Was wir essen und warum

Da es immer wieder nachgefragt wurde, habe ich zum Thema Ernährung und wie wir das handhaben mal eine dreiteilige Videoreihe gemacht.  Ich hoffe, das beantwortet die meisten Fragen. 🙂

Teil 1: Die Urvölker, Weston Price und unser Weg zu gesunder Ernährung

Teil 2: Sieben Prinzipien traditioneller Ernährung

Teil 3: Anwendung der 7 Ernährungsprinzipien

 

 

 

 

17 Gedanken zu „Was wir essen und warum“

  1. Liebe Sarah,
    erst mal vielen Dank dafür, dass du deine Erfahrungen mit uns teilst!
    Wir kaufen unsere Butter und unseren Käse im Internet. Schau mal bei feiner-kaese.de vorbei. Es gibt in der Woche mehrere Versandtage, und die Butter kommt immer frisch gekühlt an. Ich friere einen großen Teil ein und hab es dann auf Vorrat. Preislich finde ich es ganz in Ordnung, zur Not ist Kerrygold immer eine Alternative.
    Soweit ich weiß gibt’s auch auf Amazon österreichische Rohmilchbutter. Hier in den Läden habe ich noch gar nichts gefunden, weder im Reformhaus noch sonst wo, was wirklich schade ist. Aber meine eigene Butter machen ist meiner Meinung nach viel zu anstrengend, da bestelle ich sie lieber alle paar Monate.
    Viele Grüße Canan

      1. Das sieht nach Qualität aus. 🙂 Danke für den Tipp! Man müsste das noch in Großmarktverpackungen kaufen können. So viel Butter wie bei uns weggeht, da würden wir bei den Preisen leider ganz schön ins Schwitzen kommen.

  2. Hallo Sarah,

    du hattest im Video nach Rezepten für Innereien gefragt. Dieses einfache Leberrezept schmeckt sicher auch Kindern:

    Für 4 Personen:
    500 g Leber
    2 große Äpfel
    2 bis 4 Zwiebeln/Schalotten
    Peffer
    Salz
    Butterschmalz

    Zwiebeln und Äpfel in Ringe/Schnitze schneiden. Zwiebeln in etwas Butterschmalz langsam braun braten. Zum Schluss die Äpfel hinzugeben und auch etwas anbraten. Pfeffern, salzen, beiseite stellen.

    Die Leber in mundgerechte Stücke schneiden, in Butterschmalz sehr heiß anbraten und nach spätestens einer Minute aus der Pfanne nehmen. Jetzt erst pfeffern und salzen! Mit den Zwiebeln und Äpfeln servieren.

    Dazu passt selbst gemachter Kartoffelbrei.

    Leber wird beim Braten schnell hart und schmeckt dann nicht mehr. Deshalb niemals zu lange in der Pfanne lassen und erst im Anschluss salzen.

  3. Deine Rezepte entsprechen übrigens sehr weitgehend der Küche meiner Kindheit. Ich liebe auch heute noch Knochen-, Rindfleisch- und Hühnerbrühen. Das ist für mich soul food.
    Hühnerbrühe koche ich gern aus Karkassen, wenn ich sie gerade auf dem Markt frisch bekomme. Gibt mit einem Bund Suppengrün eine wunderbar kräftige Brühe und ist im Vergleich zu einem Suppenhuhn guter Qualität spottbillig.

    1. Hallo Annalena,
      ich sehe das so wie Chris Kresser hier: https://chriskresser.com/important-update-on-cod-liver-oil/
      Denke, dass der Vitamingehalt des fermentierten Lebertrans überschätzt wurde, manches nicht ganz klar ist, aber dass es trotzdem kein schlechter Lebertran ist. Es gibt Leute, die vertragen ihn nicht, z.B. bei Histaminintoleranz. Und manche haben trotzdem niedrige Vitamin-D-Spiegel. Aber das kann auch mit anderem Lebertran passieren. Die Vitamin-D-Aufnahme ist ja auch abhängig von der Magnesiumzufuhr und allgemein der Fähigkeit, Nährstoffe aufzunehmen. Die Bestimmung des wirksamen Vitamin Ds ist auch nicht so einfach.
      Wir nehmen den fermentierten Lebertran weiter, weil
      – wir gute Erfahrungen damit gemacht haben. Es die Karies bei uns – und vielen anderen auch – zum Stillstand gebracht hat. So wirkungslos kann es also nicht sein.
      – traditionell Lebertran genau so hergestellt wurde.
      – wir es gut vertragen, die Kinder sich daran gewöhnt haben und auch keinen anderen wollen. (Im Zuge der ganzen Debatte haben wir auch andere Lebertrane getestet.)
      Es wurde auch davon geredet, dass die Firma, zu der Rositas gehört und die das Konkurrenzprodukt herstellt, an der Rufmordkampagne gegen Green Pasture beteiligt gewesen sein soll, um seine Marktanteile zu verbessern. Das habe ich aber noch nicht weiter erforscht.

  4. Hallo Sarah, ich habe mir die von dir empfohlenen Bücher zugelegt und stöbere vor allem im GAPS Buch sehr viel. Bevor ich bei unserer Tochter der Vermutung eines Impfschadens weiter nachgehe (leider hatte ich mich bei ihr noch nicht so sehr mit dem Thema befasst), wollte ich fragen warum du ADHS bei eurem Sohn vermutest. Wir vermuten es nämlich auch bei unserer Tochter – zumindest in einer abgeschwächten Form. Nur ist es heutzutage schwer das Verhalten des eigenen Kindes mit anderen Kindern zu vergleichen, da jede Familie doch sehr für sich lebt und selten über solche Dinge gesprochen wird.
    Unsere Tochter kann sich sehr ruhig beschäftigen, sei es beim Lego spielen, malen oder puzzlen, aber wenn es zum am Tisch sitzen und essen kommt, oder man sich mit ihr unterhalten möchte, tut sie sich sehr schwer ruhig zu bleiben. Was jetzt aber normal für eine fünf-jährige ist und was nicht, finden wir immer schwieriger einzuschätzen.
    Wie ist deine Erfahrung mit eurem Sohn und hast du in Richtung ADHS Bücher die du empfehlen kannst? Vor allem was die Diagnose angeht.
    Dankeschön! 🙂

    1. Hallo Annalena,
      Bücher über ADHS habe ich nicht. Ich habe im Internet recherchiert (darüber, wie sich ADHS äußert, was andere Eltern erleben) … und unseren Sohn beobachtet. Er war schon als Kleinkind sehr laut und impulsiv. Der konnte stundenlang schreiend (vor Freude/Erregung …) durch die Gegend rennen. Er ist immer noch sehr impulsiv und bekommt phasenweise wegen jedem „Pups“ einen Wutausbruch. Laut ist er ebenfalls immer noch. Wenn er mal nicht im Haus ist, fällt sofort auf, wie ruhig es plötzlich wird – obwohl da immer noch fünf andere Kinder sind. Er ist also im Vergleich mit anderen Kindern schon in gewisser Weise extrem. Gleichzeitig ist er ein sehr offener Charakter, der ohne Umschweife auf andere zugeht und sie einbezieht. Aber er überschreitet dabei auch oft Grenzen und hat Schwierigkeiten, seine eigenen Grenzen und die anderer wahrzunehmen. Wir haben ihn nicht testen lassen, denn ich will eigentlich keinen Diagnosestempel für ihn und es würde im Umgang mit ihm für uns nichts ändern. Ich halte auch nichts davon zu sagen: Der ist halt so, weil er Diagnose XY hat. Sondern erwarte, dass jedes Kind sich im Rahmen seiner Möglichkeiten bemüht. Jeder Mensch hat ja seine Herausforderungen, ob man ihn deshalb nun in eine Diagnose-Schublade stecken kann oder nicht.
      Die offizielle Diagnose stellen Kinderpsychologen und Kinderpsychiater. Da gibt es Fragebögen, die dann entsprechend ausgewertet werden … Mit 5 finde ich eine ADHS-Diagnostik recht früh. Ich würde noch 1-2 Jahre warten. Da passiert entwicklungstechnisch noch so viel und normal ist eben doch sehr viel … Wobei immer die Frage ist, was eigentlich „normal“ ist. 😉

      1. Danke Sarah, deine Antwort hat mir schon sehr geholfen. Das klingt doch um einiges extremer als bei meiner Tochter. Ich habe mir in der Zwischenzeit Bücher von Jesper Juul besorgt, um nochmal an meinem Umgang mit ihr zu feilen und siehe da, das Kind ist wesentlich ausgeglichener.

        Nun aber noch eine Frage zur Beikost bei Babys. Ich hatte mir die Bücher von Sally Fallon besorgt und dann bei unserem Sohn mit ca. 5 Monaten mal etwas Eigelb versucht. Das war sein erstes Essen gewesen, abgesehen von Muttermilch. Nach ein paar Tagen hatte er Verstopfung und wie so schwarze Körner im Stuhl. Wir hatten dann herausgefunden, dass das an dem Eisen liegt, der nicht verstoffwechselt we kann. Hattet ihr das auch?

        Dankeschön! 🙂

        1. Liebe Annalena,
          interessant das mit dem Eigelb bei euch. Nein, wir hatten das nie. Vielleicht ist sein Darm noch nicht soweit, also dass er sowas noch nicht komplett verdauen kann. Ich hab auch eher mit 6 Monaten Beikost angefangen und zunächst auch nur in kleinen Mengen. Der Stuhl wird dabei etwas fester und dunkler – egal mit welche Beikost. (Habe bei den ersten Kindern noch nichts von Weston Price und Co. gewusst.) Aber Verstopfung oder schwarze Körner habe ich nie beobachtet. Ich würde wohl noch etwas warten und dann wieder versuchen wenn er älter ist.
          Toll, dass dir Jesper Juul helfen konnte. Den finde ich auch klasse!

  5. Hallo Sarah,
    ich habe hier zwei Rezepte, die sich gut für die Knochenbrühe eignen.

    –> Lebernockerlsuppe (aus dem Bayrischen Kochbuch – ich bin im Allgäu aufgewachsen):

    100g Rinds- oder Geflügelleber, 40g Butter, 40g Semmelbrösel, Salz, 1Ei, etwas Zitronenschale, 1 kleine Zwiebel, Petersiliengrün, Majoran, 1 1/4 (- 1 1/2) l Brühe, Schnittlauch

    Leber waschen, häuten, schaben und fein wiegen oder durch Fleischwolf oder in Mixer geben oder pürieren. Zwiebel klein schneiden und andünsten. Butter schaumig rühren, Semmelbrösel, Ei, Salz, Zwiebel, Petersilie, Majoran, Leber und abgeriebene Zitronenschale zugeben. Teig kalt stellen. In abgeschmeckte, kochende Brühe Probenockerl einlegen (mit dem Teelöffel aus dem Teig abstechen). Ist dieses gut, übrige Nockerl in kochende Brühe einlegen, 10 min ziehen lassen (nicht kochen lassen), mit Schnittlauch anrichten.

    Anmerkung: Da ich – genauso wie du – Mehlprodukte vermeide, verwende ich nur wenig Semmelbrösel. Dadurch lösen sich die Nockerl in der Brühe etwas auf, was dann nicht so schön aussieht. Dem Geschmack tut es keinen Abbruch.

    –> Wirsing-Eintopf

    1 Wirsing (besser zwei kleine mit viel grünen Blättern), 3 Kartoffeln, 1/2 Sellerie, 1 Bund Petersilie, 200 g Siedfleisch, evtl. Markknochen, Pfeffer, Salz

    Wirsingblätter waschen und die groben Rippen entfernen. In einem großen Topf mit Wasser od. Knochenbrühe, Salz, Siedfleisch, den geschälten und kleingeschnittenen Kartoffeln und Sellerie aufsetzten und ca. 2 h weich kochen. Anschließend alles durch einen Fleischwolf durchtreiben. Eine dunkle Mehlschwitze aus 1 geschnittener Zwiebel, Schmalz und etwa 2-3 EL Mehl zubereiten, ablöschen und mit dem gekochten Wirsing auffüllen. Abschmecken.

    Herzliche Grüße,
    Judith

  6. Liebe Sarah!
    Meine Tochter ist 6 Monate alt und ich schwimme in der Informationsflut zur Beikost. Kannst du Buchtipps aussprechen?Oder zu Eigelb und Butter weitere Lebensmittel für Geschmacksproben nennen? Oh ich warte sehnsüchtig auf deinen Beitrag zu diesem Thema..
    Das neue Video ist mal wieder genial! Toll wie leicht du es auf den Punkt zu bringen vermagst! Danke

    1. Das Video ist das nächste auf meiner Liste. 🙂 Ich arbeite dran.
      Wir sind ja gerade auch im Beikoststart. Was ich außer Eigelb (meist zum Frühstück, da es da weichgekochte Eier für alle gibt) und Butter (meist zum Abendbrot, weil es da belegte Brote für alle gibt) gebe ist von dem Essen, was ich sowieso koche (mittags). Das ist also quasi der Beginn vom Mitessen am Familientisch. Da ich viele Eintöpfe mit Knochenbrühe koche (wir salzen sehr moderat, da habe ich keine Angst, das Baby zu „versalzen“), besteht die Beikost dann aus Brühe und etwas feingekautem Festen. Das steigert sich mengenmäßig mit der Zeit automatisch und wenn das Baby Zähne kriegt, muss ich ihm nicht mehr so viel vorkauen. Ja, richtig, ich kaue bewusst meinem Baby das Essen vor, wie es in traditionellen Kulturen schon immer üblich war. Das tue ich deshalb, weil mein Speichel dem Baby das Essen schon mal leicht andaut, es dann also leichter verdauen kann. Das kann ein Mixer nicht. Und weil ich keine Angst vor Kariesbakterien habe, da ich nicht glaube, dass Kariesbakterien allein zu Löchern führen. (Mehr zum Thema Kariesentstehung und -vorbeugung hier auf meiner Seite unter dem Reiter „Karies heilen“.) Was ich noch gebe – nicht für schwache Nerven, aber auch das wird in traditionellen Kulturen gemacht – rohe, vorgekaute Leber. 😛 Leber enthält sehr viele wichtige Nährstoffe in großer Dichte. Ich kaufe die Leber frisch im Bio-Laden, friere sie portionsweise ein und taue nach Bedarf auf. Wenn man den Geschmack nicht gewöhnt ist, ist das Vorkauen eine kleine Überwindung. Aber der Spatz mag das Zeug.
      (Wen ich bisher noch nicht schocken konnte, der ist es vermutlich jetzt. *lol*)
      Kochen und pürieren sind natürlich genauso möglich. Leber ist so oder so ein nährstoffreiches Anfängeressen.
      Einen halben Teelöffel Lebertran gebe ich außerdem pro Tag.

  7. Liebe Sarah! Vielen lieben dank für die Inspiration. Wir ernähren uns seit dem 01. Tag diesen Jahres zu einem großen Teil nach deinen Empfehlungen, plus Lebertran und für mich noch Jod. Und ich muss sagen es tut uns sehr gut! Ich freu mich riesig auf das nächste Video, das war ein hilfreicher Vorschuss!!

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