Gesunde Ernährung – Wie soll man eigentlich wissen, was gesund ist?

Mal ein Thema, das nicht direkt mit Geburt zu tun hat, aber doch einen entscheidenden Einfluss auf den Verlauf von Schwangerschaft und Geburt hat: Die Ernährung. Ich hab mal die Erkenntnisse von Weston Price und ein paar anderen Forschern zusammengefasst, da ich sie für die verlässlichsten Antworten halte, die man auf die Frage nach einer gesunden Kost bekommen kann.

Im Dschungel der Ernährungsempfehlungen kann man sich leicht verlaufen. Ständig kommen neue Studien, die das eine oder andere belegen. Eine Modeströmung wechselt die nächste ab. Und dann gibt es all die alternativen Richtungen. Manche halten Fleisch für die Mutter allen Übels, andere lehnen tierische Produkte ganz ab. Die einen behaupten, Milch sei super gesund, die anderen machen sie für Krankheiten aller Art verantwortlich. Die einen scheuen tierisches Fett wie der Teufel das Weihwasser, die anderen halten es für ihre Rettung. Manche meinen, man sollte das meiste abkochen oder durchbraten wegen der Bakterien, andere meinen, man müsse alles roh essen. Aber was stimmt nun? Was ist wirklich gesund? Und wie kann man sich sicher sein? Jeder, der sich schon einmal mit Studien beschäftigt hat, weiß, wie leicht man alles Mögliche herein und herausrechnen bzw. interpretieren kann. Zu viele Faktoren lassen sich eben doch nicht erfassen oder zuverlässig berechnen.

Da es also schwierig scheint, auf diesem Weg endgültige Erkenntnisse zu erlangen, habe ich Folgendes gedacht: Man müsste doch Kulturen ausfindig machen können, die sich nachweislich guter Gesundheit erfreuen und dann untersuchen, was diese Leute essen und wie sie leben. Und tatsächlich haben Wissenschaftler das bereits getan, unter ihnen ein Zahnarzt namens Weston Price. Sein Sohn starb an den Folgen einer Wurzelbehandlung, die Price selbst durchgeführt hatte. In Folge war Price von der Frage getrieben, was die Menschen der modernen Zivilisation eigentlich so krank sein lässt und was eigentlich gesundheitstechnisch falsch läuft in unserer so fortschrittlichen Welt. Price beschloss herausfinden, ob es Völker gibt, die sich bis ins Alter guter Gesundheit erfreuen und wenn ja, wie sie das erreichen. So bereiste er in den 30er Jahren, als es noch deutlich mehr ursprünglich lebende Kulturen als heute gab, verschiedene Teile der Welt. Teile Afrikas, Alaska, Australien, Neuseeland, die Schweiz, Schottland, nur um ein paar zu nennen. Da er Zahnarzt war, lag sein Schwerpunkt darauf, den Zahnstatus und die allgemeine Gesundheit der Leute zu erfassen und ihre Ernährung zu analysieren. Dabei traf er, egal wo er hinkam, auf ein wiederkehrendes Muster: Solange sich die Eingeborenen von ihrer traditionellen Kost ernährten, waren sie zu fast 100% immun gegen Karies (in Abwesenheit von Zahnärzten, Zahnbürsten und Fluor!) und entwickelten durchweg breite Kieferbögen in denen alle Zähne genug Platz hatten. Erkrankungen wie Arthritis, Tuberkulose und Krebs kamen nicht vor und die Frauen erfreuten sich leichter Geburten. Price untersuchte jeweils auch die gleichzeitig ansässige weiße Bevölkerung, wenn sie vorhanden war, bzw. die Bevölkerungsteile, die die moderne Lebensweise angenommen hatten. Durchweg konnte er dabei nur eins feststellen: Wurde die moderne Ernährungsweise gelebt oder von den Einheimischen übernommen, verfielen die Zähne und die Gesundheit. Die Kinder der Eltern, die ihre traditionelle Kost zugunsten der modernen aufgaben, entwickelten schmalere Gesichtszüge, engere Kiefer und schief stehende Zähne. Geburten wurden eine oft komplizierte, langwierige Angelegenheit und die Anfälligkeit für alle möglichen Krankheiten stieg.
Weston Price analysierte die jeweils verzehrten Nahrungsmittel auf ihren Nährstoffgehalt; die der traditionellen Kost sowie der modernen Kost, und stellte zwischen beiden (so verschieden traditionelle Ernährungsweisen rund um den Globus auch waren), folgende gemeinsame Unterschiede fest:

Traditionelle Ernährungsweisen enthielten durchweg größere Mengen an Mineralstoffen wie Kalzium und Phosphat und mehr fettlösliche Vitamine (D, A, K, E), die vorallem in tierischem Fett vorkommen. Getreide wurde frisch gemahlen, gesiebt und gesäuert. Weder hoch verarbeitetes Weißmehl noch ungesäuertes Vollkorn wurde traditionell gegessen. Den höchsten Grad an körperlicher Perfektion und Widerstandskraft gegen Karies hatten Völker, die vorwiegend von Fisch und Meeresfrüchten oder Fleisch sowie anderen tierischer Produkte zusammen mit Gemüse und Früchten, aber einem niedrigen Getreideanteil in der Ernährung lebten. Dazu gehörten u.a. die Massai, die Bewohner verschiedener pazifischer Inseln und bestimmte Indianer in Südamerika.

Die moderne Kost unterschied sich von der traditionellen vor allem durch die Verwendung hoch verarbeiteter Lebensmittel (Weißmehl, raffinierter Zucker, billige Pflanzenfette, Dosenessen) und der Verwendung großer Mengen leerer Kohlenhydrate (Zucker und Weißmehl).
Mit seinen gewonnenen Erkenntnissen schuf Weston Price unter anderem eine Diät, die Karies in über 95% der Fälle zum Ausheilen brachte. Diese Diät war dank der täglichen Gabe von einem Gemisch aus Lebertran und Butteröl sehr gehaltvoll an den sonst in der modernen Kost fehlenden fettlöslichen Vitaminen.

Weston Prices Erkenntnisse erscheinen mir verlässlicher und stimmiger, als die verschiedenen modernen Ernährungsstudien. Anhand von Schädelfunden konnte er in den von ihm bereisten Ländern auch nachweisen, dass die untersuchten Völker seit Jahrhunderten oder Jahrtausenden eine körperliche Perfektion erreichten, die heutzutage selten ist. Dabei ist die Umsetzung seiner Erkenntnisse natürlich nicht so leicht. Hier ein paar Gedanken zu häufiger auftauchenden Fragen:

Getreide: Bei einigen Völkern, die Weston Price untersuchte, machte der Verzehr von Getreide einen nicht geringen Teil der Ernährung aus. In der Schweiz wurde viel Roggenbrot gegessen, auf den Äußeren Hebriden Hafer. Allerdings wurde das Getreide immer einer sorgfältigen Zubereitung unterzogen, die heute, im Zeitalter der industriellen Verarbeitung und des Zeitmangels, zu allermeist wegfällt. Das hat weitreichende Konsequenzen für die Gesundheit, da Getreide (wie auch Nüsse, Bohnen, Linsen und Samen) verschiedene sog. Anti-Nährstoffe enthalten (dazugehören Phytinsäure und Lektine), die im Körper Mineralstoffe binden und für den Körper somit nicht verfügbar machen. Zudem schädigen einige dieser Stoffe die Darmwand oder hemmen Verdauungsenzyme. Um diese Stoffe unschädlich zu machen, braucht es einer sorgfältigen Zubereitung des Getreides. In traditionellen Kulturen gehörte dazu ein Trocknen an der Sonne, frisches Mahlen vor der Zubereitung, ein Aussieben der Kleie (sie enthält den größten Anteil Anti-Nährstoffe) und Säuerung. Mit verschiedenen Versuchen an Mensch und Tier konnten das Forscherehepaar Edward und May Mellanby zeigen, dass Haferflocken, und Vollkorngetreide allgemein, Karies, Rachitis und Skorbut verursachen konnten. Diese Eigenschaften verlor das Getreide erst nach sorgfältiger Zubereitung, wobei jede Getreideart unterschiedlich ist – in ihrem Gehalt an Anti-Nährstoffen sowie der erforderlichen Zubereitung. Ein zusätzlicher Schutz vor den im Getreide enthaltenen Anti-Nährstoffen entstand durch die ausreichende Zufuhr fettlöslicher Vitamine.

Tierische Eiweiße: Eine Kost, die sich traditionelle Ernährungsweisen zum Vorbild nimmt, ist zumeist reichhaltig an tierischen Eiweißen und Fetten. Am besten sind frische, unverarbeitete Produkte aus ökologischer Weidehaltung oder von Wildtieren. Das ist heutzutage nicht leicht zu realisieren. Wo kriegt man zum Beispiel noch unpasteurisierte Weidemilch her? Dann gibt es viele, die aus verschiedenen Gründen Eiweiße nicht mehr gut verdauen können. Hier gibt es allerdings Möglichkeiten, dem Darm auf die Sprünge zu helfen und dem Problem Abhilfe zu schaffen. Rohe Eiweiße sind z.B. oft besser bekömmlich als gekochte und gesäuerte Milch besser als ungesäuerte. Auch für die Umstellung von schnellen Kohlenhydraten auf Fett und Eiweiße braucht der Körper eine gewisse Zeit.

Vegetarismus: Weston Price fand bei seinen Studien kein Volk, das vegetarisch lebte und sich dabei guter Gesundheit erfreute. Dabei kam er allerdings nicht nach Indien, wo es wohl ein paar Bevölkerungsgruppen gibt, die vegetarisch und gesund leben. Ein ausgeklügeltes Zusammenspiel bestimmter Anbautechniken, Nahrungsmittel, Kräuter und Zubereitungspraktiken macht es ihnen möglich, den Nährstoffgehalt ihrer Nahrung in Abwesenheit von Fleisch zu optimieren. Dies in unsere Kultur zu kopieren scheint aber eher unmöglich. Wer als Vegetarier Fisch isst, für den ist es allerdings kein Problem, die erforderlichen Nährstoffe zu bekommen. Wenn nicht, muss man seinen Bedarf an fettlöslichen Vitaminen aus hochqualitativer Milch und Eiern beziehen. Das kann aber vor allem für Kinder, die sich im Wachstum befinden, und für Schwangere und Stillende mit ihrem höheren Bedarf nicht ausreichend sein. Ein Zeichen für einen Mangel ist dabei die Entstehung von Karies.

Gemüse und Obst: Traditionelle Kulturen bemühten generell sich, ihre Lebensmittel durch Kochen, Säuern und andere Methoden gut verdaulich zu machen. Viele Gemüse müssen gekocht werden, damit sie in größeren Mengen bekömmlich bleiben. Sie enthalten nämlich unverdauliche Zellulose und verschiedene Pflanzentoxine, die durch Kochen oder Säuern erst entfernt werden müssen. Gleichzeitig werden dabei auch viele gebundene Nährstoffe frei. Obst, vor allem süßes Obst wie Bananen und viele der heutigen Äpfel, enthalten sehr viel Zucker und sollten deshalb auch nicht im Übermaß genossen werden.

Quellen:

Nutrition and Physical Degeneration, Weston Price
Cure Tooth Decay, Ramiel Nagel

81 Gedanken zu „Gesunde Ernährung – Wie soll man eigentlich wissen, was gesund ist?“

  1. Genau diese Infos habe ich neulich gesucht. Während meiner Schwangerschaft habe ich viel mit Karies zu kämpfen gehabt. Ich habe daraufhin meine Zahnärztin gefragt, ob ich etwas falsch machte oder in meiner Ernährung etwas fehlen könnte. Für eine zweite Schwangerschaft wollte ich vorbereitet sein. Sie meinte die Ernährung habe nicht so viel damit zu tun, ich müsse nur regelmäßig putzen. Selbst ich, als Laie, fand diese Aussage unlogisch. Danke schön!

    1. Weston Price hat sich auf die Messung von Vitaminen (A,D,E,K,C) und Mineralstoffen (Kalzium, Phosphat) konzentriert. Ob er den Salzgehalt erfasst hat, kann ich momentan nicht sagen, bzw. finde ich in seinem Buch nichts explizit dazu. Ich habe aber auch nicht die gesamten Untersuchungsprotokolle Weston Prices vorliegen.

  2. Erstaunlich, dass Vegetarier und Veganer hierzulande oft gesünder leben und sind, als Omnivore.
    Erst am Samstag habe ich das entzückende, 4Wochen alte Baby einer Veganerin kennen gelernt und bin mehr denn je überzeugt, dass tier. Produkte uns krank machen.
    V.a. Kuhmilch ist die Säuglingsnahrung einer anderen Spezies, kein bisschen für den Menschen gedacht und Auslöser von Allergien, Osteoporose, Diabetis und div. Krebsarten, was mir – nebs den bekannten Forschern im Bereich Veganismus – eine Professorin der ERnährungswissenschaft an der TU München ( die Uni, die von Weihenstephan, der Molkerei, gesponsert wird ) bestätigt hat.
    Welchen ernährungsphysiologischen Sinn dieses „Produkt“ haben soll muss mir erst noch jemand schlüssig erklären.

    1. Ich denke, der Eindruck, Vegetarier/Veganer seien gesünder liegt darin, dass sie sich auch sonst bewusster ernähren, was eben viele, die Fleisch essen, nicht tun. Mir persönlich sind allerdings bis jetzt keine Veganer begegnet, die nicht verdächtig blass und kränklich aussahen.
      Die menschliche Geschichte und Ernährungsforschung aus einer Zeit, als Milch noch roh und von Weidetieren kam, spricht einfach eine andere Sprache. Kuhmilch wird traditionell seit Jahrtausenden konsumiert, ohne dass die Menschen damals unter den heutigen Wohlstandskrankheiten litten. Es macht keinen Sinn, warum etwas, was Menschen über so lange Zeit gesund erhalten hat, plötzlich krank machen soll – wenn es sich denn dabei um dasselbe Produkt handelt. Die Milch von heute (hocherhitzt, homogenisiert, von Kühen ohne Weidegang und mit Medikamenten gepuscht) unterscheidet sich doch erheblich vom ursprünglichen Naturprodukt. Kein Wunder, wenn das krank macht. Aber die Milch komplett zu verteufeln wäre unwissenschaftlich und schüttet das Kind mit dem Bade aus.

      1. Das vernachlässigt die Frage, ob die Menschen früher nicht TROTZ Milchkonsum gesund geblieben sind, weil vieles andere besser gepasst hat. Zu sagen, die Milch hätte die Menschen gesund erhalten, ist kein sinnvoller Schluss.
        Btw: deine Behauptung, dir sei noch kein gesund aussehender Veganer/Vegetarier untergekommen, ist so schlimm klischeehaft und straft 90% aller Veggies Lügen, dass fällt es schwer, dich weiter ernst zu nehmen. Sehr schade – ich hätte mehr von dir erwartet.

        Lena, die seit 8 Jahren vegan lebt, Leistungssport treibt, Ernährungswissenschaft studiert hat und nach einer veganen Schwangerschaft ein gesundes, kariesfreies, veganes, rotbackig/braungebranntes Kleinkind in ein empathisches Leben begleitet.

        1. Das ist interessant. Ich kenne leider tatsächlich (noch) keinen gesund wirkenden Veganer oder Vegetarier. Das ist einfach die Wahrheit und ich lasse mich gerne eines Besseren belehren. Leider kenne ich eben viele, die mit vegan oder vegetarisch Probleme bekommen haben oder Probleme haben. Ich bin im Herzen ein Forscher und beobachte zu allererst. Meine Bewertung dieser Beobachtung mag klischeehaft klingen, aber beobachten heißt, vorurteilsfrei an die Dinge heranzugehen und das habe ich getan. Ich war nicht immer gegen vegetarische oder vegane Lebensweise. Das kam mit der Zeit, dem Wissen was ich mir angeeignet habe und dem, was ich beobachtet habe.
          Wenn es bei dir vegan so gut geht, super! Gratulation! Das sollte die Leute nur nicht zu sicher glauben lassen, dass sie vegan auf Dauer auch so gesund sein werden. Das schaffen nämlich nur wenige. Und wie ich auch mitbekommen habe, wird unter den Vorzeigeveganern gern mal gelogen – nach außen gibt man sich vegan, in Wirklichkeit ist man so vegan dann aber doch nicht. Das Missionarische und Kämpferische dient der Bewegung auch nur bedingt. Das zeigt sich besonders daran, wie mit Ex-Veganern umgegangen wird. Die werden mehr angefeindet als die „ignoranten Allesesser“. Das ist nicht menschenfreundlich.
          Ich bin einfach daran interessiert, dass Menschen wissen, wie sie sich zuverlässig gesund erhalten können – ohne bei der Suche nach der richtigen Ernährung zu viel Lehrgeld zu bezahlen. Und da ist immer noch am verlässlichsten, was sich über Jahrtausende bewährt hat. Dahin zurückzukommen ist dringender denn je, wenn man den gesundheitlichen Verfall ringsum betrachtet.

  3. Sarah, das sehe ich genauso!
    Ohne FLeisch oder FIsch oder Käse MÖCHTE und kann ich nicht leben, aber wir essen lieber unsere selber gezogenen Kaninchen und unser eigenes Gemüse als das
    mit Konservierundsstoffen vollgepumpte Essen aus dem Supermarkt….wo möglich!
    Wir waren schon in der Mongolei, die dort lebenden Menschen sind kräftig, gesund und langlebig, obwohl ihre Ernährung uns nach unseren wissenschaftlichen Vorstellungen wenig gesund erscheint:
    Hammelfleisch von freilaufenden Tieren in jeder Variation zu fast jeder Mahlzeit………dazu wenig Reis oder zwiebelgefüllte Teigtaschen……kaum Obst und Gemüse, dafür Yakbutter und Frischmilch in großen Mengen, nicht zu vergessen Kumiß….vergorene alkoholische Stutenmilch, die alle, auch die Kinder, trinken……eine merkwürdig erscheinende Mischung, doch die Leute erfreuen sich bester Gesundheit….wahrscheinlich, weil sie kaum je Farb- und Konservierungsstoffe und andere chem. Zusätze in der Nahrung zu sich nehmen…..

  4. Hallo Sarah!

    sehr interessant das ganze… vielleicht hast du (Zeit *haha*) und Lust, uns mal an einem „Essenstag“ von dir und deiner Familie teilhaben zu lassen, wie macht ihr das denn nun konkret??
    Würde mich sehr freuen, beste Grüße!

    Mareen

    1. Unser Essentag sieht derzeit so aus:

      Frühstück: Vollfettjoghurt (die Bio-Variante) mit einer halben kleingeschnippelten (Bio-)Banane drin, dazu ein weichgekochtes Ei von unseren Hühnern, Rohmilch (aus dem Stall vom Nachbarn – was für ein Luxus) als Getränk und eine Kiwi (für’s Vitamin C). Damit sind ich und die Kinder zufrieden. Mein Mann mag gern noch Brot (selbergebackenes Sauerteigbrot) mit Butter und Käse oder Wurst. Er hält’s nicht so streng und will seinen Süßkram nicht missen, also für ihn auch Marmelade.
      Mittagessen: Ich lege Wert drauf, dass es regelmäßig Suppen und Eintöpfe aus Knochenbrühe mit Gemüse und hochwertigem Fleisch gibt oder Fisch. Vermeiden tu ich Nudeln und andere Mehlprodukte. Das sind aber alles keine 100%-Angaben. Wir essen auch mal Nudeln oder eine Süßspeise, aber eben möglichst selten. Wichtig ist mir insgesamt, möglichst selten Mahlzeiten zu servieren, die hauptsächlich aus leeren Kohlenhydraten bestehen.
      Abendessen: Sauerteigbrot mit dick Butter, Käse oder Wurst (obwohl in der gekauften Wurst auch meist ein Haufen Mist drin ist und man genau schauen muss, um was halbwegs vernünftiges zu kriegen), dazu verschiedene Gemüse, mal auch einen Salat und Smoothie aus (echtem) Kefir, rohen Eiern und Bananen. Getrunken wird meist unsere Stallmilch, aber auch Tee oder Orangensaft (Letzteres gern selbst gepresst).
      Als Zwischenmahlzeit oder Nachtisch: Obstsalat mit Sahne, Quarkspeise oder selbergemachten Früchtequark. Zusätzlich nehmen wir täglich eine Mischung aus fermentiertem Lebertran und Butteröl, wie Weston Price erfolgreich zur Kariesbekämpfung eingesetzt hat.
      Ich seh schon: Wir sind ganz schöne Essen-Nerds geworden. Aber was tut man nicht alles, wenn das Kind Löcher in den Zähnen hat, aber den Zahnarzt verweigert. Immerhin, es hat funktioniert. Die Karies ist trotz ihrer Größe wieder hart geworden und Kind kann auf den Zähnen wieder kauen. Jippie!

      1. hallo nach Norden!
        😉

        ich schreib mal noch ein paar Fragen zusammen, vielleicht hast du ja irgenwann Muße sie zu bantworten 🙂

        *was gibt es bei euch im Alltag dann als Getränk? immer nur Milch kann ich mir nicht vorstellen. Leitungswasser? Quellwasser? woher nur?
        *backst du immer selber euer Brot? Rezeptvorschläge?
        *wie macht ihr das mit dem Mehl? frisch mahlen?
        *wo landen die ganzen geschenkten Kekspackungen (gibt bei uns so viele… auch wenn es bio-dinkel sind, will ich die nicht täglich geben)
        *was ist mit Honig als Süßungsmittel?

        na ich glaub ich hör auf zu fragen, sonst wird es noch länger… außerdem find ich tippen mit einer hand und der lütte auf dem Arm anstrengend ,-)

        wünsch euch SEGEN und alles Liebe!

        Mareen

        1. Also wir trinken schon viel (Roh-)Milch, aber auch Wasser, stark verdünnte Säfte und Tee. Unser Wasser kommt aus unserem eigenen Tiefbrunnen. Wir haben es testen lassen und es ist wohl ok. Schmeckt jedenfalls gut. Brot backe ich selber, auch aus der Not raus, da es in Schweden kein wirklich annehmbares Brot zu kaufen gibt. Zum Frischmahlen habe ich leider keine Möglichkeit, ich kaufe Mehl, wenn es geht bio. Roggenmehl gibt es bei uns aber z.B. nicht in bio. Ich hab das Rezept, nach dem ich backe, da, meld dich noch mal, wenn ich es dir schicken soll! Sauerteigbrot selbst zu machen erfordert etwas Übung, ist aber an sich nicht schwer. Honig ist ein ziemlich gutes Süßungsmittel. Es verändert den Blutzucker nicht so stark wie reiner Zucker. Am besten ist solcher der nicht pasteurisiert wurde. Lebendigen Honig erkennt man daran, dass er fest wird und nach einer Zeit zu „blühen“ anfängt, sich also weiße Muster in Honig bilden.
          Geschenkte Süßigkeiten wandern bei unsin einen Süßigkeitenvorrat, aus dem die Kinder bei besonderen Gelegenheiten mal was haben dürfen. Dabei lasse ich die ganz fiesen Sachen aber möglichst nebenbei verschwinden.
          Wenn wir unterwegs sind, wie jetzt gerade, muss ich natürlich Kompromisse machen. Mitgenommen habe ich den Lebertran und den Kefir. Letzerer überlebt nicht einfach so 5 Wochen im Kühlschrank, sonst hätte ich ihn zu Hause gelassen. Am schwierigsten ist es bei Leuten zu Besuch zu sein, die dauernd Süßes auf den Tisch stellen. Im Normalfall sind wir da nur ein paar Tage zu Besuch, deshalb versuche zu begrenzen, aber lasse um des lieben Frieden willens mehr zu, als normalerweise.
          Viele Grüße,
          Sarah

        2. Also wir trinken schon viel (Roh-)Milch, aber auch Wasser, stark verdünnte Säfte und Tee. Unser Wasser kommt aus unserem eigenen Tiefbrunnen. Wir haben es testen lassen und es ist wohl ok. Schmeckt jedenfalls gut. Brot backe ich selber, auch aus der Not raus, da es in Schweden kein wirklich annehmbares Brot zu kaufen gibt. Zum Frischmahlen habe ich leider keine Möglichkeit, ich kaufe Mehl, wenn es geht bio. Roggenmehl gibt es bei uns aber z.B. nicht in bio. Ich hab das Rezept, nach dem ich backe, da, meld dich noch mal, wenn ich es dir schicken soll! Sauerteigbrot selbst zu machen erfordert etwas Übung, ist aber an sich nicht schwer. Honig ist ein ziemlich gutes Süßungsmittel. Es verändert den Blutzucker nicht so stark wie reiner Zucker. Am besten ist solcher der nicht pasteurisiert wurde. Lebendigen Honig erkennt man daran, dass er fest wird und nach einer Zeit zu „blühen“ anfängt, sich also weiße Muster in Honig bilden.
          Geschenkte Süßigkeiten wandern bei unsin einen Süßigkeitenvorrat, aus dem die Kinder bei besonderen Gelegenheiten mal was haben dürfen. Dabei lasse ich die ganz fiesen Sachen aber möglichst nebenbei verschwinden.
          Wenn wir unterwegs sind, wie jetzt gerade, muss ich natürlich Kompromisse machen. Mitgenommen habe ich den Lebertran und den Kefir. Letzerer überlebt nicht einfach so 5 Wochen im Kühlschrank, sonst hätte ich ihn zu Hause gelassen. Am schwierigsten ist es bei Leuten zu Besuch zu sein, die dauernd Süßes auf den Tisch stellen. Im Normalfall sind wir da nur ein paar Tage zu Besuch, deshalb versuche zu begrenzen, aber lasse um des lieben Frieden willens mehr zu, als normalerweise.
          Viele Grüße,
          Sarah

      2. Toll,dass die Kinder wieder sec.Dentin gebildet hat.Ich habe ein Kind mit ARztphobie,sie hat leider Karies zw 4/5 mit Fistelbildung,jedesmal wenn ich wieder einen Fistel sehe,ist es f.mich eine Faust ins Gesicht…ich koche frisch,habe das
        Buch v.Ramiel gelesen,leider isst meine Kleine keine Innereien und Green Pasture Lebertran weiß ich auch nicht wie man ihr das geben kann,sie kann nicht Kapsel schlucken,wie hast du sie verabreicht?hat Zahn Arzt bei deinen Kindern irgendwas gemacht?wie zb GIZ Füllung?ich bin so verzweifelt trotz Bemühung..es fruchtet nicht u weiß nicht mehr weiter.gibst auch Apfel zum essen?Remineralisierung dauert 6 Monaten?inzwischen vergammeln die Zähne weiter oder werden sie mal hart mal weich(es ist bei uns derzeit so)sind die Zähne deiner Kinder hart und stabil geblieben? Haben sie jemals Schmerzen gehabt?was würdest du machen bei Schmerzentwicklung,außer zum ZA zu gehen?ich möchte eine GIZ Füllung bei ihr machen lassen,weiß nicht ob durch Verschluss oben zur späteren Zeitpunkt Schmerzen entwickeln kann,da d.Zahn ja fistelt.dz.ist sie auch weich….es kostet viel Kraft ein Kind d Süßigkeit wegzunehmen,sie isst ohnehin sehr wenig Süßes u trinkt Wasser.jetzt Putze ich ihr Zähne wie verrückt u kontrolliert alle Mahlzeiten,was nicht möglich ist,da sie auch in die KIGA geht.kannst du mir weiter helfen?wie gehst du mit Karies um?D Karies hat unser Leben total verändert…ich bin nur im Dauerstress…..was hast alles gemacht bei deinen Kindern bzgl Kariesreparatur?es würde mich sehr freuen v dir zu hören!!!! Lg.aus Wien

        1. Ja, Fistelbildung hatten wir auch an den beiden Zähnen mit Loch, und Schmerzen. Es hat ungefähr 1-2 Monat für jeden Zahn gedauert, bis die Fistel wieder weg war. Jetzt seit einem knappen Jahr ist nichts mehr zu sehen und sie hat auch keine Schmerzen mehr. In der Adventszeit bis Weihnachten waren wir mit den Süßigkeiten etwas zu nachlässig und da hat sie danach ein paar Tage lang eine kleine schmerzhafte Stelle unter dem einen Zahn entwickelt. Jetzt läuft aber alles wieder wie gehabt und es ist wieder gut.
          Ich war nur einmal mit ihr beim Zahnarzt. Das war vor ca. 3 Jahren. Da hatte sie nur den Beginn einer Karies. Sie wollten das röntgen und das Procedere war ihr so unangenehm, dass seitdem Zahnarzt für sie ein rotes Tuch ist und wir nie wieder da waren, weil sie sich so quer gestellt hat. Der Zahnarzt hat also nichts gemacht. Ist die Ernährungslage gut, schreitet die Mineralisierung stetig voran. Ist sie das nicht, dann kann es da vor und zurückgehen oder stillstehen. Der Körper arbeitet mit dem, was er zur Verfügung hat. Ohne die fettlöslichen Vitamine aus Innereien oder Lebertran brauchst du dich nicht zu wundern, wenn du keinen Erfolg hast. Das ist einfach essentiell. Unsere Große (6) macht sich nichts daraus, die Kapseln zu schlucken. Sie weiß, wofür sie das braucht und es ist Routine geworden. Die Jungs (4,5 und 2,5) besteche ich mit Filmchen auf Youtube, die sie gern gucken. Damit verlangen sie sogar ihre Portion Lebertran (ich verwende das Lebertran/Butteröl-Gel). Seit es hier Lebertran gibt, hat niemand ein neues Loch bekommen. Inzwischen bin ich also recht gelassen geworden, was Löcher angeht. Vielleicht zu gelassen, da ihnen seit Monaten keine Zähne mehr geputzt habe. 😛 Zwischendurch war ich aber auch sehr sehr unruhig und besorgt. Ich kann gut nachfühlen, wie du empfindest.
          Eine GIZ Füllung kannst du natürlich machen lassen wenn alles nichts hilft und sie leidet. Allerdings ist die Frage, ob Lebertran bei einer Arztphobie nicht schonender wäre als Bohren. Wie alt ist deine Kleine denn? Versteht sie schon, worum es geht? Wir haben damals gesagt: Zahnarzt oder Lebertran! Und sie hat den Lebertran gewählt.

          1. Vielen Dank f.d Antwort,ich fühle mich nicht mehr so wie auf einer einsamen Insel der Machtlosigkeit.Meine Maus ist 5a alt und hat Arztphobie.Schmerzen hatte sie nie,da ich sowieso mit der Ernährung dahinter bin,halt das was machtbar ist,da ich in Wien wohne.
            Heute hat sie die erste Kapsel Lebertran mit Marmelade eingenommen,zum GLück !
            Ich habe lange gezögert,da ich nicht weiß ob es zu einer Überdosierung kommen kann-wg fettlösliche.Vitaminen.wie viel Kapsel gibst du ihr?1 od 2 ?ich kann es nicht fassen,dass heut zu tage in Europa noch jm an Vitaminmangel leidet!Es gibt in Deutschland einen tollen ZA,Dr.Wagner Joachim,falls du Info brauchst ,Schau mal in d.www.zahnfilm.de
            Was machst du mit Essensreste im Loch? In meiner Tasche gibt es immer einen Zahnstocher und Bürsten,das macht Stress…
            Sobald deine Mäuse mehr Süßigkeiten bekommen,bekommen sie gleich Schmerzen?
            Wie kann man das nur durchziehen,da die Kinder auch in d Kindergarten u Geburtstagsparties gehen,kann nicht alles verbieten….
            Da trotz Bemühungen Karies trotzdem fortschreitet,bin ich ziemlich fertig mit d Nerven,obwohl ich an Heilungskraft d
            Natur glaube,langsam denke ich ob ich d Kompetenz an ZA abgeben soll,da d Fistel immer wieder kommt ,Lnn.sind auch etwas angeschwollen,Immunsysten ist permanent gefordert..es ist eine Ostitis an d Wurzelgebiet…
            Werde nochmals mit ihr zum ZA anschauen lassen
            Weißt du zufällig ob man bei einen fistelnde Zahn mit GIZ verschließen kann-?nicht dass das Kind später dann Schmerz entwickelt,da d Druck im Zahn steigt?oder der Körper macht das selber und bildet sec.Dentin über Pulpa um sie zu schützen?ist es so der Fall bei deinen Kindern?
            Werde nun mit Lebertran weiter machen…..Intoxikaton?gibst du 1/Tag?

            Gratulation und toll,dass du das ganze überstanden hast :-))))!!!!
            Bin froh,dass ich darüber mit jemanden reden kann…Vielen Dank!
            Ganz liebe Grüsse aus Wien

          2. Vor einer Überdosierung brauchst du eigentlich keine Angst zu haben. Eher vor dem Mangel. Vitamin D wirkt nur in sehr sehr hohen Dosen über einen langen Zeitraum toxisch. Es gibt aber Untersuchungen, die zeigen, dass Vitamin D nicht so toxisch wirkt, wenn man es, wie es natürlich in Lebertran und anderen Lebensmitteln vorkommt, zusammen mit Vitamine A und K gibt. Diese Vitamine wirken anscheinend auch synergistisch, also ihre Wirkung verbessert sich in Anwesenheit der jeweils anderen Vitamine. Bei der Dosierung richte ich mich nach der Dosierung, die Weston Price erfolgreich angewandt hat und die auch Ramiel Nagel in seinem Buch anführt. Dort werden für einen Erwachsenen 1/2 bis 1 1/2 Teelöffel empfohlen. Ein Teelöffel sind 7 bis 10 Kapseln, wenn ich mich recht entsinne (steht auch irgendwo im Buch). Ich gebe ihr, dem Körpergewicht entsprechend (im Kapitel über Kinderzähne ist das aufgelistet, wieviel ungefähr pro kg Körpergewicht) 4 Kapseln am Tag. Wir haben mal mit drei angefangen und dann erhöht, als ich das Gefühl hatte, es reicht noch nicht.
            Ich finde, es ist kein Wunder, dass man heutzutage Mangel an bestimmte Vitaminen hat. Unsere Ernährung ist zwar besser als zu anderen Zeiten, aber wir sind auch wählerisch und wählen nicht immer das, was gut ist. Süßes in Maßen ist ok. Je nach dem, wie empfindlich das Gleichgewicht ist, kann aber ein über einen längeren Zeitraum zu stark schwankender Blutzucker das nötige Gleichgewicht schon auseinanderbringen. Vorallem, wenn es das vorher über einen langen Zeitraum war. Das Zahnfleisch war bei ihr jetzt auch nur etwas druckempfindlich. Mehr war nicht. Aber ich nehme es als Warnsignal, dass wir aufpassen müssen und sich keine falschen Gewohnheiten einschleichen dürfen. Meine Jungs haben da keine Probleme. Sie haben auch keine Löcher (bzw. der Große nur so einen Anfang davon, der nie groß geworden ist), weil sie ja gleich den Lebertran mitbekommen haben, als ich ihn der Großen angefangen habe zu geben.
            Das mit dem Zahn bei euch scheint ja schon ziemlich weit gegangen zu sein. Der Zahnarzt wird da keine Füllung mehr rein machen. Manche Zahnärzte probieren es vielleicht mit einer Antibiotikakur, was ich persönlich nicht machen würde, weil es das Problem nicht behebt. Verschwindet die Fistel nicht auf Dauer, dann ist so ein Zahn ein Extraktionskanditat.
            Eine Zeitlang, als wir noch Probleme mit Schmerzen und Fisteln hatten, habe ich die Löcher jeden Abend mit einer Zahnsonde ausgeputzt. Jetzt, wo der Leidensdruck gewichen ist, bin ich da nachlässig, muss ich zugeben. Wenn sie etwas stört (was inzwischen eigentlich nicht mehr vorkommt), dann mache ich es raus. Sonst nicht. Was genau der Zahn da gemacht hat, um sich zu schützen, sehe ich von außen jetzt nicht so richtig. Die Stelle ist schwarz, so viel sehe ich. Eine zeitlang habe ich immer wieder mit der Zahnsonde nachgefüllt, ob es jetzt hart ist oder nicht. Aber ich habe gemerkt, dass man sich da auch täuschen kann. Inzwischen ist es mir egal. Solange sie frei von Beschwerden ist.
            Wichtig ist auch, dass ihr eine gute Kalziumquelle in der Ernährung habt. Rohmilch und Rohmilchprodukte zum Beispiel (das Kalzium aus pasteurisierter Milch ist für den Körper deutlich schwerer zu verwerten). Ramiel führt im Buch auch auf, welche Lebensmittel außer Milch noch viel Kalzium liefern. Wir haben hier Rohmilch und sind glücklich damit.
            Also wenn du deine Intoxikationsangst überwinden kannst, könnte ich mir vorstellen, dass sich mit genug Lebertran noch was reißen lässt. Ansonsten eben Zahn ziehen. Darüber hatte ich zwischendurch bei meiner Tochter ja auch schon nachgedacht. Ein Milchzahn ist schnell gezogen, das wäre also nicht so sehr traumatisch.
            Liebe Grüße aus Schweden, Sarah

          3. Vielen Dank,ich werde ihr 4 Kapseln p Tag geben !:-))))
            Weißt du zufällig ob Sauerteig Roggen oder Dinkelbrot noch viel phytinsäure enthalten oder sie sind durch Sauerteigführung entschärft worden,meine Kleine Löwin isst leider gerne Semmel u Brot…..

          4. Sauerteigbrot ist gut, solange man kein Vollkorn dafür verwendet, bzw. die Kleie ausgesiebt ist. Dann ist das ok. Falls man aber Karies mit allen anderen Methoden nicht in den Griff bekommt, kann es einen Versuch wert sein, Getreide für eine Weile wegzulassen. Aber bis jetzt habt ihr ja den Lebertranjoker noch nicht ausgespielt. Bin mal gespannt, wie es damit wird!

          5. Liebe Sarah,ich bin auf deine Blog ‚why we stoped Talking Fermented Cod. Liver oil’gestossen,ich liebe deine Artikeln.meine kleine Maus nimmt seit 4 Monaten Lebertran v Greenpasture.Es dauert eine Weilchen bis die Zähne hart werden,inzw haben wir einen Zahn gezogen und einen neuen Fistel bekommen.jetzt nach 4 Mon.merke ich erst,dass die Zähne etwas härter geworden ist.nach Deinen Artikel v.Jän.bin ich verunsichert,ob ich ihr d Green p.Lebertran weitergeben soll,ich habe auch Bedenken wg.Quecksilberintoxikation od.Vit.A Überdosis,das macht auch Überlkeit u Schwindel…
            .ich kann d Geruch v Lebertran nicht ausstehen,das kann nicht gut f meinen Körper sein u ich zwinge mein Kind 4 Kapseln ( pur) zu essen aus meiner Verzweifelung(Karies). Wie sind d Menschen auf die Idee gekommen Lebertran zu essen?haben deine Kinder Lebertran gut vertragen?haben sie Allergie?oder Überkeit?meine sagt manchmal ,dass es ihre etwas übel und schwindelig ist,aber ich kann d Symptom nicht zuordnen,weiß nicht ob sie v d Lebertran kommt.od sogar Intox?es war nur insgesamt 3x.wie ist deine Erfahrung mit d Kindern?hast du d neue Lebertran schon probiert?weisst du ob Lebertran hohe Quecksilber enthält?hoffe es geht euch allen gut :-)))LG aus Wien

          6. Sorry,es gibt tatsächlich eine Sarah Smith,sie lebt allerdings in USA.sie beschäftigt sich auch mit der Ernährung….daher habe ich euch verwechselt.Sie schreibt in ihren Artikel wieso sie nach Jahrelange Einnahme v Greenpastzre Lebertran nun absetzt.“nourished and nourtured“ es wird dich wahrscheinlich interessieren.bin gespannt wie du darüber denkst,falls du Lust hast d Artikel zu lesen.

          7. Danke für den Hinweis! Ist ja witzig, dass ich eine amerikanische Namensvettern mit ähnlichen Interessen habe.
            Ich habe ihren Beitrag gelesen. Offenbar vertragen wirklich manche das Green Pasture Zeug nicht. Sie schreibt, dass diese norwegische Firma ab Februar 2013 den anderen Lebertran rausbringen wollte. Aber bis jetzt scheint es noch nicht auf dem Markt zu sein. Wäre ja super, wenn es bald eine Alternative gäbe!

          8. Wie schon gesagt brauchst du keine Angst vor einer Überdosierung zu haben, solange du im Rahmen der empfohlenen Dosen bleibst. Und jemand der Karies hat, hat wohl kaum zu viel der fettlöslichen Vitamine im Körper. Schön, dass du eine Verbesserung bemerkst. Auch bei uns hat das ein paar Monate gedauert. Soweit ich weiß, werden die Produkte von Green Pasture auch auf Schwermetalle und Quecksilber überprüft. Meine Kinder und ich vertragen das Zeug jedenfalls gut, ohne irgendwelche Beschwerden. Wir nehmen es seit ca. 2 Jahren. Wie die Menschen darauf gekommen sind, das zu essen, weiß ich nicht. Aber früher hat man vieles gegessen, was die Leute heute eklig finden. Relikte davon gibt es ja heute noch. Ich denke nur an Surströmming in Schweden, vergorenen Hering, der wirklich wie Klärgrube riecht und auch so schmeckt. Aber die alten Schweden schwören drauf. Was uns schmeckt und was nicht wird uns ja ab dem Mutterleib eingeprägt von dem, was unsere Mutter isst und uns dann füttert.
            Wenn dir Lebertran zu eklig ist, kannst du auch gern alternative Quellen für Vitamin D und A probieren. Nur lassen sich Eier, Leber und Co. halt nicht so schön dosieren.

        2. „leider isst meine Kleine keine Innereien und Green Pasture Lebertran weiß ich auch nicht wie man ihr das geben kann,sie kann nicht Kapsel schlucken,wie hast du sie verabreicht?“

          @Leomama Du hast zwar vor einem Jahr gefragt, aber Du könntest versuchen, den Lebertran mit Saft oder in einem Smoothie zu vermischen. So wird der Geschmack verdeckt. Viel Erfolg!

  5. Zitat: Zusätzlich nehmen wir täglich eine Mischung aus fermentiertem Lebertran und Butteröl, wie Weston Price erfolgreich zur Kariesbekämpfung eingesetzt hat.

    Stellt ihr den fermentierten lebertran + das butteröl selbst her?

    1. Wir verwenden die Produkte von Green Pasture aus den USA. Ich bestelle aber auf einer brittischen Seite, dann ist das Porto niedriger. Ist ja trotzdem ordentlich teuer, aber das ist die einzige Firma, die ich kenne, die den Lebertran fermentiert. Alle anderen Produzenten raffinieren und erhitzen den Lebertran bei der Verarbeitung, was das meiste Vitamin D darin zerstört und die Sache schwerer verdaulich macht. Green Pasture richtet sich bei seinen Produkten nach Weston Prices Empfehlungen. Sie bieten das fertige Gemisch an, wie auch Lebertran und Butteröl einzeln. Die brittische Seite hat das Gemisch aber nur in Kapseln im Angebot. Ich bestell mir deshalb Lebertran und Butteröl einzeln und mische es selbst.

  6. Hühner, die in ein paar Tagen fett gefüttert werden….

    Sauen, die „nur noch“ 4 Monate in Liegehaltung gehalten werden dürfen….

    Puten, die nicht Laufen können weil sie Geschwüre haben und zu fett sind….

    Geflügel, dass ihr ganzes kurzes Leben auf ihrem eigenen Kot leben muss….

    Kühe, die sofort von ihren Kälbchen getrennt werden und noch Tage später nach ihnen rufen….

    Stundenlanges fahren ihn LKW über Autobahnen, und nicht selten auch umladen der „Ware“ in andere LKWs bis sie beim Schlachthof sind…

    Tiere, die nicht tot sind beim Schlachten (führe ich jetzt nicht weiter aus. Wens interessiert liest es sich selbst durch)…

    Biosiegel, die nicht einhalten, was sie versprechen….

    Die Tiere werden in Deutschland stark überjodiert wegen des „Jodmangelgebiets Deutschland“ (jodiertes Tierfutter)….

    Ich finde deine zusammengefasste Studie sehr nachvollziehbar und meine ideale Ernährung würde dem auch entsprechen. Wenn nicht alle tierischen Produkte in Deutschland so schädlich wären. Dem kann man leider kaum aus dem Weg gehen (selbst in reinpflanzlicher Margarine ist Tier!)

    DA lebe ich doch lieber vegetarisch auf dem Weg zu vegan! Ausnahme: Ich kenne die Tiere, von denen ich esse und weiß wie sie leben und was sie fressen!

  7. oh ich seh grad du hast geantwortet vor längerer Zeit… ups, sorry, ist im Umzugsstress untergegangen… klingt ja interessant! muss ich mir morgen mal unbedingt in Ruhe vornehmen, um die Zeit kann ich grad nicht mehr denken… und die Lütte wird sich bald melden und ihr Recht fordern…
    die erste Frage die mir gleich einfällt: wie macht ihr das unterwegs?? alles mitnehmen? ist das möglich?

    liebe Grüße!

    Mareen

    1. Ich glaube, es gibt keine Standardantwort dafür, was man essen soll. Aber ich denke, man kann eine gute Richtlinie für sich finden, wenn man, wie Weston Price, untersucht, was verschiedene Völker traditionell gegessen haben bzw. noch essen und sich damit ein hohes Maß an Gesundheit bewahrt haben. Dabei gibt es ja nicht DIE eine gesunde Ernährung, sondern eine gesunde Ernährung braucht bestimmte Bestandteile, die sich auf sehr verschiedene Weise realisieren lassen.

  8. hallo sarah,

    ich habe hier ganz aktuell ein kariesproblem und bräuchte dringend deinen rat. als ich dich anschreiben wollte musste ich dann leider feststellen, dass deine mailadresse verschollen ist.

    magst du mich mal anschreiben?

    liebe grüße von der ostsee 😉

  9. was würdest du mir raten. ich habe schon 2 brücken und 2 stiftzähne und letztens bastelte mir die zahnärztin eine provisorische krone auf einen zahn, damit geht es mir garnicht gut, meine idee ist jetzt, die krone runter machen und abwarten, natürlich fermentierter lebertran und richtige ernährung, das ist klar. ich dachte, ich versuchs mal, und wenn das erfolgreich ist, könnte ich doch zahn für zahn angehen, wo noch die wurzel da ist ? und was geschieht jetzt mit einem wurzelbehandelten zahn ? ist das noch was zu machen ? ich träume ja schon lange davon, daß meine wurzeln auch wieder nachwachsen könnten, irgendwie hörte ich sowas. erstmal konzentriere ich mich aber auf die ernährungshinweise. liebe grüsse, salka

    1. Da wo die Wurzel noch da ist, solltest du sie auch behalten. Wenn du keine Beschwerden an dem Zahn hast (Schmerzen, Entzündung), dann ist auch keine Wurzelbehandlung nötig. Eine Wurzelbehandlung ist ja der letzte Versuch, einen Zahn zu retten, der eigentlich am Ende ist. Ist der Zahn einmal wurzelbehandelt, dann ist da nicht mehr viel zu machen. Jedenfalls habe ich noch nichts anderes gehört. Wurzelbehandelte Zähne sind so eine Sache. Sie können versteckte Bakterienherde werden und die Gesamtgesundheit beeinträchtigen. Man sollte einen solchen Zahn deshalb aber nicht gleich ziehen lassen, denn das verursacht wieder neue Probleme. Das weitere Vorgehen muss man individuell entscheiden. Mit einer verbesserten Ernährung wirst du ja deine Zahnprobleme in den Zähnen, die noch leben, in absehbarer Zeit in den Griff kriegen. Was die provisorische Krone angeht: Es dauert normalerweise mindestens 6 Monate, bis ein Zahn mithilfe verbesserter Ernährung genug neues Dentin gebildet hat und die Pulpa geschützt ist. Wenn du es mit der provisorischen Krone nicht mehr aushältst, brauchst du trotzdem schon noch irgendetwas, was den Zahn oben solange verschließt. Sonst entzündet sich der Zahn leicht. Aus der Ferne sind die Details natürlich schwer zu beurteilen, bin ja auch kein Zahnarzt. Vertrau deinem Bauchgefühl im Zweifelsfall und deiner hoffentlich guten Zahnärztin. Empfehlenswert ist im Zweifelsfall, eine zweite Meinung anzuholen. Die Bildung neuen Dentins kannst du auch im Röntgenbild überprüfen lassen. Nicht, dass du die Krone runterreißen lässt und es ist doch noch nicht so weit, wie du dachtest. Alles Gute für die Beißerchen!

  10. was würdest du mir raten. ich habe schon 2 brücken und 2 stiftzähne und letztens bastelte mir die zahnärztin eine provisorische krone auf einen zahn, damit geht es mir garnicht gut, meine idee ist jetzt, die krone runter machen und abwarten, natürlich fermentierter lebertran und richtige ernährung, das ist klar. ich dachte, ich versuchs mal, und wenn das erfolgreich ist, könnte ich doch zahn für zahn angehen, wo noch die wurzel da ist ? und was geschieht jetzt mit einem wurzelbehandelten zahn ? ist das noch was zu machen ? ich träume ja schon lange davon, daß meine wurzeln auch wieder nachwachsen könnten, irgendwie hörte ich sowas. erstmal konzentriere ich mich aber auf die ernährungshinweise. liebe grüsse, salka

  11. Ich habe bisher immer nur gelesen, dass Fleisch Krebs verursacht und an vielen anderen Krankheiten schuld sein soll. Ohne Fleisch geht es vielen Menschen gesundheitlich besser. Und immer wieder wird der Milch/-produkte-Konsum von anderen Spezies kritisiert. Ist dann anzunehmen, dass nur Bio-Fleisch gesund ist, und das Fleisch aus Massentierhaltung krank macht? Was ist mit den Menschen aus Asien, die keine Milchprodukte vertragen, wie steht es um deren Gesundheit?

    1. Fleisch wird für viele moderne Leiden verantwortlich gemacht. Es ist gerade richtig trend, dem Fleisch an vielen Problemen unserer Zeit die Schuld zu geben, ohne wirklich genau hinzusehen und die Tatsache sacken zu lassen, dass viele Kulturen auf der Welt trotz fleischlastiger Diäten unter keinem unserer modernen Gesundheitsprobleme litten.
      Guckt man bei der Fleisch- und Krebsdebatte genauer hin (soweit man bei Ernährungsbefragungen überhaupt viele Faktoren verlässlich auf einen Nenner herunterbrechen kann), ist es aber z.B. das Halbarmachen mit Nitritsalzen, was die Krebsrate ansteigen lässt. Wenige Studien zu Fleisch sind aber so ausgerichtet, dass Nitritfleisch von Frischfleisch getrennt betrachtet wird. Fleisch aus Massentierhaltung ist sicher nicht so reichhaltig an Nährstoffen, wie das Fleisch von frei weidenden Tieren. Wenn es dann noch Medikamente und Chemikalien enthält, ist es natürlich nicht so gesund, wie Bio-Fleisch oder Wild. In wieweit es krank macht, ist schwer einzuschätzen und hängt immer auch von der konsumierten Menge ab. Dass es manchen Menschen ohne Fleischkonsum besser geht, liegt wohl daran, dass ihr Stoffwechsel nicht optimal arbeitet. Unsere westliche Ernährungsweise, Medikamente etc. beeinflussen die Bakterienflora des Darms und somit unsere Fähigkeit, wie gut wir verdauen können. Ist unsere Fähigkeit zu verdauen herabgesetzt, dann machen uns gekochte Eiweiße, die ja schwerer verdaulich sind(und damit Fleisch), Schwierigkeiten. Wir erschweren uns die Verdauung noch zusätzlich durch unsere Angst vor Fett (Gekochte Eiweiße sind leichter verdaulich, wenn sie mit viel Fett zusammengegessen werden) und Rohem (rohes Eiweiß ist ebenfalls leichter verdaulich). Ich höre immer wieder dieses Argument von den vielen Menschen aus Asien, die keine Milch vertragen. Ja, die meisten Chinesen trinken traditionell keine Milch. Aber Asien, das ist auch Indien mit seinen heiligen Kühen, Südostasien mit seinen Büffeln (und Büffelmilch), die Mongolei mit ihren Viehnomaden… da wird überall Milch getrunken. Milchkonsum ist weltweit üblich, aber natürlich nicht verpflichtend. Es gibt auch andere Wege, genug Kalzium, Mineralstoffe und Vitamine zu sich zu nehmen. Dafür haben verschiedene Kulturen unterschiedliche Lösungen gefunden. Schwierig wird es, wenn wir, ohne den entsprechenden kulturellen Hintergrund, einfach sagen: Wir trinken jetzt keine Milch wie die Chinesen. Wollen wir die Gesundheit der Chinesen wirklich nachahmen, dann müssen wir ihre gesamte Küche nachahmen, nicht nur einen winzigen Teil davon. Genau so verhält es sich mit dem Vegetarismus: Wollen wir so gesunde Vegetarier werden wie einige Gruppen in Indien, reicht es nicht, einfach das Fleisch wegzulassen. Wir müssen auch die Art zu kochen, die Gewürze, Kräuter, Anbau- und Erntemethoden übernehmen. Jedes Detail ist möglicherweise von entscheidender Bedeutung, auch wenn die Wissenschaft das noch nicht im Detail untersucht hat. Um mit einer bestimmten Ernährungsweise gesund zu bleiben, ist entscheidend, dass sie alles enthält, was unser Körper braucht. Das kann in der Praxis je nach Kultur sehr verschieden aussehen. Für uns ist es meiner Meinung nach am einfachsten, auf unsere eigene Esskultur zurückzugreifen, zu einer Zeit, wo auch bei uns Wohlstandskrankheiten eine Seltenheit waren und bevor das Thema Essen vom Kommerz und der Industrie vereinnahmt wurde. Auf diese Wurzeln ist es am leichtesten zurückzugreifen. Das heißt dann auch ein moderater Fleischkonsum, gegen den ich gar nichts habe. Wir fressen hier auch nicht Unmengen Steak. Ich finde aber die derzeitigen Trends zu kein Fleisch, keine Milch einseitig und nicht zielführend.

  12. Sehr interessanter Beitrag. Ich lebe seit fast 6 Jahren vegan und ich habe in dieser Zeit viele Karieslöcher hinzu gewonnen.. Nun weiß ich nicht, ob diese durch die vegane Ernährung oder durch eine zuckerreiche Kost in der Kindheit verursacht wurden (da sich Karies ja oft erst nach vielen Jahren zeigt).
    Im Augenblick habe ich einen stark kariösen Vorderzahn mit schwarzem Kariespunkt, der sich aber noch verhältnismäßig ruhig verhält. Der Zahnarzt, den ich in den letzten Jahren sehr gemieden habe, weil ich immer gehofft habe, dass sich Zähne regenerieren könnten, meint natürlich, ihn sofort behandeln zu müssen, schließt aber eine Wurzelbehandlung nicht aus.
    Nun weiß ich nicht, ob ich noch länger mit dem Eingriff warten soll, um zu versuchen ihn durch Green-Pasture-Produkte und Rohmilchkäse zu remineralisieren oder den Eingriff lieber jetzt vornehme..
    Hast du einen Rat für mich? Ich lebe im Augenblick in Berlin, plane aber langfristig aufs Land zu ziehen. Im Bio-Laden gibt es Rohmilchkäse, aber keine Milch oder Butter..
    Für das vegane Leben habe ich mich entschieden, weil ich der Ansicht war, dass Tiere nicht meinetwegen leiden sollen, aber durch die Komplikationen mit meinen Zähnen bin ich gerade dabei, die Lebensweise etwas zu überdenken..

    1. Eine zuckerreiche Ernährung in der Kindheit wird wohl kaum für deine jetzigen Löcher verantwortlich sein, höchstens, dass du von Beginn an schwächeren Zahnschmelz hast. Wenn du deiner Ernährung die notwendigen fettlöslichen Vitamine hinzufügst, kannst du recht schnell mit Verbesserungen rechnen. Eine Wurzelbehandlung würde ich nur dann machen lassen, wenn ich starke Schmerzen hätte, die durch eine Ernährungsumstellung nicht bald verschwinden. Im Buch „Karies heilen“ schreibt der Autor (und es deckt sich mit den Erfahrungen verschiedener Leute, die ich gelesen habe), dass starke Zahnschmerzen innerhalb von 24-48 besser werden sollten, wenn du deinem Körper die benötigten Vitamine zuführst. Bis der Zahn vollständig remineralisiert ist, kann es allerdings 6 Monate und länger dauern. Bei dir klingt das ja jetzt nicht akut. Sobald dein Körper kriegt, was er braucht, fängt er auch an, deine Zähen zu reparieren. Du hast also gute Chancen, deinen Zahn ohne Zahnarzt auf die sichere Seite zu retten. Ist der Zahn einmal angebohrt, heilt er erfahrungsgemäß schlechter. Von den Nachteilen eines wurzelbehandelten Zahns ganz zu schweigen. Ich kann dir nur das Buch „Karies heilen“ ans Herz legen. Soweit ich weiß, wird es spätestens in ein paar Wochen verfügbar sein. Dort wird sehr detailliert und studienbasiert erklärt, wie man eine kariesheilende Ernährung zusammensetzen kann.

    2. Hallo Emma,

      Du kannst in Berlin Bio-Vorzugsmilch, also kontrollierte Rohmilch, vom Siebengiebelhof im Hofladen der Domäne Dahlem bestellen, die immer Mittwochs geliefert wird.

      Beste Grüße,

      Simone

  13. Vielen Dank für diese hilfreichen Erfahrungsberichte. Wir versuchen auch, bei unserer Tochter (knapp 3-jährig) einen Zahn zu remineralisieren. Bezüglich Green Pasture sagst Du zu Beginn des Blogs, dass Du das Lebertran/Butteröl-Gel verwendest und etwas später, dass Du Lebertran und Butteröl einzeln bestellst und es dann selbst mischt. Was ist der Unterschied zwischen Öl und Gel? Ab welchem Alter kann man Kapseln geben? Mit welchem Produkt kommt ein 3-jähriges Kind am besten zurecht? Wäre dankbar für einen Rat bevor ich bestelle.

    LG,

    anjuna

    1. Am Anfang habe ich es separat bestellt und selbst gemischt, weil es das auf der Webseite, wo ich bestellt habe, nicht gemischt gab. Jetzt kaufe ich es aber als Fertiggemisch. Butteröl + Lebertran = das Gel (Blue Ice Royal Blend Gel). Das gleiche gibt’s in Kapseln verpackt. Die Kapseln sind aber recht groß und für ein 3-jähriges eher schwer zu bewältigen. Unsere Große isst die Kapseln, weil sie an das andere gar nicht ran will, aber ungefähr seit sie 4 Jahre alt war. Das Gel schmeckt jetzt eigentlich so schlimm nicht, allerdings braucht es sicher eine Gewöhnungsphase. Wenn es für dein Kind einmal Routine ist, wird es leichter. Ich habe am Anfang das „min D“ (so nennt unser jüngster Sohn, der jetzt 3 wird, das Vitamin D, also das Lebertrangemisch) mit den Lieblings-Thomas-Filmen auf Youtube belohnt. Ich habe bisher immer die geschmacklose Variante verwendet, die schon fischig schmeckt. Jetzt habe ich auch mal die Zimt-Variante getestet. Die schmeckt halt sehr zimtig und süß (Stevia). Vielleicht zu stark für Kinder, aber immerhin nicht nach Fisch. Die geschmacklose Variante ist milder und ich denke, für kleine Kinder besser geeignet. Was genau dein Kind bevorzugt, musst du wahrscheinlich ausprobieren. Aber nicht gleich das Handtuch werfen, wenn der Anfang etwas holprig wird. Gewöhnung ist alles. Gestern Abend kam unser jüngster Sohn sogar heulend noch mal an, weil ihm eingefallen war, dass er sein „min D“ nicht genommen hatte (und weil er noch nicht schlafen wollte :-)).

  14. Ich bin grad in der 18.SSW und nehm aufgrund von Zahnschmerzen (anfangs Zahnfleischprobleme) seit einem Monat Lebertran oben genannter Marke(3x/tägl.). Jetzt hab ich aber gehört, dass zu viel Vit.A schlecht sei fuer das Ungeborene und so bin ich etwas unsicher geworden. Seit der Einnahme von Lebertran geht es mir aber besser. Ich hab jetzt auf 2x/tägl. reduziert, da ich auf die neue Bestellung warte und merke wieder, dass der Zahn schmerzempflindlicher wird. Ist das wirklich unschädlich in der Schwangerschaft und Stillzeit? Oder sollte ich pausieren? Beim Zahnarzt war ich noch nicht, da es sich um einen Zahn mit grosser Amalgamfuellung handelt, und da lass ich in der SS sowieso keinen rumboren!

    1. Du solltest Vitamin A nicht überdosieren, logisch. Allerdings brauchst du bei fermentiertem Lebertran da keine Bedenken zu haben, wenn du es in der von Weston Price empfohlenen Dosierung nimmst. In Versuchen hat man gefunden, dass eine Vergiftung mit Vitamin A oder auch D mit Lebertran, in dem ja beides vorkommt, viel schwerer zu erreichen ist, als wenn man nur Vit. A oder nur Vit. D nimmt. Anscheinend wirken die beiden Vitamine (und Vit. K und E, die anderen beiden fettlöslichen Vitamine auch) im Körper zusammen. Wenn du Zahnschmerzen hast und es dir mit dem Lebertran besser geht, dann scheinst du ja viel eher in der Gefahr zu stehen, einen Mangel zu erleiden bzw. hast du einen Mangel, als das Gegenteil. Eine Vergiftung tritt auch nicht plötzlich auf, sondern bei einem monatelangen exzessiven Konsum. Wenn du 1 – 1 1/2 Teelöffel pro Tag nimmst, bist du definitiv auf der sicheren Seite. Diese Mengen sind ja erprobt. Dazu hast du in der Schwangerschaft eh einen höheren Bedarf … Ich habe meine letzte Schwangerschaft hindurch jeden Tag 1 -1 1/2 Teelöffel Lebertran/Butterölgemisch genommen. Mir ging es super damit, meine Karies, die ich in der Schwangerschaft davor entwickelt hatte, ist zum Stillstand gekommen und das Baby, mit dem ich schwanger war, ist ein richtiges Prachtstück geworden. 🙂

  15. Ich habe inzwischen das Blue Ice Royal Blend Gel mit Zimtgeschmack bestellt. Meine Tochter nimmt es völlig problemlos. Wir geben ihr abwechselnd einen 1/4 TL und einen 1/2 TL (sie wiegt 13,5 kg und liegt genau zwischen den Angaben von R. Nagel (11 und 16 kg). Mit dem Bestellen der geschmacklosen Variante warte ich lieber noch, ich bin so froh, dass es mit dem Zimtgel gut läuft.

    Inzwischen haben wir eigentlich die meisten Empfehlungen von „Karies heilen“ umgesetzt. Womit ich mich noch schwer tue, ist der Verzicht auf Vollkorn. Ich habe mir nochmal Euren „Essentag“ durchgelesen. Rohmilchprodukte sind bei uns (CH) leicht erhältich. Allerdings isst meine Tochter keinen Quark oder Joghurt. Sie liebt ihr Müesli zum Frühstück, das ich ihr inzwischen mit viel Rohmilch (aber mit einem schlechten Gefühl) serviere. Dazu gibt es im Moment Beeren, nochmal ein Glas Rohmilch und auch mal ein gekochtes Ei. Wie hast Du Deine Kinder dazu gebracht, Joghurt und Quark zu essen? Habe schon Euer Joghurt/Bananengemisch probiert aber sie hat die Bananenstückchen unter lautem Protest rausgefischt.

    Ab und zu isst sie zum Frühstück oder als Zwischenmahlzeit gern ein Butterbrot. Allerdings habe ich bisher kein Sauerteigbrot gefunden, das nicht aus Vollkorn gebacken wird (ich habe etliche Bäckereien kontaktiert und glaube nicht, dass es das in der CH gibt). Ausserdem habe ich kein Vollkornmehl gefunden, dass sich aussieben lässt. Auch das erhältliche Vollkornmehl ist schon ganz fein gemahlen. Wie gehst Du denn vor? Kaufst Du die Körner ganz, mahlst sie selbst und siebst dann (wir haben z.B. keine Mühle aber unser lokaler Bioladen mahlt die Körner frisch). Welches Getreide nimmst Du für das Sauerteigbrot? Könntest Du mir Dein Rezept schicken?

    Und dann noch zu Suppen und Eintöpfe aus Knochenbrühe mit Gemüse und hochwertigem Fleisch: kochst Du die Knochenbrühe nach dem Rezept von R. Nagel und kochst kann klassische Gemüsesuppen oder Fleischsuppen daraus? Oder kochst Du seit „Karies heilen“ mit neuen Rezepten? Bin etwas ratlos, da z.B. Kürbis-, Erbsen o. Kartoffelsuppe kein Fleisch enthält. Wo erhältst Du die Suppenknochen (sind bei uns in Bioqualität kaum zu finden)?

    Und was kochst Du als Beilagen wenn es Fleich oder Fisch gibt? Ihr verzichtet weitgehend auf Nudeln, aber Reis, Couscous, Kartoffeln und Polenta (Maisbrei) sind ja auch problematisch. Mein Partner ist Italiener, da kann ich nicht jeden Tag Pastinaken auftischen (die ich im Übrigen als einzige mit Begeisterung esse, unsere Tochter weigert sich..).

    Liebe Grüsse,

    anjuna

    1. Ist doch super, dass sie das Zimtgel mag! Wenn man was gefunden hat, was geht, kann man froh sein, vor allem wenn es sich dabei um Lebertran handelt. 😉
      Ihr habt es gut, dass ihr leicht an Rohmilch kommt. Wir sind ja eben von Schweden ins Elsass umgezogen und ich muss mich auch was die Nahrungsbeschaffung angeht neu orientieren. Rohmilch habe ich inzwischen in Aussicht und heute habe ich im örtlichen Bio-Laden Roggenmehl gefunden, das sich aussieben lässt. Die lassen ihr Mehl auch selbst mahlen. Frisch gemahlen ist ja eh vorzuziehen. Ich verwende für ein Sauerteigbrot 400 g Roggenmehl (ausgesiebtes) und 600g Weizenmehl (normales Weißmehl). Ich kann dir gern mein Rezept schicken, kannst mir ja deine Email-Adresse an Sarah.Schmid81@gmail.com schicken.
      Ja, Müesli ist nicht optimal, aber ein Alternative zu finden nicht leicht. Du könntest natürlich den Aufwand betreiben, Nackthafer kaufen, keimen und säuern lassen und daraus Müesli machen. Meine Kinder essen Joghurt zum Glück. Eine Scheibe Sauerteigbrot mit dick gelber Butter und einem Belag drauf könnte ich mir auch vorstellen. Mochte sie nur den Joghurt nicht, oder war die Banane verkehrt? Apfel und anderes Obst hatten wir auch schon mit drin.
      Eintöpfe und Suppen: Ich verwende die gleichen Rezepte wie vorher, nur dass ich statt Wasser die vorher zubereitete Knochenbrühe dranschütte. Wenn kein Fleisch dabei ist, macht das auch nichts. Du kannst auch aus zwei-drei Markknochen eine Brühe kochen. Das mache ich gern, weil es eine schöne, sättigende Brühe gibt – auch ohne Fleisch. Die enthält dann das wertvolle Knochenmark und den Knochensud. Seit ich so koche, schmeckt meinem Mann sogar die Linsensuppe. Bisher habe ich die Markknochen im schwedischen Supermarkt gekauft. Schwedische Rinder müssen alle auf die Weide, deshalb hatte ich bei der Qualität keine Bedenken. Hier sieht das anders aus, aber ich bin erst einmal froh, dass ich schon weiß, wo ich überhaupt Markknochen kriege. Wenn wir uns hier mehr auskennen, finde ich hoffentlich auch noch einen Bio-Metzger.
      Als Beilagen gibt es bei uns recht regelmäßig Kartoffeln oder Reis. Nudeln versuche ich zu vermeiden, aber ab und zu verlangt mein Mann die und die Kinder freuen sich natürlich drüber. Kartoffeln sind Nachtschattengewächse, also in moderaten Mengen normalerweise unbedenklich). Sie sind jedenfalls kein Getreide, was die aufwendige Vorbereitung wegfallen lässt. Weißer Reis ist zwar nährstoffarm, aber er enthält auch so gut wie keine Antinährstoffe und ist deshalb (solange man keine 100%-Reis-Diät macht) gut verträglich für die Zähne.

      1. Seit vorgestern ist unsere letzte Packung Haferflocken zu Ende und siehe da: unsere Tochter isst nun zum Frühstück Brot und Butter, ein bisschen Joghurt mit Beeren und ein weichgekochtes Ei. Ich habe ihr einfach erklärt, dass Haferflöckchen für die Zähne im Augenblick nicht optimal sind und sie hat nicht einmal protestiert. Bei zuckerhaltigen Sachen – auf die wir im Moment komplett verzichten – wars auch so. Ich bin überrascht, wir gut Kinder in diesem Alter mitmachen – wenn man ihnen erklärt, worum es geht (wir helfen Deinem Zahn, zu heilen).

        Was ich nicht in Rohmilchqualität gefunden habe, sind Joghurt und Sahne. Die gibts bei uns auch im Bioladen nur pasteurisiert (wenigstens nicht homogenisiert). Machst Du Euren Joghurt selbst? Habe schon überlegt, einen Joghurt Maker zu kaufen (heizt die Milch auf konstante 46 Grad auf), mit Rohmilch gehen somit kaum Nährstoffe verloren. Und schöpfst Du die Sahne von der Rohmilch ab?

        Im Bioladen habe ich nun abgepacktes Roggenmehl gekauft und entgegen den Angaben des Ladens, das Mehl sei sehr fein gemahlen (die Packung liess sich vor dem Kauf nicht öffnen) liess sich das Mehl aussieben. Gewicht vor dem Aussieben. 985 gr, nachher 706gr, das sind in etwa die in „Karies heilen“ beschriebenen 25%. Juhuu! Freue mich nun auf mein erstes selbstgebackenes Sauerteigbrot mit Deinem Rezept (habe Dir eine E-Mail geschickt). Ich könnte im Bioladen auch Roggen kaufen und frisch mahlen lassen, das versuche ich das nächste Mal.

        Ich habe auch Markknochen besorgt. Allerdings kann hier kein Metzger sagen, ob es sich um Bioqualität handelt oder nicht. Die Knochen werden gesammelt und den Metzgern ohne Kennzeichnung zugestellt. Es kann sein, dass ich Bioknochen gekauft habe, vielleicht aber auch nicht. Vielleicht finde ich ja noch einen Metzger, der zuverlässigere Angaben machen kann. Wie lange kochst Du die Knochen? In „Karies heilen“ steht 6 – 48 Stunden. 6 Stunden sind kaum machbar, 48 Stunden sind unmöglich. Wir haben einen Gasherd, da kann ich nicht ins Bett oder nach draussen gehen, wenn er läuft. Viele deutsche Rezepte empfehlen ausserdem die Zugabe von Essig, um die Nährstoffe besser aus den Knochen zu ziehen. Nach welchem Rezept kochst Du die Brühe? Ich habe in unserem italienischen Kochbuch ein leckeres Rezept gefunden, aber hier wird die Brühe nur 3 Stunden gekocht.

        Übrigens habe ich vor kurzem gelesen, dass parboiled Reis sehr gesund sein soll, da er viele Nährstoffe enthält, beim Verarbeitungsprozess jedoch die Phytinsäure abgebaut wird. In „Karies heilen“ habe ich dazu keine Infos gefunden.

        Langsam nimmt unser neues Ernährungsprogramm Gestalt an. Ich hoffe, wir können in ein paar Monaten auch sagen: „es funktioniert!“ und der Karies bei unserer Tochter hat sich verhärtet.

  16. Hallo,
    Joghurt und Sahne kaufen wir im Laden. Bei Joghurt ist es wohl relativ egal, da man die Milch eh erhitzen muss, bevor man die Joghurtkultur zusetzt. Sonst vermehren sich bei der anschließenden Inkubation nämlich nicht nur die Joghurtkulturen und es wird kein richtiger Joghurt. Ich habe Joghurt aber auch schon selber gemacht. Da weiß man, was man hat. Sahne würde ich sehr gern roh kaufen, weiß aber nicht wo. Habe noch keine Quelle gefunden. Zum Abschöpfen schwimmt nicht genug auf der Rohmilch, die wir beim Bauern kaufen.
    Knochenbrühe: Ich koche die Knochen über Nacht mit Wasser. Dabei komme ich auf ca. 10 Stunden. Aber du kannst auch dein Rezept mit Essig dafür verwenden. Je länger du kochst, desto mehr Nährstoffe gibt der Knochen ab und wenn der Essig das wirklich beschleunigt, dann könnten auch 3 Stunden reichen.

    Zu Parboiled Reis weiß ich leider nichts. Ich kann mal beim Autor nachfragen, ob der was weiß.

    Ja, so eine Ernährungsumstellung dauert eine Weile, aber wenn’s Gestalt annimmt, das ist schon ein schönes Gefühl. 🙂

    1. Das wäre super, wenn Du nachfragen könntest.

      Nach wieviel Zeit und wie hast Du bei Eurer Tochter bemerkt, dass die Karies sich wieder verhärtet? Ab wann ist sie schwarz geworden?

      Unsere Tochter hat eine Grube im zweithintersten Zahn oben links, genauer gesagt es fehlt c.a. 1/3 des Zahns (vermutlich Fehlbildung im Schmelz). Der Kariesbereich ist hellbraun, von schwarz keine Spur…

  17. Also Herr Nagel meint, parboiled Reis müsste optimal sein.

    Bis die Karies bei uns zum Stillstand gekommen ist, hat es einige Monate gedauert. Unsere Tochter hatte wohl schon einen größeren Mangel entwickelt. Es ging erstmal weiter bergab. Einen Schnellzug bremst man ja auch nicht von jetzt auf gleich zum Stillstand. Anfangs habe ich immer wieder nachgeguckt und mit der Zahnsonde gefühlt, war mir aber nicht immer sicher, wie ich werten soll, was ich sehe und fühle. Sie hat ja zwischendurch sogar Abszesse entwickelt. Seitdem gucke ich einfach nur, ob sie abszess- und schmerzfrei ist und dann weiß ich, dass es ok ist. Manchmal, wenn wir ernährungstechnisch übermütig waren, tut ihr das Zahnfleisch unter dem betroffenen Zahn weh, wenn man darauf drückt. Einmal hatten wir auch wieder einen Abszess. Da weiß ich, dass es höchste Zeit ist, wieder kürzer zu treten. Ihre beiden Löcher sind aber auch ziemlich tief und die Zähne reagieren deshalb schnell auf weniger optimale Ernährung. Ich denke, ein Zahnarzt würde sie auch ziehen. Aber solange wir das Ganze anders im Griff haben, warte ich ab. Und bisher sieht es ganz gut aus, dass wir warten können, bis die beiden Milchzähne in ca. 2 Jahren von selbst ausfallen.
    Stellen mit Schmelzfehlbildungen sind anfälliger. Kein Wunder, wenn dort leichter Karies auftritt.
    Eine Mutter machte sich mal Sorgen um den Zahn ihrer Tochter, weil er immer noch so braun aussah. Aber der Zahnarzt kratzte nachher nur eine obere braune Schicht ab und darunter war alles hart. Hier die Geschichte mit Photos, leider aber in Englisch:
    http://www.mommypotamus.com/how-i-reversed-my-daughters-tooth-decay/
    Das zeigt auch, wie leicht man sich irren kann. Für den Anfang muss man wahrscheinlich erst einmal vertrauen, dass die Ernährungsumstellung wirkt und immer mal schauen, ob man eine Veränderung sieht.

  18. Vielen Dank für fürs Nachfragen. Das deckt sich mit dem, was ich im Internet bereits über parboiled Reis gelesen hatte.

    Kürzlich wollte meine Tocher eine Scheibe steinhartes Brot essen und da meinte sie, auf der Seite ohne Karies könne sie besser beissen. Ich habe dann nachgefragt, ob es auf der Kariesseite wehtun würde und sie sagte ja. Daraufhin fragte ich mich natürlich, ob es am harten Brot lag, dass sie plötzlich Schmerzen hatte oder ob sich die Karies vergrössert hat. Sie hatte vorher nie über Probleme/Schmerzen geklagt.

    Ich kontrolliere das Zähnchen 3x täglich nach dem Zähneputzen und entferne ggf. Essensreste. Das Grübchen ist relativ gross und tief und daher schwer sauber zu halten. Es ist schwierig zu beurteilen, ob sich das Grübchen seit der Kariesdiagnose vergrössert hat. Das Innere ist hellbraun, da wird man wohl nichts wegkratzen können.

    Unsere ganze Familie putzt Zähne mit Xylit (ich und mein Parter mit reinem Xylit, unsere Tochter mit einer speziellen Zahnpasta). Damit werden die Zähne wunderbar glatt und fühlen sich an wie nach professionellen Zahnreinigung. Das ist eine der wenigen Empfehlungen von „Karies heilen“, die wir nicht umgesetzt haben. Da wir das Xylit nicht schlucken (unsere Tochter auch nur selten), sollte es eigentlich keine Auswirkungen auf den Körper haben. Zum Kochen/Backen benutzen wir es nicht (wir essen im Moment sowieso überhaupt keinen Zucker ausser denjenigen in Früchten).

    Am 17.6. haben wir den nächsten Zahnarzttermin. Die Zahnärztin meinte, dass der Zahn gezogen werden sollte, aber das wird bei 3-jährigen Kindern unter Vollnarkose gemacht. Daher wollten wir erst probieren, den Zahn zu remineralisieren. Unsere Zahnärztin meinte, dies sei im Prinzip möglich (allerdings sei die Karies sehr tief und ob der Zahn drin bleiben kann, bis er von selbst ausfällt sei fraglich). Immerhin hat sie uns unterstützt und ich habe dann auch nicht gegen eine lokale Fluorbehandlung protestiert, weil ich so froh war. Mal sehen, wie wir das bei der nächsten Untersuchung handhaben. Mir wäre es lieber, wenn wir nicht mit Fluor behandeln aber ich will auch die ZA nicht brüskieren. In medizinischen Kreisen wird die Anwendung von Fluor überhaupt nicht in Frage gestellt…

  19. Von einem einmaligen Schmerzereignis lässt sich schwer auf den Verlauf schließen. Es kann natürlich sein, dass es größer geworden ist (Bei uns ist wie schon erwähnt die Karies auch noch weiter gegangen, als wir schon ernährungstechnisch umgeschwenkt waren. ). Es kann aber genauso gut sein, das sich nichts geändert hat, du es durch das harte Brot nur bemerkt hast.
    Das mit der Xylit-Zahnpasta wird ihr jedenfalls nicht schaden. Ich würde vor allem darauf achten, dass kein Schaumbildner (Laureth Sulfat o.ä.) enthalten ist.
    Wie viel Zeit habt ihr dem Zahn denn jetzt gegeben, sich zu remineralisieren? Man muss schon ein paar Monate einrechnen. Solange sie nur bei hartem Brot Schmerzen hat, würde ich wohl warten. Definitiv ziehen würde ich bei einer Zahnentzündung, die man in absehbarer Zeit (1-2 Wochen) nicht in den Griff kriegt und die dann auch wegbleibt, da sich so eine Dauerentzündung negativ auf die Gesamtgesundheit auswirken kann. Bei unserer Tochter habe ich da immer mal geschwankt, aber bisher sind wir so durchgekommen. Sie ist sagen wir in 98% der Tage beschwerdefrei. Die Funktion der Backenzähne als Platzhalter ist, vor allem je jünger das Kind noch ist, einfach wichtig. Aber wenn alles nichts hilft gibt es auch Platzhalter, die der Zahnarzt anfertigen kann. Die sind nur nicht so bequem wie der eigene Zahn (wenn er keine Beschwerden macht).
    Ja, Flour ist für jeden Zahnarzt der Segen schlechthin. Ich kenn‘ den Druck beim Zahnarzt auch. Aber schön, dass sie euch bei einer abwartenden Haltung erst einmal unterstützt.

  20. Mal eine ganz blöde Frage: Aber wenn ich Vollkornmehl gekauft habe, ist das in jedem Fall schlechter für die Zähne oder kommt es nur darauf an, ob die Kleie entfernt wurde? Ich kann damit nicht so richtig was anfangen. Woran erkennt man die Kleie? Es steht ja nicht auf den Tüten, ob ausgesiebt wurde. Und wenn ich selbst aussiebe, wie und womit macht man das?

  21. Vollkornmehl ist Vollkornmehl, d.h. die Spelzen wurden nicht ausgesiebt – meist aber so klein gemahlen, dass man sie auch nicht mehr aussieben kann. Ich kaufe mein Mehl im Bio-Laden (die lassen selbst mahlen), wo die Kleie noch gut sichtbar und aussiebbar ist. Sie sieht aus wie grüngraue Flocken. Aussieben mache ich mit einem Mehlsieb. Für die Zähne ist es besser, auszusieben (und anschließend zu säuern), oder eben kein Vollkornmehl zu kaufen. Aber da gibt es neben Weißmehl aus Weizen kaum Alternativen und auch das ist ja bekanntlich nicht optimal. Mit dem Aussieben erreicht man einen Kompromiss: so wenig Anti-Nährstoffe wie nötig, aber noch so viele Mineralstoffe wie möglich, letzteres ist in Weißmehl ja kaum noch vorhanden.)

  22. Hallo Sarah,
    mein Sohn ist 1,5 Jahre, und ich gebe ihm Butter oil / Fermented cod liver oil Gel.
    Ich habe aber grad in einem Forum gelesen, dass Skate Liver oil noch besser sein soll, da es weniger Vitamin A, dafür mehr Vitamine D und E enthalten soll.
    Was meinst Du dazu?
    Liebe Grüsse
    Dora

  23. Hallo Dora,
    Ramiel Nagel, der Autor von „Karies heilen“, empfiehlt täglich 1/8 bis 1/4 Teelöffel (Erwachsenendosis!) Skate liver oil zusätzlich zu 1/2- 1 1/2 TL Butter oil/Cod liver oil Gemisch zu nehmen, weil es wohl noch besondere Inhaltstoffe hat, die Cod liver oil nicht hat. Wir haben das Skate liver oil bisher aus finanziellen Gründen noch nicht getestet, aber es scheint das Butter oil/Cod liver oil Gemisch inhaltstechnisch wirklich ersetzen zu können. Mit Cod liver oil gibt es aber mehr Erfahrungen als mit Skate liver oil. Die Weston Price Stiftung sieht jedenfalls kein Problem im Verhältnis von Vitamin A zu D im Dorsch-Lebertran, solange es sich um einen Lebertran handelt, der nicht durch Erhitzen hergestellt wurde.
    Liebe Grüße, Sarah

  24. Hallo Sarah,

    ich habe eine Frage zu roher Kuhmilch und Kefir. Mich würde interessieren, ob du die Kefirknollen direkt in die rohe Kuhmilch gibst oder ob du die Milch vorher abkochst? Auch ich stelle Kefir selber her. Mit H-Milch funktioniert es gut, aber mit der Rohmilch will es nicht so recht klappen. Die meisten Infos und Tipps aus dem Internet basieren auf H-Milch. Daher würde ich mich freuen, wenn du kurz beschreiben könntest, wie ihr das so macht.

    Liebe Grüße,
    Judith

    1. Hallo Judith,
      ich benutze die Milch für Kefir schon immer roh und das klappt gut. Ich siebe die Knollen, verwende den gewonnenen Kefir, und gieße neue Milch an die Knollen. Nach einem Tag Draußenstehen stelle ich es in den Kühlschrank, bis ich es dann verwende. Habe bisher nur 2-3 Mal H-Milch benutzt. Was passiert denn, wenn du Rohmilch verwendest?
      Liebe Grüße,
      Sarah

  25. Hallo Sarah,

    ich finde es interessant zu lesen, dass du die Milch roh verwendest.
    Wenn ich die Kefirknollen in Rohmilch gebe, trennt sich der Kefir in zwei Schichten – eine wässrige Schicht und eine dicke Schicht, in der die Knollen schwimmen. Ich lasse das Glas einen Tag bei Raumtemperatur stehen und siebe dann die Knollen ab. Diese inhomogene Konsistenz bleibt beim fertigen Kefir bestehen. Geschmacklich find ich ihn saurer als Kefir aus H-Milch und irgendwie ist er mir zuwider.
    Ich bin mir nicht sicher, ob diese Schichtbildung so ok ist, oder ob die Bakterien der Rohmilch die Kefirkultur nicht richtig arbeiten lassen, oder ob die Kefirkultur einfach etwas Zeit braucht um sich an die Rohmilch zu gewöhen (dass es evtl. erst im zweiten oder dritten Ansatz richtig funktioniert). Diese Schichtbildung könnte ich mir auch so erklären, dass Rohmilch ja nicht homogenisiert wird.
    Gibt es diese Schichtbildung beim Kefir auch bei dir?

    Liebe Grüße,
    Judith

  26. Hallo Judith,
    also eine gewisse Schichtbildung gibt es bei mir auch. Ich dachte immer, es sei normal, so wie sich beim Käsemachen auch die Molke von der Käsemasse trennt oder wenn man Milch einfach sauer werden lässt. Bei Ladenmilch funktioniert das ja auch nicht mehr. Ich verarbeite den Kefir immer zu Smoothie. Wenn der Smoothie eine Weile steht, bilden sich auch wieder zwei Schichten, aber vorher haben wir ihn normalerweise getrunken. Da ich den Kefir meistens erst nach mehreren Tagen verarbeite, ist er auch recht sauer, aber da ich noch Bananen, rohe Eier und geforene Himbeeren dazu tue und alles im Mixer laufen lasse, schmeckt das Resultat allen im Haus (bis auf einem). Trinkt ihr den Kefir den pur oder macht ihr etwas draus?
    Liebe Grüße,
    Sarah

  27. Hallo Sarah,

    wenn du also auch die Schichtbildung kennst, dann machen meine Kefirknollen wohl nichts falsch.
    Den fertigen Kefir nehme ich auch zum Kochen anstatt Saurer Sahne, z.B. für Soßen oder zum Abschmecken einer Gemüse- oder Pilzpfanne.
    Trinken tun wir ihn bislang pur und da kann so ein richtig saurer Kefir schon eine Überwindung sein. Aber ab jetzt werde ich Smoothies mixen – das ist eine super Idee!
    Im Moment habe ich die Knollen in einer mit Wasser verdünnten Milch „geparkt“, da ich erst in ein paar Tagen wieder an Rohmilch komme. Ich freue mich schon auf den frischen Kefir!
    Danke für deine Beratung! 🙂

    Liebe Grüße,
    Judith

  28. Liebe sarah,

    Ich kriege das buch von ramiel nagel bald von jemandem zum lesen. Bislang kenne ich nur sein video.
    Ich hatte bis vor 3 jahren nie im geringsten mit karies zu tun und auf einmal habe ich alle möglichen zähne die sich von innen her komplett aushöhlen, und es geht im schnellzug weiter. Angefangen hat es um die 2 te schwangerschaft rum und mitlerweile stille ich seit 6 jahren ununterbrochen.
    Ich will jetzt an f jeden fall mal mit den lebertran und butterölkapseln versuchen und schauen was ich sonst schaffr an der ernährung zu ändern. Mit fleisch habe ich hat so meine liebe mühe. Eier mag ich nicht so oft also bleiben milchprodukte welche für Menschen ch nur in roher form in frage kommen von guter qualität weil ich alles andere nicht vertrage. Daa muss man aber erst mal finden.

    Was ich mich aber noch frage: wie ist das eigentlich mit kastanien, enthalten diese auch hemmstoffe?

    Und beutzt ihr nie mehr essig?
    Und würdest du mir raten mit dem stillen aufzuhören?
    Liebe grüsse sandra

    1. Liebe Sandra,
      ich stille ja auch seit 8 Jahren ununterbrochen :-). Dank Lebertran und Co. habe ich aber seit vier Jahren keine aktive Karies mehr. Du musst sehen, dass du das, was du deinem Kind gibst, wieder auffüllst, also keinen Raubbau in deinem Körper betreibst. Wenn dir das stillend nicht gelingt, DANN mag es besser sein, mit dem Stillen aufzuhören.
      Was Kastanien betrifft, enthalten diese auch Hemmstoffe, so wie alle Nüsse und Samen. Einweichen von 8-72 Stunden http://paleowiki.de/index.php/N%C3%BCsse soll das reduzieren. Wir benutzen sehr selten bzw. fast nie Essig. Haben wir vorher aber auch nicht gemacht, daher war das keine Umstellung für uns.
      Wichtig ist halt, dass du ein Gleichgewicht hinbekommst. Genug Mineralstoffe und fettlösliche Vitamine auf der einen und möglichst wenig Hemmstoffe und andere ungünstige Lebensmittel auf der anderen Seite. Dann wird auch dein Körper ein Gleichgewicht herstellen können und die Karies zum Stillstand bringen.
      Wir machen ja sehr viel mit Knochenbrühe (Suppen, Eintöpfe). Sie enthält viele leicht verdauliche Mineralstoffe. Gesäuerte Milchprodukte werden neben Rohmilch (Bio-Läden können übrigens oft sog. Vorzugsmilch bestellen) ebenfalls besser von Menschen vertragen, die mit der Ladenmilch Probleme haben. Offenbar verdaust du Eiweiße nicht gut – so wie viele moderne Menschen. Da ist es wichtig, auf gute Qualität zu achten und sich auf die Eiweiße zu konzentrieren, die der Körper auch hantieren kann.
      Liebe Grüße,
      Sarah

  29. Hallo,

    dieser Eintrag ist ja nun schon ein bisschen älter, aber vielleicht noch nicht abgeschrieben. Leider habe ich grad noch nicht die Zeit gehabt, mir alle Kommentare durchzulesen.
    Ich bin am überlegen, mir das Buch „Karies heilen“ zu kaufen, weil ich schon ein wenig darüber gelesen habe und die Ansätze logisch finde. Aber andererseits sehe ich da bei mir auch große Schwierigkeiten, das was du hier schreibst umzusetzen. Meine größte Sorge ist, wie soll man denn diese sehr fleischlastige Kost realisieren, wenn man die moderne Massentierhaltung nicht unterstützen will und weder einen eigenen Bauernhof hat, noch in der Nähe irgendwelcher Bauernhöfe lebt, sondern in der Stadt? Außerdem sind wir nicht gerade reich, und die Preise von Bio-Fleisch sind für uns unbezahlbar. Ich habe bis jetzt fast vegetarisch gelebt, einfach weil ich Fleisch nicht so gerne mag und es erst recht nicht zubereiten mag. Mit der Rohmilch kann ich mich auch nicht anfreunden, weil ich laktoseintolerant bin.
    Wie gesagt finde ich diese ursprüngliche Ernährung auch erstrebenswert, aber leider sehe ich nicht, wie man sie im modernen Stadtleben umsetzen soll. Hast du Antworten auf dieses Dilemma?

    Vielen Dank
    Karin

    1. Hallo Karin, ich denke, es würde sich für dich schon lohnen, das Buch „Karies heilen“ zu lesen. Damit du dir einen Überblick über die Grundprinzipien verschaffen kannst. Danach kannst du nach Geldbeutel und Verfügbarkeit zusammenstellen, was du essen willst. Viel Fleisch muss nicht sein. Knochen sind z.B. billiger und eine gute Knochenbrühe z.B. in Eintöpfen ist ein wunderbarer Mineralstoffspender. Bist du wirklich laktoseintolerant oder verträgst du vielleicht nur die durch Pasteurisierung und Homogenisierung veränderte Milch nicht? Viele, die Ladenmilch nicht vertragen, kommen ganz gut klar mit Milch, die nicht bearbeitet oder auch nur nicht homogenisiert wurde. Ich denke, du wirst dich durchprobieren müssen. Dann findest du sicherlich deinen zu dir und zum Stadtleben passenden Kompromiss. Wir leben hier ja auch unseren Kompromiss. Es geht auch nicht um ein Alles oder Nichts. Verschiedene Völker erreichten Gesundheit auf ihre Weise. Kennt man die zugrunde liegenden Prinzipien, kann man sich seine eigene, gesundheitsfördernde Ernährungsweise kreieren. Viele Grüße, Sarah

  30. Liebe Sarah,
    mich würde auch dein Rezept fürs Brot interessieren, – ich habe endlich Getreide frisch mahlen können..
    Meine andere Frage ist, gibst du Rohmilch ungekocht für die Kinder? Man liest ja überall, dass es gefährlich sei, aber wenn ich aufkoche, dann kann ich gleich das pasteurisierte kaufen…Und Vorzugsmilch bekomme ich nirgends. Was ich kaufen kann, ist demeter Rohmilch, – ich denke das ist schon bestimmt sehr gute Qualität. Was meinst du, kann ich es meinem Dreijährigen zu trinken geben?
    Vielen Dank und liebe Grüsse
    Dora

    1. Liebe Dora,

      Wir trinken seit bestimmt 5-6 Jahren Rohmilch unabgekocht und geben sie auch den Kindern ab Beikostalter. Wir hatten damit nie Probleme, haben im Laufe der Zeit an verschiedenen Höfen geholt … Wenn du Demeter hast ist doch prima! Wir hatten nie einen Bio-Hof. Die Hygienevorschriften zur Milchhantierung sind heute recht streng. Zweitens haut ein gesundes Immunsystem so schnell nichts um. Drittens: Das schlimmste, was theoretisch passieren kann, ist eine ordentliche Brech-/Durchfall-Geschichte. Warum man ausgerechnet vor Rohmilch Panik macht, verstehe ich auch nicht. Abgepackte Lebensmittel sind in der Hinsicht viel häufiger bakterienverseucht und da kann sich alles mögliche tummeln. Rohmilch enthält eine natürliche Bakterienflora, die verhindert, dass sich in der Milch richtig fiese Keime breitmachen. Unbehandelte Milch wird nicht schlecht, sie wird sauer. Und dann schmeckt sie mir als Joghurtersatz.
      Hier noch mein Brot-Rezept. Man kann der Einfachheit halber natürlich auch einen Sauerteig kaufen.

      Sauerteigbrot

      Sauerteigansatz herstellen

      100g Roggenmehl
      100ml Wasser

      vermischen, über Nacht bei ca. 20 °C stehen lassen
      an den folgenden zwei Tagen jeweils dieselbe Menge Wasser und Roggenmehl hinzufügen und umrühren. Der entstandene Brei ist zur Verarbeitung fertig, wenn er ordentlich Blasen bildet.

      Brot backen

      Am Abend vorher Vorteig ansetzen:

      400g Roggenmehl
      ca. 650ml lauwarmes Wasser
      Sauerteigansatz

      in einer großen Schüssel zu einem Brei verrühren und über Nacht bei Zimmertemperatur stehen lassen

      Hauptteig (vorher 1 EL Vorteig für das nächste Mal abnehmen und kühl stellen):

      zum Vorteig, der jetzt einmal hochgegangen und voller Blasen sein sollte, hinzufügen:
      600g Weizen-oder Dinkelmehl
      4 TL Salz
      Optional 2 EL Olivenöl (oder anderes Öl)
      Pfeffer, Koriander, Muskat o.a. Gewürze nach Gefühl und Wunsch (kann man auch weglassen)
      nach Wunsch: 2 Hände Sonnenblumenkerne oder Haferflocken oder was einem so einfällt

      Ich verrühre alles mit einem Löffel, bis der ganze Teig ungefähr die gleiche Konsistenz hat, lasse das Ganze eine halbe Stunde stehen, dann knete ich den Teig ordentlich durch, auf bemehlter Platte mit bemehlten Händen. Am besten geht er später, wenn er sich weich und leicht knetet.
      Dann falten: zu einem Viereck platt ziehen, von jeder Seite ein Drittel nach innen klappen. Das Ganze etwas flach drücken, damit sich die Schichten miteinander verbinden. Dann noch einmal je ein Drittel von links und rechts zur Mitte falten und zusammendrücken. Umdrehen und ringsherum mit den Händen glatt und rund arbeiten. (Brotfalttechnik gibt es auch gezeigt auf youtube).
      Dann in einem Gärkorb (man kann auch einen Korb mit Geschirrtuch auslegen) zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. (Bei unter 20° dauert es ziemlich lange.) Ich stelle ihn im Winter in den Backofen mit Lampe an. Der Teig sollte sein Volumen verdoppeln, bei guten Bedingungen dauert das nicht mehr als 4 Stunden.

      Backofen vorheizen auf 250°C. (bei Umluft etwas weniger)
      Brotleib auf das Backblech umdrehen, mit ein paar tiefen Schnitten versehen (damit es besser aufgeht), mit warmem Wasser bepinseln (für eine schöne Kruste) und mit einer feuerfesten Schale mit kochendem Wasser zusammen in den Ofen stellen.

      Nach 10-15 min auf 180°C reduzieren und 45 min zu Ende backen. (Insgesamtbackzeit: 55 min)

      Noch heiß mit Wasser bestreichen und abkühlen lassen.

      Die angegebenen Mengen reichen für ein großes Brot.
      Ein noch junger, selbst gemachter Sauerteig ist oft noch nicht so gehfreudig, wie ein älterer. Das zeigt sich dann beim Ansatz des Vorteiges.
      Wenn der Vorteig nicht richtig hochgegangen ist (mit seinen Blasen die Schüssel ausgefüllt hat), dann geht meist auch das Brot nachher nicht richtig. Im Zweifelsfall kann man etwas Hefe zum Hauptteig tun.

  31. Liebe Sarah,
    vielen Dank für deine Antwort. Es ist sehr beruhigend was du über die Rohmilch schreibst. Tja, diese Angstmacherei… Manchmal schaffen sie es noch auch bei mir…
    Und danke auch fürs Rezept, ich werde mal bald die Ärmel hochkrempeln und loslegen.
    Liebe Grüsse
    Dora

  32. Hallo,
    danke für deine Antwort auf meinen Post.
    Ich habe mir inzwischen das Buch gekauft und unsere Ernährung im großen und ganzen auf Paleo umgestellt und ich und meine Tochter nehmen täglich Lebertran.
    Nun bin ich heute aber doch sehr verunsichert worden, wegen des Lebertrans. Dieser enthält ja deutlich mehr Vit A als Vit D. Unter anderem habe ich solches gelesen :
    Lebertran besitzt einen hohen Vitamin A Gehalt, der die empfohlene Tagesdosis der Deutschen Gesellschaft für Ernährung weit überschreitet. Bei einer regelmäßigen Überdosierung mit Vitamin A kann es zu einer Hypervitaminose kommen. Bei einer akuten Hypervitaminose treten Schwindel, Kopfschmerzen und Erbrechen auf. Wird das Vitamin A über mehrere Monate überdosiert, führt das zu einem Verlust der Körperbehaarung, zu Bluthochdruck, zu Kalkablagerungen und zu einer Vergrößerung der Milz sowie der Leber.
    Da mache ich mir um mein kleines Kind schon Sorgen. Hast du gut recherchierte Quellen oder Studien, die das widerlegen? Sonst würde ich evtl. doch auf ein VitaminD Präparat umsteigen.

    1. Hallo Karin,
      die Deutsche Gesellschaft für Ernährung und allgemein die aktuelle Schulmedizin fürchten sich vor Vitamin A und ich weiß immer noch nicht genau warum. Überall findet man Warnungen, aber wenn man mal nach echten Fällen von Vitamin A Vergiftung durch Lebensmittel sucht, findet man nichts. Den einzigen Fall, den ich gefunden habe, ist der von einer Gruppe Polarforschern, die nach dem Verzehr von Eisbärenleber eine Hypervitaminose bekamen.
      Es ist allgemein ein großer Unterschied, ob man Vitamin A und D einzeln nimmt (eigentlich nur durch Präparate möglich) oder in Kombination, wie sie in Lebensmitteln normalerweise vorkommen. Beide Vitamine, und Vitamin K2 noch dazu, brauchen im Körper einander für eine optimale Wirkung. Fehlt eins, kann das andere bei sehr hoher Langzeitdosierung durchaus Probleme machen. Im Lebertran liegen Vitamin A und D aber in einem guten Verhältnis vor, solange der Lebertran nicht durch Erhitzen gewonnen wurde. Erhitzen killt nämlich Vitamin D zu einem gewissen Teil. Lebertran wurde Anfang des Jahrhunderts mit großem Erfolg eingesetzt. Dann kam man auf die Idee, Vitamin A und D einzeln als künstliche Präparate zu verabreichen und ab da scheint es kompliziert geworden zu sein, weil diese Vitamine einzeln in hoher Dosierung eben tatsächlich Probleme machen können.
      Auf der Seite der Weston Price Stiftung findet sich ein langer Artikel zum Thema Vitamin A und noch mehr zu Lebertran und Co. Ist halt auf englisch, aber sehr ausführlich. http://www.westonaprice.org/health-topics/abcs-of-nutrition/vitamin-a-saga/
      Was Kürzeres habe ich auch auf deutsch gefunden: http://lebertranwissen.de/lebertran-dosierung/ Weiß nicht, ob das reicht, um deine Sorgen zu besänftigen. 😉
      Vitamin D einzeln würde ich jedenfalls meiden, wenn nicht auch eine ausreichende Zufuhr von Vitamin A und K2 sichergestellt ist.

        1. Nein, wir nehmen die nicht. Vitamin K2 findet sich in Weidemilchprodukten, fermentierten Lebensmittel, Eiern aus Freilandhaltung … Wenn man nicht gerade vegan unterwegs ist, lässt sich der Bedarf über die Nahrung decken.

  33. Liebe Sarah,
    mit großem Interesse lese ich Deine Seiten. Das Thema Ernährung beschäftigt auch mich schon lange.
    Letztendlich bin ich darauf zurückgekommen, was die gute alte Bibel sagt … insbesondere im AT am Anfang der Welt … und es gibt da auch eine spätere Stelle (Daniel), wo von Gemüse die Rede ist

    https://www.bibel-offenbarung.org/daniel/kapitel-1/verse-12-14-der-aufseher-gewaehrt-daniel-einen-zehn-taegigen-ernaehrungsversuch.html

    Und selbst, wenn uns ab dem NT die Fleischesserei erlaubt ist, glaube ich doch, dass uns Fleisch nicht gut tut. Auch der Seele nicht, da es ja mit Mord, wenn auch am Tier, verbunden ist. Das Problem ist natürlich alles andere, Leder zum Beispiel … konsequenterweise müßte zumindest ein Veganer Leder dann ablehnen. Ich halte jedoch Lederschuhe für gesünder und angenehmer zu tragen als welche aus Kunststoffen … In der Welt ist eben nichts perfekt …

    Ich denke mal, dass in den primitiven Gesellschaften auch nicht alle Menschen kerngesund waren. Sicher spielen auch die Gene eine Rolle – auf der irdischen Welt hat ja alles 2 Seiten … ich denke da nur an die Hunza – sicher überlebten nur die Stärksten, das ist ja etwas, was wir heute nicht wollen. Aber gewiß ist, dass die Nahrungsmittel seit der Industriellen Revolution großteils nicht der Gesundheit förderlich sind. z.B. der Fabrikzucker.

    Ob man nun tatsächlich Brot auf diese Weise (vorher eingeweichte Körner) backen soll und ob dies zu Zeiten der Bibel so praktiziert wurde, entzieht sich bislang meiner Kenntnis.

    https://measvintage.blogspot.com/2015/08/basisches-brot-backen-leicht-gemacht.html

    Apropos Meeresfrüchte – ich meine mich zu erinnern, dass Muscheln oder Tintenfische nicht erlaubt waren …

    Ansonsten ist es klug, sich nach der sog. Kollath-Tabelle zu richten – alle Präparate sind äußerst ungesund und daher tunlichst zu meiden

    http://www.vollwertleben.info/html/kollath-tabelle.html

    Ein Kranker spürt ganz sicher diesen Effekt, wenn er es schafft, die Präparate wegzulassen! Ich spreche da aus eigener leidvoller Erfahrung!

    Übrigens hat ein Herr Dr. Schnitzer, ebenfalls Zahnarzt, sich auch vor längerem mit all diesen Ernährungsfragen beschäftigt und Bücher darüber geschrieben. Er war überzeugt, daß der Mensch kein Allesesser ist, anhand des Gebisses schon.

    Ich finde es auch hochinteressant, was Lektine und Phytinsäure betrifft – davon habe ich praktisch erst vor einer Weile gehört! Allerdings kann man sich mit gesundem Menschenverstand denken, dass unsere moderne Lebensweise, die auf schnell-schnell ausgerichtet ist, nicht der Gesundheit förderlich sein kann.
    Dennoch erstaunt es mich, dass Ärzte oder andere Wissenschaftler nicht viel früher auf Phytinsäure hinwiesen. So höre ich jetzt auch zum 1. Mal, man solle Mandeln vor dem Verzehr einweichen. Ich bin mir wirklich bei dieser Sache nicht sicher, was ich davon halten soll. Haferflocken dagegen hat man ja praktisch immer eingeweicht, ob fürs Müsli oder per gekochtem Brei. Aber Nüsse, Mandeln???

    Irgendwo meine ich auch, bei Dir schon von Rapsöl gelesen zu haben und wie Du dazu stehst. Darüber war ich mir auch nie sicher, weiß allerdings von meiner Großmutter, dass sie nicht so sehr viel davon hielt. Gewisse Stoffe wurden wohl herausgezüchtet, aber ob DAS dann gesund ist? Auch meine ich,hier schon von gesättigten und ungesättigen Fetten gelesen zu haben und wie ich Dich einschätze, nehme ich an, Du kennst diesen Vortrag schon

    https://www.youtube.com/watch?v=Mnc_aoN7lMM

    denn darin ging es nicht nur um das Kokosöl sondern auch u.a. gesättigte Fette generell.
    Es würde mich interessieren, wie Du darüber als Ärztin denkst. Oder über die Sache mit dem Vitamin D …. Sonnenlicht ist sicherlich die erste Wahl ….
    Es gibt so wenig zuverlässiges Material darüber bzw. oft kommt man schwer oder nur mit erheblichem Zeitaufwand daran …. vieles wird von irgendwoher gesponsert und als wissenschaftlich ausgegeben …

    Herzliche Grüße
    Sara

    1. Hallo Sara,
      puh, so viele Fragen und Verwirrung lese ich aus deinem Post … 😛
      Alle Samen (Nüsse, Bohnen, Getreide etc.) enthalten Stoffe, die das Korn schützen (vor Fraß und Schimmel) und die ihm später als Keimhilfe dienen. Samen sind Pflanzenbabys und eigentlich nicht als Futter gedacht. Gerade der Mensch mit seinem kurzen Darm (der Darm von Pflanzenfressern ist ganz deutlich länger) tut sich damit schwer und deshalb müssen sie so zubereitet werden, dass der Anteil an ungünstigen Stoffen so gering wie möglich ist. Das wurde traditionell auch immer so gemacht über Einweichen, Säuern, Keimenlassen, Backen, Kochen etc. Nur der moderne Mensch hat dieses traditionelle Wissen aus wertlos weggeworfen. Deshalb müssen wir uns das jetzt mühsam und auf dem intellektuellen Weg neu erarbeiten.
      Schnitzer wird gern von der Pflanzen-sind-das-bessere-Futter-Fraktion vorgeschoben … in meinen Augen ist er voreingenommen, wie viele. Man betrachtet die Natur durch einen Glaubensatz. Eben den: Tierisches ist ungesund. Und dann biegt man sich alles so hin, wie es passen soll. Es gab aber keine traditionellen Völker, die vegan waren, und auch nur eine kleine Handvoll vegetarische. Weston Price hat in den 30ern die Ernährung und Gesundheit vieler traditioneller Völker studiert und dokumentiert (in „Nutrition and Physical Degeneration“). Tierische Produkte hatten bei allen Völkern einen hohen Stellenwert. Und je höher der Anteil an Tierischem bei einem Volk (und da galten Fett und Innereien als das wertvollste, nicht das Steak), desto weniger Karies hatten sie und desto besser entwickelte Kiefer.
      Du darfst mich nicht fragen, was ich „als Ärztin“ zu etwas denke. 😛 Denn im Studium lernt man zu Ernährung eigentlich nichts, was man nicht auch überall sonst liest. Ich bin aber inzwischen nach Selbststudium und Erfahrung überzeugt, dass gesättigte Fette wichtig und gesund sind und rein gar nichts mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu tun haben. Als Bestandteil traditioneller Ernährungen haben sie Generationen von Menschen gesund erhalten und ihnen geholfen, gesunde Nachkommen in die Welt zu setzen. Die modernen Krankheiten kamen mit der industrielle Nahrung, dem Zucker und den billigen Pflanzenölen. Gerade die tierischen Fett sind wichtig, da sie die fettlöslichen Vitamine A, D und K2 enthalten, die in keinem Pflanzenfett (außer vielleicht Avocados) zu finden sind. Diese sind wichtig für die Knochenentwicklung, Gehirnfunktion, Hormonproduktion usw. Die moderne Vermeidung von tierische Fetten und der Ersatz durch billiges Pflanzenöl ist daher mit ein Grund dafür, dass fast alle unsere Kinder heute schmale Kiefer haben und Zahnspangen brauchen (mangelnde Knochenentwicklung durch einen Mangel an fettlöslichen Vitaminen). Bei traditionellen Kulturen war das nicht nötig. (siehe Weston Price und Schädelfunde über all auf der Welt)
      Von Rapsöl halte ich also nichts. Es enthält nicht nur keine fettlöslichen Vitamine (außer Vitamin E), es wird auch aufwändig industriell hergestellt. Die dabei aus den mehrfach ungesättigten Fettsäuren entstehenden Transfette werden zwar wieder chemisch entfernt, aber dass es andere ungesunde Rückstände gibt, ist nicht auszuschließen. Wenn es nicht gerade kalt gepresst wurde, ein Industrieerzeugnis erster Güte, dass mit einem Naturprodukt nichts mehr gemein hat. Als Autotreibstoff ganz gut geeignet.
      Vitamin D finde ich wichtig, dass es auch über die Nahrung zugeführt wird. Da reicht die Sonne nicht. Aber es braucht auch Vitamin A (der unverdiente heutige Buh-Mann unter den Vitaminen), Vitamin K2, Magnesium und weitere Stoffe, damit Vitamin D seine Funktion im Körper auch gut ausführen kann. Im Englischen findet man einiges zur Vitamin A-D-K2-Synergie. Im Deutschen leider noch fast nichts. Wir verwenden Lebertran (als einziges Supplement zu unserer traditionellen Ernährung), da es Vitamin D und A in einem guten Verhältnis enthält.

      Aus den Zeit vor der Sintflut eine pflanzliche Ernährung als die Bessere abzuleiten, greift meiner Ansicht nach zu kurz. Nach der Sintflut hat sich sehr viel verändert. Klimatisch, geistlich … Die Menschen wurden nicht mehr fast 1000 Jahre alt, sondern von Gott festgelegt nur noch unter 100. Gott erlaubte den Menschen nach der Sintflut ausdrücklich, Tiere zu schlachten und zu essen. Er setzte bei den Israeliten das Opfer ein, das ein Schatten für das ultimative Opfer nämlich Jesus ist. Es ist ganz offenbar von Gott so gewollt, dass jemand sein Leben für uns geben muss, damit wir leben können. Und in dem es Teil unseres Alltags ist, begreifen wir besser, was sein Opfer, Jesus, für uns bedeutet. Anzuerkennen, dass jemand für mich sterben muss, damit ich leben kann, erfordert Demut. Der heutige Mensch möchte gern unabhängig sein, von der Natur, von anderen Menschen, dem Tod ein Schnippchen schlagen und Gott nicht brauchen. Er ist unglaublich stolz, gottlos und in seinen Gedanken und Wegen geht er in die Irre. Ich denke aber nicht, dass das unser Weg als Christen sein soll. Ich erkenne an, dass ich mich nicht selbst retten kann, dass Jesus für mich sterben musste, damit ich frei sein kann. Und wenn ich ein Tier schlachte (ich schlachte meine eigenen Kaninchen), dann danke ich dem Tier und Gott. Ich weiß, dass es vor der Sintflut anders war. Und dass es einmal ein Zeitalter geben wird, wo es keinen Tod mehr geben wird. Aber jetzt lebe ich hier in diesem Zeitalter und muss damit leben, dass es den Tod gibt. Vor dem ich mich aber nicht mehr fürchten muss, weil in Jesus der Tod besiegt ist und das Leben danach nicht aufhört sondern viel besser weitergeht.
      Die Episode bei Daniel in der Bibel beschreibt eine vorübergehende Ernährung. Als Reinigung, Cleansing und Detox, wie man das heute nennt, ist eine vegane Ernährung sicherlich super. Aber eben nicht als Erhaltungsernährung für das ganze Leben. Vor allem nicht in Zeiten mit hohem Nährstoffbedarf wie Schwangerschaft, Stillzeit und Wachstum (Kinder, Teenager). Ich finde die Youtube-Videos mit den Interviews von Ex-Veganer (die meisten sind leider Englisch) in der Hinsicht sehr aufschlussreich.
      Viele Grüße, Sarah

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.