41. SSW

Da bin ich, immer noch mit dickem Bauch. Neues gibt’s nicht wirklich, ich bin nur froh, daß ich dem deutschen Vorsorgestress diesmal entkomme, der ab Termin planmäßig ausbricht: CTG und Vorsorge alle 2 Tage. Die Schweden sind da ja viel cooler: Hier hat man seinen letzten Vorsorgetermin am berechneten Entbindungstermin, dann 2 Wochen komplett Ruhe und geht erst wieder, falls man es geschafft hat, 14 Tage über Termin zu gehen. Ich glaub, ein schlechteres Outcome bei der Säuglingssterblichkeit haben die hier trotzdem nicht, aber sicherlich weniger gestresste Endschwangere.
Gestresst bin ich folglich nicht. Wir haben gestern noch Gras abgemäht und es wäre nicht schlecht, wenn wir das Heu noch vor dem Baby reinbrächten. Johanna kriegt grad die hintersten Backenzähne und ist erkältet, sie darf sich also auch noch erholen, bevor das Baby kommt. Nur ob meine Eltern am Sonntag zuerst zu uns zum Baby gucken oder zuerst nach Norwegen in den Urlaub fahren werden, das bleibt spannend.

3 Gedanken zu „41. SSW“

  1. Denke, es wird so ganz langsam Zeit, zu gebären. Aber so lange es nicht wie bei einer Fau, die ich im Südsudan erlebte, ist, geht es ja noch. Die kam morgens in unsere Klinik und der Dolmetscher sagte mir allen Ernstes, sie sei seit zwei Jahren schwanger. Ich ließ mir dies noch zweimal übersetzen, ob da nicht ein Kommunikationsfehler vorlag, aber die Dame blieb dabei, sie ist seit zwei Jahren schwanger, dabei aber gertenschlank. Meine Antwort war, sie könne dann so langsam anfangen, zu gebären, gab ihr sechs Multivitamintabletten, damit sie nicht ohne etwas unsere Klinik verließ und sagte ihr, die Pillen würden ihr beim Gebären helfen. Letztendlich schrieb ich ihr der Dolmetscher noch eine Überweisung zum traditionellen Heiler, da die sich um die psyacosomatischen Fälle kümmerten. Da mußte ihr Mann allerdings zwei Ziegen bezahlen, wir waren umsonst.
    Augenscheinlich war ihre Diagnose Khala Azar, eine Krankheit, die nur sehr schwierig zu behandeln ist.

    LG Emma

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