… die Nabelschnur war um den Hals

Wie oft habe ich diesen Satz schon gehört! Damit werden Geburtsstillstände und Kaiserschnitte am laufenden Band gerechtfertigt. Es wird großzügig ignoriert, dass dieselbe Geburt meist einfach „nur“ von Anfang an gestört wurde. Die Frau konnte während der Eröffnungsphase nicht genug entspannend, ihr wurde Angst gemacht: um schlechte Herztöne, einen vorzeitigen Blasensprung etc. Sie schüttete mehr Stresshormone aus, als für einen reibungslosen Geburtsablauf gut sind. Und zu wenig Geburtshormone, um eine normale Geburt in dem Zeitrahmen, den die Geburtshelfer ihr zugestanden, normal zu gebären.  Folglich fand man dann auch keine Ursache für den Geburtsstillstand … außer eben: die Nabelschnurumschlingung! Die darf dann als Sündenbock herhalten.

Was man den Eltern nicht erzählt: Ein Drittel aller Babys hat bei der Geburt die Nabelschnur um den Hals. Einmal oder mehrmals. Solche Babys werden in der Regel ganz normal geboren. Wer zählt mit, wie oft im folgenden Video die Nabelschnur um den Hals gewickelt war?

Ein Gedanke zu „… die Nabelschnur war um den Hals“

  1. Großartig!!! Und die Geburtshelferin trug noch nicht einmal Handschuhe, weil sie NIE VORHATTE, SICH ERNSTHAFT EINZUMISCHEN!!! Was würde ich darum geben, wenn so etwas in deutschen Kreißsälen möglich wäre…
    Das wäre ein Traum für alle, die es sich nicht alleine zuhause zutrauen…

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