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Alleingeburt geplant, und dann: Zwillinge!

Ihre zweite Geburt war eine wunderschöne Alleingeburt, genau wie sie es sich vorgestellt hatte. Deshalb war klar, dass das dritte Kind genauso auf die Welt kommen sollte. Aber dann stellte sich heraus: Es waren Zwillinge! Und damit begann die große Verunsicherung seitens der Ärzte, Hebammen und Familie. Einen Kaiserschnitt hielten alle für das Beste, da der führende Zwilling in Beckenendlage lag. Dabei wünschte sie sich nur eins: Jemanden, der ihr Mut machte und sie in ihrem Vorhaben einer natürlichen Geburt unterstützte. Wie ihre beiden Jungs dann zur Welt kamen, schildert diese mutige Mama in diesem Bericht. 

Leider war der Anfang nicht sehr erfreulich und hat mir mal wieder gezeigt, dass die lieben Ärzte recht voreingenommen von ihren Instrumenten sind. So schallte der Arzt in der 8. Woche und begann mit den Worten: „Wie viele Kinder wollen Sie?“ Und als ich antwortete „4“, sagte er: „Nun haben Sie Ihre vier“. Was war das für eine riesen Freude, auch wenn ich schon eine leise Vorahnung hatte, da die Hebamme und auch ich vorher schon zu Hause einen sehr hohen Fundusstand in der 8. Woche ertasteten. Ihr knapper Kommentar dazu war auf meine Frage, ob das normal sei beim 3. Kind: „ Mhmmmm, kann schon sein.“ Wahrscheinlich ahnte sie was oder glaubte, ich hätte mich verrechnet … Jedenfalls ließ sie sich nicht zu voreiligen Diagnosen hinreißen, sondern wartete meinen Arzttermin ab.

Doch leider erschallte der Arzt eine „100 prozentige monochoriale Zwillingsschwangerschaft und leider ohne Zwischenwand“. Also Monochorial monoamniotic. ( Das heißt, die Zwillinge teilen sich eine gemeinsame Plazenta und eine gemeinsame Fruchtblase. Die Wahrscheinlichkeit liegt bei 1:100 bei Zwillingen und geht nur bei eineiigen und die haben schon nur eine Häufigkeit von 1:200 Schwangerschaften.)  Das Ergebnis stand nun so im Raum und ich wusste erstmal nicht viel damit anzufangen, dachte ich doch bis dahin, Zwilling sei Zwilling. Entweder ein- oder zweieiig. Punkt. Ich war stark verunsichert, doch wollte mein Herz mir aus der Brust herausspringen vor Freude. Und so rief ich als erste meine Schwester an, um Ihr alle sie erzählen und auch sie freute sich mit mir. Als nächstes fuhr ich zu meinem Mann auf die Arbeit, um Ihm die Nachricht persönlich mitzuteilen.  Er war recht kurz angebunden und musste gleich wieder an seinen Schreibtisch. Danach fuhr ich meine Kinder abholen. Sie hatte ich bei meiner Familienpatin gelassen und auch Ihr erzählte ich freudestrahlend von unserem Glück. Kurz davor hatte ich bei meiner Hebamme angerufen und gefragt, ob man denn diese Zwischenwand nicht erst später sehen würde. Sie meinte, dass man die Plazenta schon sehen müsste und dass eine Bekannte ein Kind bei dieser Konstellation verloren hatte. Das waren alles keine schönen Neuigkeiten und ich lief langsam immer mehr die Wände hoch. Der nächste Ultraschall war in drei Wochen. Wie sollte ich die hinter mich bringen? Zu Hause angekommen fing das große Googeln an und riss mich noch tiefer in den Abgrund der Verwirrtheit und der Angst um diese Kinder. Hatten sie doch sofort einen Namen in meinem Herzen… Tage der Verzweiflung und der Tränen folgten. Mono-Mono Zwillinge haben die Gefahr, sich selbst zu strangulieren, da es keine Zwischenwand gibt. Sie können sich berühren und schwimmen umeinander rum. Na wenigstens ist das Risiko eines Feto-Fetalen Transfusionssyndroms (d.h. ein Zwilling bekommt auf Kosten des anderen mehr Nährstoffe) nicht so hoch wie bei MONO DI Zwillingen… Kommentare meiner Mutter, ich soll doch froh sein wenn eins stirbt, halfen mir nicht unbedingt. Doch gut, dass meine Schwester noch in der Schule war und eine Lehrerin hatte, die ausrichten  ließ, dass man diese Zwischenwände erst bzw. nur zwischen der 11. Und der 14. Woche sehen kann. Endlich also ein Lichtblick und als mir meine Schwester versicherte, für meine zwei großen Mädels da zu sein und mir auf jeden Fall zu helfen wenn die Babys kommen, war ich von tiefster Dankbarkeit erfüllt und konnte mit etwas mehr Mut dem nun nahenden Ultraschall entgegensehen. Mein Anker in dieser Zeit waren sie und Ihre Lehrerin. Die einzigen, die mir mit Fakten klar machten, dass diese Diagnose nicht sicher war.

Nun war ich in der 12. Woche und saß mit zitternden Knien im Wartezimmer. Mein Herz pochte wie wild. Ich war nun wahrscheinlich nach diesen 3 Wochen Onlinerecherche schlauer als jeder Gynäkologe und wusste die Fakten der „ Ohne- Wand-  Zwillinge“ auswendig. Wenn man nun ein „Lambda- Sign“ sehen würde, sind es zu 90% zweieiige Zwillinge und ich konnte schon in der ersten Sekunde als der Arzt schallte dieses „ Zeichen“ sehen. Also waren all diese Wochen in Angst und Bange umsonst gewesen. Nur weil ein Arzt zu viel von seinem Werkzeug hält … Auf die Frage, warum er gesagt hatte, zu 100 % monochorial, antwortete er nicht mehr, sondern sagte nur: „ Gott sein dank ist es nicht so eine komplizierte Zwillingsschwangerschaft“. Dies war mein letzter Besuch bei ihm, denn wir zogen zu guten Freunden in die Hessische Pampa bzw. kurz dahinter nach NRW. Mein Mann begann nun bei einer großen Firma und hatte jede Menge Spaß. Ich leider nicht, denn ich nagte immer noch an der Absage meiner Schwester, in der sie mir ihre Hilfe für die Zeit um die Geburt versagte, da sie als Aupair ins Ausland gehen wollte. Nur im Notfall wolle sie kommen. Ich war zutiefst geschockt und brach erstmal den kompletten Kontakt ab. Und als es soweit war, traute ich mich nicht mehr sie zu mir zu bitten. Ich lag ja nicht im Sterben.

Im neuen Wohnort angekommen merkte ich schnell, dass ich hier aufgeschmissen sein werde, was die Geburtshilfe anging und ich träumte wieder von einer Alleingeburt. Dazu gehörte, dass ich mich gründlich nach allen Seiten informierte und wieder anfing, die Hypnobirthing-CD zu hören. Und mit der Musik und der Stimme kamen die tollen Erinnerungen an meine letzte Geburt und erste Alleingeburt zurück. Damals war ich komplett angstfrei und wusste, dass mich nichts aufhalten konnte. Ebenso einfach und schnell war dann auch die Geburt. Hier im letzten Winkel NRWs gab es nun leider weder kompetente Hebammen noch Hebammen, die mir Mut zusprachen noch Ärzte, die mir in irgendeiner Form Kompetenz bewiesen. Sie wollten mich alle am liebsten im OP sehen. Weiter kam dazu, dass mein führender Zwilling in Beckenendlage (BEL) lag und der zweite in Schädellage (SL). Nun kam also auch das Thema BEL-Geburt dazu. Ein weitere Punkt, der jeder Hebamme und Ärztin hier Angst machte. Ich machte also ab der 33. SSW auch noch auf Teufel komm raus Indische Brücke. Ich schrieb drei Geburtshäuser bis 1 ½ Stunden Entfernung an, doch niemand entband Zwillinge. Ich entschied mich, alle Kliniken im nahen und fernen Umfeld abzuklappern um zu sehen, was sie in ihrem Kompetenzenköfferchen hatten, war ich doch schon ein besonders schwerer Fall. Auch vorangegangene, leichte komplikationslose Geburten machten es mir nicht leichter. Die große, sehr erfahrene Marburger Uniklinik, 1 Stunde Fahrt, wagte es nur, wenn der erste in SL lag, sonst Kaiserschnitt. Die kleine Klinik Frankenberg ,15 Minuten, auch. Das einzige was blieb war also eine 2-stündige Fahrt ins Ruhrgebiet in das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke. Hier durfte man nicht nur bei seinen Frühchen bleiben, sollten es welche werden, sondern sie hatten auch einen durch Hebammen geführten Kreißsaal. Natürlich nicht bei Risikoschwangerschaften. Und mit Zwillingen zählte ich nun leider dazu, auch wegen der BEL. Und hier war ich endlich an die Richtigen geraten. Keiner hatte Angst vor der BEL oder dass der führende in BEL und der zweite in SL lag. Die Gefahr des Verhakens gab es so gut wie nicht (sie sprach von einer Zahl von 1:2000/5000). Leider hatte sie ein Problem mit der aktuellen Fußlage des ersten Babys und meinte, wenn ich so käme, wäre ein Kaiserschnitt ihr lieber. Also wieder stimmte was nicht. Ich saß in der Falle, egal was war,  keiner traute sich diese Geburt ohne irgendwas zu bemängeln zu. Ich fuhr heim und war zumindest beruhigt, dass diese Konstellation meiner Zwillinge mich nicht mehr aufhalten würde, es alleine zu Hause zu wagen. In den letzten Wochen besorgte ich mir alle Sachen, die ich so für eine Geburt zu Hause benötigte. Leider hatte ich im Hinterkopf doch immer die Peitsche meines Mannes und der Ärzte bzw. Hebammen, die alle Angst hatten, ich würde es nicht bis nach Herdecke schaffen. Dass ich plante zu Hause zu entbinden, wollte ich doch lieber für mich behalten. Mein Mann verstand es bis zum Schluss nicht, obwohl ich mehrmals sagte, dass die Kinder nicht im Auto kommen, dass ich zu Hause bleiben wollte. Er hatte Angst. Leider beeinflusste mich diese Angst doch insgeheim stark und ich war auch durch den Stress zu Hause mit den beiden Kleinkindern und den schwangerschaftsbedingten Schmerzen in einem sehr nennen wir es „desolaten Zustand“.  Ich konnte mich kaum mehr bewegen. Bis kurz vor Ende der Schwangerschaft hatte ich meine 2jährige bei mir, die nachts alle zwei Stunden einen Nachtschreck hatte und ich musste stündlich auf Toilette. Symphysenschmerzen, Wadenkrämpfe, juckende Haut und die Unsicherheit, ob denn alles gut ginge. Ich weinte viel und musste doch stark sein, hatte ich doch keinen der mir half.  Wenn mein Mann abends heim kam, aßen wir noch kurz, brachten die Kinder getrennt ins Bett und dann hatte ich noch kurz Zeit für mich … Viel schneller als gedacht hatten mich die Interventionen in der Hand. Denn ohne Schwangerenvorsorge wollte ich doch nicht sein und so ging ich immer brav zum Arzt und ließ ein CTG machen, von dem ich sowieso nichts hielt. Und an einem besonders verregneten, kalten Novembermorgen, es war ein Tag vor meinem 25. Geburtstag, war das so verhasste CTG „schlecht“. Die Hebamme verschwand mit dem CTG-Blatt bei der Ärztin, die mir dann schonend versuchte beizubringen, dass sie das CTG so nicht akzeptieren könne und ich ins Krankenhaus fahren muss (Sie wussten, ich muss nach Herdecke). Es brach aus mir heraus und die ganze Wut und Verzweiflung der letzten Monate wollte sich in ihrer Praxis Platz machen.  Ich war am Ende, weinte und ließ es zu, verließ die Praxis mit meiner Kleinen an der Hand und rief weinend meinen Mann an. Ich hatte solche Angst, dass ich was falsch mache, wenn ich jetzt nicht reagierte und einfach zu Hause bleiben würde. Wir fuhren also umgehend nach Herdecke. Mein Mann und ich waren sehr fest davon überzeugt, dass alles in Ordnung war. In der Klinik wurden wir sehr lieb empfangen und man fühlte sich sofort wohl. Man brachte uns Wasser und natürlich war das CTG unauffällig. Eine Assistenzärztin untersuchte mich und „ oh Schreck“ mein Muttermund war bereits bei 3 cm und komplett verstrichen. Sie würde so gerne „mit einem bisschen Wehenmittel anstupsen und dann hätte ich meine Zwillinge schon im Arm“. Mein Mann war gleich dabei, doch in mir sträubte sich alles gegen eine Einleitung. Zu oft war sowas der Anfang vom Ende und ich fuhr sicher keine 2 Stunden, um dann trotzdem wieder einen KS zu bekommen. Also warteten wir bis abends, um nochmal ein CTG zu machen und fuhren dann endlich heim und holten unsere Mädels ab. War ich froh, dass ich auf mein Herz gehört hatte. Meine Kleinen durften noch schön lange drinnen bleiben, egal wie groß doch der Schmerz und die Erschöpfung waren. Doch schon eine Woche später war ich wieder beim CTG, dieses Mal war alles gut, doch waren es dieses Mal die Blutwerte, die zu denken gaben. Ein paar Tage vorher waren sie schon leicht verändert, doch jetzt „wären sie nicht mehr hinzunehmen“. Ich hatte zwar keine Hellp-Symptome (das Hellp-Syndrom ist eine Form der Schwangerschaftsvergiftung), doch „könne sich sowas schnell entwickeln“.  Leider fand ich in keinem meiner alternativen Bücher  Infos zu diesem Thema und auch meine alte Hausgeburtshebamme wollte mich da nicht beruhigen bzw. konnte es nicht, wie sie mir ziemlich pampig mitteilte, da sie mich nicht mehr betreute. Ich war am Ende und hatte keine Kraft mehr. Langsam ging mir der Mut aus und so fuhren wir abermals mit gepackter Kliniktasche nach Herdecke, wo sie mich schon mit den Blutergebnissen erwarteten. Hier waren Sie jedoch ziemlich ruhig und empfohlen am nächsten Tag einzuleiten. Ich wollte es jedoch erstmal so versuchen und so wurde der Eipol gelöst, akupunktiert und Nelkenöltampons gemacht. Am Abend war ich emotional so zerrüttet, dass ich lange weinte und meine Zimmernachbarin fragte, ob alles in Ordnung war.  Mir entglitt die Situation vollständig und ich wollte meinen Babys doch den besten Start ermöglichen. Am nächsten Morgen sollte ich eingeleitet werden. Ich verzog mich in eines der angrenzenden Waschräume und heulte mich nochmal ordentlich aus. Alles war so kalt und noch konnte ich mir nicht vorstellen, hier auch nur ein Kind zu bekommen. Ich sehnte mich nach einer dunklen, warmen und vertrauten Ecke zu Hause im Schlafzimmer … Am nächsten Morgen wurde mir mitgeteilt, dass die Blutwerte wieder OK waren. Also lag es wohl auch etwas an der Belastung zu Hause. Trotzdem hatten die Ärzte Angst, es würde sich wieder verschlechtern und auch ich hatte keine Lust mehr. Am Morgen der Geburt hatte ich schon ein leichtes 10-minütiges  Ziehen. Und am CTG war auch schon was zusehen. Die besten Voraussetzungen also, dass eine Einleitung auch was bringen würde. Ich bekam die geringste Dosierung an Prostanglandingel und sofort setzten starke Wehen ein. Ich musste noch eine halbe Stunde liegen, doch musste ich extrem dringend auf Toilette, worauf mir eine Bettpfanne gebracht wurde. Ich lehnte erbost ab und wartete noch bis die 20 Minuten rum waren, machte das CTG ab und ging auf Toilette. Ich hatte bereits wilde, starke Wehen und überlegte, wie ich denen Herr werden sollte. Ich durfte endlich in den Kreißsaal und sollte nochmal an das CTG. Es war jedoch schon so schwierig für mich, mit den 2-3 minütigen Wehen umzugehen, dass ich bat davon erlöst zu werden. Das geschah und um 12 kam mein Mann. Er war mir jedoch keine Hilfe, schaute er mir doch so unverblümt zu, wollte mir helfen, wusste jedoch nicht wie und setzte sich immer direkt vor mich. Und so bat ich darum, in die Wanne, die hinter einer Wand war, gehen zu dürfen. Das durfte ich und das war so entspannend. Ich schickte meinen Mann hinter die Wand und hatte endlich meine Ruhe. Nun wurden die Wehen regelmäßig und ich verzweifelte langsam, da ich nicht wusste, wie ich mit den Wehen umgehen sollte. Ich wünschte, sie hörten wieder auf, da sie doch eh nur vom Wehenmittel kamen. Ich wollte nicht mehr … Doch dann kam schon der erste Urschrei, den ich so nur von meiner Alleingeburt kannte. Gleich kam die Hebamme reingerannt und fragte, ob ich denn denke, die Geburt beginne. Ich schlug gedanklich die Hände über den Kopf und wollte darauf nicht mehr antworten. Nach einem zweiten Schrei kniete ich mich hin und spürte schon die Fruchtblase. Die Hebamme stand daneben und schaute mir zu. Sie bat mich doch bitte rauszukommen, sie müsse mich untersuchen und so stieg ich sehr widerwillig raus und musste dann auch noch auf den „ Gebärtisch steigen“. Und das obwohl ich zu meinem Mann sagte, da drauf werde ich nicht steigen. Doch wurde mir angedroht, sie würden mich drauf heben, so machte ich es lieber selber. Und mit dem nächsten Urschrei kam schon der erste Zwilling in BEL herausgeflutscht und die Hebamme versuchte den Notfallknopf zu drücken und gleichzeitig den Zwilling aufzufangen. Nebenbei schrie ich sie an, ihn ja nicht anzufassen, wusste ich doch, was „hands off“ bei einer BEL bedeutete. Eine Sekunde, nachdem sie den Knopf gedrückt hatte, kamen sicher 10-15 Personen in den Kreißsaal und wollten dieser Geburt beiwohnen. Die Oberärztin, Frau Dr. Voigt, kam sogar in Bluse. Nachdem der erste Bub mit Glückshaube ( 12.51 Uhr) geboren wurde und ich zum Kommentar der Oberärztin, die diese mit einem „ wie süß“ kommentierte, den Kopf schütteln wollte, untersuchte sie mich sogleich etwas schmerzhaft. Sie suchte den Kopf des zweiten Zwillings und ließ schallen, ob der auch richtig liege. Nummer eins wurde abgenabelt und kam zu meinem Mann (ich fragte noch, ob auspulsiert war und alles bejahte, was ich im Nachhinein nicht wirklich glaube). Alles war wie es sein sollte und Dr. Voigt meinte, ich solle doch so (ich saß nun, um den ersten Zwilling willkommen zu heißen) den zweiten Zwilling rauspressen. Doch dazu sagte ich nicht viel, hockte mich abermals hin und nach ein-zwei Schreien kam auch mein kleinerer Bub (12.55 Uhr) zur Welt. Ich nahm ihn gleich zu mir und dann verschwand auch schon die Zuschauermenge. Wir kuschelten noch bis 14/15 Uhr. Genau kann ich es nicht mehr sagen, denn ich war so voller Hormone, dass ich hätte Bäume ausreißen können. Trotz vorheriger Absprache, ich wolle keinerlei Oxytocin, hing ich dann doch da dran und man wollte mir alles mögliche spritzen. Mein Mann brachte leider keine Kraft auf zu sagen, ich wolle das nicht und so musste ich diskutieren und konnte zumindest die komischen Spritzen ablehnen und das Oxytocin nahm mir eine nette Hebamme wieder ab … Unsere Jungs kamen mir soooo klein vor. Wir kamen aufs Zimmer und nun stand ich da vor meinem 90-cm-Bett und wusste nicht, wie ich die beiden auf mich bringen bzw. in meinen Arm nehmen sollte, denn da gehörten sie doch hin. Ich versuchte, sie einzumummeln und legte mich daneben, doch die Kinderkrankenschwester kam und meinte, sie müsse alle drei Stunden Temperatur messen. Das schrie ja schon nach Krankenhausroutine und natürlich waren die Babys „ nicht ok“. Das ging bis Mitternacht so und dann schob sie mir ein Wärmebett ins Zimmer. Ich war so traurig und hilflos. Erst legte ich sie rein, doch googelte ich schon bald  (meine Lieblingsbeschäftigung inzwischen), nahm sie raus und band mir den einen mit der niedrigeren Temperatur ins Tragetuch ein. Ne Stunde später war seine Temperatur super und der, der noch im Wärmebett lag, war immer noch etwas „ kühl“. Ich beschloss, so schnell es geht das Krankenhaus zu verlassen, denn so würden die ersten Tage zum Desaster werden. Am Morgen kam der Kinderarzt und sagte mir, dass alles super sei und wir heim können. Am Morgen kam mein Mann und abends durften die Mädels ihre Brüder willkommen heißen und kennenlernen. Leider hatte ich trotz Nachsorgehebamme, die sehr lieb war, keinen der mir sagte, dass alles gut war. Dauernd war ich verunsichert und glaubte, die wären zu dünn, zu klein oder wahrscheinlich auch noch anderweitig krank. Mit acht Tagen kam die U3 und so fuhren wir zum Kinderarzt. Ihr passte nix, die Kleinen sind so schlapp, haben Froschbeine und ihre Haut sei zu gelb. Meine Hebamme soll einen Billi-Test machen. Diese machte ihn aber wegen fehlender Geräte nicht und so blieb ich zu Hause und überlegte. An dem Tag kam noch die Fotografin und machten herrliche Fotos. Doch an dem Abend war ich so durcheinander wegen der gelben Haut, dass ich am Abend weinend meinem Mann erzählte, ich sei mir nicht sicher, ich will doch einen Billitest machen. Dazu musste ich aber in die Notaufnahme fahren und wegen der Großen fuhr ich alleine. Dort angekommen bin ich um 21 Uhr. Um 23 Uhr kam ich dran und da wurde ihnen vorsorglich ein Zugang gelegt, am Kopf und auch Blut entnommen. Ich musste das Zimmer verlassen und das brach mir das Herz, nicht bei meinem anderen Baby sein zu können. Ich mache mir heute noch Vorwürfe, dass ich rausgegangen bin. Drei Stunden später war das Ergebnis da und es war alles in Ordnung.

Jetzt sind meine Jungs fast fünf Monate und inzwischen habe ich mein Selbstbewusstsein wieder gefunden. Ich geh wieder meinen Weg und vertrau meinen Kindern, dass sie stark sind und wir gemeinsam mit meinem Mann alle Hürden schaffen werden. Leider hatte ich keine Hebamme, die mir Mut zusprach und an dieser Geschichte sieht man, wie wichtig jemand ist, der einem mit Liebe und Erfahrung beisteht. Wie widersprüchliche und übereilige Diagnosen einer Schwangeren den Mut und die Sicherheit in sich und Ihren Körper rauben. Ich wünsche allen Müttern, dass sie jemanden haben, der während und nach der Schwangerschaft an ihrer Seite steht, der ihnen den Rücken stärkt und sich für sie einsetzt, der sie beschützt und auch im Haushalt hilft.  Und natürlich eine Familie mit ganz viel Sensibilität für diesen großen Lebensabschnitt.

Mein Dank gilt Sarah Schmid, die mir in der ganzen Zeit mit Rat und Tat per Email zur Seite stand und mir versuchte, jegliche Angst zu nehmen und das Vertrauen in mich zu stärken.

Alleingeburt: Rechtliche Lage und Anmeldung

Eine Alleingeburt ist in Deutschland nicht verboten. Sie ist auch nicht Bestandteil eines Gesetzestextes. Die existierende Hebammenhinzuziehungspflicht gilt nur für medizinisches Personal. Damit soll sichergestellt werden, dass zum Beispiel ein Arzt keine Geburt begleitet, ohne eine Hebamme hinzuzuziehen. Eine Errungenschaft der Hebammen im Kampf um ihre Bedeutung bei der Geburtsbegleitung.

In Österreich dagegen gilt eine Hebammenhinzuziehungspflicht auch für die Mutter. Sie wird mit diesem Gesetz verpflichtet, eine Hebamme hinzuzuziehen – wenn nicht während der Geburt, dann so schnell wie möglich danach. Auch hier also eine kleine Lücke im Gesetz, die eine Alleingeburt rein rechtlich ermöglicht, solange man die Hebamme danach ruft. Mir sind einige Alleingeburten aus Österreich bekannt, auch ohne dass eine Hebamme gerufen wurde. Eine Verfolgung bei nicht Hinzuziehung der Hebamme ist mir bislang nicht zu Ohren gekommen. Wenn ihr Fälle kennt, lasst es mich gern in den Kommentaren wissen.

In der Schweiz gibt es keine gesetzlich geregelte Hebammenhinzuziehungspflicht und auch hier ist eine Alleingeburt nicht gesetzlich verboten.

Obwohl eine Alleingeburt also kein illegale Handlung ist, sind Behörden und Krankenhäuser selten mit der Tatsache vertraut, dass es Frauen gibt, die sich bewusst und selbstverantwortlich für so eine Geburt entscheiden. Es passiert nicht selten, dass solche Frauen in eine Schublade gesteckt werden mit denen, die aus einer prekären sozialen und/oder psychischen Situation heraus ihre Schwangerschaft leugnen und ihr Kind heimlich bekommen.

Es kommt deshalb immer wieder vor, dass Krankenhauspersonal oder Standesbeamte den Eltern das Jugendamt ins Haus schicken. In den meisten Fällen ist der Verdacht der Kindeswohlgefährdung mit einem kurzen Besuch vom Tisch. In Einzelfällen standen aber auch schon der Sorgerechtsentzug und Inobhutnahme im Raum. Für die Eltern ein nicht unerheblicher Stress, den man im Wochenbett gar nicht gebrauchen kann.

Um diese Szenarien vorzubeugen, kann man verschiedene Vorsichtsmaßnahmen ergreifen:

Nicht selten findet eine Jugendamt-Meldung statt, wenn die Mutter während oder nach der Geburt medizinischen Rat oder Hilfe in Anspruch nimmt. Ist der Mutterpass dann lückenhaft oder nicht vorhanden, verstärkt sich der Verdacht auf Vernachlässigung. Leider macht das die Schwelle für Frauen, die in Eigenregie schwanger waren, unter Umständen unnötig hoch Hilfe zu suchen. Will man sich da absichern, ist ein vollständig ausgefüllter Mutterpass jedenfalls von Vorteil – aber eben auch etwas, was man selbst gar nicht möchte, wenn man die Vorteile einer Schwangerschaft in Eigenregie genießt. Die meisten Hebammen – wenn man nicht eine solche für eine Hausgeburt gebucht hat – sind in dieser Situation leider keine Hilfe. Aus Gründen rechtlicher Absicherung bestellen die meisten von ihnen den Notarzt, wenn sie zu einer Geburt gerufen werden, für die sie nicht versichert sind. Das kann nach persönlichem Ermessen der Hebamme auch dann geschehen, wenn sie erst nach der Geburt dazu kommt.  Irgendjemanden bei Unsicherheiten um Rat fragen zu können, ohne gleich in der Klinik zu landen, ist aber für die jungen Eltern sehr wichtig, auch wenn sie sich bewusst für eine Geburt in Eigenregie entschieden haben. Hier ist man gut bedient, wenn man eine Hebamme, Doula oder eine andere geburtserfahrene Frau hat, die einer Alleingeburt gegenüber aufgeschlossen ist und bereit ist dazuzukommen (oder auch nur am Telefon zu beraten), ohne gleich den Notarzt zu verständigen. Und, so sehr es zum Teil verpönt ist: Bei Zweifeln konnten die Erfahrungen und der Rat anderer Mütter in online-Gruppen schon oft helfen, Situationen um die Geburt herum richtig einzuschätzen und entsprechend zu reagieren.

Ein weiteres Szenario, das gelegentlich zur Meldung beim Jugendamt führt, ensteht bei der Anmeldung der Geburt. Können keine der vom Standesbeamten erwarteten Dokumente vorgelegt werden, regt sich bei manchem Beamten der Verdacht auf Vernachlässigung. Hier kann man dafür sorgen, dass man zum Beispiel den Mutterpass oder andere Beweise für eine Schwangerschaft oder Geburt vorlegen kann – obwohl das keine Garantie dafür ist, die Bedenken des Beamten zu zerstreuen. Oder man hat im Vorfeld eine Hebamme oder einen Arzt, die einem ein Papier wie weiter unten ausgeführt unterschreiben, wo die Hausgeburt formlos bestätigt wird. Ansonsten hilfreich sind selbstbewusstes, freundliches Auftreten und ein Anruf nach der Geburt, aber bevor man auf das Amt geht.  Das hat u.a. den Vorteil, dass der Beamte etwas Zeit hat, die Situation zu durchdenken und den Schock über eine freie Geburt zu verdauen, bevor ihm die Eltern unter die Augen treten.

Die geschilderten Sachverhalte beruhen auf Erfahrungen aus Deutschland. In den anderen deutschsprachigen Ländern dürfte es aber ähnlich sein.

Anmeldung der Geburt

Laut Personenstandsgesetz PStG § 18 -20 (Deutschland) sind grundsätzlich die Eltern  verpflichtet, die Geburt ihres Kindes beim Amt anzumelden. Dies kann mündlich geschehen und muss innerhalb einer Woche passieren. Im Folgenden der Gesetzestext im Wortlaut:

Personenstandsgesetz PStG: 

§ 18 Anzeige

(1) Die Geburt eines Kindes muss dem Standesamt, in dessen Zuständigkeitsbereich es geboren ist,

1. von den in § 19 Satz 1 genannten Personen mündlich oder
2. von den in § 20 Satz 1 und 2 genannten Einrichtungen schriftlich

binnen einer Woche angezeigt werden. Ist ein Kind tot geboren, so muss die Anzeige spätestens am dritten auf die Geburt folgenden Werktag erstattet werden.

(2) Bei einer vertraulichen Geburt nach § 25 Absatz 1 des Schwangerschaftskonfliktgesetzes sind in der Anzeige auch das Pseudonym der Mutter und die für das Kind gewünschten Vornamen anzugeben.

§ 19 Anzeige durch Personen

Zur Anzeige sind verpflichtet

1. jeder Elternteil des Kindes, wenn er sorgeberechtigt ist,
2. jede andere Person, die bei der Geburt zugegen war oder von der Geburt aus eigenem Wissen unterrichtet ist.

Eine Anzeigepflicht nach Nummer 2 besteht nur, wenn die sorgeberechtigten Eltern an der Anzeige gehindert sind.

§ 20 Anzeige durch Einrichtungen

Bei Geburten in Krankenhäusern und sonstigen Einrichtungen, in denen Geburtshilfe geleistet wird, ist der Träger der Einrichtung zur Anzeige verpflichtet. Das Gleiche gilt für Geburten in Einrichtungen, die der Unterbringung psychisch Kranker dienen, in Einrichtungen der Träger der Jugendhilfe sowie in Anstalten, in denen eine Freiheitsstrafe, ein Jugendarrest oder eine freiheitsentziehende Maßregel der Besserung und Sicherung vollzogen wird. Die Anzeigeberechtigung der in § 19 genannten Personen und ihre Auskunftspflicht zu Angaben, die der nach Satz 1 oder 2 zur Anzeige Verpflichtete nicht machen kann, bleiben hiervon unberührt.
 Der Beamte muss sich auf irgendeine Weise versichern, dass niemand ein Kind anmeldet, das geklaut wurde oder nicht existiert. Dafür ist er gewohnt, mindestens die Bescheinigung durch eine Hebamme zu erhalten. Im Fall einer Alleingeburt muss man andere Nachweise erbringen und sich mit dem Beamten einigen, was er als Nachweis gelten lässt. Ruft man vor der Geburt an, um Details darüber in Erfahrung zu bringen, passiert es häufig, dass abgewiegelt und behauptet wird,  es ginge ohne eine Bescheinigung von der Hebamme einfach nicht. Ist die Geburt ohne Hebamme aber Tatsache, sieht es anders aus. Da muss der Beamte sich überlegen, was er an alternativen Nachweisen akzeptieren will, um die Geburt einzutragen. Will man diesbezüglichen Stress vermeiden (und hat man eine Hebamme oder einen Arzt, die/der da mit macht), kann man eine selbst formulierte, von Arzt oder Hebamme unterzeichnete Bescheinigung vorlegen. Die wird erfahrungsgemäß ohne Probleme akzeptiert. Im Gegensatz zur offiziellen Anmeldung, die Hausgeburtshebammen nach einer Geburt ausfüllen, spielt es hier keine Rolle, ob die Hebamme bei der Geburt zugegen war oder nicht. Das einzige was es braucht, ist ihre Bereitschaft, ihre Unterschrift unter ein Papier zu setzen. Auch die Unterschrift eines Arztes wird hier akzeptiert. Dafür setzt man ein einfaches Schreiben auf:
Ort, Datum
… (Vorname, Name und Geschlecht des Kindes), Kind der Eltern … (Vorname und Name der Eltern) wurde am … (Geburtsdatum, Uhrzeit) zu Hause in … (Adresse) geboren. 
….
(Unterschrift von Hebamme oder Arzt, am besten mit Stempel und/oder Telefonnummer)
Wenn man möchte, kann man natürlich weitere Details wie Geburtsgewicht und Co. ergänzen. Aber die genannten Angaben sollten mindestens enthalten sein.
Um kein unnötig düsteres Bild zu zeichnen, will ich hinzufügen, dass die Anmeldung einer Alleingeburt meistens reibungslos gelingt. Aber eine gewisse Vorsicht und Weisheit kann vielleicht den einen oder anderen unnötigen Behördenstress vermeiden helfen.
Es bleibt zu wünschen, dass die Geburt in Eigenregie in Zukunft als eine mögliche Form der Geburt mehr Anerkennung und Respekt findet und niemand sich dafür schämen, rechtfertigen oder verdächtigen lassen muss. Schließlich sollen auch alle Frauen, wenn sie möchten und brauchen, die Hilfe bekommen, die sie bekommen sollen – ohne Angst haben zu müssen, dass ihnen selbstverantwortliches Handeln als Vernachlässigung ausgelegt wird.
Lasst mir gern zu diesem Thema eure Erfahrungen da und schreibt in den Kommentaren.
Anmerkung: Ich bin kein Jurist. Ich erhebe keine Anspruch darauf, Begriffe und Sachverhalte im juristischen Sprachgebrauch korrekt zu verwenden. Habe ich Fehler eingebaut? Weist mich gern darauf hin. Wer es ganz genau wissen will, kann  zu diesem Thema einen Experten kontaktieren.

Alleingeburt im Krankenhaus – geht das?

Der Mann war nicht an eine Geburt zu Hause heranzuführen. Was tun? Diese Mama verhandelte erfolgreich mit Hebamme und Ärzten und bekam vor wenigen Tagen ihr fünftes Kind in Eigenregie – im Krankenhaus. 

Mein Mann war aus Angst absolut gegen eine alleinige Hausgeburt, da ich beim dritten Kind starke Nachblutungen mit Not-Op hatte. Also musste Plan B her, da ich unbedingt allein entbinden wollte. Ich habe sehr lange Gespräche geführt mit meiner Hebamme … ihr von meinem Wunsch erzählt, mit verschiedenen Ärzten darüber gesprochen. Und sie waren alle einverstanden. Also stand fest, wir bekommen unser Baby ALLEINE im Krankenhaus. Wo im Falle eines Falles jemand da wäre, um uns zu versorgen.
Also rief ich samstags mein Männe an, er soll bitte vom Schaffen kommen, habe Wehen … (Die hatte ich freitags auch schon, aber samstags wurden sie eklig.) Also sind wir ins Krankenhaus und dort habe ich echt noch ne Weile vor mich hingeweht, glaub 6 Stunden lang. Ich ging derzeit mal in die Badewanne um etwas zu entspannen und dann tat sich was …
Musste allerdings aus der Wanne raus, da mir durch das Wehen verarbeiten/schnaufen so schwindelig wurde und mir das mit dem Wasser dann zuviel wurde. Ich also aus der Wanne raus, wollt mich anziehen … joah, daraus wurde erst mal nix … Blasensprung!
Dann wurd’s richtig hässlich, ich wollt nur noch schreien. Die Wehen waren so heftig, dass ich eigentlich nur noch sterben wollte … Ok gut, kriegste hin, machste einfach. Ich glaub, es vergingen keine 5 „Assi-Wehen“, da setzten schon die Presswehen ein …
Ich mich also irgendwie in den Kreisssaal gehieft und dann stand ich da … vor dem Bett … mit der nächsten Pressattacke. Meine Hebamme hielt sich komplett im Hintergrund, sagte lediglich zu meinem Mann, worauf er achten solle, wenn ich das Kind jetzt im Stehen bekomme. Da ich selbst nicht wusste wie mir geschah, hab ich mich erst mal aufs Bett gesetzt und für mich beschlossen, ich presse nicht meinem Mann das Kind in den Arm, sondern ICH MACH DAS. Die Wehen waren echt fies.
ABER!!! Als es darum ging, das Kind auf die Welt zu holen, habe ich von den Presswehen keinerlei Schmerzempfinden gehabt. NICHTS. Wenn mich heut einer fragt, würde ich behaupten, ich war in Trance. Ich wurde vermutlich mit Endorphinen so überschüttet, dass ich keine Schmerzen mehr hatte. Auf einmal war alles weg. Meine Hebamme schaute sich alles genau an. Sie fand es soo faszinierend, dass sie sogar sagte, man hätte es filmen sollen, wäre gut und interessant für eine Hebammenschule gewesen.
Nu gut, sei jetzt mal so dahin gestellt. ^^ Das Nabelschnurauspulsieren und das Gebären der Plazenta blieb alles mir überlassen. Keiner funkte dazwischen, keiner machte mir Druck. Irgendwann kam mal ne Ärztin und fragt, ob sie irgendwas machen „soll“ (nähen, etc.). NICHTS, ich schickte sie weg und sagte, wir rufen sie bei Bedarf. Ich muss sagen, ich bereue zutiefst, es bei den anderen Kindern nicht auch so gehandhabt zu haben. Die Hebamme hätte nicht mal den Kreisssaal putzen müssen, so „ordentlich“ war ich.  Mein Mann war übrigens sprachlos, überwältigt und fand die Reise unserer Geburt auch so toll, dass er immer noch Tränen bekommt.
Abends bekam ich dann eine Nachricht, wie stolz meine Hebi auf mich sei, und mit welchem Stolz sie jedem erzählt, dass ich ihre erste Frau bin, seit 35 Jahren Hebamme, die allein entbunden hat und sie es so toll fand, dass sie beim Erzählen Gänsehaut bekommt.  Ich und mein Mann sind überglücklich uns dafür entschieden zu haben. Auch wenn ich lieber daheim gewesen wäre. Aber diese Erfahrung wird uns ein Leben lang begleiten.

Eine Zwillingsalleingeburt

Ihr Lieben! Ich habe die Ehre, eine Zwillingsgeburt in Eigenregie mit euch zu teilen. Es ist die vierte Geburt dieser Mama, bei der sie bewusst und gut informiert ihre Zwillinge zu Hause im Pool geboren hat. Einfach Frauenpower pur! 😀

Drei Dinge vorweg, die mich sehr geprägt haben und somit großen Einfluss auf die Geburtsentscheidung hatten:

Meine Mutter wollte mich als Hausgeburt zur Welt bringen (sie kannte von ihrer Mutter nichts anderes). Mein Vater hatte große Angst vor Komplikationen, also ließ sich meine Mutter von ihm ins Krankenhaus bringen. Dort kam ich als unkomplizierte Spontangeburt (zwar mit unnötigem Dammschnitt) in den frühen Morgenstunden zur Welt. Ich wurde abgenabelt, meiner Mutter kurz gezeigt und weg war ich. Erst abends als meine Mutter Fieber und eine Brustentzündung bekommen hatte (am 1. Tag!) hat man mich wieder zurückgebracht. Das war unser Bonding. Und ja, wie wichtig das Bonding ist merkt man erst wenn man keines hatte …

Ich wurde als Kind missbraucht. Lange Zeit habe ich dieses Ereignis verdrängt, bis es sich gewaltsam an die Oberfläche meines Bewusstseins gekämpft hat. Es folgten alle möglichen Arten von Therapien – mittlerweile bin ich mit dem Ereignis an sich im Reinen (glaub ich halt, aber das Unterbewusste ist schlau! ;-)), lediglich in gewissen Situationen (z.B. gyn. Untersuchung) kommt Panik auf. Mittlerweile bin ich alt genug, um mich und meinen Körper nicht mehr zu belügen („Es ist alles in Ordnung … alles ist gut …“ während der Untersuchung), ich lasse mich einfach nicht untersuchen – wozu auch? Ohne Beschwerden gehe ich nicht zum Frauenarzt. Nur in den Schwangerschaften holt mich das Thema regelmäßig ein (Mutter-Kind-Pass-Untersuchung und Bezug von Kinderbetreuungsgeld sind in Österreich gekoppelt und noch kann ich es mir nicht leisten darauf zu verzichten), allerdings bin ich seit der zweiten Schwangerschaft auf sehr verständnisvolle Ärzte getroffen, die mich so weit in Ruhe ließen. Noch eine Sache ist mir geblieben: eine extreme Schreckhaftigkeit (die Tür geht auf, mein Partner oder sonst wer Vertrauter kommt rein, ich sehe ihn und krieg fast einen Herzinfarkt …)

Ich bin eine HSP, eine hochsensible Person. Dass ich „anders“ bin (kompliziert, mimosenhaft, dünnhäutig … waren gebräuchliche Ausdrücke in meiner Kindheit und Jugend), weiß ich schon lange. Dass es dafür sogar eine eigene Bezeichnung gibt habe ich erst in dieser Schwangerschaft entdeckt. Wie als HSP im Krankenhaus gebären? Wie mich öffnen?

Im Dezember war ich zur ersten MuKi-Untersuchung bei meiner Frauenärztin. Im Ultraschall war allen sofort klar, dass es Zwillinge sind. Meine Ärztin murmelte noch etwas von, dass das oft bei Vierzigjährigen passiert und dann fing das Dilemma an: „Wir müssen schauen, dass wir bis in die 32. Woche kommen! Sie müssen ab der 15. Woche Utrogestan einführen! Machen sie sich keine Sorgen was da im Beipacktext steht, sie nehmen es ja nicht oral ein …“ Wie bitte? Gerade eben habe ich erfahren, dass ich mit Zwillingen schwanger bin und schon muss ich mir Sorgen um eine Frühgeburt machen???

Um die Welt wieder ins Lot zu bringen, traf ich mich mit einer Hebamme, wechselte den Frauenarzt und recherchierte im Internet. Dort fand ich Interessantes: fast 50% der Zwillingsgeburten kommen zw. der 38. und 41. SSW! Beinahe wieder die Hälfte kommen zwischen der 32. und 37. SSW (wie unfair: in einem Zeitraum von 3 Wochen kommt die eine Hälfte und in einem Zeitraum von 6 Wochen die andere) und ein kleiner Prozentsatz vor der 32. SSW. Aha, also alles nicht so dramatisch. Der ET ist der 21.6.2017, an den halte ich mich!

So, nächste Frage: wo gebären? In Österreich sind Zwillings-Hausgeburten nicht zulässig, das heißt nach drei Hausgeburten muss ich nun ins Krankenhaus! Die nächste Hiobsbotschaft: Dort „darf“ ich aber nur vaginal entbinden, wenn beide Babys in Schädellage sind! Auch wenn sich nach der Geburt des ersten Babys das zweite in eine Beckenendlage begibt wird ein Kaiserschnitt gemacht! Das nächste Krankenhaus, das Beckenendlagen entbinden kann ist ein Privates, zwei Stunden entfernt und man muss sich beim zuständigen Arzt dafür bewerben(!). Ok, über die Grenze gäbe es noch ein KH, das BEL entbinden kann. Sectioraten unter 10%, wenig Dammschnitte (ich glaub 1-2%), schon mal nicht schlecht … bleibt nur die Frage, WIE ich dort mit meiner Vorgeschichte gebären soll …

Nachdem ich auch keine Hebamme finden konnte, die mich ins KH begleiten wollte, fiel im Feber die Entscheidung zur Alleingeburt. Ich recherchierte im Internet und las jede Menge Bücher zum Thema (Schmid, Rockenschaub, Gaskin, Schenk, Odent). Ich wurde immer sicherer in meiner Entscheidung. Immer wieder fragte ich bei meinem Partner nach, ob wir „eh noch auf Kurs sind“, ob er irgendwelche Ängste hat. „Was ist wenn was passiert?“ kam ganz oft. Aber nachdem ich auf jede Eventualität eine Antwort hatte, wurde auch mein Partner ruhiger. Immer wieder fokussierte ich den 21. Juni – Sommersonnenwende. Jeder Zweifler und Frühgeburtsbefürchter, der meinen Weg kreuzte, wurde gnadenlos mit einem „Die Babys kommen am 21. Juni – ich gehe über die volle Distanz!“ zum Schweigen gebracht. Ich freute mich an meiner Schwangerschaft und genoss die Bewegungen der Kinder. Über meine Alleingeburtspläne hüllte ich mich in Schweigen (Alleingeburten sind in Österreich nicht zulässig und ich wollte mich nicht den Ängsten anderer aussetzen). Nur mein Partner und zwei ausgewählte Freundinnen waren eingeweiht. Nach und nach tat es mir immer mehr weh, andere Freundinnen zu belügen. Kurz vor der Geburt wussten dann auch die Kinder Bescheid, die Kleinen zwei sollten schließlich keine Angst haben falls ich laut werden sollte.

Laut österreichischem Gesetz muss frau, sofern sie zur Geburt keine Hebamme beiziehen kann, ehestmöglich eine Hebamme für das Wochenbett hinzuziehen. Die Hebammensuche für das Wochenbett gestaltete sich ausgesprochen schwierig: in Karenz, zu einer weiter entfernten Hausgeburt gebucht, keine Kapazitäten, zwei Monate Pause… Endlich wurde ich fündig und wir vereinbarten ein Treffen. Dort ging es um alle möglichen Eventualitäten. Am nächsten Tag wollte sie mich anrufen um mir mitzuteilen ob sie mich „nehmen würde“. Sie wollten einen speziellen Kinderarzt, einen direkten Coombstest und einen Organ-Ultraschall. Ich sagte „Nein“ und stand wieder ohne Hebamme da. So ähnlich gestaltete sich auch der Kontakt mit der nächsten Hebamme. Dazu kamen zwei absolut inkompetente Kommentare von Seiten der Hebamme („Die beckenbodenschonendste Gebärhaltung ist im Liegen“, „Stützstrümpfe sollen auch in der Nacht getragen werden“). Ich ärgerte mich darüber, dass ich mit ihr zwei Behandlungsverträge abschließen sollte und dass diese Hebamme auch noch privat zu zahlen wäre. Wieder sagte ich ab und stand 6 Wochen vor der Geburt „alleine“ da. Schlussendlich fand ich eine Hebamme mit 30 Jahren Berufserfahrung und Anstellung in einem Krankenhaus, die mich ohne ein Treffen im Vorfeld, ohne viele Worte, ohne Auflagen, ohne irgendwas einfach „nahm“. Alles erledigt, endlich Ruhe.

Am 9. Juni war Vollmond, ein starker Vollmond. Ich glaube, das war der Zeitpunkt an dem die Geburt startete. Von da an hatte ich immer wieder mal Wehen, das Ilio-Sacralgelenk lockerte sich so sehr, dass ich es beim Gehen merkte, die Babys drückten auf den Ischias … alles in allem immer wieder etwas aber nichts dramatisches.

Am 14. Juni um 3:40 Uhr werde ich von Wehen geweckt. Hm, sind das Wehen? Ich schlafe wieder ein. Geburtswehen? Weiterschlafen. Geht es los? Ich stehe auf. Wie schon bei der Geburt unseres dritten Kindes lese ich im Internet nach wie denn nun Geburtswehen sind. Aha, lang und regelmäßig. Könnte sein oder aber auch nicht. Ich ärgere mich noch etwas darüber, dass ich bis zum Aufwachen der Kinder nur mehr so wenig Zeit habe, ich wollte doch alleine sein in der Eröffnungsphase. Immer wieder muss ich aufs WC, Durchfall. Irgendwann akzeptiere ich jedoch die Umstände und beginne den Geburtspool aufzublasen und die ganzen Utensilien (Handtücher, ein „Trockenplatz“, Geburtskerze, Öl …) bereitzulegen. Dabei singe ich bei den Wehen mit („Angel of Hope“). H. kommt herein, was ich da mache. „Ich glaube es geht los“. Er hilft mir. Wir brauchen ewig. Irgendwas klappt beim Poolaufblasen nicht so wie es soll und im Boiler ist nur 40° warmes Wasser. Wir wärmen das Wasser mit dem Wasserkocher und dem Herd. Endlich passt die Temperatur. Ich gehe rein „Aaaah, fein“. H frühstückt mit den Kindern. Immer wieder pendele ich zwischen WC und warmem Wasser. Manchmal ist mir etwas schlecht. Übergangsphase? Schon? Kann nicht sein. Alles irgendwie so unspektakulär. Ich bin doch grad erst in den Pool. Immer wieder auch mal eine Wehenpause. Dann wieder eine einzelne Wehe. Irgendwie weiß ich nicht, wie weit ich schon bin. Beim nächsten Klo-Gang taste ich meinen Muttermund. He, da ist ja schon der Kopf mit der Fruchtblase! Wie samtig-weich sich das anfühlt! Trotzdem mache ich weiter mit WC, Pool, Singen, „JAAAAA!“-Rufen, „Ich bin unendlich weit“-Denken. Irgendwie ist alles so ohne großen Aufwand. Bin felsenfest davon überzeugt noch in der Eröffnungsphase zu sein.

So jetzt reicht’s, ich taste noch einmal den Muttermund. Der Kopf ist schon wieder weiter, Muttermund kann ich keinen mehr spüren (wie denn auch :-)). Ob ich mal mitschiebe? Beherzt drücke ich an und es ist einfach nur genial. Jaaaa, mehr, ich will mehr!!!! Pure Lust. Ich genieße es, gebe mich dem Moment voll und ganz hin. Das Mitschieben geht leicht, ein kurzer Plopp und der Kopf ist da. Ich spüre noch immer keine Presswehen also mache ich weiter. Jaaa, noch meeeehr, meeeehr, ich will mehr davon…

Plötzlich ist das Baby da! Ich fange es und drehe es zu mir. Es schlägt die Augen auf und betrachtet mich durch das Wasser. Langsam hebe ich es hoch. H. kommt herein. Das Baby beginnt zu Schreien, gepresst, das ist gut. ich habe es an meinem Oberkörper und wiege es leicht. Es ist schön rosa. H holt die Jungs und bringt ein Handtuch für das Baby. „Ma, die Uhrzeit!“. H revidiert auf 8:50 Uhr.

Das Zweite will raus, ich spüre es deutlich. Jetzt schon? „Was ist es?“ will H wissen. Ich kann nicht nachschauen, das Baby weint, ich möchte es beruhigen, das Zweite will raus, aber ich will mit dem Ersten noch kuscheln, aber das Zweite kann nicht warten, keine Ahnung ob sich seine Plazenta schon löst, die Nabelschnur vom ersten ist nicht lang genug, dass H es außerhalb des Pools halten kann … Ok, dann halt keine Lotusgeburt, ich nable erst mal ab. Während H die Schere holt, schaue ich nach. „Ein Mädchen!“ „Was, echt?“. H kann sein Glück nach drei Jungs nicht fassen. Ich schneide die Nabelschnur durch, es kommt etwas Blut. Mist, ich hätte abbinden sollen. Ich wickle sie in ein trockenes Handtuch und reiche sie H.

Ich drehe mich zur Poolwand und schiebe mal darauf los. Das erste Schieben ist anstrengend und dann kommt sie wieder, diese riesengroße Lust. JAAAAAA, meeehr, noch mehr …! Ein größeres, gleitendes „Plopp“ und der Körper ist geboren. Oh, also wirklich eine Steißlage, ich habe richtig getastet. Und noch in der Fruchtblase! Da der Körper bis zum Hals geboren ist, packe ich das Bündel und schiebe noch mal an. „Flupp“, der Kopf ist da. Ich stecke meine Hände durch einen länglichen Riss in die Fruchtblase und wickle das Kind heraus. Das Poolwasser färbt sich rot. Ich hebe das Baby hoch. Es hat Blut am Kopf. Es streckt seine Arme aus und schaut. Ich nehme es zu mir, es schluckt. Es schaut und schluckt, wird bläulich. H wird nervös. Ich reibe dem Kind den Rücken, taste die Nabelschnur, pulsiert sie? Ich sauge es ab, komme aber nicht richtig dazu. Endlich ein kleiner, blubbernder Schrei, wenig, aber es reicht. Ok, passt, alles gut. „Die Uhrzeit!“. H hat sie notiert. Einer der Jungs bringt mir ein Handtuch. „Noch ein Mädchen! H, du hast ZWEI Mädchen gezeugt!!!“ Freude. Ich begebe mich auf meinen Trockenplatz. H bringt mir unsere erstgeborene Tochter, sie saugt bereits an ihrer Faust. Ich lege sie an und beschere mir damit heftigste Nachwehen. Die Zweitgeborene ist mit Atmen beschäftigt. Die Nachwehen sind stark und schmerzhaft, ich lehne meinen Kopf auf die Armlehne der Couch und stöhne. Gottseidank- kurze Pause. Oh nein, nicht schon wieder! Ich versuche herauszufinden, ob ich stark blute, kann mich mit den Mädchen im Arm aber nicht wirklich bewegen. Und diese Nachwehen … ich vergehe fast vor Schmerz.

Nach einer gefühlten Ewigkeit ist unsere erste Tochter eingeschlafen. Ich reiche sie H. Mit der zweiten Tochter trinkend am Arm begebe ich mich auf die Decke vor dem Pool. Ich drücke an, bei den Schmerzen muss die Plazenta doch schon gelöst sein. Nichts passiert. Ich versuche zu tasten, keine Chance, zwei Nabelschnüre und die Fruchtblase hängen aus mir heraus. Nach mehreren Pressversuchen lese ich nach. Aha, wenn die Plazenta nicht kommen will, kann man vorsichtig an der Nabelschnur ziehen, bei Schmerzen sofort aufhören. Ok, ich ziehe mal … und wirklich, die erste Plazenta fällt aus mir heraus. Sie ist groß und hat auf der einen Seite ein ziemlich großes, flaches Blutkoagel. Aha, das war die Loslösungsblutung. Für die zweite Plazenta ziehe ich an Nabelschnur und Fruchtblase gemeinsam. Keine Schmerzen, ein „Flopp“ und die zweite Plazenta ist geboren. Ich lasse unsere zweitgeborene Tochter fertig trinken und wickle ihre Plazenta für die Lotusgeburt in ein Handtuch. Nachdem ich mich mit einer Einlage versorgt habe, ziehen wir um ins Bett im ersten Stock. Ich gehe etwas unsicher, irgendwie ist alles locker und schwabbelig.

Zu Mittag rufe ich die Hebamme für das Wochenbett an. Ich erreiche sie nicht, schreibe ihr eine Nachricht, dass die Babys da sind und wir es nicht mehr ins Krankenhaus geschafft haben. Abends ruft sie zurück und erklärt, dass ich jetzt die Rettung rufen muss und mich mit den Kindern ins Krankenhaus begeben muss. „Sicher nicht!“ Na ja, ich sei ja eigenverantwortlich. Sie kommt am nächsten Tag in der Früh. Sie begrüßt mich mit den Worten „Also, offiziell darf ich das ja nicht gut heißen, aber Hut ab, wie gut sie das gemacht haben!“. Die Kleinen werden gewogen und vermessen: Beide je 3000 g schwer und 50 cm lang. Ich bin stolz auf meinen Körper, auf diese Meisterleistung. Da die Hebamme bei der Geburt nicht anwesend war, möchte sie auch keine Geburtsanzeige für das Standesamt ausstellen. Sie schreibt einen formlosen Zettel mit allen Daten und ihrem Stempel darauf. Wir verabreden uns auf einen weiteren Hausbesuch in 5 Tagen. In der Zwischenzeit hat sie mit dem für ihr Krankenhaus zuständigen Standesamt Kontakt aufgenommen und der Standesbeamte meint, sie solle doch die Anzeige machen, sie wäre ja als Erste da gewesen. Vielen, vielen Dank! Ich juble, auch dieser Teil gut gelöst! Jetzt sind wir also zu siebt!

Lieber H, danke, dass du mich in meinen Plänen so unterstützt hast, dass du mich gelassen hast wie ich wollte, ohne große Diskussion. Und danke, dass du alles wieder abgebaut hast, ich weiß, wie schwer es dir gefallen ist. In Liebe S

 

Leben ohne Schule – Wie wir lernen

Heute mal ein Beitrag nicht zum Thema Geburt. Aber da es einige interessiert, erzähle ich euch mal, wie unsere Kinder ohne Schule leben und doch was lernen. 😉

Die meisten Dinge lernen sie eigentlich aus dem Alltag mit uns. Kochen, Einkaufen, Nähen, Wäsche waschen, im Garten arbeiten …

Daran knüpfen sich automatisch typische Schulfächer: Einkaufslisten müssen geschrieben werden, Zutaten abgewogen, Pflanztiefen gemessen und Wechselgeld nachgezählt werden.

Vormittags haben wir meist eine Zeit, wo außerdem das schulisch geübt wird, was sich nicht so ganz von allein ergibt. Momentan ist das zum Beispiel die Schreibschrift. Mir ist es persönlich wichtig, dass die Kinder eine Schreibschrift lernen. Das Lesenlernen bringen sich manche Kinder selbst bei, manche wollen dabei aber gern begleitet werden. Das ist also auch etwas, das ggf. vormittags geübt wird. Genauso wie Englisch.  Wobei sich das auch gut über Filme und Besucher aus dem Ausland lernt. Dank Besuchern über workaway.info kann unsere Große schon ziemlich gut Englisch. Mit dem Französischen ist es für uns nicht so einfach, obwohl wir in Frankreich sind, da hier eben fast überall auch elsässisch (ein deutscher Dialekt) gesprochen wird. Da haben wir jetzt aber eine Lehrerin gefunden, die ins Haus kommen wird. Eine ganz Klassische, aber ich bin offen und gespannt, wie die Kinder das aufnehmen.

Das, was wir Schulisches machen, ist in jedem Fall auf den Vormittag beschränkt und der Nachmittag ist frei und entspannt.

Die beiden Großen lernen außerdem ein Musikinstrument – hier vor Ort an der Musikschule.

Welche Materialien nutzen wir? Unser Schulschrank quillt über und unsere Bücherkisten auch.

Eigentlich macht die Arbeit mit diesen Büchern nur ein Bruchteil des Lebens ohne Schule aus. Aber weil die meisten durch die Schule so geprägt wurden, hält man diesen Teil für besonders wichtig und entsprechend gibt es dazu häufig Fragen. Deshalb  im Folgenden die klassischen Schulmaterialien, die wir gern nutzen:

Zum Lesenlernen die Fibel von Mildenberger: Das Buch verwendet das Prinzip Lesenlernen nach Silben, was mir gut gefällt und das Lernen leicht macht.

Zum Erlernen einer Schreibschrift nutzen wir einen Schreibschriftlehrgang ebenfalls von Mildenberger: Zum Schreibenüben der besten Lehrgang den ich finden konnte. Auch wenn wir die Silben nicht mit blau und rot im Wechsel schreiben. Das haben unsere Kinder – jedenfalls die, die damit schon schreiben gelernt haben – nicht gebraucht. Aber trotzdem gefallen mir das Gesamtkonzept und die Illustrationen besser als die von vielen anderen Hefte, die ich mir angeschaut habe.

Besonders beliebt sind außerdem die Hefte der Stars-Reihe: Hier darf sich das Kind für die Bearbeitung von (meist) zwei Seiten einen Stern einkleben.

Und Alfons Lernwelt, ein Computerlernprogramm, mit dem auch unsere Fünfjährige schon begeistert arbeitet: Alfons, der kleine Geist, kommentiert geistreich und witzig und begleitet durch die Übungen. Man verdient sich mit dem Durcharbeiten der Übungen Heller, die man einsetzen kann, um sich ein Zimmer einzurichten oder andere spaßige Dinge zu machen.

Die Welt mit ihren Themen darf bei uns zu Hause auch nicht fehlen.

Diese Karte von www.weltkarten.de durfte ich für euch testen. Sie ist auf Leinwand, aber es gibt sie auch auf Holz, Alu und natürlich Papier. Ich mag die unaufdringlichen Farben dieser Version. Die Aufhängelösung ist erfreulich einfach gestaltet. Ein bisschen schade ist, dass die Schrift bei kleinen Städtebezeichnungen nicht mehr lesbar ist und sich manchmal farblich auch kaum vom jeweiligen Hintergrund abhebt. Da muss man ziemlich nah herangehen. Schade ist auch, dass die größeren Versionen gleich so viel teurer sind. Unsere ist die 100×50 cm Variante. Aber auf jeden Fall sehr dekorativ und ein schönes Accessoire für das Lernen zu Hause.

Was ist nun das schönste am Lernen ohne Schule?

man darf ausschlafen

man kann sich seinen Tag frei einteilen

nachmittags warten keine Hausaufgaben

und es gibt kein Mobbing und kein Ärger mit Lehrern.

Was sind die Nachteile?

In unserem Fall, dass die Kinder nicht automatisch französisch lernen, wie das der Fall wäre, wenn sie hier in die Schule gingen.

Freunde findet man nicht auf dem klassischen Weg, aber dafür gibt es zum Glück Nachbarn, Vereine und Schulfreitreffen.

Interessiert am freien Lernen? Lust, etwas für die Bildungsfreiheit in Deutschland zu bewegen? Werde doch Mitglied der Schulfrei-Bewegung

Mein Weg zu Freiheit und Selbstbestimmung – Ein Erfahrungsbericht

Ihr Lieben, der folgende Bericht stammt aus einer Email, die diese Mutter an mich geschrieben hat. Ich fand ihre Geschichte so inspirierend und kraftvoll, dass ich sie gefragt habe, ob ich sie mit euch teilen darf. Sie schildert darin die Geburten ihrer drei Kinder und ihren Weg von der Fremdbestimmung zur Selbstbestimmung. 

In meiner dritten Schwangerschaft habe ich erstmalig von Alleingeburt, einer schönen Geburt, Geburt ohne Ärzte, Hypnobirthing und ähnlichem gehört. Nachdem ich zwei Schwangerschaften und Geburten erlebt habe, die ich so überhaupt gar nicht wollte, habe ich alles verschlungen was mit dem Thema zu tun hatte. Schon in meiner ersten Schwangerschaft war ich sehr unglücklich. Diese vielen Untersuchungen, dieser Druck, jedesmal wurde etwas Neues festgestellt. Ich musste jede Woche zum Ultraschall kommen. Weil ich natürlich risikoschwanger war. Mein Kind war viel zu klein. Mein Kind hatte dies. Mein Kind hatte das. In der 29. Schwangerschaftswoche habe ich dann Wehen bekommen und habe das Krankenhaus erst nach der Geburt bei 34+0 wieder verlassen. Für mich eine fast traumatische Erfahrung. Ich wurde angeschrien, gezwungen mich auf den Rücken zu legen obwohl ich mehrfach sagte, dass ich mich auf der Seite viel wohler fühle und meine Schmerzen viel erträglicher wären. Dies wurde aber ignoriert. Ich wurde festgehalten, wenn ich mich bewegen wollte. Mir wurde ein Katheter gelegt, damit mein Baby mehr Platz hat und schneller raus kommt, obwohl ich dies verneinte. Meiner Tochter musste noch in meinem Unterleib Blut aus dem Kopf abgenommen werden. Ich wurde angeschrien, dass mein Baby jetzt stirbt, und schon pressten zwei Ärzte mit vollem Körpergewicht auf meinen Bauch um mein Baby zu gebären. Mein Muttermund riss sogar dabei ein. Über die weiteren Geburtsverletzungen an Damm, Schamlippen und von innen in der Scheide muss ich vermutlich nichts erzählen. Meine Tochter wurde mir sofort weggenommen und lag zwei Wochen lang auf der Intensivstation.
Damals dachte ich, das war alles so richtig.
Dann wurde ich zum zweiten Mal schwanger. Ich ging (natürlich wie jeder) zum Frauenarzt. Musste ganz schnell alle 2 Wochen kommen, da meine erste Schwangerschaft ja so risikobehaftet war und dies auf jeden Fall wieder so sein würde. Mein Baby würde auf jeden Fall wieder ein Frühchen. Ich würde wieder monatelang im Krankenhaus liegen. Für mich völlig unverständlich. Wieso sollte alles genau so werden? Aber ich glaubte den Ärzten und ging brav zu jeder Untersuchung. Eines Tages sagte meine Frauenärztin, dass mein Sohn vermutlich das Down Syndrom hat. Ich sollte dorthin und dies untersuchen und und und. Aber ich weigerte mich. Für mich hätte es keinen Unterschied gemacht. Ich hätte mein Kind niemals abgetrieben. So ging ich zu einem anderen Arzt und vereinbarte einen 3D Ultraschall. Ich dachte, so könnten wir uns unseren Sohn noch mal genau anschauen, schauen ob die Finger wirklich so kurz sind, wie die Ärztin sagte und die vielen anderen Dinge, die auf ein Down Syndrom hinweisen. Der Arzt machte den Ultraschall und sagte, dass unser Sohn in seinen Augen völlig gesund aussieht. Da war ich zum ersten mal so sauer, wie ich noch nie war. All die Sorgen waren völlig unbegründet. Vorher war es für mich immer völlig normal, dass Ärzte recht haben. Dass alles so sein muss. Schließlich sagt einem jeder, wie gefährlich alles ist. Die Untersuchungen, die dann bis zur Geburt folgten, waren für mich nur noch eine Pflichtveranstaltung. Alles was sie sagte und maß war für mich nur noch Schwachsinn. Ich fand es nur noch schön, meine kleine Maus live zu sehen, wie er an seinen Fingern nuckelt und gähnt.
Ich schrieb einen Brief. Einen Brief an meine Hebamme im Krankenhaus. (Ja, da war es für mich leider immer noch normal, wieder ins Krankenhaus zu gehen.) In dem Brief stand alles, was während der ersten Geburt passiert war. Alles wovor ich panische Angst hatte. Und alles was ich mir wünschte. (z.B. keine Medikamente. Keine äußeren Einwirkungen. Keine Dauerüberwachung. Freie Wahl der Geburtsposition.) Alles was völlig normal sein sollte, schrieb ich auf und gab es der Hebamme die mich bei der Geburt betreute. Wir gingen spät abends los, als ich anfing zu bluten. (Heute weiß ich, dass ich noch nicht hätte hin gehen müssen.) Im Krankenhaus angekommen fand die Hebamme meinen Brief ganz toll und wollte versuchen, sich an alles zu halten (wenn denn alles normal verläuft). Vermutlich war es nur dieser eine Satz und ich hatte keine einzige Wehe mehr. Wäre mein Muttermund nicht schon 4 cm offen gewesen, hätte ich nach Hause gehen können. Aber so durfte ich nicht. So lag ich dort die ganze Nacht. Immer wieder wurde ich gefragt, ob sie nicht was machen sollten. Einleiten. Medikamente. Einen Einlauf. Ich war aber schon immer gegen Medikamente und wollte einfach nur meine Ruhe haben. Am nächsten Tag wurde mittags (mal wieder) untersucht. Bei der Untersuchung platzte Gott sei Dank einfach so ohne Wehen meine Fruchtblase und mein Sohn schnappte sich seinen Schlitten und rodelte innerhalb von 50 Minuten in die Freiheit. 🙂 Ich hatte eine Wehe nach der anderen und war soooo glücklich. Ich durfte mich nämlich hinlegen wie ich das wollte und hatte dadurch kaum Schmerzen. (Achso, übrigens keine vorzeitigen Wehen. Geburt bei 37+2 SSW.)
Nun kommen wir zum dritten Kind. Da ja beim zweiten alles so viel schöner verlief, ging ich wie gewohnt zum Frauenarzt. Genervt ging ich zum Frauenarzt. Lustlos. Ich erfuhr im Laufe der Schwangerschaft von dir und kaufte mir sofort dein Buch. Das war das beste was ich hätte machen können. Ich wünschte, ich hätte es schon 2008 lesen können. Nachdem meine Frauenärztin meinte, meine Tochter würde nicht mehr wachsen und sie würde mir raten, sofort ins Krankenhaus zu fahren um einleiten zu lassen (noch weit entfernt vom Geburtstermin), dachte ich, ich falle vom Glauben ab. Mein Bauch wuchs und wuchs. Mein Gewicht stieg und stieg, ohne das ich dicker wurde (außer der Bauch) und die Tritte meiner Tochter wurden von Woche zu Woche immer stärker und heftiger. Ich suchte mir auf der Stelle eine Hebamme und bat sie mich zu betreuen. Aber ohne Untersuchungen. Ich wollte, dass sie sich mit mir trifft, sich mit mir unterhält. Wir zwischendurch mal nach meinem Urin schauen und ich ansonsten einfach nur meine Ruhe habe. Gesagt, getan. Leider durfte sie mich nicht bei einer Hausgeburt betreuen. (Du kennst das ja. Ein Frühchen. Der Frauenarzt schreibt dramatische Dinge und schwupps darf man gar nichts mehr.)
Ich kann dir gar nicht sagen, wie glücklich ich war. Ich war so frei. Mir ging es so gut. Ich hatte keinen Druck mehr nach unten (in den anderen Schwangerschaften immer mit offenem Muttermund). Ich ging spazieren, zupfte Unkraut, räumte den Garten auf, putze jeden Tag das ganze Haus. (All das wurde mir in den anderen Schwangerschaften verboten. Ich durfte nur liegen. Weil die Gefahr einer Frühgeburt viiiel zu gross war.)
Ich sagte meiner Hebamme, dass ich bis 40+0 schwanger sein werde. Und sie lachte herzlich und meinte, ich solle von meinem Körper nicht zu viel verlangen. Ich wüsste ja, was alles passieren kann. Gegen Ende der Schwangerschaft drängte sie mich ein wenig dazu, noch ein einziges Mal zum Frauenarzt zu gehen. Sie sagte, sie müsse sich absichern. Versicherungen und und und würden ihr sonst Probleme machen. Da ich nicht wollte, dass sie Ärger bekommen kann, ging ich widerwillig zum Arzt. Ich wollte es allen beweisen. Meiner Ärztin, meiner Hebamme. Allen wollte ich beweisen, dass mir meine eigenen Gefühle genau den richtigen Weg zeigen. Im Ultraschall wurde dann festgestellt, dass mein Baby perfekt entwickelt ist und alles gesund und munter ist. Ich war richtig zufrieden mit mir selbst. Ich war richtig zufrieden, dass ich innerlich einen kleinen Stinkefinger zeigen konnte, da ich recht hatte und die Ärzte nicht.
Bei 40+0 platzte Zuhause die Fruchtblase. Ich ging in die Badewanne und blieb dort so lange, bis ich wusste, jetzt kommt sie gleich. (Mein Mann ist weiterhin ein Schisser und wir hatten das Abkommen, dass ich mit ihm ins Krankenhaus fahre, wenn ich denke, dass es Zeit wird.) Auf dem Weg ins Krankenhaus hörten die Wehen fast auf. Im Krankenhaus angekommen, zog ich mich auf der Stelle aus und stieg aufs Bett und begab mich sofort in Geburtsposition. Zig Hebammen und Ärzte (ich glaube fünf oder sechs Leute standen da rum als wäre ich eine Schwerverletzte in Lebensgefahr) kamen angerannt mit Geräten und Nadeln und irgendwelchen Schlüpfern und und und. Ich wurde ziemlich schroff und ich glaube auch sehr zickig und fauchte, dass mich niemand anfassen soll und das Baby jetzt kommt. Die Ärztin beharrte darauf, dass sie unbedingt fühlen muss, ob ich vollständig eröffnet bin. Ich glaube, ich habe noch nie so wütend geguckt und meinte zu ihr, dass man die Haare ja wohl schon sehen kann. Sie untersuchte trotzdem und stellte völlig erstaunt fest, dass da ja ein Kopf raus kommt. Ich verdrehte die Augen und fing an zu pressen. Zwei Minuten später war meine Tochter geboren. Völlig gesund und munter. Nach der Geburt fing ich an zu erzählen, dass hier nichts gemacht wird. Dass die Nabelschnur so lange dran bleibt bis sie nicht mehr pulsiert, das keine Medikamente gegeben werden oder unnötige Untersuchungen. Die Ärztin war total genervt von mir. *hahahaha* Aber das war mir scheißegal. Als die Plazenta geboren war, bin ich mit meinem Mann direkt nach Hause gefahren. Völliger Schwachsinn für sowas ins Krankenhaus gefahren zu sein. Aber mein Mann war beruhigt.
Jetzt bin ich mit meinem vierten Kind schwanger. Derzeit in der 11. SSW. Ich war einmal beim Arzt um zu schauen, ob das Herz schlägt und dass es am richtigen Platz sitzt, da ich so starke Unterleibschmerzen hatte (Eileiterschwangerschaft). Mein Mann fragte schon, wann ich denn den nächsten Termin habe. Daraufhin antwortete ich: „Wenn ich glaube, medizinische Hilfe zu benötigen.“ Derzeit wüsste ich nicht, wozu mich jemand untersuchen sollte. Die Übelkeit nimmt langsam etwas ab. Ich habe keine Schmerzen, keine Blutungen oder sonst was. Mein Bauch wächst bereits. Ich bin einfach nur glücklich. Ich werde dein Buch wieder lesen. Auch wenn ich es auswendig kann *hahahaha* Und diesmal möchte ich Zuhause bleiben und mir von niemandem mehr reinreden lassen. Auch von meinem ängstlichen Mann nicht. Meine beiden Grossen haben gefragt, warum sie bei der Kleinen nicht dabei sein konnten. Warum wir weggefahren sind. Diesmal möchten sie unbedingt helfen. 🙂

Aus Paraguay: Alleingeburt beim ersten Kind

Ihr Lieben, wir Frauen sind zum Gebären gemacht. Aber in unserer heutigen Zeit verlangt es Mut, eine Geburt in die eigenen Hände zu nehmen. Trotzdem wagen es immer mehr – auch beim ersten Kind. Der folgende Bericht stammt von einem Paar, das nach Paraguay ausgewandert ist. 

Der 05.12.2016 begann wie ein ganz normaler Tag für mich hier in Paraguay. Um unsere Vorräte an Lebensmitteln auszufüllen, fuhren wir in die Stadt. Dafür mussten wir 20 km Sandweg fahren. Da mich am Ende der Schwangerschaft die Stöße dieser Strecke immer ein leichten Druck nach unten verspüren ließen, nahm ich mein großes, gepolstertes Kissen mit. So verging der Vormittag und der Mittag mit einem Großeinkauf und zurück am Haus angekommen wollte ich mich einfach nur noch hinlegen, weil ich sehr müde war. Mein Mann fuhr zur Baustelle und ich schlief bis ca. 16 Uhr, bis mich leichte Wehen weckten. Ich habe diese nicht weiter ernst genommen, da ich nun bei 39+5 war, kannte ich es schon, dass ich hin und wieder Wehen hatte. Ich versuchte wieder einzuschlafen, was mir nicht wirklich gelang. So schrieb ich meinem Ehemann eine SMS, das ich doch jetzt schon regelmäßige Wehen hätte, er sich aber keine Sorge machen solle, da das nicht heißen müsse, dass es jetzt los gehe. Anscheinend hat er allerdings gespürt, dass es jetzt wohl ernst wird, so stand er 15 Minuten später bei mir im Zimmer. Ich erklärte ihm, das die Wehen immer noch da sind und das ich jetzt eine heiße Dusche nehme um zu testen, ob die Wehen dann verschwinden oder gar stärker werden. Bei dem Gang auf die Toilette zuvor merkte ich, dass mein Schleimpfropf sich gelöst hatte. Ich war mir allerdings noch immer nicht sicher, ob es jetzt richtig losgeht. In der Dusche wollte ich nach meinem Muttermund tasten. Dies gelang mir allerdings nicht wirklich, ich stellte nur fest, dass der Muttermundhals verkürzt war.

Da meine Wehen langsam stärker zu werden schienen, bat ich meinem Partner, er möge doch bitte den Geburtspool aufpusten. Derweilen hängte ich mich auf den Knien hockend über mehrere Kissen, die ich mir drapiert hatte. Ich fing langsam an zu tönen und meine Hüfte kreisen zu lassen. So hockend platzte gegen 20:15 Uhr meine Fruchtblase und ich stellte fest, dass ich grünes Fruchtwasser hatte. Nun war mir klar, dass es schnell gehen sollte, da der Neuankömmling unter Stress stand. Ich muss dabei sagen, ich fühlte mich nie panisch oder ängstlich.

Mein Gatte war bereits fleißig am Eimer tragen um den Pool zu füllen. Ich stieg hinein und empfand das Wasser gleich als sehr angenehm. So fand ich mich in der gleichen Position über den Poolrand gebeugt wieder. Die Schmerzen wurden immer doller und zwischendurch ging mir ein Gedanke durch den Kopf wie: Könnte die Geburt nicht morgen weiter gehen? Diesen Gedanken schüttelte ich allerdings gleich wieder ab und sagte mir: Jetzt hast du es bald geschafft, mach weiter! Die Wehen kamen an ihren Höhepunkt und ich schrie wirklich laut, weil ich mir nicht anders zu helfen wusste. Im Nachhinein weiß ich, dass das der Moment der Übergangsphase war, die ich als so schmerzhaft empfand.

Plötzlich verspürte ich ein starkes Druckgefühl, dem ich nicht widerstehen konnte. Jetzt war es mir zu 100% klar, dass ich gerade mitten in der Geburtsphase stecke. Ich fühlte sogleich zwischen meinen Beinen, ob ich was fühlen konnte. Ich war glücklich, dass ich bereits die Haare fühlen konnte. Der Schmerz der Übergangsphase war weg, jetzt war es eher dumpf und ich wurde plötzlich ganz still und konzentrierte mich auf den Druck und auf mein Kind. Als ich merkte, dass das Köpfchen immer tiefer kommt, sagte ich zu meinem Mann, dass ich den Kopf fühlen kann und dass es wehtut, es brennt so, sagte ich ihm in einer normalen Lautstärke. Er stellte das Wasserholen ein und blieb im Raum. Kurz darauf gebar ich den Kopf unseres Kindes. In der nächsten Wehe die Schultern und ein ausgestrecktes Ärmchen. Mit der nächsten Wehe zog ich unseren Schatz Mia Lorena um 21:23 Uhr aus dem Wasser und sie begrüßte uns gleich mit einem lieblichen Schrei.

Sie wog 2850g war 51 cm groß mit einem Kopfumfang von 34,5 cm. Schnell bekam sie Farbe und ich stieg mir ihr aus dem Pool. Ich fühlte mich zwar leicht erschöpft aber nicht schlapp. Die Geburt hat ca. fünfeinhalb Stunden gedauert und ich strahlte über das ganze Gesicht.

Ich legte die kleine Maus gleich an, was mir noch etwas Probleme bereitete, denn Mia ist mein erstes Kind. Es war meine erste Geburt, eine bewusste Alleingeburt. Für mich war es eine Traumgeburt. Wir mussten zwar fast vier Stunden auf die Nachgeburt warten, aber das scheint auch seinen Vorteil gehabt zu haben, mein Wochenfluss war nicht von langer Dauer.

Ich möchte noch erwähnen, dass ich das Wochenbett sehr positiv empfunden habe. Ich bin gleich am nächsten Morgen alleine duschen gegangen und hatte keine Probleme mit meinem Kreislauf. Ich hatte einen kleinen, innen liegenden Scheidenriss, der sehr gut von selbst abgeheilt ist und mir keine Probleme bereitet hat.

Bei meiner nächsten Geburt werde ich mich wieder für eine Alleingeburt entscheiden, weil es für mich der beste Weg ist zu entspannen und mich voll und ganz auf die Geburt und mein Kind zu konzentrieren.

Auf youtube erzählen sie ihre Geschichte ebenfalls:

Alleingeburt mit vorzeitigem Blasensprung

Ihr Lieben, die Mama im folgenden Bericht bekommt ihr drittes Kind. Die ersten beiden waren Krankenhausgeburten mit den üblichen Interventionen. Bei dieser Geburt wollte sie endlich so gebären, wie sie es sich wünschte. Und das hat sie getan. 🙂

Ich heiße Franzi und werde bald 26 Jahre alt. Ich habe drei Töchter. Meine erste ist 7 Jahre, meine zweite 3 Jahre und meine Dritte kam am 26. November zur Welt.
Meine zwei ersten Kinder kamen im Krankenhaus zur Welt. Bei meiner ersten Tochter war ich zwei Wochen über den Termin als mir die Wehen einsetzten und nach 25 Stunden platzte mir die Fruchtblase, ab ins Krankenhaus. Dann wurde alles ganz dramatisch und ich musste sofort an CTG, weil das Kind gestresst war, also war meine gewünschte Wassergeburt nicht mehr möglich. Nach weiteren 11 Stunden Wehen und einer PDA hieß es dann Kaiserschnitt und dann setzten die Presswehen ein und ich entband doch normal.
Bei meiner zweiten Tochter war ich ebenfalls zwei Wochen über den Termin. Am Samstag sollte ich im Krankenhaus anrufen wegen Einleitung, doch niemand nahm ab, also gingen wir nochmal spazieren. Die Wehen setzten ein und nach einer Stunde platzte mir die Fruchtblase. Ab ins Krankenhaus, sofort sagte ich, dass ich gerne in der Wanne gebären würde. Die Hebamme meinte, das sei kein Problem, ich freute mich wahnsinnig. Über Nacht dann ein Wehenstopp und am Morgen wurden mit einer Tablette die Wehen wieder angeschubst. Am Sonntag um 5 Uhr fingen die Wehen also wieder an und sofort waren sie wahnsinnig schmerzhaft. Um 7 Uhr kam dann die Hebamme zu mir und meinte: Es täte ihr leid aber der Kreißsaal mit der Wanne wurde jetzt einer Dame gegeben, die im Bett entbinden möchte und daher müsste ich jetzt in den anderen Kreißsaal. Man war ich sauer. Kurz danach war meine Tochter geboren.
Kind Nummer 3 sollte also nun so auf die Welt kommen wie ich es möchte. Eine Alleingeburt sollte her. Ich sprach mit meinem Mann drüber und er war sofort einverstanden. Ein Tag vor Geburtstermin saß ich gerade am PC, stand auf und die Fruchtblase platzte. Es war ein Freitagmorgen und ich rief meinen Mann an. Er fragte, ob er kommen sollte. Ich verneinte. Ich kümmerte mich also um meine 2 Großen und verbrachte den Tag nun mit Wehen und offener Fruchtblase. Leider hörten die Wehen immer mal wieder auf und fingen dann auch wieder an. Am Abend kam mein Mann heim und die Wehen waren weg. Die Nacht also sehr ruhig. Am Samstagmorgen wieder leichte Wehen. Also gingen wir einkaufen und danach noch etwas wandern. Immer mal wieder Wehen doch nichts Dauerhaftes. So ging es nun den ganzen Tag. Am Samstagabend um 18 Uhr war ich dann nun sehr erschöpft und legte mich ins Bett, während mein Mann sich um die Großen kümmerte. Kaum dass ich lag, fingen wieder Wehen an und diesmal blieben sie auch. Um 19 Uhr brachte mein Mann die Großen ins Bett und ging nochmal Gassi. Um 20 Uhr richtete er alles für die Geburt. Ich veratmete meine Wehen, mal im Stehen, mal im Sitzen und mal im Liegen, gerade so wie es mir passte. Um 21 Uhr ließ mein Mann Badewasser ein und meinte, ich soll mich in die Wanne legen, da ich inzwischen im Zwei-Minuten-Takt Wehen hatte. Ich ging nochmal auf die Toilette und legte mich dann in Wasser. Dann meinte mein Mann, das Baby müsste jetzt gleich kommen, die Wehen kommen nun im 30-Sekunden-Abstand. Ich bekam Presswehen und nach dreimal drücken war meine Tochter geboren. Dieser Augenblick war sehr emotional und unbeschreiblich. Das möchte ich bei meinem 4. Kind wieder haben. 🙂

Alleingeburt mit vorliegender Hand – 17 Tage nach Termin

Ihr Lieben, mit der Geburt im folgende Bericht habe ich vor nicht langer Zeit life über fb selbst mitgefiebert. Eine spannende Geschichte über Geduld und Vertrauen. Es ist das sechstes Kind dieser Mama und ihre erste Alleingeburt. Viel Spaß beim Lesen! 🙂

Ich muss etwas ausholen, meine anderen Geburten waren recht interventionsreich. Man sagte mir im Krankenhaus, ich hätte eine Wehenschwäche. Selbst bei meiner vierten Geburt, die nur drei Stunden ging und ich schon mit 5 cm offenem Muttermund im Krankenhaus ankam, hieß es „Wehenschwäche und der Wehentropf muss sein“.
Bei jeder Geburt war es so, dass die Wehen sofort nachließen, wenn ich auch nur an das Krankenhaus dachte, was natürlich die Diagnose „Wehenschäche“ auch noch bestätigte. Was tatsächlich eine Wehenschwäche ist, lernte ich erst später. Was alles während der fünf Geburten vorgefallen ist, soll nun aber Nebensache sein. Die Hauptsache ist, was ich über mich lernte in der letzten Schwangerschaft.

Die gesamte Schwangerschaft über wusste ich, dass ich eine Alleingeburt will. Niemand fasst mich an, keiner sagt was ich tun soll, ich kann gebären wie ich will. Darauf habe ich mich auch vorbereitet.
Natürlich habe ich nichts meiner Frauenärztin erzählt. Ich wusste, dass sie selbst Hausgeburten nicht sehr positiv gesonnen ist.
Kurz vor dem Entbindungstermin war ich also bei meiner Frauenärztin. Nach der Untersuchung, wo keinerlei Probleme ersichtlich waren, sagte sie mir mit einem Lächeln im Gesicht: „So, Frau C., wenn das Baby dieses Wochenende nicht kommt, bekommen sie am ET+1 eine Überweisung zur Einleitung. Das ist doch auch in ihrem Interesse, oder?“
Ich antwortete mit einem selbstbewussten: „Nein.“
Das Lächeln in ihrem Gesicht war ganz schnell weg und eine ernste Miene zeichnete sich ab. Die Diskussion, die nun folgte, war fast schon lächerlich, da die gute Dame ihre eigenen Ergebnisse und Untersuchungen anzweifelte, nur um mir Angst zu machen. Hat aber nicht funktioniert.
Ich sagte zu meinem Mann: „Die Frau sieht mich nie wieder.“ Und so war es dann auch.

Der Entbindungstermin verstrich also, es hält sich ja auch kaum ein Baby dran, alles noch normal. Ich hatte dann auch mal einige Tage nach dem ET einen Fehlalarm. Immer mal wieder Wehen. Meinem Mädchen schien es gut zu gehen, sie strampelte und bewegte sich sehr gut. Ich kam an die magische Grenze, ET+14 und ab da muss ich zugeben, geriet ich doch etwas in Panik. Das war meine Grenze, und ich entschied mich, ich gehe über diese Grenze. Das ist nur ein Datum, nur ein Datum … mein Baby braucht eben noch etwas. Sämtliche Versuche die Geburt anzuregen, haben nicht funktioniert. Von Rizinusöl halte ich nichts, davon hab ich die Finger gelassen.

An ET+16 angekommen, hatte ich abends gute und recht eindrucksvolle Wehen. Aber sie waren nicht ganz so regelmäßig. Ich hatte dennoch meine Freundinnen informiert, die sollten ja dabei sein. Geburtsort war vorbereitet. Mein Mann war in Panik, also alles normal. Am Abend ging und ging aber nichts vorwärts, ich konnte nicht so recht abschalten und loslassen denke ich. Es kam mir auch so vor, als ob der Kopf einfach noch nicht so richtig im Becken war. Also was macht man dann in so einem Fall? Ich habe zumindest dann Sarah Schmid gefragt und die hat mir dann auch gut geholfen, nebenbei hat es mich auch etwas abgelenkt. Ich habe ein paar Übungen (sind auf der Seite von Sarah Schmid) gemacht, damit mein Baby den Weg ins Becken findet. Wenn das dann so passiert ist, hören die Wehen erst mal auf und das taten sie dann auch. Ich habe diese Pause dann auch genutzt um noch etwas zu schlafen.

ET+17, ich wache um ca. 2 Uhr auf mit heftigen Wehen, sie waren regelmäßig alle 3 Minuten und ohne Veratmen nicht mehr auszuhalten. Nach einer halben Stunde weckte ich erst mal meinen Mann und offenbarte ihm, dass nun das Baby kommt. Ich konnte so nicht mehr liegen, die Schmerzen waren im Liegen nicht sonderlich angenehm. Also bin ich aufgestanden und hab meiner Freundin über Whatsapp mitgeteilt, sie und meine andere Freundin sollen sich doch bitte auf den Weg machen. Was ich nicht mitbekommen habe, die beiden scherzten wohl, dass es vermutlich doch wieder nur ein Fehlalarm ist und das Baby vermutlich in meinem Bauch die Volljährigkeit feiert.

Um ca. 3 Uhr sind sie dann auch bei mir aufgetaucht, ich habe ihnen die Türe geöffnet und musste auch prompt in der Türe eine Wehe veratmen. Es tat mir gut, wenn ich bei jeder Wehe leicht mitgeschoben habe und das tat ich auch die ganze Zeit über. Wir standen im Wohnzimmer, es war abgedunkelt, ein Stuhl stand recht mittig und ich stand an der Rückenlehne. Meine zwei Freundinnen und mein Mann waren mit mir im Raum. Eine Freundin machte sich einen Kaffee und ich wollte auch einen. Es war ja früh und ich mag halt Kaffee, anscheinend auch in der Eröffnungsphase. Also stand ich da und zwischen den Wehen habe ich einen Schluck Kaffee genommen. Um 4:30 Uhr merkte ich dann, dass es wohl knapp wird mit dem Kaffee und hab ihn recht zügig getrunken. Ich habe meine Freundinnen gesagt, dass es nun recht gut wäre, die Plane und die Decken auf den Boden zu legen. Meine Beine fühlten sich an wie Wackelpudding und ich wusste, dass ich nicht mehr lange stehen konnte. Um 4:40 Uhr lag ich also mit dem Oberkörper auf dem Stuhl so, dass meine Position kniend war und unten rum nackt. Mein Gefühl sagte mir pressen und ich konnte auch nicht mehr anders als diesem Gefühl nachzugeben. Um 5:10 Uhr begann ich also zu pressen. Mein Mann hat gebetet und meine Freundinnen hielt den Rest meiner Freunde auf dem Laufenden. Während der ganzen Zeit wollte ich nicht angefasst werden und gab das auch lautstark zu verstehen, als mir mein Mann die Hand halten wollte. Ich presste und spürte wie sich mein Baby bewegte und teilte auch den anderen mit, dass alles ok ist. Ich fühlte, wie der Kopf tiefer trat und dachte der Kopf kommt nun gleich. Nach einigen Malen Pressen wunderte ich mich, wo der Kopf bleibt. Aber dann kurz drauf spürte ich, wie der Kopf seinen Weg fand, regelrecht wie ich mich dehnte, das nahm ich ganz bewusst war. Eine Flüssigkeit tropfte aus meiner Scheide, es roch nach Baby, da musste dann die Fruchtblase nachgegeben haben. Ich presste weiter. Dann meinte meine Freundin: „Ich seh den Kopf, da ist die Hand davor, macht das was!?“. Ich sagte energisch: „Nein!“ (Was soll das auch machen, wenn beides schon fast draußen war, so mein Gedanke). Meine Freundin: „S., der Kopf ist ……….“

Noch bevor meine Freundin den Satz beenden konnte, musste  sie meine Tochter auffangen. Sie ist felsenfest davon überzeugt, meine Tochter wäre sonst wie eine Rakete durch die Wand in die Wohnung unseres Nachbarn geschossen. Um 5:45 Uhr wurde meine Tochter mit der Hand am Kopf geboren, 53cm und 3960 gr., wie später festgestellt wurde.

Sie hatte keine Probleme, hat sofort geatmet und geweint. Nach einiger Zeit auch an der Brust getrunken. Eine absolut entspannte Geburt, in der ich lernte mir zu vertrauen und loszulassen. Wir haben dann erst mal unser neues Familienmitglied ausgiebig begrüßt und auch meine zwei großen Kinder kamen dazu. Eine halbe Stunde später kam dann auch die Plazenta ohne Probleme. Die Blutungen blieben gering. Laut Kinderarzt hatte sie kaum Übertragungszeichen. Die Zeugung war definitiv so wie angegeben, zufällig war ich kurz nach dem Eisprung beim Ultraschall und man sah noch den Gelbkörper und genau in diesem Zyklus wurde ich schwanger.

So viel zur Wehenschwäche und ja, es gibt diese Geburtsblase tatsächlich. So bewusst hatte ich keine andere Geburt zuvor erlebt.