28. SSW.

Bauchzwerg und ich sind wieder eine Woche weiter. Ich glaub, der Kleine hat einen ordentlichen Schub gemacht. Gestern hat es sich so angefühlt, als ob er einmal komplett umgeräumt hätte. Am Freitag hatte ich meinen letzten Arbeitstag! Morgen fahren wir nach Deutschland und am 9.4. hab ich das 3. und damit letzte Staatsexamen. Dann kann ich das Kapitel Medizinstudium erstmal abhaken und mich ganz auf meine zwei Kinder (außer und inner Bauchs) konzentrieren.
Eigentlich wollten wir heute zur Kreißsaalbesichtigung fahren, aber es wird wohl zu stressig mit der Packerei. Das machen wir also ein andermal, wenn wir wieder zurück sind aus Deutschland. Ich hab ja nicht vor, im hiesigen Kreißsaal zu entbinden, aber neugierig bin ich trotzdem. Nachdem ich einige deutsche Kreißsäle im Rahmen von Praktika von innen gesehen hab, interessiert mich der Unterschied zwischen Schweden und Deutschland.
Die Packerei ist diesmal zäh. Packen für ein Kleinkind und dann noch die Ansichten der Oma, welches Spielzeug aber unbedingt noch mitmuß. Ich hoffe nur, daß ich die 12 Stunden Fahrt ohne viele Wehwehchen übersteh. Bin ja eigentlich noch nicht sooo dick.

Meine 2. Schwangerschaft: 27.SSW

Da ich bisher meine Meinung allgemein gehalten habe, habe ich mich nun entschlossen, etwas mehr über mich zu erzählen. Ich hab eine Weile hin und her überlegt, ob ich bereit bin, mich der Öffentlichkeit in dieser Weise auszusetzen oder ob es zu viel Stress für meine sensiblen Schwangeren-Nerven bedeutet. Ich lasse es auf einen Versuch ankommen. B)Also:

Ich bin mit meinem 2. Kind schwanger und aktuell in der 27. SSW angekommen. Bisher war alles ungefähr genauso wie in meiner ersten Schwangerschaft: ein bißchen Übelkeit und viel Müdigkeit zu Beginn, um die 20. SSW ein bißchen Wasser in den Beinen, in letzter Zeit ein bißchen Sodbrennen, wenn ich abends zuviel gegessen habe. Ansonsten geht’s mir gut, der Bauch wächst und der Zerg strampelt tüchtig. Der einzige wirkliche Unterschied zu meiner ersten Schwangerschaft ist, daß ich beschlossen habe, mich dieses Mal auf meine eigenen Sinne zu verlassen und die Schwangerenvorsorge selbst zu machen. Ich bin ausreichend informiert und ich weiß, daß ich wissen werde, wenn es an der Zeit ist, einen Arzt aufzusuchen. Und was soll ich sagen? Im Vergleich zu meiner ersten Schwangerschaft ist diese viel entspannter, angstfreier und ich fühle mich stark und fähig, ein Kind hervorzubringen.
Keine blank liegenden Nerven vor Ultraschalluntersuchungen (oh Gott, gestaute Nieren! Ein Softmarker für Trisomie 21!), kein Aneinandergeraten mit einer Ärztin wegen unterschiedlicher Meinungen, keine Bevormundung in irgendeiner Form, als wüßte ich nichts über meinen Körper. Einfach nur ich und das kleine Wesen in mir, der sich rundende Bauch, die kleinen Tritte von innen. Und es wächst, einfach so. Sogar ohne daß ein Arzt es erlaubt. 😉

Was, wenn…

Krankenhausgeburten so aussehen würden?

http://www.youtube.com/watch?v=vQH_b8N3eA4&feature=related

(beachte: obwohl im Titel „homebirth“ steht, ist dies tatsächlich eine Krankenhausgeburt in einem französischen Krankenhaus.)