Abgebrochene Hausgeburt wird zu traumatischer Krankenhausgeburt

Im folgenden Bericht erzählt eine Mutter von der Geburt ihres ersten Kindes. Es ist eine Hausgeburt geplant. Weil die Geburt gefühlt nicht vorangeht, entscheidet man sich zur Verlegung ins Krankenhaus.

Ich teile diese Geschichte nicht, um euch Angst zu machen oder Krankenhäuser per se zu verdammen. Aber ich denke, dass sie in vielerlei Hinsicht lehrreich ist. Ebenfalls finde ich es wichtig, über Gewalt unter der Geburt zu sprechen, die gerade in Corona-Zeiten so leicht möglich ist, wenn niemand die Frau begleiten darf.

Geburtsbericht Romy Valéria, geboren am 21.09.2020 um 20.55 in Coimbra, Portugal

Triggerwarnung: Interventionen im Krankenhaus

Bevor die Details noch mehr verblassen, hab ich mich endlich zum Aufschreiben meiner Geburtsreise durchgerungen. Ich hatte eine traumhafte Schwangerschaft, habe jeden Tag genossen. Die Besuche beim Frauenarzt fühlten sich allerdings nicht gut an. Also habe ich mich für den selbstbestimmten Weg entschieden. Ich las u.a. Sarah Schmid, M. Mongan, Ina M. Gaskin.

In der 36. Woche war ich bei einer Hebamme, das hat mir noch mal Sicherheit gegeben – vor allem zur Bestimmung der Kindsposition. Eine Bekannte, welche seit langem Hausgeburtsbegleitung im Umfeld macht (übrigens auch bei der Geburt meiner jüngeren Schwester und auch bei der Geburt meines Partners zugegen war) und meine Schwiegermutter (Mutter von sieben Kindern, davon vier Alleingeburten) sollten mich mit ihren kostbaren Erfahrungsschatz bei der Geburt unterstützen. Es war alles perfekt. Ich fühlte mich rundum wohl und war voller Vertrauen zu meinem Kind und meinem Körper.

Am 20.9. 2020 (6 Tage nach errechneten Termin) gegen 8.30 morgens verlor ich erstmals Fruchtwasser. Auf Toilette hab ich die Farbe kontrolliert, klar und leicht gelblich also nicht besorgniserregend. Wir waren etwas aufgeregt und voller freudiger Erwartung. Mein Partner kümmert sich um die Temperatur und das Wasser vom Pool. Ich schrieb im Geburtschat von Sarah Schmid, um kleine Unsicherheiten aufzulösen.

Wir haben Besuch und frühstücken alle zusammen. Ab ca. 12 Uhr verspüre ich leichte Wellen. Später, als die Schwiegereltern kommen, werden die Abstände kürzer, und die Intensität nimmt zu. Ich kann sie jedoch sehr gut veratmen.

Abends wird gekocht und gemeinsam gegessen. Wobei ich schon mehr und mehr aussteige aus dem Geschehen und mich nach innen fokussiere. Es ist ein schönes Wechselspiel aus auf- und abtauchen. Irgendwann fange ich an zu vertönen. Sehr tiefe Töne, die ich selbst noch nie bei mir gehört hab. Ich fühle mich gut und lasse mich von meinem Körper leiten, tanze, entspanne, ziehe mich zurück oder suche Gesellschaft, je nachdem was ich gerade brauche. Der Verlauf ist langsam aber es geht voran. Unsere Geburtsbegleiterin kommt gegen 2 Uhr morgens hinzu, sieht ,dass es noch ein gutes Stück dauern kann und legt sich schlafen – was ich sehr begrüße. Desto mehr Zeit verstreicht, umso mehr hab ich das Gefühl den Geburtsbegleitern eine Last zu sein. (Ich weiß, das ist absurd, aber das Gefühl war da.) Ich sage mehrmals: „Legt euch bitte schlafen. Ich melde mich, wenn ich was brauche.“ Doch (verständlicherweise) konnte das niemand so richtig. So verbringe ich die Nacht mit Wellen veratmen, vertönen, im Pool, im Hof, im Flur, im Wohnzimmer oder im Schlafzimmer. Am nächsten Tag spüre ich die Erschöpfung sehr stark. Schlafmangel, zittern vor Kälte, essen und Trinken geht kaum. Trotzdem weiß ich die ganze Zeit, alles ist richtig so. Es braucht die Zeit die es braucht und alles ist wie es sein soll. Dem Baby geht es gut. Ich bin erschöpft aber sonst ist alles gut. Meine Geburtsbegleiter sind auch müde und erschöpft und nach und nach auch entmutigt. Der Tag verstreicht, die Wellen bleiben gefühlt gleich intensiv, werden sogar noch stärker, doch ich spüre keinen Druck nach unten. Und auch kein Bedürfnis zu pressen. Ab Mittag bin ich fast nur noch im Schlafzimmer und hocke vorm Bett, erschöpft, schlafe zwischen den Wellen ein. Dadurch sind sie schmerzhafter. Irgendwann werden die Wellenabstände länger, zwar intensiv jedoch kürzer. Das entmutigt alle noch mehr. Herztöne hörbar, Kindsbewegungen spürbar, ich weiß alles ist gut. Nur ich bin nicht mehr in der Lage klar zu denken vor Erschöpfung. Irgendwann am Nachmittag fängt mein Partner an die Tasche fürs Krankenhaus zu packen. Ich hatte den Wunsch zwar geäußert, doch andererseits wusste ich, dass ich im jetzigen Stadion nirgends mehr hin kann bzw. will. Der Gedanke an die Autofahrt machte mir Angst. Eigentlich wollte ich nirgends mehr hin konnte mir nix anderes mehr vorstellen außer das Schlafzimmer und ich blieb. Gegen 16.45 Uhr kam meine Schwiegermutter und sagte: „Vielleicht ist es doch besser, wenn ihr ins Krankenhaus fahrt.“ Also sind wir aufgebrochen. Ich dachte die ganze Zeit nur: ‚Sie werden mir nicht helfen können.‘ Der Schritt fühlt sich nach Verzweiflung, Resignation und Schwäche an.

Bei der ca. 30 minütigen Fahrt ins Krankenhaus gönnte mir mein Körper etwas Ruhe. Ich hatte große Wellenabstände von ca. 10 Minuten und auch nicht mehr so starke Wellen. Schon auf dem Parkplatz des Krankenhauses kam uns ein Sicherheitsbeamter entgegen und erklärte, dass nur ich rein dürfe. (Corona Maßnahmen) Es gab laute Diskussionen. Mein Partner wollte mich auf keinen Fall alleine lassen. Die Wellen kamen stärker und im Abstand von 2 bis 3 min.

Bin kurz im Kopf die Möglichkeiten durchgegangen und hab dann entschieden alleine rein zu gehen. Ab da ging gefühlt ein Kampf los. Lange Aufnahmeprozedur trotz starker Wellen, Corona Test, viele Fragen. Leider machte ich den Fehler ehrlich zu sein, vor allem in Bezug auf dem Zeitpunkt des Fruchtwasserabgangs. Das war wohl Grund genug um alle weiteren Vorgehensweisen zu rechtfertigen. Dann Kreissaal. Ärzte und Krankenschwestern um mich herum (insgesamt etwa 8 Menschen in dem winzigen Raum (und auch vor der Tür). Einer versuchte, mir immer wieder (und auch während der Wehen) Blut abzunehmen, schaffte es aber nicht und gab nach 5 Stichen pro Arm auf. Von allen Seiten wird auf mich eingeredet: Sie müssen einen Kaiserschnitt machen. Sie wollen Antibiotika geben. Ich soll mich auf das Gebärbett legen. Sie wollen den Muttermund untersuchen. Dann werde ich zwischendurch angeschrien, weil mir die Maske in den Wehen unter die Nase rutscht. Das alles wiederholt sich immer wieder. Ich lehne immer wieder alles ab.

Die Herztöne waren super, nichts deutet auf Gefahr fürs Baby hin, aber sie wollten unbedingt einen Kaiserschnitt machen. Ich werde ohne Vorankündigung während einer Wehe am Muttermund untersucht. Ich trete die Ärztin weg, weil es so schmerzhaft ist. Ich weine und will mein Handy um mein Partner anzurufen, der mir Kraft gibt, um mich weiter gegen alle Interventionen zu wehren. Ich gehe wieder im Kopf meine Möglichkeiten durch, weiß das es unmöglich ist in diesem Umfeld mit Druck von allen Seiten und voller Angst sanft zu gebären. Ich denke immer: ‚nur nicht auf das Gebärbett! Denn dann haben Sie freie Bahn‘ Aber ich weiß, ich muss schnell gebären, sonst schneiden sie mich auf. Also stimme ich dem Wehentropf zu. Es folgen heftigste Wellen im 10-Sekunden-Takt. Mir wird wieder der Kaiserschnitt angeraten und auf mich eingeredet wegen Antibiotika. Es kommt mir vor wie Methode (ich lehne etwas ab, der Wehentropf wird aufgedreht und es wird nochmal gefragt).

Ich willige zur Muttermunduntersuchung ein. Vorausgesetzt Sie warten auf eine Wehenpause. Dann heißt es: „Sie müssen sich auf das Gebärbett legen, damit wir besser nach dem Muttermund schauen können.“ Ich willige ein. Die Wehen sind so heftig und die ganze Situation scheint so ausweglos, dass ich mittlerweile einfach nur will, dass es bald geschafft ist. Ich lass mich am Muttermund untersuchen: Muttermund bei 10 cm. Eine Ärztin sagt zur anderen: “Lass sie doch vaginal gebären. Muttermund ist voll geöffnet.“

Dann geht alles ganz schnell. Die Beine werden mir auseinandergedrückt. Es heißt pressen pressen pressen. Mit oder ohne Presswehe, ich soll pressen. Der stärkste im Raum drückt mir mit voller Wucht auf den Bauch. Ich schreie, dass ich das nicht will. Ich presse und presse, dann ein Schnitt und die Zange. iIch spüre nur noch, wie an meinem Baby gezogen wird. Dann ist sie da. Ärzte gehen weg mit ihr. Ich höre Weinen, dann Stille dann wieder Weinen. Niemand sagt mir etwas. Sie hat wohl Fruchtwasser geschluckt und muss abgesaugt werden. Ich weine. Man soll sie mir geben. Aber nichts. Mir wird die Plazenta herausgezogen. Eine Ärztin spritzt etwas kommentarlos in meinen Zugang. Ich sage: „Ich will das nicht. Sie müssen mich doch fragen, bevor sie mir etwas spritzen.“ Sie sagt, es ist künstliches Oxytocin. Ich sage: “Ich will das nicht. Ich brauche das nicht!” Zu spät. Dann werde ich genäht. Dann darf mein Partner dazu kommen. Er hat draußen vorm Krankenhaus am Fenster gestanden und alles gehört. Hält meine Hand. Dann will er unsere Tochter halten. Darf er nicht. Nach Diskussion mit einem etwas zugänglicheren Arzt dann doch. Erst darf er ihr die Hand auflegen. Sie hört sofort auf zu weinen. Dann darf er sie nehmen. Kurz. Er legt sie mir auf dem Bauch. Ich schwebe vor Glück. Ganz kurz. Dann wird sie mir wieder genommen. Sie kommt in den Inkubator, braucht Sauerstoff, heißt es. In vier Stunden dürfe ich zu ihr.

Ich weiß, ihr geht es gut. Ich spüre, sie ist kräftig und gesund. Sie ist wunderschön, ihre Haut ganz glatt und rosig. Sie ist perfekt, vollkommen. Sie wird mir weggenommen. Sie kommt auf die Frühchenstation in einen Brutkasten. Ich werde auf Station gebracht, verabschiede meinen Mann. Die Trennung zu meiner Tochter, es schmerzt nur noch. Mir laufen die Tränen, mir ist kalt. Ich will zu ihr, fühle mich machtlos, hilflos, ausgeliefert. Ich weine und meine Zimmer Kollegin versucht mich zu trösten.

Ich schlafe ein und werde zitternd wach (Nachwirkungen der Medikamente). Ich wanke zur Frühchenstation. Sie ist verschlossen. Ich darf nicht zu meiner Tochter. Werde ins Bett geschickt. So geht es weiter bis nächsten Tag gegen Mittag. Da darf ich sie sehen. Ich darf sie nicht stillen bis Blutergebnisse da sind (obwohl meine Ergebnisse in meinem mitgebrachten Mutterpass stehen). Und das dauert wieder. Abends stille ich sie einfach.

Um jede Intervention hier aufzuführen, würde es den Rahmen Sprengen. Ich war drei Tage und drei Nächte im Krankenhaus. In der Zeit musste ich ununterbrochen aufpassen, damit nicht irgendwelche Tests oder Impfungen oder sonstige prophylaktischen Maßnahmen durchgeführt wurden. Mit unserer Tochter wurde umgegangen, als wäre sie nicht unsere Tochter. Als hätte man als Eltern gar keine Rechte. Erschreckend finde ich auch, dass der Ablauf bei und nach Valérias Geburt kein Einzelfall ist. Im großen und ganzen ist das dort das normale Procedere. Doch es wird wohl meist nicht als gewaltsam erlebt. Was ich mir nur damit erklären kann, dass das Vertrauen in Ärzte und Gesundheitssystem sehr stark ausgeprägt ist.

In der Klinik war ich mitlerweile bekannt als die „schwierige Mutter“. Negativ aufgefallen durch den selbstbestimmten Ansatz und das Misstrauen gegenüber dem Gesundheitssystem. Immer wieder stellte sich mir irgendein Arzt in den Weg und wollte mit mir eine Grundsatz Diskussion führen. Es fielen Sätze wie: „Schuster bleib bei deinen Leisten“ oder: „Lassen Sie uns unsere Arbeit machen und Sie machen Ihre.“ Viele waren mir gegenüber recht aggressiv. Ich erinnere einen Arzt, welcher sich vor mir aufbaute, obwohl ich ihm noch nie zuvor gesehen hatte und auf mich einredete: „Ich bin Arzt und meine Aufgabe ist gegen die Natur zu kämpfen.“ usw. Dieser Satz sagt doch alles aus. Es ist unglaublich. Hätte ich es nicht erlebt ich würde es nicht glauben.

Ich wollte nicht diskutieren. Nicht mit solchen Menschen! Ich wollte mir das alles nicht mehr anhören. Ich war erschöpft, übernächtigt und überfordert von dieser herzlosen Umgebung. Ich wollte einfach nur mit meiner Tochter nach Hause zu meinem Mann zu meiner Familie. Ich fühlte mich wie in einer fremden Welt. Wie auf einen anderen Planeten, wo vollkommen andere, mir unbekannte Gesetze herrschten. Es war irgendwie alles verdreht. Der Wehentropf, der die heftigen, unnatürlichen Wehen auslöste und dasrRumgeziehe an meiner Tochter, dazu das auf den Bauch Gedrücke. Der Stress und der Druck, der aufgebaut wurde,die Angst vor einem Kaiserschnitt und überhaupt vor den unberechenbaren, willkürlichen Maßnahme dort – das alles verursacht von Ärzten und Personal. Ist natürlich der absolute Stress für das Kind. Und es ist offensichtlich der Grund dafür das Valéria Fruchtwasser geschluckt hat, falls es denn so war. Wie absurd, dass wir als Eltern dann dafür verantwortlich gemacht werden. Eine Frau vom Jugendamt hat man zu mir geschickt zur Prüfung, ob eine Kindeswohlgefährdung vorliegt. ( Bei uns zuhause wurden wir eine Woche später auch noch einmal vom Jugendamt aufgesucht.)

Am zweiten Tag durfte meine Tochter zu mir aufs Zimmer. Bis dahin dachte ich, ich kann jederzeit (gegen ärztlichen Rat) gehen. Jedoch ist die Gesetzeslage hier anders: Bei Minderjährigen entscheidet der Arzt bzw. der Staat. Ich hätte gehen dürfen, jedoch meine Tochter nicht. Ich redete also wann immer möglich mit den Ärzten, die mir am vernünftigsten schienen und erkämpfte mir die „Freigabe“ unserer Tochter. Am dritten Tag durften wir gehen.

Ich habe Schuldgefühle, weil ich denke: Ich hätte nur länger durchhalten müssen, dann hätte ich die Klinik vermeiden können und alles, was uns dort widerfahren ist. Ich gehe im Kopf immer und immer wieder den Ablauf der Geburt durch und überlege, was dazu führte aufzugeben wie es dazu kam. Was hätte anders sein müssen? Warum hab ich nicht noch ein bisschen ausgehalten. Ich fühle mich beraubt! Es fehlt mir ein Stück. Es fehlt uns ein Stück! Die Geburt meiner Tochter habe ich nicht mehr bewusst miterlebt ab den Moment wo ich auf dem Gebärbett lag und die Regie dann vollkommen abgegeben hab. Ich war entmachtet und wie hinter einem Schleier. (Der Schleier war bis vor kurzem noch deutlich spürbar und ich weiß nicht, ob er tatsächlich weg ist, oder ich mich nur an diesem Zustand gewöhnt habe.) Ich habe nicht gespürt, wie Valéria durch den Geburtskanal, durch mich, auf die Welt kommt. Ich habe nichts gespürt, kein Schmerz, kein Brennen, nichts! Nur wie an ihr gezogen wurde. Wenn ich an den Moment der Geburt denke, das Gefühl dazu ist dieses Ziehen. Und ich habe keine bewussten Erinnerungen an die ersten Minuten nach der Geburt. Uns fehlen die ersten Momente des Glücks, des Staunens. Uns als Familie wurde das schönste genommen: der Moment, wo wir zur Familie werden! Es wurde in keinster Weise respektvoll mit diesem heiligen Geschenk des Lebens, der Natur umgegangen. Und der ganze weitere Verlauf seit Geburt bis zur Entlassung: ein Ablauf von standartisierten Interventionen, die nicht geprüft oder gerechtfertigt wurden, die im Klinik Alltag so fest integriert sind, dass sie nicht mehr hinterfragt werden. Verzeiht den ausführlichen Klinik Teil, aber dieses Erlebnis hat so viel mit mir gemacht, deshalb empfinde ich es als wichtig das zu teilen. Auch die Emotionalität und das Abdriften vom Sachlichen sei mir verziehen. Es kommen einfach sehr starke Gefühle hoch beim Teilen meiner Geburtserfahrung. Ich will auch betonen, dass ich die Verantwortung für den Geburtsverlauf nicht abgeben will. Ich weiß, dass Ich! diesen Weg gewählt habe, auch wenn ich noch nicht genau verstehe wieso. Vielleicht werde ich irgendwann verstehen. Vielleicht kann nur eine weitere Geburt das Erlebte heilen. Ich wünsche mir und allen anderen Frauen, dass die Kompetenz, die Intuition und die Urkraft der Frau sowie die heilige Verbindung zwischen Mutter und Kind im Mittelpunkt ein jeder Geburt steht.

2 Gedanken zu „Abgebrochene Hausgeburt wird zu traumatischer Krankenhausgeburt“

  1. Krass, es ist so unglaublich traurig und macht mich so wütend wie mit dir umgegangen wurde und daß man so unendlich machtlos ist gegen einen solchen Blödsinn. Ich finde nicht dass du zu emotional geschrieben hast oder zu ausführlich. Und ich bewundere, wie du trotz allem immer noch diskutieren konntest, dass du gemacht hast was du irgend konntest, damit dein Kind zu dir kann und ihr nach Hause. Auch wenn du vielleicht gerade nicht so fühlst, denke ich, dass du echt stark bist und wünsche dir von ganzem Herzen, dass ihr euch alle von dieser Erfahrung irgendwann erholt. Ich denke auch, dass der „Schleier“ den du beschreibst ein Schutzmechanismus von deinem Körper ist damit du das irgendwie psychsich überleben konntest. Peter Levine, der sich viel mit Trauma beschäftigt hat, beschreibt das ziemlich gut. Jetzt ist der Kommentar so lang geworden, aber dein Bericht hat mich sehr berührt. Alles Gute euch!

  2. Ich schließe mich meiner Vorrednerin an und möchte noch hinzufügen, dass dich keine Schuld trifft und du DIESEN Weg NICHT gewählt hast. Du hast gewählt, ins Krankenhaus zu fahren, weil du einfach erschöpft warst, ja, und deine Geburtsbegleiter auch. Das ist absolut verständlich. Du hast nicht gewählt, so behandelt zu werden! Erlaube dir selbst diese Wut und Trauer und alle anderen Gefühle! Und wenn es sich richtig schlimm anfühlt, denke daran, dass es vorbei ist. Alles Liebe und Gute!

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