Allg. Fragen und Diskussionen

Diese Rubrik möchte ich gern allen allgemeinen Fragen und Diskussionen vorbehalten, die woanders (noch) keinen Platz haben.  Also wenn ihr irgendeinen Kommentar abgeben wollt oder eine Frage habt, die ihr öffentlich stellen wollt: Voilá, tobt euch in den Kommentaren aus.

P.S.: Wenn möglich schreibt mit der gleichen Höflichkeit, die ihr im direkten Gespräch an den Tag legen würdet. Grobe Beleidigungen, die inhaltlich nichts zur Diskussion beitragen, landen nämlich im Papierkorb.

36 Gedanken zu „Allg. Fragen und Diskussionen“

  1. Eine Diskussion über lesbische Lebensgemeinschaft, Sünde und warum ich als Christ solche Berichte poste. Diese Debatte fand sich ursprünglich zu einem Geburtsbericht, den ich aber nicht weiter auf diese Weise zerschreddert sehen wollte.

    Doreen schrieb:

    Liebe Sarah,

    das ist jetzt kein Kommentar zum Geburtsbericht, sondern ein kurzes Feedback an dich!
    Sarah, was verstehst du denn unter „authentischem Christsein“?
    Steht in deiner Bibel nicht, dass Gott den Menschen als Mann und Frau schuf und diese in eben diesem Rahmen auch „fruchtbar sein und sich mehren sollen“?
    Würdest du es richtig finden, wenn deine 6 Kinder ohne Vater, mit 2 Müttern aufwüchsen?…
    Wieso natürliche Geburt und Schwangerschaft, wenn die Zeugung offensichtlich schon alles andere als natürlich und „in Liebe“ geschah?
    Ich weiß nicht Sarah, das ist nun schon der 2 Bericht in Kürze mit so unnatürlichen (unbiblischen) Umständen. Aber vielleicht hat dein Christ-Sein eine andere Basis…
    Ich bin ein wenig enttäuscht und verwundert, dass du das so unterstützt….aber es zwingt mich ja niemand, hier zu lesen.
    Nur weiterempfehlen kann ich deine Homepage nun auch nicht mehr guten Gewissens….
    Mir tun Kinder leid, denen ihr gutes, göttliches Recht auf Vater UND Mutter genommen wird.
    Alles Gute dir für deine 6. Geburt und Gottes Segen!

    Doreen Nill

    Sarah schrieb:

    Liebe Doreen,
    mir werden immer mal Geburtsberichte von ganz verschiedenen Frauen geschickt. Ich habe auch eine Weile überlegt, ob ich diese Geschichten posten soll, weil ich diesen Lebensstil nicht gut heiße – da bin ich ganz deiner Meinung. Ich habe mich aber aus verschiedenen Gründen dafür entschieden: Es geht um Geburt und ein selbstbestimmtes Geburtserlebnis, das anderen Frauen Mut machen soll. Die Wahl des Lebenstils kommt durch, das geht nicht anders, ist aber nicht Thema. Ich möchte diesen Frauen keine Ablehnung zeigen, indem ich ihre Berichte ablehne, nur weil sie in einer bestimmten Sünde leben. Jeder Mensch hat Sünde in seinem Leben. Wenn ich ihre Sünde anprangere, ihre Berichte zurückweise, stehe ICH vielleicht gerecht da. Meine Seite wäre christologische korrekt und in frommen Kreisen vorzeigbar. Aber was tue ich diesen Frauen damit? Sie fühlen sich von „den Christen“ abgelehnt und halten Gott für einen, der sie verdammt und verurteilt. Überführung von Sünde kann nur der Heilige Geist bewirken. Ich kann diese Menschen lieben und für sie beten. Das tue ich und freue mich mit ihnen, dass sie schöne Geburten hatten.

    gruenejungsmama schrieb:

    Ehrlich gesagt kenne ich mich nich so gut aus mit den Religionen.. Ich finde es aber super wie Sarah das für sich interpretiert!!

    Wir wissen ja gar nicht wie der leibliche Vater in dieser Familie präsent ist. Schön wäre es in jedem Fall wenn Kinder so viel Liebe wie möglich um sich rum haben und die Mutter so viel Unterstützung wie möglich hat, um bei sich selbst zu sein und bestmöglich ihre Kinder zu begleiten! !!

    Josephine schrieb:

    „Meine Seite wäre christologische korrekt und in frommen Kreisen vorzeigbar. “

    Ich frage mich, ob euch überhaupt die Bedeutung des Wortes christologisch klar ist. Die Christologie bezeichnet den Teilbereich der Theologie, der sich mit der Person und dem Werk des Jesus beschäftigt. Dein Satz macht also rein in Bezug auf die Begrifflichkeit schon einmal keinen Sinn. Und auch theologisch ist der Inhalt nur schwer zu halten. Die gleichgeschlechtliche Liebe, innerhalb derer man sich um Kinder kümmert, kann man anhand des biblischen Befundes nicht als „Sünde“ einordnen. Ohnehin ist der Begriff der Sünde theologisch gesehen sehr problematisch.

    Eure Unterhaltung liest sich nicht nach authentischem Christsein, sondern sehr nach wertendem Sektentum.

    Mir gehts da ähnlich wie der anderen Mama, ich kann deine Seite nicht mehr guten Gewissens weiterempfehlen, wenn ich solchen Unfug lese.

    Und das von mir, die ich solche Lebensmodelle auch keineswegs gut heiße oder fördernswert finde. Das allerdings in der Weise, wie ihr das tut, mit „Frömmigkeit“ zu begründen, stößt mir als evangelischer Theologin mehr als sauer auf.

    Da bin ich anscheinend nicht „authentisch christlich“ genug.

    Sarah schrieb:

    Ich bin Christin, keine Theologin. Das ist vor allem eine Sache des Herzens – nicht des „richtigen“ Kopfwissens. Mit einer korrekten theologischen Definition von Begriffen muss ich daher nicht dienen. Ich vermute mal, der durchschnittliche Laie hat mich verstanden.
    Von meinen paar Zeilen hier zu urteilen, wie ich lebe … nun ja, darfst du gern tun. Damit kann ich leben.

    gruenejungsmama schrieb:

    Ich verstehe wirklich nicht was dir da sauer aufstößt Josephine?? Vielleicht bin ich als Atheistin einfach zu weit weg vom Thema. Ich möchte aber eine Lanze für die Mama brechen, die uns da oben an ihrem intimen Geburtsbericht teilhaben lässt und habe da eine scheinbar sehr interessante Seite gefunden: https://www.huk.org/cms/front_content.php?idart=174: „Von einem Theologen, der sich intensiv mit dem Thema „Homosexuelle und Kirche” befasst hatte, las ich vor einiger Zeit sein Resümee: „Die Geschichte des Umgangs der Kirche mit homosexuellen Menschen ist eine einzige Gräueltat”. Zu diesen Gräueln hatte sie keinerlei Legitimation, schon gar keine göttliche oder von der Bibel abgeleitete. Die Kirche ist schuldig an unsäglichem Leid, das sie über homosexuelle Menschen gebracht hat. Das zeigt mir, dass die Weltkirche lange in einer falschen Bewertung gefangen war und zum Teil bis heute noch ist. Dass sich meine evangelische Kirche im Umgang mit Schwulen und Lesben von unheilvollen Traditionen gelöst hat und den sich liebenden Menschen den Segen Gottes zusichert und ihre Liebe segnet, darf ihr niemals als Minuspunkt im ökumenischen Prozess angerechnet werden. Im Gegenteil: Das muss Anstoß zum Nachdenken und Nachahmen in andern Kirchen sein, was weltweit auch zunehmend geschieht. Diese Menschen haben inzwischen begriffen und Konsequenzen daraus gezogen, dass Liebe grundsätzlich göttlichen Ursprungs ist und dass es niemand auf dieser Welt zusteht, diese Liebe und sich in Liebe verbundene Menschen zu verurteilen und sich damit über Gott zu erheben. Falsch verstandene Ökumene würde konsequenterweise bedeuten, dass wir unverzüglich die Ehen unserer PfarrerInnen zwangsscheiden. Und sollen wir Evangelische ernsthaft darüber nachdenken, dem Beispiel der katholischen Kirche zu folgen und das Abendmahl als Waffe von Christen gegen Christen missbrauchen? Oder gar unsere Pfarrerinnen wieder aus ihren Ämtern jagen? Da sei Gott vor! Wenn Jesus uns dazu berufen hat, anders zu leben als unsere Umwelt, dann hat er ganz sicher nicht gewollt, dass Menschen diffamiert, lächerlich gemacht, unterdrückt und ausgegrenzt werden. Auch die Tradition der Kirche, im Namen Gottes, im Namen Jesu Christi, im Namen des Glaubens Zwangsmissionierung zu betreiben und im Falle des Widerstands gnadenlos zu töten, kann und will ich nicht gut heißen. Niemand darf das!“

    ulrike schrieb:

    „Fromme“ Kreise, die das „Anprangern“ der Sünden anderer gut heißen, sind sowieso nicht gläubig, sondern bigott. Und Doreen: Ehrlich gesagt habe ich beim Lesen deines Beitrages eine Gänsehaut gekriegt. Soviel frömmelnde Selbstgerechtigkeit ist schwer zu ertragen. Aber wirklich interessant, dass es da offenbar eine Verbindung gibt, zwischen der Forderung nach weiblicher Selbstbestimmung und religiösem Fundamentalismus.

    Es gibt Männer, die Männer lieben, und Frauen, die Frauen lieben. Wenn ich religiös wäre, würde ich sagen: Gott hat sie so gemacht. Es gibt Kinder, die in Vater-Mutter-Familien vernachlässigt und gequält werden, und es gibt gleichgeschlechtliche Paare, die Kindern mit sehr viel Liebe aufziehen.

    Sarah zu fragen, ob sie möchte, dass ihre eigenen Kinder von zwei Frauen aufgezogen werden, finde ich übrigens polemisch. Keine Mutter möchte schließlich, dass ihre Kinder in einer anderen Familie aufwachsen.

    Aber vielleicht könnten Sarah und Doreen mal Klartext reden, in welcher Sekte sie eigentlich sind. Denn grundsätzlich scheint ihr ja auf einer Linie zu sein. Ich meine, das wäre nur fair gegenüber den Frauen, die hier ihre sehr persönlichen Erfahrungen veröffentlichen und dann Gefahr laufen, der Sünde bezichtigt zu werden. So langsam dämmert mir da einiges, auch was die Verweigerung jeglicher Schulbildung angeht … (Das ist jetzt wieder für mich inakzeptabel.) Also redet bitte mal Klartext!

    Sarah schrieb:

    Hallo Ulrike,
    ich bin Christ und nehme die Bibel als Richtschnur für mein Leben. Bin ich deshalb eine Sekte? In einer Sekte? Der Begriff „Sekte“ wird heute gern auf alles gedehnt, was dem aktuellen atheistischen Weltbild nicht in den Kram passt. Ist also wohl genauso schwierig, wie viele den Begriff „Sünde“ finden. Ich habe den Begriff verwendet, um Doreen zu antworten, weil ich annehme, dass sie sich darunter etwas vorstellen kann. Ich kann das jedenfalls und es ist überhaupt kein rotes Tuch für mich. Alle haben schließlich gesündigt, aber Gott hat sich trotzdem aller angenommen, um sie durch Jesus mit sich zu versöhnen. Deshalb ist Sünde für mich nichts, weshalb man mit dem Finger auf irgendjemanden zu zeigen braucht – denn dann müsste man auf sich selbst zuerst zeigen. Wir brauchen Gnade und Erlösung, weil wir aus Gottes Schöpfungsabsichten gefallen sind – und die beinhalteten Freiheit von Tod, Krankheit, Bosheit aber auch, dass Kinder aus einer Liebesbeziehung zwischen Mann und Frau entstehen sollten. Nun sieht diese Welt heute ganz anders aus. Aber Gott liebt uns trotzdem und hat einen Weg geschaffen, wie wir zu ihm zurück finden können. Es tut mir nur leid für die Frau, die diesen schönen Bericht geschrieben hat, dass ihr Bericht jetzt für solche Debatten missbraucht wird. Denn darum ging es überhaupt nicht.
    Apropos Schule: Ich verweigere das Schulsystem, weil es einengt und natürliches Lernen und Lernfreude tötet. Gegen Bildung habe ich gar nichts. Meine Kinder wissen auch um die verschiedene Modelle, mit denen die Entstehung der Erde und die des Menschen erklärt wird – erwähne ich jetzt mal, weil man ja gern in diese Schublade gesteckt wird, die Kinder würden einseitig indoktriniert. Etwas, das eigentlich gerade in der Schule passiert, wo einseitig bestimmte Meinungen gelehrt werden, aber kein eigenes Denken. Ist dir das Klartext genug?

  2. Hallo Ulrike,

    hast du dich mit dem Thema Schule noch nicht weiter befasst?
    Hier ein ganz guter Einstieg: https://www.youtube.com/watch?v=ab5SEh3hsTs

    Ich finde es bewundernswert wie konsequent Sarah das für Ihre Kinder eingerichtet hat..ich würde meine Kinder auch gerne vor dem aktuellen Bildungssystem schützen, fühle mich aber räumlich gebunden und hier vor Ort erscheint mir die gemeinschaftliche Struktur mangelhaft 🙁

    1. Hallo Grünejungsmama,

      ich bin ausgebildete Gymnasiallehrerin, kenn mich also schon ein wenig beim Thema Schule aus. Und natürlich könnten unsere Schulen sehr, sehr viel besser sein. Grundvoraussetzungen wären mehr Investitionen, damit sich Schüler und Lehrer in der Schule wohlfühlen. Ganztägige Anwesenheit der Lehrer in der Schule, routinemäßige Beurteilung und Kündbarkeit von Lehrern und sicher auch neue pädagogische Ansätze.

      Zu dem Video (danke für den Link): Es ist sehr leicht, sich vom Schuldrill chinesischen Typs zu distanzieren, wie es im Film gemacht wird. Allerdings geht es in keiner deutschen oder anderen europäischen Schule so oder ähnlich zu. Insofern hätte es mich mehr überzeugt, wenn man Erfahrungen mit unserem eigenen Schulsystem zum Ausgangspunkt genommen hätte.

      Die Frage, ob Kinder im Grundschulalter sich Wissen und Fertigkeiten nicht schneller und besser aneignen können, wenn sie ausreichende Förderung und Anregung durch ihre Eltern oder andere Erwachsene in ihrem Umfeld erfahren, finde ich durchaus interessant. Aber zum einen setzt das ausreichend gebildete Eltern voraus, zum anderen sind auch die in vielen Fachrichtungen schnell mit ihrem Latein am Ende. Mein eigenes Mathe-Wissen z.B. endet bei Gleichungen mit zwei Unbekannten. Und auch in anderen Fachgebieten reicht das Wissen aus Büchern, die man sich vielleicht aus der Leihbücherei holt, nicht mehr aus.
      Der junge Mann im Video, der Informatiker und Musiker ist und sich auch noch sein Instrument selbst baut, ohne je eine Schule besucht zu haben, ist vielleicht ein Ausnahmetalent. Die gibt es. Bei der Mehrheit der Kinder würde ich mir aber große Sorgen machen, wie sie z.B. je das Abitur schaffen wollen.
      Für die Schulpflicht bin ich schon deshalb, weil Kinder aus bildungsfernen Schichten nur so überhaupt eine Chance auf Bildung haben.

      Aber eure Meinungen und Erfahrungen zum Thema interessieren mich sehr.

      1. Hallo Ulrike,

        „überzeugt“ haben mich da eigentlich Bücher und Vorträge auf youtube von Jesper Juul, Andre Stern und Gerald Hüther, „Dein kompetentes Kind“, „Schulinfarkt“ und „Jedes Kind ist hochbegabt“ fand ich zum Beispiel ganz gut. Natürlich sind wir alle von diesem System geprägt und es ist schwer sich andere Wege vorzustellen.
        Bestimmt gibt es gute Schulen, letztendlich muss sich aber jede Schule an Rahmenlehrpläne halten und vieles was in der Gesellschaft falsch läuft, hängt dann allein an den Lehrern. Hat diese Berufsgruppe nicht die meisten „Burnouts“?
        Interessant finde ich auch, dass Deutschland mit seiner Pflicht ins Schulgebäude zu gehen ziemlich alleine da steht (Relikt aus der Nazi Zeit?). Andere Länder haben nur Bildungspflicht..
        Soweit ich das verstanden habe, gibt es da wohl auch noch einen Unterschied zwischen reinem „Unterricht“ von den Eltern und „Freilernen“. Beim Freilernen hat das Kind im besten Falle Kontakt zu verschiedenen Menschen, die seine Interessen und Begeisterung teilen (z.bsp. kann der kleine Junge mal den ganzen tag Mähdrescher/Bagger/ fahren, beaufsichtigt vom begeisterten Baggerfahrer), die Eltern begleiten nur. Da sehe ich auch das Problem in der Gesellschaft, dass solche Potentialentfaltungsgemeinschaften(http://www.akademiefuerpotentialentfaltung.org/potentialentfaltung/)
        kaum existieren oder schlecht zu erreichen sind, viele sind dem Druck der Leistung ausgesetzt und isoliert.

        1. Hallo Grünejungsmama,

          ja, jede Schule muss sich an Rahmenlehrpläne halten. Und das muss meines Erachtens auch so sein. Das Lernen im sozialen Umfeld kann während der Grundschulzeit ganz prima sein (wobei mich schon wieder ein wenig irritiert, dass es natürlich der kleine Junge ist, der bei dir für die Fahrt auf dem Bagger vorgesehen ist.)
          Das Problem ist aber: Unsere Welt spielt sich eben nicht hauptsächlich auf Baggern und Mähdreschern und ähnlichen sozialen Wimmelbildern ab. Um sich in unserer hoch komplexen Welt zurecht zu finden, braucht man eine umfassende Bildung, und die lässt sich m.E. längst nicht mehr aus der unmittelbaren Anschauung ableiten.
          Ich verstehe auch immer noch nicht, wie ihr heranwachsenden Kindern (die Grundschulzeit lasse ich jetzt mal außen vor) fortgeschrittene Mathmatik, einen Überblick über die Literatur (bitte nicht nur bis Max Frisch!), einen kompetenten Einblick in die Mikrobiologie und eine kritische Aneignung der Weltgeschichte vermitteln wollt – alles gleichzeitig und ohne selbst auch nur eines dieser Fächer studiert zu haben.

          1. Hallo Ulrike,
            Das ganze Wissen, dass man in der Schule einpaukt, bleibt ja doch noch nicht einmal auf mittelfristige Sicht hängen – das belegen Untersuchungen. Weil man eben etwas ins Hirn presst, was einen entweder nicht interessiert und/oder in den meisten Fällen nicht lebensrelevant ist, um es zur Prüfung wieder auszuk*** und danach zu vergessen. Man kann sich also fragen, wie notwendig es wirklich für den Erfolg im Leben ist, diese Dinge zu wissen. Ein junger Mensch, dessen Wissensdurst nicht durch schulische Wissenszwangsbeglückung verloren gegangen ist, ist in der Lage, sich das, was für sein Leben relevant ist, selbst beizubringen. Er wird herauszufinden, wo er das Wissen herbekommen kann, das er braucht (die Möglichkeiten sind heute größer denn je) oder sich ggf. die entsprechende Hilfe suchen. Dabei unterstützen ihn die Eltern, aber sie sind nicht Lehrer sondern Lernbegleiter. Wenn der junge Mensch z.B. Abitur o.ä. machen will, kann es sein, dass er dann auch eine Schule besucht und Dinge lernt, die er eigentlich irrelevant findet, weil er den Abschluss zum Ziel hat. Um sich kritisch etwas anzueignen, ist eine selbstgesteuerte Herangehensweise viel eher geeignet, als wenn einem ein Lehrer was vorsetzt. Denn da geht es doch meist darum, zu lernen, was von vornherein als richtig und falsch angesehen wird. Man muss das ja so wiedergeben, um gute Noten zu bekommen. Interessant ist auch: Wir alle sind in die Schule gegangen und haben dort gelernt. Wenn wir das alles gelernt haben, was man dort beigebracht kriegt, dann sollte es doch kein Problem sein, dieses Wissen auch weiterzugeben. Wenn wir dieses ganze Wissen denn für wichtig befunden und behalten hätten. Aber so ist es ja nicht. Wir vergessen es, weil dieses Wissen von unserem Gehirn als irrelevant aussortiert wird. Stattdessen braucht es für jedes Fach studierte Lehrer, die den Schülern dieses Wissen einpauken … dass diese ein paar Jahre später schon längst wieder vergessen haben. Ich sehe das als Verschwendung von Lebenszeit. Wenn ich Wissen brauche, kann ich es mir aneignen – dann, wenn ich es brauche. Und dann behalte ich es auch, weil ich mich in dem Moment wirklich dafür interessiere.

          2. Hallo Ulrike,
            ich bin da vollkommen bei Sarah.
            Das Beispiel von dem kleinen Jungen war aus einem Interview mit Andre Stern, der hatte genau diese Situation von seinem kleinen Sohn erzählt..

      2. Liebe Ulrike…es muss aber für alle „gebildeten“ (was das auch heißen mag…) Eltern auch die Möglichkeit der Freien Bildung für ihre Kinder geben (neben der Schulgebäudeanwesenheitspflicht für bildungsferne Schichten)! Das ist ein Menschenrecht! Im Art. 1 des GG heißt es: „Die Würde des Menschen ist unantastbar…“ Was ist, wenn es einem Kind, dem jungen Menschen, in der Schule (und da kenne ich viele) nicht gut geht, NEIN zur Schule sagt, aber gezwungen wird (ggf. mit Polizeigewalt!) das Gebäude einer „Bildungseinrichtung“ besuchen zu müssen? Ist das menschenwürdig? NEIN! Demokratie steht und fällt mit der Entscheidungsfreiheit, mit dem JA oder NEIN! Ansonsten steuern wir einer Diktatur entgegen…. Wieviele Familien werden durch Jugendamt und Gerichte diskriminiert, weil sie ihre Kinder aus einer sehr bewussten Entscheidung nicht an eine Schule schicken wollen (und sie selber auch nicht an eine solche gehen wollen)! …und es sind wunderbare Kinder, ich kenne viele… In den meisten Ländern dieser Erde ist das Freilernen erlaubt, bzw. wird unterstützt! Leider gibts das Schulgebäudeanwesenheitspflichtgesetz seit 1938! Hitler hat es eingeführt… Das muss man einfach wissen… und sollte jeden demokratisch denkenden Menschen zu denken geben…. Ich setze mich für Eltern ein, mach ihnen Mut, den Schritt raus aus der Schulfalle zu wagen. Ich spreche aus Erfahrung, bin selbst Lehrer gewesen, an staatlichen und freien Schulen… Liebe Grüße, Christian.

  3. Liebe Sarah,

    danke, dass du diese Diskussion in einen eigenen Thread verschoben hast!!
    Solche grundsätzlichen Fragen (und in meinen Augen Engherzigkeit) wie im ersten Kommentar geschrieben, haben unter dem schönen Bericht dieser starken Frau wirklich keinen Platz.
    Vielleicht fällt es Frauen, die in anderen Bereichen des Lebens schon Wege abseits des Mainstreams beschreiten, etwas leichter dann auch bei der Geburt nicht den 08/15-Krankenhaus-Weg zu wählen, egal ob es in der jetzigen Zeit ein besonders stark gelebter Glaube, eine offen gezeigte lesbische Liebesbeziehung, oder was sonst noch ist.
    Ich freue mich jedenfalls auf weitere Alleingeburtsberichte aus dem bunten Blumenstrauß verschiedener Frauen 🙂
    Viele Grüße!

  4. Liebe Sarah,
    als praktizierende Christin kann ich Deine Seite -nach wie vor- guten Gewissens weiter empfehlen!
    Ich bin erst seit gut 3,5 Jahren Christin, meine Glaubenstaufe war 2014. Vielleicht ist das der Grund -also dass ich noch so frisch mit Jesus unterwegs bin-, dass mir einige „weltliche“ Dinge noch so krass im Gegensatz zum christlichen Denken erscheinen lässt.
    In meinen Ohren klingt „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet“. Und ich habe -im Rahmen meiner Bekehrung- gelernt, dass Gott ALLE Menschen liebt! Er hasst die Sünde, das denke ich schon, aber er liebte alle seine Geschöpfe. Das zu lernen und auch zu erfahren hat mich zu Gott gebracht. Und da wir als Christen doch danach streben unserem Herrn immer ähnlicher zu werden, sollten auch wir alles dafür tun unsere Nächsten zu lieben. Und nicht zu bewerten und zu verurteilen! Da klingt auch in meinen Ohren „Der Gesunde braucht keinen Arzt“. Wenn Jesus sich nicht derer angenommen hätte, die in spezieller Sünde leben, wo wäre dann Matthäus der Zöllner? Maria Magdalene die Hure? Auch im Alten Testament hat sich Gott über Rahab erbarmt, weil er sie liebt und weil sie ihn liebte -ohne ihn zu kennen-.
    Es tut mir gut, dass Du hier die Möglichkeit geschaffen hast, darüber zu sprechen und ich wünsche mir, dass Du weiterhin keine Menschen verurteilst, sondern jeder Frau hier die Möglichkeit gibst ihre Erlebnisse in Sachen Schwangerschaft und Geburt zu teilen.
    In diesem Sinne: Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein ;-).
    Alles Liebe Dir und Deiner Familie und vor allem: Gottes Reichen Segen und Seinen Frieden auch weiterhin 🙂
    Sabine

  5. Liebe Sarah, ich muss Deine Geduld bewundern. Ich glaub ich hätte die Kommentare einfach gelöscht. Hier gehts einfach um Alleingeburten. Warum sollten man Berichte von lesbischen Frauen ausklammern??? Anscheinend hat der liebe Gott nichts dagegen unternommen, dass sie sowohl ein Kind empfangen, als auch auf wunderbare Weise gebären konnten, warum sollte dann der Mensch das ganze als Tabu betrachten. Ich denke die Frauen wie auch die Kinder haben es mit ihrer Umwelt nicht immer leicht auch ohne den Beitrag von so christilichen Menschen. Genau so ein engstirniges Denken wie es sich in Doreens und Josephine Beitrag zeigt, hat mich persönlich vom Glauben weg gebracht, weil sich daran zeigt, ein besserer Mensch wird man durch die christiliche Gemeinschaft jedenfalls nicht. Dabei wurde ich wirklich, wirklich mit sehr viel Kirchgang in meiner Kindeheit groß. Respekt Sarah, dass Du Dich nicht provozieren lässt und Deiner offenen Linie treu bleibst.

  6. Liebe Sabine,
    lesbische Frauen leben nicht in einer speziellen „Sünde“, die ihnen Christen großmütig verzeihen sollten/müssten. Diese Gönnerhaftigkeit macht mich ganz krank. Homosexualität kommt in der Natur vor und ist somit ganz natürlich. So wie zum Beispiel (natürlich) rote Haare zwar eher selten sind, aber genauso gut und schön wie blonde oder braune. Gott (wenn es ihn gibt) wollte offenbar Vielfalt unter den Menschen.

    1. „Gott (wenn es ihn gibt) wollte offenbar Vielfalt unter den Menschen.“ …auch unter den Kindern (sind auch Menschen), z.B. Freilernerkinder in Deutschland…. diese Vielfalt mu s s auch gegeben sein, oder?

  7. Hallo Sarah,

    ich habe auf deiner Homepage schon viel wertvolles Wissen mitnehmen können. Vielen Dank, dass es deine Seite gibt!

    In deiner Beschreibung über dich gibst du an, dass ihr Homeschooling praktiziert bzw. Freilerner seid. Mich würde interessieren, wie ihr das genau macht, denn deine älteren Kinder sind ja schon im schulpflichtigen Alter.
    Ich finde, die Idee wundervoll, aber kann mir nicht so recht vorstellen, wie das dann tatsächlich abläuft. Ich denke nicht, dass du neben deiner Tochter sitzt und ihr ganz direkt das Einmaleins beibringst. Dafür wirst du wahrscheinlich gar keine Zeit haben. Aber wie ist dann sichergestellt, dass die Kinder Lesen, Rechnen und Schreiben lernen und später auch Physik, Chemie, usw.?
    Ich weis, dass du jetzt mit sechs Kindern nicht viel Zeit hast für eine ausführliche Antwort. Kennst du vielleicht einen Link, der gut beschreibt, wie bei euch „Lernen“ und „Schule“ aussehen?

    Herzliche Grüße,
    Judith

    1. Hallo Judith,
      ich glaube, es gibt da kein Schema F. Jede Familie, wo die Kinder zu Hause lernen, findet die Lösung, die für sie passt. Wir machen vormittags „Schule“ – in der Regel mache ich das parallel zum Mittagessen kochen. In der Regel an den Werktagen, aber nicht immer. Wenn ich merke, es braucht eine Pause, damit die Begeisterung neu entflammen kann, dann machen wir auch mal eine Zeit lang nichts Schulisches. Was nicht heißt, dass die Kinder nicht selbst lesen, irgendwas ausrechnen oder sich mit Themen beschäftigen, die „schulisch“ sind. Ich stoße dann nur nichts an. Aber sie lernen ja trotzdem und auch vieles andere wie Kochen, Sachen reparieren, mit Tieren umgehen (wir haben gerade kleine Katzen). Ansonsten haben wir Lernhefte für Deutsch, Mathe, Englisch, Französisch, Sachunterricht etc.. Damit arbeiten die Kinder, wenn wir „Schule“ machen.
      Jedes Kind ist auch noch mal unterschiedlich. Die Große hat sich das Lesen selbst beigebracht. Der Zweite wollte dabei begleitet werden.
      Ich würde sagen, wir machen irgendwas zwischen Homeschooling und Freilernen. Ich achte schon darauf, dass Lesen, Schreiben und Rechnen gelernt etc. werden, aber wir haben keinen festen Lehrplan, den wir abarbeiten. Chemie, Physik und Co. finden ja schon die Kleineren spannend. Da wissen sie sehr viel, auch über Lehrfilme wie bei Sendung mit der Maus oder entsprechende Filme für Größere.
      Lieben Gruß, Sarah

  8. Also ich bin eine von den lesbischen Müttern die Geburtsberichte geschickt hat. Unsere Kinder kennen ihren Vater, nennen ihn auch Papa und er liebt sie, aber wir sehen ihn selten weil er weit weg wohnt. Allerdings haben sie zwei liebende Eltern (Mütter) mit sehr unterschiedlichen Charakteren und zwei Grossväter (und Grossmütter) die sie sehr viel sehen und jedes Kind hat einen Paten und eine Patin. Für unsere Kinder ist es momentan neu, dass viele andere Kinder einen Vater und eine Mutter zu Hause haben. Ich fühle mich eigentlich als ganz normale Familie. Da wir sehr glücklich sind, Kinder haben zu können kommt es für uns sowieso nicht in Frage sie in eine Kindertagesstätte zu geben, wie das hier in der Schweiz bereits mit vier Monaten üblich ist.
    Die erste etwas spezielle Reaktion auf unsere Familienkonstellation kam jetzt bei Waldorf-Kindergarteneintritt der Ältesten. Da ist eine Muslimische Mutter aus allen Wolken gefallen weil sie so etwas noch nie gehört hat 🙂
    Liebe Grüsse!

  9. Nice blog! Is your theme custom made or did you download it from somewhere? A theme like yours with a few simple tweeks would really make my blog stand out. Please let me know where you got your design. Bless you dddakdacekee

    1. Someone made the website and blog for me and put the theme there, so it is not custome made. It’s called Twenty Fourteen. I don’t know if that helps.

  10. Ich sehe es genauso dass uns als Christen nich zusteht zu Urteilen. Wie Gott das findet weiß allein er.

    Sarah darf ich fragen welcher Kirche du angehörst oder lebst du den Glauben ganz frei jeglicher Kirchenbewegungen?

    1. Hallo Marlene, wir besuchen immer mal den Gottesdienst einer freien Gemeinde, gehören jetzt aber weder als Mitglieder noch dogmatisch einer Kirche an. Die Essenz ist für mich eine lebendige Beziehung zu Jesus zu haben. Ich würde mir allerdings mehr Gemeinschaft mit anderen Christen wünschen. Dadurch dass wir doch recht weit zur Gemeinde haben und ich durch die Kinder angebunden bin, hat sich da noch nicht so richtig was ergeben. Aber vielleicht entsteht demnächst hier vor Ort etwas.

  11. Ich bin zwar keine der beiden lesbischen Mütter von welchen der Alleingeburtsbericht stammt, jedoch bin ich ebenfalls Mutter einer 18 Monate alten Tochter und mit einer Frau verheiratet.
    Bereits gestern habe ich die Worte von Doreen gelesen und frage mich wie eine gläubige Christin so gemein und urteilend über andere Mütter sprechen kann. Ich versuche mich hiermit so sachlich und freundlich wie möglich zu ihrem Statement zu äußern.

    „Warum eine natürliche Schwngerschaft und Geburt, wenn selbst die Zeugung unnatürlich und alles andere als in Liebe geschah?“

    Das bezieht sich – meiner Interprätation nach auf Assistierte Reproduktionsmedizin/Samenspende. Diese Verfahren werden hauptsächlich von verheirateten heterosexuellen Paaren in Anspruch genommen. Niemand „will“ auf IVF oder Gametenspenden angewiesen sein und nicht eine einzige Betroffene die ich kenne hat sich leichtfertig dafür entschieden. Oftmals nach einem jahrelangen Leidensweg, endlosem Zweifeln, Grübeln und Fragen ob dies auch wirklich der richtige Weg ist. Dann eine solche Äußerung zu hören ist ein Schlag ins Gesicht, vor allem von jemandem der scheinbar keinerlei Probleme hat schwanger zu werden und ein Kind auszutragen. Gut, nun wirst du sicher sagen „Also wenn ich unfruchtbar gewesen wäre hätte ich mich meinem Schicksal ergeben und wäre kinderlos geblieben.“ Dies ist erstens etwas das niemand der nicht betroffen ist einfach so sagen kann – denn wo kein Leidensdruck ist kann man sich schlecht einen „hindenken“. Zweitens wäre das deine ganz persönliche Entscheidung gewesen und drittens frage ich mich wie ernst es demjenigen unter diesen Bedingungen mit dem Kinderwunsch dann wirklich ist.

    Übrigens bedeutet eine Zeugung durch Geschlechtsverkehr auch nicht zwingend dass ein Kind „in Liebe“ gezeugt wurde, nur um das am Rande zu erwähnen. Unsere Tochter wurde und wird jedoch sehr geliebt – auch wenn sie in der Petrischale gezeugt wurde. Glaub mir, mein Wunsch war auch stets ein anderer….

    Doch Kinder ohne Vater hat es schon immer gegeben und wird es auch immer geben, aus welchen Gründen auch immer. In der Nachkriegszeit wuchsen auch viele Kinder ohne Vater auf, einfach weil die Väter im Krieg gefallen sind… Aus den diesen Generationen ist auch „etwas geworden.“

    Unsere Tochter – und hoffentlich baldige Geschwister werden irgendwann vielleicht mal ein Problem mit ihrer Herkunft haben – oder aber auch nicht. Doch sollte es sie besser nicht geben, nur wegen eventuell irgendwann mal auftretender Identitätskrisen? Die hatte ich auch mehr als genügend und hatte Vater UND Mutter.

    Nun zum zweiten Teil der Frage – Natürliche Schwangerschaft und Geburt hat sehr viel mit Selbstbestimmung zu tun. So wie dieses Frauenpaar ihre Kinder auch selbstbestimmt empfangen hat. Wo ist das Problem? Warum willst du ihnen das absprechen? Warum willst du den Kindern dieser Frauen absprechen natürlich und selbstbestimmt auf die Welt zu kommen? Du kannst doch nicht ernsthaft einfordern dass ausschließlich diejenigen Frauen selbstbestimmte, außerklinische Geburten haben die in jedem Punkt genau so sind, leben und denken wie du! Jedes Jahr finden etwa 2% aller Geburten außerhalb einer Klinik statt. Davon sind wiederum nur ein kleiner Teil Alleingeburten. Sollte man sich denn nicht um jedes Baby freuen das unter den ausnahmslos besten Bedingungen geboren werden DARF, was ja zweifelsfrei die Alleingeburt ist?

    Zum Thema lesbisch sein als solches. Einen Menschen zu achten wie er ist, bedeutet nicht dessen „Lebensstil zu promoten.“ Wer selbst nicht „betroffen“ ist, braucht zu diesem Thema doch überhaupt keine Meinung zu haben, wozu auch? Wir tun niemandem weh und nehmen niemandem etwas weg. Erst recht wollen wir euch nicht die Kinder wegnehmen. Darum nehmt uns nicht unsere weg!

    Die Basis unserer Beziehung ist Liebe, mehr kann ich dazu nicht sagen. Ich wuchs in einer sehr konservativen Gegend Deutschlands auf und „wollte“ als Teenager nie lesbisch sein – ich war bzw bin es aber und daran kann niemand etwas ändern. Wäre ich mit einem Mann zusammen und nicht mit meiner Frau – wäre das nicht verlogen und unfair diesem Mann gegenüber? Sollen Homosexuelle wirklich mit Menschen zusammenleben und eine Beziehung führen die sie nicht lieben? Oder gar für immer alleine bleiben? Ein unerfülltes Leben führen? Warum? Weil sie weniger Wert sind als Andere? Ist das auch der Grund warum sie keine Kinder haben sollen? Bitte überdenke diese Haltung, denn sie ist ideologisch, gefährlich, undemokratisch und zudem un_christlich!

    In diesem Sinne… nach einer sehr traumatischen und fremdbestimmten Schwangerschaft, die mit Neo, Kaiserschnitt, Frühchen und erzwungener Flaschenernährung endete, wünsche ich mir nun eine Schwangerschaft und Geburt in Eigenregie.

    1. In diversen Facebook-Gruppen wird schon fleißig diskutiert. Alle Anzeichen sprechen für mich dagegen, dass es geplant war. Kein Handy dabei (oder doch, aber warum holt sie keine Hilfe? Dazu war Zeit. Zeit war ja auch, das Baby zu versorgen.) Der Mann weiß nicht, wo sie ist – meldet sie noch am Abend vermisst – und sonst ist niemand informiert. Wenn ich Pläne hätte, dann immer mit Backup-Plan und was anderes werde ich auch nie vertreten. Also mindestens Handy dabei und jemanden, der Bescheid weiß … Wer plant schon, nach der Geburt allein mit dem Auto nach Hause zu fahren? Selbst die 50 Meter aus dem Wald bei meiner ersten Alleingeburt habe ich mich von meine Mann abholen lassen und hatte natürlich das Handy dabei. Also wenn das jemals in irgendeiner Form geplant war, dann war das sehr sehr schlecht geplant. So weit ich aber aus dem Umfeld erfahren habe, war definitiv keine Alleingeburt geplant, im Gegenteil. Was die Frau veranlasst hat, alles so zu machen, bleibt spekulativ. Vielleicht gab es Streit? Sie muss ziemlich verzweifelt gewesen sein, denke ich. Mein Beileid gilt der Familie.

  12. Kennst du die Familie?
    Woher weißt du, dass keine Alleingeburt geplant war?
    Vielleicht wollte sie das durchziehen, ihr Mann war aber dagegen. Komplikationen kamen so plötzlich, dass sie nicht mehr zum Handy könnte.

  13. Wie auch immer – der tragische Fall zeigt, wie gefährlich eine Geburt ohne professionelle Hilfe und Beistand sein kann. Das sollte zu Denken geben!
    LG Pia

    1. In einem Forum ist eine mit Freunden aus dem Umkreis der Familie befreundet. Ich weiß, du wirst einwenden: Ist ja wieder um drei Ecken. Aber auch die Medien sagen nichts anderes als dass es nicht geplant war. Alles weitere ist Spekulation. Sie hat das Baby noch versorgt, da wäre auch Zeit zum Telefonieren gewesen. Ich weiß gar nicht, warum du immer mit mir streiten willst, Pia. Wenn dir das alles nicht passt, dann setze dich doch dafür ein, dass Frauen eben nicht vor einem bevormundenden Geburtshilfesystem fliehen müssen, um selbstbestimmte Geburten zu haben. Dann werde aktiv im positiven Sinne. Das bewegt etwas. Nur herummeckern und kritisieren … Ich habe mit Kritik leben gelernt. Das ist der Preis dafür, wenn man sich bemüht, etwas zu bewegen. Beim Kritisieren ist man schön auf der sicheren Seite, aber man verändert nichts dadurch.

  14. Ich will nicht mit dir streiten, sondern ich setze mich mit dir auseinander, das möchtest du doch, oder?
    Das ist schon ein großer Unterschied, den du hoffentlich bemerkst und den du sicherlich irgendwann einmal schätzen wirst.
    Insofern bin ich aktiv, denn ich halte deinen Dogmatismus und deine Schwarz-Weiß-Darstellungen für großteils nicht richtig und halte daher dagegen, obgleich ich deine grundsätzliche Kritik an der Geburtshilfe, wie wir sie heute erleben, teile.

  15. Noch eine Frage: Ich finde dein Youtube-Video zur Geburt deines 6. Kindes nicht mehr. Wurde das Video gelöscht? Und wenn ja, warum?

  16. Liebe Sarah!
    Ich habe 3 konkrete Fragen. Was hältst du von Jogurt oder Quark für ein 9 Monate altes Kind? Und was von Naturreisflocken zum Frühstück? Sind Flocken ok oder sollten es volle Körner sein? Oder gar kein Reis?
    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!

    1. Also unser 9-Monate-altes Baby bekommt auch Quark, Joghurt bzw. selbstgemachte Sauermilch. Naturreisflocken und Reis allgemein sind kein Problem, denke ich. Es sollte nur nicht unbedingt Vollkorn sein, da die unverdauliche Kleie das zarte Verdauungssystem des Babys überfordert.

  17. Hallo Sarah ! ,

    ich habe mal eine Frage. Was kann man tun wenn man eine Alleingeburt macht und nach der Geburt starken Blutverlust hat ? Kann man da überhaupt zu Hause etwas tun ?

    Vielen Dank

    1. Ja, kann man. Bestimmte Umstände lassen auch vorhersehen, dass es einen größeren Blutverlust geben könnte. In meinem Buch „Alleingeburt“ habe ich alles Wissenswerte dazu zuzusammengetragen, denke ich.

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