Nee, oder?
Heute traf ich eine Frau, deren Schwägerin vor zwei Tagen entbunden hat, das vierte Kind. Eingeleitet.
Warum? Weil sie Angst hatte, es wie das dritte im Auto auf der Fahrt ins KH zu kriegen.
Bei den Kindersprüchen in der letzten Eltern war unter anderem dieser zu lesen: Eine Zweijährige, deren Mutter wieder schwanger ist, sagt zu ihrer Kita-Betreuerin: „Bald geht Mama ins Krankenhaus. Dann kommt der Arzt, holt das Baby aus dem Bauch, und dann sagt Mama danke.“ Ist es das, was unsere Kinder von uns über Geburt lernen?…
Hausgeburt geplant, die Hebamme steht in den Startlöchern … und dann kommt das Baby einfach nicht! Über den errechneten Geburtstermin zu gehen ist in Deutschland für eine Schwangere mit einigem Stress verbunden. Bis 10 Tage über den errechneten Termin dürfen Hausgeburtshebammen begleiten, dann greift ihre Versicherung nicht mehr. Der Traum von der Hausgeburt platzt, Frau…
Jetzt habe auch ich mal wieder ein Baby bekommen und darf euch davon berichten. Es schon wieder fast 3 Wochen her, dass unser viertes Kind auf die Welt gekommen ist. Wie schnell die Zeit vergeht und wie schnell man den großen Bauch vergisst, den man so lange mit sich herumgetragen hat! Meine Schwangerschaft verlief wie…
und schön warm im Winter ist es auch: eine simple Fleece-Decke von Ikea (130×170), afrikanische Trageweise. Er guckt etwas skeptisch (da kriegt er gerade irgendeinen Zahn, glaube ich). Nicht das tollste Foto. Wollte euch nur mal zeigen, wie ich den Knirps schon seit Wochen herumtrage. Ich find’s nämlich sehr bequem zu tragen, schnell zu binden…
Was passiert, wenn das Baby auf dem Weg zum Krankenhaus geboren wird? Dieses Paar hatte ihren Geburtsfotografen mit an Bord. Die Bilder, die dabei entstanden, sind einmalig. http://thebirthstory.com.au/matilda/
„Und wie habt ihr das mit der Nabelschnur gemacht?“ Das ist die häufigste Frage, die ich bekommen, wenn ich jemandem über unsere Art zu gebären erzähle. Meist wird sie in einer Mischung aus Bewunderung und Erstaunen vorgebracht. Wenn ich dann antworte: „Wir haben sie einfach durchgeschnitten“, folgt meist ein ungläubiger Blick und der alles erklärende…
Naja …
so hat eben jeder eine andere Sicht der Dinge.
Ich habe damals die Sache verfolgt, als Du Dein Baby allein im Wald zur Welt brachtest. Ich bewundere Dich für Deinen Mut alleine und auch noch mitten in der Wildnis zu entbinden. Aber mir fiel damals die Kinnlade sonst wo hin, schlicht aus Unverständnis. Das jemand eine eingeleitete Geburt haben möchte weil er ein Erlebnis hinter sich hat, das er nicht wiederholen möchte, ruft in mir nicht mehr als ein Schulterzucker hervor.
Jeder tickt halt anders in seinen Einsichten 😉
Lg, Sandra
Die Tatsache, daß Geburten aus solchen Gründen eingeleitet werden, verwundert mich auch nicht. Dafür kenn ich die moderne Geburtsmedizin gut genug. Aber es macht mich traurig, daß ein solcher Eingriff, der das Risiko für Komplikationen eindeutig anhebt, heutzutage als völlig normal angesehen wird. Wenn hingegen eine Frau sich entscheidet, ein Kind außer Reichweite für Technik und Eingriffe zu bekommen, ist die Gesellschaft weit davon entfernt, daß normal zu finden. Obwohl man sich ernsthaft fragen kann, wer von beiden die größeren Risiken eingeht. Künstliche Eingriffe werden für normal gehalten und rufen gerade mal ein Achselzucken hervor, während eine normale, ungestörte Geburt den Leuten aufstößt. Diese verzerrte Wahrnehmung ist es, die mich traurig macht, und die ich ein bißchen gerade rücken will, indem ich mich über solche Geschichten offiziell wundere.
Vielleicht liegt es daran, dass kaum jemand weiß, was „eingeleitet“ wirklich bedeutet. Dass es nicht mal eben eine Pille ist, die man schluckt, dass die Wehen plötzlich, hart und kaum auszuhalten sind, dass das Kind aus der Gebärmutter gejagt wird ohne zu fragen, ob es schon so weit ist (das Baby leitet die Geburt ein!) etc.
„Eingeleitet“ klingt halt sauber, problemlos und sicher. Wenn man stattdessen z.B. „Zwangsgeburt“ oder ein ähnliches Wort verwenden würde, wäre auch die Wahrnehmung eine andere (auch wenn das nicht unbedingt besser wäre).
Sprache ist ein mächtiges Werkzeug. Wir haben die Diskussion gerade im Windelfrei-Blog: Windelfrei-Mamas müssen erklären, warum sie sich GEGEN Windeln entscheiden, aber niemand fragt „Echt? Du packst dein Kind ständig in Plastiktüten? Das ist doch total gegen die Natur, oder?“. Es fragt auch niemand „Du lässt deinen Säugling alleine schlafen? Aber das ist doch total gefährlich!“ sondern alle fragen nur „In eurem Bett? Seid ihr verrückt?“.
Aber wer weiß…panta rei…
nic
123-windelfrei.de
Endlich Menschen, die genauso denken wie ich…
Ich verstehe die Menschen nicht, die sich von anderen Leuten und Maschinen sagen lassen, was sie tun sollen.
Eine Frau weiß doch von Natur aus, wann es los geht und was sie machen muss.
Was hat denn eine Frau in den Wehen auf der Straße verloren??????????????