Über mich

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Ich heiße Sarah Schmid, bin Jahrgang 81. Ich habe in Halle (Saale) studiert und meinen Abschluss gemacht (Approbation als Ärztin). 2006 sind wir für 6,5 Jahre nach Schweden ausgewandert, bis wir uns 2013 im nördlichen Elsass niedergelassen haben. Seit 2010 bin ich Vollzeitmama. Nebenbei schreibe ich verschiedene Bücher, von denen drei bisher auf dem Markt sind.

Nach einer verbesserungswürdigen Hausgeburt habe ich die anderen fünf Kinder in Eigenregie zur Welt gebracht. Diese Geburten haben mich begeistert. Ich wünsche mir sehr, dass noch viel mehr Frauen wagen, ihrem eigenen Körper zu vertrauen, Ängst zu hinterfragen und sich freizumachen vom angstgetriebenen heutigen Geburtshilfesystem. Mit meiner Arbeit hoffe ich, einem neuen weiblichen Selbstbewusstsein und einer Gebärkultur jenseits der Arzt- und Angstfixierung auf die Beine zu helfen.

Weitere Themen, die mich beschäftigen:

  • Familienbett
  • Tragen und Pucken
  • windelfrei und Abhalten von Babys
  • Ernährung nach Weston Price (Kariesfreiheit durch Ernährung)
  • Nicht-Impfen und natürliche (Kinder-)Gesundheit
  • Homeschooling/Freilernen
  • authentisches, unreligöses Christsein

Wenn ihr Fragen habt, könnt ihr mich gern kontaktieren. Mir macht der Austausch mit euch Spaß, allerdings schreibt ihr mir in letzter Zeit so fleißig, dass ich vor lauter Korrespondenz zu nicht viel anderem komme. Da ich merke, dass mir die Arbeitsbelastung auf Dauer nicht gut tut, schaut euch bitte meine Angebote zum Online-Coaching an. Für einfache Fragen könnt ihr mich nach wie vor einfach anschreiben und ich antworte euch sobald ich es schaffe. Es kann leider manchmal passieren, dass eine Email irgendwie untergeht. Wenn ihr also nach 3 Wochen – oder wenn es eilig ist auch früher – noch keine Antwort habt, fragt am besten noch mal nach.

Eure Sarah Schmid

 

Beiträge von oder mit mir auf anderen Seiten:

geburt-und-mama-sein.com

femispirit.com

www.freie-bildung.ch

www.stadtlandmama.de

www.urbia.de

frieda-online.de

www.sat1.de

hr.inforadio.de

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Artikel auf anderen Seiten, in denen ich vorkomme:

meinetraumgeburt.com

www.frauenzimmer.de

www.sueddeutsche.de

 

28 Gedanken zu „Über mich“

  1. Liebe Sarah,

    ich bin in der 35 Ssw und werde durch meine Hebamme betreut, geplant war eine Hausgeburt mit ihr. Nun sagte sie mir bei der letzten Vorsorge, dass sie zur Geburt nicht kommen könne, da sie viel zu tun hat. Wäre für mich nicht weiter tragisch. Ich erwarte mein 4. Wunder und möchte selbstbestimmend Gebären. Meine Hebamme machte die letzten vorsorgen einen recht herrischen Eindruck.
    Dein Buch Alleingeburt habe ich gelesen und auch kaum bedenken zur Geburt allein.

    Nur war es beim 1. Kind ein Blasenriss, wir sind nach 4 Stunden ins KH da sich keine Wellen zeigten, dies blieb so. Auch mit Gel gab es keine Wehen. Letztendlich sectio.

    Beim 2. Kind lief alles normal, Wehen und nach 15 Stunden war er da.

    Beim 3. Kind wieder ein Blasenriss, keine Wehen. Einleitung im KH, Wehentropf nach 4 Stunden war er da.

    Nun stelle ich mir die Frage, was ist wenn es wieder ein Blasenriss oder Blasensprung ist und keine Wehen kommen? Ich habe bereits jede Menge vorwehen und eigentlich vertrauen in meinen Körper. Aber was wäre wenn? Es gibt ja einige Möglichkeiten um Wehen zu fördern. Homöopathisch etc. – oder einfach nur abwarten?

    Ich weiß, dass du mir nicht sagen wirst das ist zu tun, aber was würdest du tun?

    Meine größte Sorge ist, dass sich keine Wehen einstellen werden wenn einmal die Fruchtblase gerissen oder geplatzt ist.
    Ich will niht in ein Krankenhaus und auch keine tyrannische Hebamme.

    Sehr würde ich mich über eine Antwort freuen.

    Liebe Grüße

    Daniela

    1. Liebe Daniela,
      Nach Blasensprung besteht eigentlich keine Panik, solange dich niemand vaginal untersucht (damit keine Bakterien hochgeschoben werden, die eine Infektion auslösen können), du ausreichend trinkst (damit immer schön Fruchtwasser nachgebildet wird, das alles nach unten spült, was an Bakterien problematisch werden könnte), das Baby sich normal bewegt und nicht dick grünes Fruchtwasser abgeht (als Versicherung, dass es dem Baby gut geht) und du kein Fieber bekommst (als Versicherung, dass es dir gut geht und keine Infektion eingetreten ist).
      Man muss sich ja immer fragen: Was könnte Schlimmes passieren, wenn man abwartet? Wie wahrscheinlich ist, dass „das Schlimmste“ eintritt? Ist es so selten, dass man es vielleicht gar nicht fürchten muss? Wie kann man verhindern, dass dieses Schlimmste eintrifft? Wie kann man merken, wenn es tatsächlich kritisch wird? So gehe ich an die Sachen heran.
      Im KH werden einige der o.g. Vorsichtsmaßnahmen nach Blasensprung nicht so beachtet, man kann ja immer einleiten, Antibiotika geben und einen Kaiserschnitt machen. Dazu kommen die Bakterien im KH, die dein Immunsystem nicht gewöhnt ist, was ebenfalls schneller zu einer Infektion führen kann. Deshalb (und auch weil Abwarten und auf die Natur vertrauen sowieso nicht im Geschmack der Medizin liegen und Personal und Räumlichkeiten effektiv genutzt werden sollen) haben Krankenhäuser Zeitlimits, ab wann eingeleitet, wann evt. Antibiotika angehängt werden und wann man bei Nichterfolg einen Kaiserschnitt macht.
      Interessanterweise gibt es auch Frauen, wo die Blase viel zu früh springt und eine Frühgeburt droht. Da leitet man nicht ein, sondern versucht, das Baby solange drin zu lassen, wie es geht.
      Wenn man zu Hause ist, kann man unter o.g. Voraussetzungen also einfach die Wehen abwarten. Das Baby wird weiter über die Nabelschnur versorgt und es liegt nicht auf dem Trockenen, weil ständig Fruchtwasser nachgebildet wird. Meine Schwester hat gerade ihr Baby bekommen – vier Tage nach Blasensprung und anfangs auch ohne Wehen. Alles ohne Infektion oder anderes Drama, obwohl der Blasensprung so lange her war. Wir haben aber auch die oben genannten Sachen beachtet.
      Ein Blasenriss kann, findet er deutlich vor dem Geburtstermin statt, sich übrigens auch wieder verschließen und die Schwangerschaft geht noch eine Weile weiter.
      Irgendwann fangen die Wehen auf jeden Fall von allein an. Und solange es dir und dem Baby gut geht, kann man darauf getrost warten.
      Was die Wehen anregt? Mit Homöopathie kenne ich mich nicht so aus. Aber Bewegung (Spazierengehen, Tanzen o.ä.), Stillen oder Brustwarzenstimulation auf anderem Weg, ein warmes Bad sind bewährte Hausmittel. Auch Tees mit z.B. Zimt, Ingwer oder Nelken sollen helfen. Ich glaube, meistens ist einfach nur Ungeduld das Problem und diverse Methoden sind eher ein Mittel, die Ungeduld zu bekämpfen, als dass sie ein wirkliches Problem lösen.
      Finde ich von deiner Hebamme aber gar nicht gut, dass sie dir in der 35. SSW eröffnet, dass sie dich doch nicht begleitet. Solche Geschichten habe ich schon öfter gehört. Dabei sollte eine Hebamme es besser wissen und entweder nichts versprechen oder ihr Versprechen dann auch halten. Gerade Schwangere brauchen das Gefühl, sich zur Geburt auf etwas verlassen zu können. Na ja, wenn sie dir eh einen herrischen Eindruck macht, dann passt es ja vielleicht auch wieder.
      Alles Gute, Sarah

  2. Hallo Sarah,
    ich verfolge deinen blog ja schon etwas länger und hab auch alle deine Bücher zu Hause 😉 und heute hatte ich den Impuls dir, deiner Familie und eurem Neuankömmling alles Gute zu wünschen! Du bist toll 🙂 Mach weiter so!!!

  3. Liebe Sarah, durch viel Recherche im Internet bin ich auf deine Seite gestoßen. Meine Tochter ist 16 Monate alt und vollkommen gesund bis ich eines Tages entdeckte das ihre Zähne die sie erst mit 11 Monaten bekommen hat , komisch aussehen. Die kleine wird voll gestillt. Ich bin sofort zum Zahnarzt obwohl ich kein Typ bin der voreilig zum Arzt geht. Laut kinderzahnarzt hat sie einen angeborenen Zahnschmelzdefekt und die Zähne Bröseln jeden Tag mehr und mehr. Meine beiden Söhne haben super Zähne. Meine Kindersind weder geimpft noch bekommen Sie Antibiotika etc. trotz meiner Recherche konnte ich keine Ursache finden oder einen Tipp wie man ihre Zähne erhalten könnte. Dann bin ich auf deine Seite gestoßen. Vielleicht könntest du mir ein paar Tipps geben. Ich wäre dir sehr sehr dankbar. Vielen Dank im Voraus. Liebe Grüße Olga

  4. Liebe Sarah,

    ich verfolge deinen youtube-channel schon seit Beginn meiner Schwangerschaft mit großen Interesse und befinde mich als Erstgebährende nun in der Situation, dass ich in Kürze die maximale Zeit von 10 Tagen über Termin erreiche, die das Spital einem einräumt ohne zu interventieren (medikamentöse Einleitung). Leider habe ich bei der Suche im Vorfeld kein anderes Spital gefunden, was über die 10 Tage hinausgeht. Ich frage mich nun, was passiert, wenn ich einleitende Maßnahmen nach Verstreichen der 10 Tage ablehne und noch ein paar Tage warten will. Kann mir das Spital die weitere Behandlung verweigern, wenn ich 14 Tage über dem Termin dort vorbeischaue? Ich habe zudem die Sorge, dass bei weiteren Untersuchungen Gründe konstruiert werden, um intervenieren zu können.

    Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen, da ich im Moment ein bisschen ratlos bin. Liebe Grüße

    1. Liebe Annie,
      Wenn du einfach nicht mehr hingehst, sondern erst zur Geburt, werden die dich sicherlich nicht wieder nach Hause schicken. Wenn du 14 Tage drüber zur Kontrolle gehst, werden sie dir die Einleitung nahe legen … Wenn man gegen ärztlichen Rat handelt, kann es sein, dass sie das auf einem Papier unterschrieben haben wollen. Ich denke, es ist aber auch sehr abhängig davon, an was für Menschen du da gerätst. Da gibt es kein Schema F Vorgehen. Manche werden versuchen, dir Angst zu machen und dich damit zur Konformität zu erziehen. Befunde im Ultraschall sind ein gutes Mittel und dass was konstruiert wird, ist leider keine Seltenheit. Ich kann mir auch vorstellen, dass ein Arzt die Behandlung ggf. auch mal verweigert … obwohl er das eigentlich nicht wirklich darf. Schätze aber mal, dass dieser Fall selten ist. Sowas habe ich bis jetzt eigentlich nur von Kinderärzten gehört, die sich weigerten, das Kind weiterzubetreuen, wenn die Eltern Impfungen ablehnen. Wenn du darauf bestehst, dass du keine Einleitung willst, müssen sie das respektieren.
      Wenn dein Kind sich weiter wie gehabt bewegt und es dir gut geht, brauchst du theoretisch niemanden, der dir bestätigt, dass alles gut ist …
      Wünsche dir gute Nerven für den Endspurt und eine schöne Geburt! 🙂

  5. Hallo liebe Sarah und liebe Leser,

    ich befinde mich zurzeit in meiner ersten Schwangerschaft. Da ich im gynäkologischen Gebiet beruflich unterwegs war, habe ich mit 21 Jahren ein kleines Wissen imput. Nur bin ich jemand der Sachen hinterfragt und auf sein eigenes Gefühl hört.
    Ich bin zurzeit etwas durcheinander. Ich habe mich entschieden mit Vertrauen mein Baby zu entbinden und alles zuzulassen was die Natur halt so macht vor einer Geburt. Es sollte bei mir eine Hausgeburt werden unter Begleitung einer Hebamme.
    Seid 2 Wochen zweifle ich daran, ob mein ET der Wahrheit entspricht. Wenn es nur 2 Wochen wären, dann würde ich das auch nicht schlimm finden, aber es handelt sich um einen ganzen Monat. Ob mich mein Gefühl täuscht wird sich ja zeigen wann der Kleine kommt. Folgendes ist passiert: Anfangs als meine Frauenärztin den ersten US gemacht hatte, wurde ich auf die 9 SSW geschätzt. Vier Tage nach diesem US ging ich ins KHS (Hyperemesis Gewichtsverlust 5 kg) um Infusionen zu bekommen, weil ich keine Flüssigkeit in mir halten konnte. Da wurde ein US gemacht, jedoch ohne Messung und da sah der Fötus nicht mehr wie in der 9 SSW aus. Das US Bild habe ich nur ohne ärztliche Messung, was das ganze für meinen jetzigen Gynäkologen schwierig macht. Der ET darf anhand der gesetzlich durchgeführten Ultraschalls nicht verbessert werden. Nach dem Krankenhausaufenthalt bin ich zu meiner Gynäkologin marschiert, wie man das halt üblicherweise so macht, doch Sie untersuchte mich nicht und ich musste mir anhören wieso ich den ins Krankenhaus musste es sei doch normal mit der Übelkeit.(Meines Erachtens nach sind 7 KG Gewichtsverlust nicht normal). Zu dieser Ärztin wollte ich nicht mehr gehen, weil ich ihr einfach nicht mehr vertrauen konnte. Ich wechselte paar Wochen später den Frauenarzt, als der Organultraschall anstand. In der Zwischenzeit ging ich nicht zur Vorsorge. Mein Problem ist es, die Hausgeburt darf ab der 37 SSW erst stattfinden, ansonsten muss ich in der Klinik entbinden. Sollte das Baby jetzt bald kommen, muss eine Lungenreifespritze gemacht werden und mir wird Antibiotikum angesetzt. Es wird nach den Bemessungen im Mutterpass die Therapie angesetzt. Laut meiner Berechnung bin ich zurzeit in 37 +4 SSW. Im Mutterpass 33 +4.
    Ich wurde nicht mit meinem Zyklus ausgerechnet.
    Mutterpass: LP: 16.04 (leichte Schmierblutung 3 Tage lang, was ich meiner ersten Frauenärztin aber so gesagt hatte)
    Mein Zyklus: 33-35 Tg, / Blutung 7 Tg lang
    Die richtige Blutung wie sonst immer war am 14.03, mein Eisprung ca. Anfang April. Meine Vermutung ist, dass die LP 16.04 eine Einnistungsblutung war, weil ich ich da einfach kaum geblutet habe. Ich vermute dass ich da schon in der 3 SSW gewesen sein müsste.
    Was sagen Sie dazu Sarah? Kann ich falsch liegen?
    Ich bin mir sicher, wenn Sie meine Ultraschallbilder sehen würden, dann würden Sie auch skeptisch werden.
    Ich freue mich auf eine Antwort.
    Liebe Grüße Sara

    1. Liebe Sara,
      tja, beides könnte sein, wie du es schilderst. Wobei das Baby 1 Monat später ja etwa dreimal so groß ist wie in der 9. SSW. Da muss schon sehr ungenau geschallt worden sein. Kannst du dich erinnern, wann es dir mit der Übelkeit am übelsten ging? Diese Phase liegt meist um die 9.-10. SSW herum. Wann hattest du die ersten deutlichen Kindsbewegungen? Beides könnte dir das als zusätzlicher Hinweis dienen. Wie entspannt ist deine Hebamme mit der Sache? Was denkt sie dazu?
      Alles Gute! Sarah

      1. Vielen Dank für die Antwort Sarah.
        Also, ich glaube ich habe etwas ungenau formuliert mit dem US. Der Ultraschall von der Gynäkologin und dem Krankenhaus liegt nur 4 Tage auseinander nicht ein Monat.(Daher für mich der Vergleich)
        Die Übelkeit war vor dem Krankenhaus am schlimmsten, weswegen ich auch soviel abgenommen hatte. Das waren 3 Wochen zuvor, wo es sehr schlimm wurde und dann auch anhielt. Ganz am Anfang hatte ich nur leichte Morgenübelkeit. Die Kindsbewegungen spürte ich schon in der 13 SSW.(nach der Berechnung im Mutterpass). Mir wurde gesagt, es würde wahrscheinlich an die Hinterwandplazenta liegen, dass ich die Bewegungen schon spüren kann.
        Meine Hebamme ist sehr entspannt. Nur sind ihr die Hände gebunden aufgrund der Ultraschalls. Bei den beiden Bildern wurde Sie auch skeptisch.
        Ich möchte trotzdem entspannt bleiben, auch wenn es jetzt ganz anders läuft als geplant mit der Entbindung. Nur ist es schon schwierig so hinzunehmen, Ich musste mich jetzt natürlich im KHS vorstellen im Kreissaal. Da ich schon meine Senkwehen hinter mir habe und zurzeit zwischendurch meine Vorwehen habe. Die gelten halt dann als vorzeitige Wehen. Mir geht so gut, ich habe nur ganz normale Wehwehchen zwischendurch.
        Liebe Grüße Sara

        1. 13 SSW ist zu früh für deutliche Kindsbewegungen, zumal erste Schwangerschaft! – egal ob Hinterwandplazenta oder nicht. 17.-18. SSW spürt man die normalerweise deutlich. In der ersten Schwangerschaft ja noch später als in weiteren, weil man das Gefühl noch nicht einordnen kann. Dieser eine Ultraschall sollte euch nicht zu all dem Rest verdammen. Das wäre dämlich. Ich habe noch nie gehört, dass ein Geburtstermin nicht auch wieder umdatiert werden kann. Das kann doch sogar die Hebamme machen. Meine hat das damals (vor 10 Jahren) gemacht. Das ist ja kein einmal und für alle Ewigkeit in Stein gegossener Termin, nur weil er per US bestimmt wurde. Wo hat du das gehört, dass der nicht zu ändern ginge? Oder dein Frauenarzt trägt wenigstens ein, dass der Termin nicht sicher ist (schreibt Termin + Alternativtermin), oder macht im Jetzt einen US und gibt eine Schätzung, obwohl die jetzt natürlich alles andere als genau wäre …

  6. Dass der Termin nicht geändert werden kann habe ich von meinem jetzigen Frauenarzt. Weil die ganzen US entwicklungsgemäß richtig waren. Doch kann es ja auch daran liegen, dass ich einfach ein kleines Kind habe oder? Nach der 20ssw wachsen eh die kleinen eh doch sehr unterschiedlich ?

  7. Hallo Sara,

    ich habe noch ein paar Verständnisfragen:
    Also dein erster Frauenarzt hat deinen ET nach deiner Schmierblutung (LP) festgesetzt oder nach der Messung, bei der er dich 9ssw einschätzte?
    Hat man den ET im Krankenhaus dann ohne Messung nochmal geändert?

    Wie ist denn das Gefühl der Hebamme, sie hat doch deinen Bauch durchgehend wachsen sehen (Fundusstand ect.)?
    Wenn dein Frauenarzt da so stur ist, könntest du vielleicht mit der Hebamme noch mal in Ruhe sprechen, ob sie da die Verantwortung für eine Terminänderung übernehmen würde, damit eine Hausgeburt mit Hebamme möglich wäre. Dann könntest du dir restliche Besuche beim Frauenarzt/Krankenhaus auch sparen. Man hört ja immer wieder dass beim Ultraschall allerhand missgedeutet und Angst gemacht wird.

    Zu deinen Wehen: Ich hatte bei meiner letzten ss(allerdings schon die 3.) schon ab der 30 ssw ziemlich deutliche Vorwehen, wohl stressbedingt, die nicht muttermundswirksam waren und bin dann noch 15 Tage über ET gegangen. Also vielleicht könnte dir ein falscher Termin am Ende noch helfen 😉
    Herzliche Grüße

  8. Der ET wurde ab der LP (Schmierblutung) berechnet. Anhand dieser Blutung auch mit dem US verglichen. (Meines Erachtens nach ist auf dem Bild leider nichts zu erkennen, da das Ultraschallgerät sehr wahrscheinlich nicht mehr dem neusten Stand entsprach, zu erkennen ist ein Klumpen und auf dem Bild vier Tage später ein richtiger Fötus) Im Krankenhaus wurde der Termin nicht verbessert.

    Meine Hebamme wunderte sich wegen dem Fundusstand, weil er immer höher war als der Woche entsprechend und auch ziemlich früh nach unten gegangen ist. Und auch mein Bauchumfang im Vorraus war.

    Ich denke ich werde einen guten Kompromiss mit meiner Hebamme finden. 🙂 ….
    Mal schauen wann der Kleine raus möchte. Ich bin sehr gespannt. Vielen Dank für deine Ratschläge. Das hat mir sehr zur Orientierung geholfen, vorallem als Erstgebärende:-))
    Liebe Grüße

  9. Hallo Sara,

    ich drücke Dir die Daumen, dass Du dein Kind ganz in Ruhe gebären kannst. Vielleicht ist es ja schon geboren? Würd mich freuen, wenn Du hier nochmal schreibst…
    Alles Gute für Dich und Dein Baby!

  10. Hallo Sarah,

    unser Sohn kam im Krankenhaus zur Welt. Ich habe eine Krankenhausgeburt nur widerwillig gewählt, da mein Partner keine Hausgeburt unterstützte und es für mich als Erstgebärende etwas gewagt erschien.
    Nach einer schönen, komplikationslosen Schwangerschaft (ich war noch nie so entspannt in meinem Leben), wurde die Geburt keinesfalls so, wie man es sich als Abschluss dieser perfekten Schwangerschaft vorgestellt hat. Meine Beleghebamme ist eine sehr resolute Frau, die uns nicht gut beraten hat, während der Eröffnungsphase. Nach 4 Stunden Muttermundsöffnung, wir waren bei 3 cm, stellte die Hebamme fest, dass unser Baby nicht optimal liegt. Ich sollte mit dieser Pendellagerung meine Wehen bis zur Austreibungsphase verbringen. Sie erklärte mir nicht richtig, wie genau mein Kind liegt, nur dass es nicht optimal ist und es nicht gut rutschen kann. Mein Baby musste schlussendlich mit der Zange geholt werden, ich hatte PDA, da die Wehen im Liegen nicht auszuhalten waren, es wurde mehrfach kristellert bei Vorderwandplazenta (ist das nicht nochmal zusätzlich gefährlich?). Mein Baby hatte eine ganz lädierte Nase und noch Tage nach der Geburt war sein Kiefer schräg.
    Kannst du anhand dieser feinen Details erahnen, wie die Kindslage während der Geburt war?

    Ich arbeite seit Monaten dieses schlimme, stundenlange, schmerzhafte Ereignis auf und habe große Schuldgefühle. Unser Baby war im ersten Monat fast schon ein Schreibaby. Wenn ich die Kraft finde, werde ich die Krankenakte anfordern.

    Liebe Grüße

  11. Hallo, herzliche Grüße an eine tolle Frau! Ich habe gerade Ihren Beitrag auf Facebook im Sat 1 Frühstücksfernsehen gesehen. Als Mutter von drei Kindern, eine natürliche Steißlage und eine Hausgeburt stimme ich Ihnen voll und ganz zu!
    Im liegen auf dem Rücken zu gebären und fremdbestimmt zu gebären war auch nichts für mich.
    So übernehmen Sie ihre Verantwortung zurück für sich und ihr Kind anstatt zu sehr fremdbestimmt zu sein. Sie sagen ja, dass sie ins Krankenhaus gehen würden, wenn etwas ungepant verlaufen würde. Und mit diesem Urvertrauen in sich verlaufen auch die Chancen besser, dass alles ok läuft. So war das bei mir auch.

  12. Hallo Sarah, zunächst mal vielen Dank für deinen Mut und das Vertrauen, deine Erfahrungen mit uns (werdenden) Müttern zu teilen. Du hast mich so dazu inspiriert, an meinen Körper und mich zu glauben, dass ich mich nun endlich dazu entschieden habe, mein Kind zwar nicht komplett alleine, aber immerhin in einem Geburtshaus zur Welt zu bringen. Ich hätte nur eine Frage bezüglich der Vermessung/Schätzung des Kinderkopfes. Mein Arzt würde nun in der 37. Woche einen Ultraschall machen, was bei der Hebamme ja nicht geht. Wie häufig passiert es, dass der Kopf / das Kind zu groß für das Becken ist und stecken bleibt? Wäre ja sehr gefährlich oder? Wie machst du das? Viele Grüße Steffi, 24 J./ 36. Ssw 2. Kind

    1. Hallo Steffi,
      ob der Kopf ins Becken passt oder nicht lässt sich auch ohne Ultraschall feststellen. Die Hebamme oder du selbst können vor der Geburt tasten, ob das Baby mit dem Kopf ins Becken eingestellt ist oder nicht. Wenn ja, dann passt es offensichtlich. Wenn nicht, überragt der kindliche Kopf das Schambein. Man kann ihn also von außen über dem Schambein tasten. Wenn er im Becken ist, tastet man ihn nicht mehr. Ein solches Szenario ist aber super selten. Häufiger bleibt ein Kind stecken, weil der Beckenboden nicht ganz ausgeglichen ist oder das Kind nicht optimal liegt. Dazu kannst du dir auf meiner Seite die Infos zur Optimierung der Kindslage durchlesen. Da findest du, was du vor und während der Geburt tun kannst, damit sich das Baby in eine gute Position legt, um leicht geboren zu werden. Dass der Kopf tatsächlich zu groß wächst, halte ich für eine Rarität bzw. habe ich meine Zweifel, dass die Natur so etwas verbocken würde. Eher ist mal das Becken einer Frau nicht optimal entwickelt, weil sie z.B. in ihrer Kindheit einen Mangel an bestimmten Vitaminen und Nährstoffen hatte … Aber der kindliche Kopf ist ja nicht starr, sondern formbar. Selbst durch nicht perfekte Becken – die übrigens auch nicht starr sondern bis zu einem gewissen Grad formbar sind – passen die allerallermeisten Babys hindurch.
      Alles Gute und eine schöne Geburt! Sarah

  13. Hallo Sarah, was ist der Grund warum man Schwangerschaftsvergiftungen bekommt? Ich habe bei den letzten beiden Schwangerschaften eine Vergiftung und deswegen wurde auch vorzeitig eingeleitet.

    LG

    1. Hallo Olga, eine Schwangerschaftsvergiftung zeigt an, dass der Körper aus irgendeinem Grund mit der Belastung der Schwangerschaft überfordert ist. Das ist oft der Fall, wenn der Körper schon vorher nicht optimal gesund war/gesund ernährt worden ist. Und/oder wenn besondere Belastungen dazukommen (psychischer oder körperlicher Stress, besondere Belastung bei Zwillingen zum Beispiel). Meist ist es wohl ein Zusammenspiel aus nicht optimaler Ausgangsgesundheit, mangelhafter Ernährung (zu wenig Salz und Eiweiße) oder Stress. Die Arbeitsgemeinschaft Gestose-Frauen e.V. hat dazu gute Infos auf ihrer Webseite: http://www.präeklampsie-hellp.de Leider wissen Ärzte sich in der Regel nicht anders zu behelfen als einzuleiten. Wobei ein abwartendes Vorgehen unter Ruhe (Stressreduktion), ausreichender Salz- und Eiweißzufuhr und mit Kontrolle der Werte ein ebenso sicherer und sogar schonenderer Weg sein kann. Alfred Rockenschraub hat dazu in seinem Buch „Gebären ohne Aberglauben“ interessante Überlegungen und Beobachtungen drin.
      Liebe Grüße, Sarah

    2. Darf ich fragen wie sich das bei dir geäußert hat?

      In welcher Schwangerschaftswoche es angefangen hat?

      Und wann dann eingeleitet wurde?
      Hast du weitere Kinder geplant?🤗🍀

      Liebe Grüße Nadine

      1. Hallo,
        lieber eine späte Antwort als gar keine; )

        Es begann mit ganz starken Wassereinlagerungen und der Blutdruck ist hoch geschossen (habe sonst nie ein Problem damit ). Und die Leberwerte haben sich verschlechtert (weiß aber leider nicht womit das zusammenhängt ).

        Und weitere Kinder habe ich nicht geplant(habe 4 🙂 )Aber wenn sich eins ungeplant anmeldet, dann wäre es wohl das richtigefür mein Leben 🙂

        Lg

  14. Hallo Sarah, erst mal Klasse das du so vielen Frauen Mut machst zur Natur zurück zu kehren👍

    Und jetzt zu meiner Frage!🤗

    Welche Vitamine sind denn nun so wichtig in der Schwangerschaft?

    Darf man Vitamin D einfach so einnehmen in welcher Dosis?

    Ich hatte in der letzten Schwangerschaft 2 Tage nach Geburt ein auffälliges Labor (Hellp Syndrom)!? Woher kommt so etwas noch nach Entbindung?

    Jetzt bin ich wieder schwanger 30 ssw. Die letzte Schwangerschaft ist 4 Jahre her nun habe ich Angst wieder so etwas zu entwickeln kann ich da gegen vorbeugen???

    Alles liebe dir und deiner Familie
    Würde mich auf Antwort freuen

    Liebe Grüße Nadine 😉

    1. Hallo Nadine,
      es ist ein eher modernes Phänomen, den Nährstoffbedarf des Körpers auf einzelne Vitamine und Mineralstoffe herunterzubrechen und diese dann in Tablettenform zuführen zu wollen. Ich mag den Spruch von Hippokrates: „Lass die Nahrung deine Medizin sein“. Nichts schlägt eine nährstoffdichte, gut abgestimmte Ernährung. Ich persönliche orientiere mich nach dem Vorbild Weston Price an einer traditionellen Ernährung (wie sie war, bevor die Industrie sich eingemischt hat) und habe damit gute Erfahrungen gemacht. Das einzige, was ich in der Schwangerschaft nehme, sind Lebertran (für Vitamin D, A, Omega-3-Fettsäuren und Jod) und jodhaltige Algen (Wo wir jetzt leben, ist der Jodgehalt der Lebensmittel niedrig, und Lebertran deckt meinen Bedarf in der Schwangerschaft nicht ganz, habe ich dank meiner Schilddrüse zu spüren bekommen.)
      Vitamin D kannst du einnehmen, sollte aber immer in Kombination mit Vitamin K2, A und Magnesium eingenommen werden, um im Körper richtig wirken zu können. Das alles lässt sich natürlich auch aus Lebensmitteln beziehen. Ich verwende für das Magnesium und andere Mineralstoffe seit Jahren selbstgemachte Knochenbrühe. Vitamin K2 findet sich in Milchprodukten von Kühen, die auf die Weise dürfen oder in fermentierten Lebensmitteln wie Sauerkraut oder selbstgemachten Kefir. Vitamin D ist nicht so leicht in ausreichenden Mengen aus Lebensmitteln zu bekommen und gerade im Winter auch nicht aus Sonnenlicht. Deshalb nehme ich da Lebertran.
      Das Hellp-Syndrom ist eine Erkrankung, die zeigt, dass der Körper mit der Schwangerschaft überfordert ist. Sie kann sich auch noch in die erste Zeit nach der Geburt hinziehen. Denn auch diese erste Zeit steht noch unter dem Einfluss der Schwangerschaftshormone und ist eine Zeit erhöhter Belastung für den Körper. Über die Ernährung kann man da vorbeugen. Vereinfacht wir davon ausgegangen, dass die Krankheit durch einen Mangel an Flüssigkeitsvolumen im Körper entsteht. Die Verteilung der Flüssigkeit im Körper wird über Eiweiße und Salze aufrecht erhalten und reguliert. Deshalb soll man eiweißreich essen und genug Salz zu sich nehmen. Die Gestose-Frauen (wenn du die mal googelst) haben da einiges an Informationen dazu. Statistisch gesehen hast du gute Chancen, dieses Mal kein Hellp zu entwickeln, denn es kommt beim erste Kind häufiger vor als beim zweiten. 😉 Alles Gute! Sarah

  15. Hallo Sarah,
    Hast du Erfahrungen mit der Antikörperspritze bei Rhesusfaktor-negativen Müttern? Ich hatte 2011 eine Geburtshausgeburt, mein Kind war negativ und ich habe keine Spritze bekommen. Ebenso 2015, da hatte ich eine Hausgeburt. Nach Blutentnahme aus der Nabelschnur, stellte sich heraus dass mein Kind negativ ist. 2014 in der 10. Woche und 2017 in der 14. Woche hatte ich kleine Geburten, worauf ich sofort diese Spritze bekam, da „man“ nicht die Blutgruppe wusste. Nun erwarte ich Ende Februar ein kleines Wunder…mir war die Abnabelung, nur um Blut aus der Nabelschnur zu bekommen, immer zu fix. Ich möchte gern die Plazenta erst auf die Welt bringen…dann kann meine Hebamme aber kein Blut mehr nehmen. Ich hätte dann 2 Möglichkeiten: entweder wieder provilaktisch eine Spritze wie bei den kleinen Geburten oder gar keine Spritze mit dem Allseits-Hinweis, dass ich eine Fehlgeburt haben könnte. In der Schwangerschaft habe ich die Spritze bereits abgelehnt. Wenn ich an die Natur denke und meine bisherigen Fehlgeburten, fühle ich mich momentan so, dass ich diese Impfung nicht benötige. Hast du Erfahrungen?

    1. Hallo Christin,
      es ist möglich, nach dem Abnabeln aus der Plazenta Blut auszustreichen und daraus die Blutgruppe zu bestimmen.
      Ob du die Spritze nehmen willst oder nicht, ist deine Entscheidung. Die in der Schwangerschaft halte ich für überflüssig. Die nach der Geburt macht ggf. Sinn. Wobei auch Tatsache ist, dass längst nicht jede rhesus-negative Frau nach der Geburt eines rhesus-positiven Kindes gegen den Rhesus-Faktor sensibilisiert wird. Und nicht jede Frau, die sensibilisiert ist, dann nur noch Fehl- oder Totgeburten hat. Oft hat ein folgendes, ebenfalls rhesus-positives Kind dann in den ersten Lebenswochen nur eine längere Neugeborenengelbsucht. Es geht bei medizinischen Maßnahmen wie dieser immer um Wahrscheinlichkeiten und die Vorbeugung von statistisch häufigeren unerwünschten Ereignissen. Diese müssen das einzelne Individuum deshalb aber nicht zwangsweise betreffen. Mehr Details dazu findest du auch in meinem Buch „Alleingeburt“. Liebe Grüße, Sarah

  16. Hallo Sarah, ich bin verzweifelt! Bei meiner 16Monate alten Tochter wurde Karies festgestellt. Da Sie die Beikost verweigert bzw. nur probiert, aber noch nicht richtig essen möchte, gabe ich sie einfach weiter nach Besarf gestillt. Auch zum Einschlafen und nachts. Der Zahnarzt meinte, dass ich sofort abstillen müsse und alles nur daher käme. Bislang habe icb weitergestillt. Was soll ich auch machen, vom Essen wird sie definitiv nicht satt.Zudem weint sie beim Einschlafen und nächtlichem Aufwachen viel, so dass ich sie nur mit der Brust beruhigen kann. Jedoch gehe ich nach jedem nächtlichem Stilen mit dem Fingerling in ihren Mund und wische ihn mit Wasser aus, um so noch mehr Karies zu vermeiden. Ob es was hilft weiss ich allerdings nicht. Der Zahnarzt meint, dass ich auch mit Fluoridzahncreme putzen solle und alle paar Wochen einen Fluoridschutz auftragen lassen solle. Er will noch abwarten, ob die kommenden Zähne auch so aussehen. Wenn mehr Zähne da sind will er meine Tochter in Vollnarkose die Zähne behandeln also füllen oder überkronen. Ich will sie auf gar keinen Fall in Vollnarkose legen lassen. Hast du eine Idee, das ich tun kann um das Fortschreiten des Karies aufzuhalten? Vielleicht könnten die Zähne dann drin bleiben wenn Sue sich nicht weiter verschlechtern, bis sie ausfallen. Erschwerend kommt noch hinzu, dass wir Vegetarier sind. Könnte man die wasserlöslichen Vitamine nicht anders supplimentieren als mit Lebertran. Vit. D (VIGANTOL ÖL) habe ich immer im Winter gegeben. Überlege nun auch im Sommer Vit D und K zu geben, aber mit geringerer Dosis. Würde auch gerne meine älteren Kinder vor Karies schützen ( habe ich auch lange und nachts gestillt ohne Folgen) Meine Grosse mag aber auch keine Kuhmilch trinken. Da wird die Ernährungsumstellung schwierig. Hast du einen Rat für mich?
    Herzliche Grüsse Claudia

    1. Hallo Claudia,
      Der Zahnarzt empfiehlt dir das, was alle Zahnärzte gelernt haben zu empfehlen. Fluoride härten den Zahnschmelz, aber genauso oder besser kann ein gut zusammengesetzter Speichel den Zahn härten. Wenn du es von der Ernährungsseite her anpacken willst, empfiehlt sich als Grundlage das Buch „Karies heilen“ von Ramiel Nagel. Hast du das? Da sind die einzelnen Lebensmittel auf ihre Auswirkung auf den Körper und die Zähne aufgeführt. Wenn es vegetarisch funktionieren soll, brauchst du hochwertige tierische Produkte (Milch, Eier) – also roh von weidenden Tieren, von glücklichen Hühner. Getreide ist ein weiterer, wichtiger Faktor und sollte nur gesäuert und in Maßen gegessen werden. Vegetarisch ist es definitiv schwieriger.
      Vermutlich war dein Körper schon in der Schwangerschaft nicht gut mit Nährstoffen versorgt, was die Zahnsubstanz beim Kind weniger stabil hat werden lassen. Kariesprobleme nehmen meiner Beobachtung nach zu, je weiter hinten das Kind in der Geschwisterfolge ist, weil die Mutter die in der vorigen Schwangerschaft verlorenen Nährstoffe nicht wieder aufgefüllt hat, als sie erneut schwanger wurde. Diese nicht stabile Zahnsubstanz kann man nicht mehr rückgängig machen und macht die Zähne anfälliger. Über Ernährungsmaßnahmen lässt sich der Kariesfortschritt aber verlangsamen oder anhalten. Bleiben die Zähne beschwerdefrei bis zum Zahnwechsel, ist nicht zwingend eine Behandlung erforderlich. Kommt es doch irgendwann zu Problemen, ist das Kind schon älter und in der Regel kooperativ genug, um ohne Vollnarkose behandelt werden zu können. Erfahrungsgemäß ist künstliches Vitamin D und K2 längst nicht so wirksam wie solches aus echten Lebensmitteln. Ich habe es anfangs auch ein halbes Jahr mit Vigantol versucht und es hat gefühlt gar nichts bewirkt. Mit dem Lebertran kam es dann zum Stillstand.
      Wenn deine Große noch gar nichts weiter isst, kannst du erstmal nur deine eigene Ernährung so gut wie möglich gestalten, um ihr das Optimale über die Muttermilch zu geben. Ich beobachte, dass Kinder, die so spät zu essen beginnen, oft einen Darm zu haben scheinen, der einfach noch nicht in der Lage ist, mehr als Muttermilch gut zu verdauen. Dass Kuhmilch nicht vertragen und deshalb auch nicht getrunken wird, ist in dem Fall typisch. War es pasteurisierte Milch? Rohmilch geht meist trotzdem. Aber pasteurisierte Milch und Getreide sind zwei Sachen, die am häufigsten nicht vertragen werden, wenn die Darmflora nicht ganz fit ist. Da wurde vielleicht von der Mutter, die keine gesunde Darmflora hat, diese dem Kind weiter gegeben, oder es waren Antibiotika im Spiel, so dass die Darmflora sich nicht optimal entwickeln konnte. Abstillen wäre in der Situation sicherlich nicht schlau, obwohl fast vollstillen eigentlich nährstoffmäßig auch nicht mehr ausreicht und nicht ideal ist.
      Was der Zahnarzt sagt, sagt er pauschal zu allen Müttern. Es gibt eine Studie, die zeigt, dass Stillen unter einem Jahr vor Karies schützt, nach einem Jahr begünstigt es angeblich Karies. Da wurden aber viele andere Faktoren nicht untersucht, die genauso oder wahrscheinlicher eine Rolle spielen. Nicht immer, wenn etwas gleichzeitig auftritt, hat es auch einen ursächlichen Zusammenhang – gerade bei Dingen, die von vielen Faktoren bedingt sind. Ansonsten erscheint es paradox, warum stillen bis 1 schützt und danach plötzlich schädlich sein soll.
      Alles Gute! Ihr werdet euren Weg schon finden.
      Sarah

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