Und die Sicherheit? – Eine kleine Statistik

201 Alleingeburten (vorwiegend im englischsprachigen Raum),
davon 18,4 % Hochrisikoschwangerschaften,
27,36% Schwangerschaften mit mittlerem Risiko.
46,76% sahen in der Schwangerschaft keinen Arzt, sondern machten ihre Vorsorge selbst.

Von diesen 201 Frauen sind 8,45% ins KH „umgezogen“
(4,97% vor der Geburt, 3,48% nach der Geburt),
2 Frauen brauchten einen Kaiserschnitt.
Das sind 0,99%
bei einer derzeitigen KS-Rate bei Krankenhausgeburten von bis zu 30%.
Neugeborenensterblichkeit: 0 %
Probleme in der Neugeborenenphase, die einen Krankenhausaufenthalt nötig machten: 0 %

Mehr hier (allerdings auf englisch):

http://www.unhinderedliving.com/stats.html

17 Gedanken zu „Und die Sicherheit? – Eine kleine Statistik“

    1. Eigenverantwortung schließt die Hinzuziehung der Medizin nicht aus. Für den Notfall bin ich sehr dankbar, daß es die Medizin gibt. Diese beiden Mütter haben wie alle anderen eine eigenverantwortliche Geburt angefangen, haben gemerkt, als es nicht ohne Hilfe ging und Hilfe gesucht. Das ist echte Verantwortung. Sonst wären das keine Kaiserschnitte, sondern Todesfälle in der Statistik. Was aber ins Auge fallen sollte: Irgendwas muß bei KH-Geburten falsch laufen, wenn es nicht in 0,99%, sondern in 30% der Fälle einen Kaiserschnitt braucht. Oder andersherum: Irgendwas scheint eine eigenverantwortliche Geburt so sicher zu machen, daß es nur in 0,99% einen Kaiserschnitt braucht.
      Darüber sollte mal nachgedacht werden.

      1. Na ja die Hälfte aller Kaiserschnitte ist geplant, das heißt es besteht eine Indikation oder Wunsch und somit fallen diese Schwangeren Mütter eh für eine geplante Alleingeburt raus.

        Die andere Hälfte sind sekundäre Kaiserschnitte, heißt ein KS der unter der Geburt entschieden wird.

        Da wäre dann nochmal das Verhältnis Erstgebärende und Mehrgebärende zu unterscheiden. Vermutlich hat die deutliche Mehrzahl von diesen 201 Frauen schon alle einmal zuvor ein Kind vaginal geboren. Somit müsste man die Rate von Mehrgebärenden in der Klinik und deren sek. KS Quote raus filtern.

        Dann haben wir schon nur noch einen Unterschied von 1% zu ca. 2,5%.

      2. Nur weil es 30% Kaiserschnitte sind ,heißt es nicht, das diese alle gebraucht werden. Viele Frauen entscheiden sich aus absolut freien Stücken für einen Wunschkaiserschnitt.

    2. Beim ersten Kaiserschnitt in dieser news group war ich praktisch live dabei. Die Mutter (Michelle) hat immer wieder berichtet, was sich tut.
      Der Grund, dass nix weitergegangen ist, war schlicht und einfach, dass sie nicht pressen wollte, sondern dachte, Mutter Natur macht das für sie, und dann wird das Kind ganz sanft und leicht aus ihr herausgleiten. Es haben ihr schon mehrere gesagt, dass sie das Kind einfach rausdrücken soll, wenn es ihr schon zu lange dauert. Mehr als dass es rausplumpst wird nicht passieren. Aber sie bestand darauf, dass nicht sie, sondern „ihr Körper“ fürs Pressen zuständig sei.
      Und dann ist sie ins Krankenhaus gefahren und bekam einen Erschöpfungskaiserschnitt, weil sie in drei Tagen nur ein paar Stunden geschlafen hatte. Lebensgefahr bestand zu keinem Zeitpunkt, weder für die Mutter noch für das Kind.

      Manche Frauen sind eben nicht eigenverantwortlich genug für eine Alleingeburt. In diesem Fall war die Verantwortung an Mutter Natur und den „Körper“ abgegeben worden.

  1. Ich würde so gerne wissen, wie so eine „Mutter“ sich fühlt, wenn ihr Kind quietsche-quietsche-blau aus dem Geburtskanal guckt, mit einer schicken Nabelschnurkette um den Hals.

    Kind hypoxisch, Hirnschaden oder tot, mütterlicher Plazentaabriss, vielleicht auch tot. Hätte man verhindern können, wenn in der Schwangerschaft sonographiert worden wäre, hätte man verhindern können, wenn man es in der Klinik bemerkt hätte.

    Was spricht dagegen, in der Klinik eine eigenverantwortliche Geburt zu erleben? Meine Frau und ich haben das zweimal getan und es hat uns nicht gefehlt. Was ist denn schlimm daran, wenn im Zimmer nebenan eine Neugeborenversorgungsstation wartet und ein Kinderarzt und Gynäkologe in wenigen Minuten zur Stelle sein können?

    Ich habe großes Verständnis für alle Eigenarten, die bei der so wunderbaren Geburt eines Menschenkindes vielleicht gewünscht werden. Ich habe schon bei einer Geburt im Rettungswagen Kerzen angezündet, da bin ich völlig aufgeschlossen.

    Nur weiß ich eben aus meiner täglichen Praxis in Rettungsdienst und Intensivmedizin, dass es Situationen gibt, die vorher nicht absehbar sind und sofortiges Eingreifen erfordern.

    Sicher, Menschen, Frauen, haben seit Jahrtausenden Kinder zur Welt gebracht. Ganz ohne Beistand, später mit hebammen, erst seit neuerer Zeit auch meist mit ärztlichem Beistand. Zwingend nötig ist das alles nicht. Aber über Jahrtausende war die Mütter- und Säuglingssterblichkeit eben auch dramatisch höher. Wenn Sie in Kauf nehmen, dass Sie, Ihre Partnerin, Ihr Kind stirbt und Ihnen der Preis für ein „eigenverantwortliches Erlebnis“ dafür nicht zu hoch ist – bitte.

    Früher durfte man übrigens auch auf der Autobahn Fahrrad fahren. Können Sie Ihrem Kind ja auch mal erlauben, ganz in eigener Verantwortung, versteht sich. Ich empfehle für die Vorbereitungen schon einmal das Bestatterweblog.

    1. Und wo lesen Sie jetzt derlei Gefahren in meine Statistik rein? Geburt in sich selbst ist sicher, auch wenn vor allem die medizinsch geprägten Leute schwer haben, das zu glauben, weil es im KH immer so dramatisch zugeht.
      Es geht natürlich um Sicherheit, und deswegen meide ich das Krankenhaus. Wer sich dort sicher fühlt und entspannen kann, da bin ich die letzte, die was dagegen hat. Und wenn man dort auch noch in Ruhe gelassen wird und selbstbestimmt gebären darf (was recht selten der Fall sein dürfte), um so besser. Aber für manche sind KH eben nicht sicher, weil sie dort aus verschiedenen Gründen nicht entspannen können und in Folge schmerzhafte und komplizierte Geburten haben.
      Und kann man wirklich eine eigenverantwortliche Geburt in der Klinik haben? Dann besteht die Eigenverantwortung darin, die Verantwortung verantwortunsvoll an andere abzugeben. Nee, danke.

    2. Das Blau kommt von einem Sauerstoffmangel, und der kommt bei einem Baby genauso wenig aus dem Nichts wie bei dir. Bei Geburten gibt es drei Gründe dafür:
      1. eingeschränkte Zufuhr
      2. erhöhter Verbrauch
      a. der Gebärmutter
      b. des Kindes

      ad 1.
      In Stressituationen, und so etwas ist eine Geburt in der Öffentlichkeit, hält das vegetative Nervensystem Blut in den Muskeln bereit, um im Bedarfsfall flüchten zu können, und das zu Ungunsten der inneren Organe. So eine Sauerstoffmangelversorgung durch eine Flucht übersteht ein Fötus sehr gut. Nicht aber, wenn die Anspannung andauert und dann noch die Beanspruchung durch Wehen dazukommt.
      Eine minderversorgte Gebärmutter erkennt man an der weißlich-violetten Färbung des Muttermundes, und das ist auch die häufigste Färbung im Krankenhaus. Eine gut durchblutete Gebärmutter erkennt man an einem Muttermund in der Farbe Altrosa.

      ad 2a.
      Wehenmittel oder durch zu lange Geburt verursachte Dauerkrampfwehen, Wehenmittel sind aber gefährlich.
      ad 2b. Der erhöhte Druck auf den Kopf bei einer Blasensprengung und vielleicht auch noch ein kleines Drahtstück in den Kopf gebohrt, verursacht beim Kind massive Schmerzen, wodurch es mehr Sauerstoff verbraucht.

      mütterlicher Plazentaabriss:
      Abreißen tut sicher nix, nur lockert sie sich manchmal vorzeitig. Das geschieht durch
      1. vorzeitige Blasensprengung
      2. Wehenmittel

      ad 1.
      Die Plazenta ist nicht fest mit der Gebärmutterwand verwachsen, sondern liegt nur locker auf. Sie wird unter anderem durch den Druck des Fruchtwassers an ihrer Stelle gehalten.
      ad 2.
      Normaler Weise ziehen sich die Gebärmuttermuskeln gleichzeitig zusammen. Wenn Wehenmittel verwendet werden, reagieren nicht alle Muskelzellen zeitgleich oder auch gar nicht. Dann wird die Gebärmutterinnenwand verzerrt, und die Plazenta löst sich teilweise.

      In einer Klinik ist eine eigenverantwortliche Geburt nicht möglich, weil schon per Gesetz andere für die Geburt verantwortlich sind, mit dieser Verantwortung aber nicht umgehen können.
      Du dürftest aber generell nicht verstanden haben, um was es geht. Nicht um Kerzen, sondern um Sicherheit. Die Ausbildung der Geburtshelfer ist weltweit einfach grottenschlecht und in erster Linie darauf ausgerichtet, Komplikationen herbeizuführen, um dann als Held da zu stehen. Allein das unverdrossene Praktizieren der Rückenlage und seit einigen Jahren das Provozieren von „Sternguckern“ disqualifiziert doch jede Geburtsklinik. Wer da hin geht, ist in höchstem Maß verantwortungslos.
      Gebärende, die alles selbst und eigenverantwortlich machen, kennen sich in der Regel geburtshilflich viel besser aus als die Leute in den Anstalten.

      Aber gut, wenn du der Meinung bist, dass ein Sauerstoffmangel eine angemessene Behandlung für ein Kind ist – bitte. MEINE Kinder sollen ihr ganzes Leben kein Erstickungserlebnis haben.

    3. hallo sebastian,

      ich fahre auch rettungsdienst, seit 8 jahren, und mein partner seit 10 jahren, auch notfallrettungsmittel.
      und wir wissen, so wie du schreibst, „aus unserer täglichen praxis“, WIE SELTEN geburtshilfliche notfälle existieren und wie problemlos ungeplante hausgeburten in der regel ablaufen.
      es gibt immer situationen, die nicht vorhersehbar sind, aber es täte grade medizinischem personal gut, mal wieder die fakten zurechtzurücken.
      diese statistik hier spricht für sich, mosern hin oder her. bring eine klinische statistik zur geburtshilfe, die so wenige notfälle beinhaltet bei vergleichbarem theoretischem „risikopotential“, und wir reden weiter.

      wenn du wirklich mal was über geburtshilfe lernen willst, das nicht im angstschweiß der krankenhäuser gebadet hat („aber WENN doch was passiert … – upps, bei uns im krankenhaus passiert statistisch viiel häufiger was, viel zu häufig, um es noch mit „risikofrauen“ rauszureden, aber trotzdem, WENN doch was passiert ….“), dann lies „gebären ohne aberglauben“ des öster. arztes alfred rockenschaub. von dem kann man wirklich was lernen!

      oder google „semmelweis reflex“, da kannst du nachlesen, wie sehr ärzte manchmal den wald vor lauter bäumen nicht sehen WOLLEN!

  2. Ach, hör mir auf mit Statistiken. Ich muss gerade für die Uni Statistik 2 lenern und ich kann dir sagen, jede Statistik ist reiner Betrug. Das lächerliche ist nur, dass man den Betrug mathematisch verifiziert 🙂 Echt albern. LG Frederik

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