt, sagt, sie wird die Nacht noch mitbegleiten. Außer, es sei das schlechte Gefühl dann auch da. Da würde sie uns dann auch ins Krankenhaus schicken. Sie rät und legt ans Herz, dass wir uns im Krankenhaus vorstellen. Vorab klären, was uns wichtig ist für die U1 etc. (Da ich Kind nicht aus den Händen geben will, Plazenta gebären will etc.) – Illusorisch für ein Krankenhaus. Unterstützung im Forum wächst. Tolles Angebot von S. aus Ingolstadt, dorthin zu kommen. 🙂 Hat ein Geburtshaus.
Der Samstag beginnt. Nun bin ich ohne Hebamme. Sage meinen Eltern nichts davon, würden sterben vor Angst. Wen man trifft beim Spazierengehen mit den Hunde, wer anruft und Eltern, immer wieder fragt jeder, was da los sei, man sei ja schon über der Zeit. Nicht gut fürs Kind etc.

Entschluss steht immer mal, Geburt allein zu machen und im Notfall ins Krankenhaus zu fahren. Viele Tränen, Herzklopfen, Verzweiflung. N. warnt vor Komplikationen wie starke Blutung etc., was man dann mache – S. rät zum Vertrauen in einen selbst. Montag bricht an. Mein Mann an der Uni, ich telefoniere mit einer Hebamme in München auf Anraten von F. R. aus dem Forum. Sagt, dass es auch allein möglich sei. Oder ich mal eine andere Hebamme kontaktieren solle. Gibt mir die Nummer. Hebamme O. und ich telefonieren eine Stunde lang. Sie macht keine Hausgeburten mehr, sagt aber auch, wenn, würde sie nicht einfach dazukommen, da sie eine Frau begleitet haben will, um den Prozess nicht zu stören als Fremde. Ich solle ein Krankenhaus besuchen, unbedingt hin und mir alles ansehen und mich drauf einlassen als den nun neuen Ort für die Geburt. Rät mir noch eine Klinik ins Auge zu fassen, da sehr babyfreundlich (mit Auszeichnung) … naja.

Inzwischen habe ich mit J., meiner Freundin, vereinbart, dass ich die Geburt alleine mache. Sie rät auch dringend vom Krankenhaus ab solange es mir gut geht. Sagt, dass im Notfall sie ja auch in sieben Minuten mich ins KH gefahren hat, schneller als auf Krankenwagen zu warten und dann zu fahren. Sie ist bereit, bei der Geburt dabei zu sein. Ich fühle mich neben mir selbst stehend. Kann es nicht glauben, dass ich keine Hebamme habe und nicht weiß, was passiert. Im Forum Sabine F., fast selben Geburtstermin, ist auch auf dem Weg zur Geburt ohne Hebi :-/ Sie wird wohl ins KH fahren müssen, da Fruchtblase geplatzt.
Ich rufe in der von der Hebamme empfohlenen Klinik an. Sage, ET plus 10. Hebamme am Telefon sagt, da werde dann eingeleitet. Ich frage warum, Muttermund zu und mir geht es gut. Sie sagt, ich würde keine Krankenhaus finden, wo man nach ET +10 nicht einleite. Ich sage ihr, dass ich dann auch nicht zu kommen brauche.

Mein Mann kommt von der Uni, legt sich hin, meine Freundin J. noch kurz da. Dann fahren wir in die Klinik, unsere Tochter schläft im Auto. Verfahren uns aber.

Das Verfahren an jenem Montagabend (18.03.2013) war wohl der größte Segen. Als wir in der Klinik schon völlig fertig ankamen, war natürlich keiner mehr auf der Geburtsstation zu sehen. Wir gingen ein-zweimal den Gang auf und ab und standen vor den verschlossenen Kreissaaltüren. Auch sonst herrschte Totenstille. Als unsere Tochter anfing zu weinen und raus wollte, schloss jemand noch vehement die Tür zu den Empfangsräumen. Mir war klar, absolut klar, hier nicht ein Kind zur Welt bringen zu können.
Wir fuhren heim.

Der Geburtstag

19.03.2013 – der beste Tag :):):) begann damit, dass ich ab ca. 4.30 Uhr regelmäßige, deutliche Wehen spürte und ein sehr entspanntes Gefühl hatte. Ich teilte es meine Mann mit und schrieb meiner Freundin J. eine SMS, dass es wohl an diesem Tag so weit sei und sie, sobald sie wach sind, gerne kommen mögen.
Die Wehen hielten den Vormittag über an, J. kam mit ihrer Tochter und sie spielten mit unserer Tochter. Mein Mann ging nicht zur Uni und unser Hund, war unglaublich nervös, unendlich oft musste er raus. Ich trank viel und teilte mein Befinden den lieben Damen auf Facebook mit, die mich so unterstützt hatten.
Unsere Tochter guckte immer mal kritisch, wenn ich ob der Wehen tief atmete. Ich war sehr guter Laune und räumte hier und da auf, ging gegen Mittag nochmal selbst mit jeweils einem der Hunde, da die Wehen nun, wie ich für mich feststellte, wohl Phase 2 erreichten.

Etwas beunruhigend fand ich, dass ich völlig bei mir, Herr meiner Sinne war! Auch waren die Abstände nicht soo kurz, aber die Vehemenz zeigte mir, dass sich der Muttermund öffnete. Im Wald beim Spazierengehen musste ich schon richtig in die Knie gehen, da es so intensiv war.

Meine Freundin J. holte mittags etwas von McDonalds, um die hungrigen Kinder – und den besonders hungrigen Magen meines lieben Mannes zu füllen.

Mir war zu übel, um das zu essen. Am Nachmittag ging mein Mann mit unserer Tochter und J.s Tochter in den Sandkasten. Ich war aufs Bett gegangen, wo ich die seltenen aber extrem starken Wehen auf vier Beinen empfing und mich dann aber hinlegte, weil ich so müde war. Plötzlich riss mich eine kommende Wehe aus dem Schlaf und unter mir tropfte Fruchtwasser auf der Bettseite von meinem Mann. Ich freute mich unbeschreiblich und musste sehr viel lachen. Meine Freundin war etwas entsetzt, nicht wegen des Fruchtwassers, sondern dass ich trotz der deutlichen Schmerzen so lachen musste. Es kam so unglaublich viel Fruchtwasser im Verlauf der nächsten Viertel- halben Stunde! Meine Freundin notierte Uhrzeit und dass es klar sei. Also keinerlei Indikation für zu wenig oder gar grünes Wasser …

S., der wir dies am Telefon mitteilten, meinte, dass ich nun wohl eine Pause haben würde und das Kind bald kommen werde. Ich spürte sehr viel Freude in mir und konnte noch gar nicht fassen, dass ich wirklich vorhatte, allein zu gebären. Etwas später, ich war nur noch im T-Shirt gekleidet mittlerweile, übergab ich mich einmal im Waschbecken. Die Wehen wurden extrem stark. Ich ließ mir Wasser in der Badewanne ein. Ging mit T-Shirt hinein und empfing die Wehen im warmen Wasser im Sitzen. Allerdings überkam mich nun ein Gefühl der Unsicherheit. Die Schmerzen dieser Wehen waren so intensiv, so überwältigend. Ich wünschte mir nun doch, dass C., meine Hebamme, hier wäre, aber es gab ja kein zurück. Irgendwann hockte ich mich und drehte mich, dann stand ich, aber die Wehen waren so heftig. Unsere Tochter kam ins Badezimmer und ich bot ihr an, mit in die Wanne zu kommen. Sie war dabei sich auszuziehen, aber als ich ob einer sehr starken Presswehe stöhnte, weinte sie bitterlich nach Papa und er ging mit ihr und dem sehr(!)nervösen Hund eine Gassirunde.

Blut war im Wasser (Schleim!) und ich hatte nur noch den Gedanken, dass ich jetzt Angst hatte, zugleich aber auch nicht anders wollte als hier und jetzt. Ich bat meine Freundin J., S. anzurufen, ihr das Blut zu beschreiben. J. telefonierte zwischen Schlaf- und Badezimmer und beschrieb Konsistenz und Menge des Blutes, mich überkam bereits die nächste Wehe. J. rief, sie sehe den Kopf, aber ich spürte, dass ich jetzt nicht pressen oder dem Drang zu drücken nachgeben durfte, da ich nicht bereit war und mein Körper unten wohl komplett aufgerissen wäre. Ich war etwas verzweifelt, da ich bei vollem Bewusstsein nach wie vor war und den Schmerz enorm intensiv wahrnahm. Wieder eine Wehe, ich stand mit dem Gesicht zum Badezimmer in der Wanne, halb hockend, ließ die Welle zu, spürte diesen enormen unbeschreiblichen Schmerz, stöhnte ein lautes tiefes und annehmendes Jaaaaa, jaaaaaaaaaa, jaaaaaaaaa und der Kopf war draußen, im Moment des Schmerzes zugleich so ein überwältigendes Glücksgefühl, kurz bevor der Kopf nach außen trat. Dann war er da, ich schrie J. an, sie solle halten, doch nicht, dann drehte ich mich schräg hin, wieder eine Schmerzenswelle, ich hielt den Kopf in meinen Händen und dachte, die Schultern sind drin. Ich drehte irgendwie leicht am Kopf und gebar mit der Welle und meinen selbst helfenden Händen das kleine Geschöpf. Ich ließ sie ins Wasser gleiten, um sie zu wärmen. Sie schaute mich mit großen Augen an! Es war 17.32 Uhr! Erst im Wasser schaute ich kurz nach ihrem Geschlecht und zog ganz ganz sachte an der Nabelschnur, ob diese lang genug, nicht wie bei unserer ersten Tochter so kurz, sei und rief J. zu, sie solle S. fragen, was ich machen solle? Ich war so perplex, so frisch, die Wanne voller Blut. Der Papa und unsere Tochter kamen völlig fertig von der Hunderunde, der Hund hatte wohl Rehe aufgescheucht, jener kam auch ins Bad, schaute nur in die Wanne, schnupperte und ging sich dann schlafen legen, wo er doch bisher den ganzen Tag so nervös gewesen war! Der Papa erzählte vom Spaziergang, ich noch immer in der Wanne hockend das Kind drin im Wasser halb auf mir, und er nahm es noch gar nicht richtig wahr. Ich stieg vorsichtig aus der Wanne, legte mich aufs Bett, 10 Minuten später wieder eine starke Wehe, die ich im Liegen annahm und die Plazenta, weich und groß, wurde warm geboren. Freundin und Mann legten sie in eine Schüssel. Zuvor, ich noch auf dem Bett liegend, hatte ich J. gebeten, den Rat von S., unsere Hebamme anzurufen, zu befolgen. Sie rief C. an. Gab sie mir. Ich erklärte halb, dass ich zu Hause geboren hatte. C. sagte, sie breche ihre Besuche ab und sei in 20-30 Minuten da. Als sie eintraf, lag ich noch immer auf dem Bett, hatte aber das Mäuslein in Handtücher und auch mich bedeckt. Das T-Shirt hatte ich wohl im letzten Geburtsstadium ausgezogen.

C. ließ sich von mir erzählen, wie es gewesen war, wobei ich eher dezent davon sprach, dass ich, als die starken Wehen dagewesen seien, erst gemerkt hätte, dass es mit der Geburt wirklich soweit sei und dann nicht mehr ins Krankenhaus wollte. Warum ich sie nicht angerufen hätte. Ich teilte ihr meine Sorge mit, dass sie vielleicht den Krankenwagen gerufen hätte oder so. Sie sagte, das hätte sie doch nicht gemacht! Sie habe ja ohnehin gespürt, dass wir nicht in festen neuen Händen seien, aber sie konnte dieses Gefühl noch nicht einordnen. Aber ich hätte ja meine Wunschgeburt gehabt mit den spielenden Kindern und den Hunden um mich herum. 🙂

Kind wurde von ihr untersucht und auch mich schaute sie an, ich zitterte sehr. Sie untersuchte die Plazenta mit meinem Mann zusammen und J. brachte sie dann meinen Eltern runter 😀

Mein Papa kam hoch zum Gucken.

C. sagte noch, ich müsse genäht werden, da ich einen deutlichen tiefen Vaginalriss hatte (von den Schultern? 😉 ) Sie betäubte die Stelle, wo die Spritze hinsollte ein wenig, spritzte und nähte dann  *jaul* aber sie machte es wirklich gut!

Dieser unvergessliche Moment, als unsere zweite Tochter in der Wanne in meinen Händen lag und mich mit Riesenraupenaugen anblickte!! Ohne zu schreien. Welch ein vollkommener Tag!!!

5 Gedanken zu „Was wenn … die Hebamme abspringt?“

  1. Mein tiefster respekt für deine Geschichte. Aber etwas muss ich doch richtig stellen: Die Haftpflichtversicherung verbietet uns NICHT über ET+ 10 zu gehen. Wir haben schon Einschränkungen. Wir dürfen z.B. keine BEL außerklinisch entbinden außer im Notfall oder wenn ein Gynäkologe(HAHAHA) dabei ist. Von Übertragung ist keine Rede, auch weil sich das ja kaum kontrollieren lässt. Wichtig ist die gute Dokumentation. Und erste Hilfe muss ich immer leisten.

    1. Danke für die Richtigstellung! Ich dachte, Hebammen ihr Abspringen immer so begründet gehört zu haben. Woran mag es dann liegen, dass Hebammen über ET +10 abgeben? Angst? Anderweitig geregelte Vorschriften?

  2. Toller Bericht! Aber eines würde ich gerne klar stellen. Ich habe in einem Krankenhaus entbunden, sogar in einem Perinatalzentrum, da bei unserer Kleinen schon in einem frühen Stadium der Schwangerschaft eine Fehlbildung des Darms gezeigt hat und es war eine absolut traumhafte Geburt. Mit sehr viel Ruhe, keinem Spotlight (was man ja auch immer mal wieder Krankenhaus Geburten nachsagt),ohne Schmerz- oder Wehenmittel, ich hab die Kleine sofort auf den Bauch bekommen, habe in Ruhe die Plazenta geboren, durfte auch entscheiden, was damit gemacht werden soll etc….Ganz im Gegenteil, der Kinderarzt und ein „Intensivteam“ (da ich mich gegen eine Fruchtwasseruntersuchung entschieden hatte, ist man vorsichtshalber vom schlimmsten ausgegangen) sind sehr dezent am Ende der Geburt dazu gekommen (ich hab sie nicht mal bemerkt). Der Kinderarzt hat die Kleine „in Empfang“ genommen und sie auf das in unserem Fall wichtigste (Äußerliche Fehlbildungen, kein Darmausgang) untersucht. Wäre die Kleine wo anders geboren wäre wohl früher oder später Hektik ausgebrochen (So gut wie kein Kindspech, 3 Tage lang ausschließlich z.T. blutigem Erbrechen, damit wäre man wohl dann nach der Geburt doch in ein Krankenhaus geschickt worden).
    Ich finde ok, wenn eine Frau zu Hause entbinden will. Aber ich finde es ein bisschen Schade, dass dafür immer „Horrorgeschichten“ aus Krankenhäusern auf den Tisch kommen müssen.
    Soll doch jede so entbinden, wie sie und ihr Göttergatte es für richtig hält. Genauso, wie es schreckliche Kreissäle gibt, gibt es auch sicher Hausgeburten, die dann doch abgebrochen werden mussten oder die schief gingen.

  3. Hallo Sara,
    am besten kommst du momentan wohl an Informationen über das Forum http://www.hausgeburtsforum.de in der Untergruppe „Alleingeburt“ oder über die netmoms-Gruppe „Geburt in Eigenregie“. Dort trifft sich die „Szene“ und man diskutiert und tauscht sich aus. Ein Buch zum Thema habe ich in Arbeit, aber das dauert noch etwas. Es gibt Hebammen, die Alleingeburten unterstützen. Bei Hausgeburtshebammen kann man nachfragen, da stehen die Chancen am besten. Tipps dazu bekommt man auch in den o.g. Foren.

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